Heute war alles anders als geplant. Julia hat sich mit dem klassischen Familienurlaub-Souvenir infiziert: Magen-Darm. Statt Ausflug und Currywurst also erst mal Planänderung de luxe. Der Tagesablauf wurde kurzerhand auf den Kopf gestellt – aber wie sagt man so schön: Flexibilität ist das neue Abenteuer.
Der Vormittag begann mit einem kleinen medizinischen Einsatztrupp: Ich bin bei Aldi losgezogen und habe Cola, Zwieback und Salzstangen besorgt – die heilige Dreifaltigkeit der Schonkost. Während andere nach Angeboten suchen, suche ich heute nach Magenverträglichkeit in den Regalen.
Den Rest des Tages waren wir zu Hause – das ist sicherer für alle Beteiligten, inklusive Teppich. Kerstin hat derweil die Enkelinnen geschnappt und ist mit ihnen zum Edeka und dann auf den Spielplatz gezogen – pädagogisch wertvoll, logistisch bewundernswert. Ich vermute, sie verdient jetzt mindestens einen Orden oder ein Wochenende in einem stillen Raum.
Das Abendessen wurde ebenfalls spontan angepasst: Statt Currywurst gibt’s heute Köttbullar mit Reis oder Püree – der IKEA-Plan B, der selbst in Krisen freundlich lächelt. Hauptsache, es schmeckt und bleibt da, wo es soll.
Morgen holen wir den geplanten Teil nach: Fahrt nach Hersel, Schlüssel im Altenheim abgeben, am Grab des Vaters vorbeischauen – und danach geht’s zu Pauls Geburtstagsfeier. Wenn nicht wieder irgendwer plötzlich Zwieback verlangt.
Rentnerregel Nr. 17: Wenn der Tag anders läuft als geplant, iss was Mildes und mach das Beste draus.
Samstag, 26. Juli 2025
26.7.2025: Magen-Darm und Management – Rentner im Krisenmodus light
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