Heute Morgen durfte ich erst einmal bis zehn Uhr schlafen. Mein erster Termin war gestrichen worden, und nach den vielen Reisen und Terminen der vergangenen Tage habe ich diese unerwartete Verlängerung der Nacht gerne mitgenommen. Manchmal ist ein abgesagter Termin eben auch einfach ein kleines Geschenk.
Nach einem kurzen Frühstück ging es dann aber ziemlich schnell wieder in den normalen Modus. Zunächst standen die inzwischen obligatorischen Terminkoordinationen auf dem Programm. Irgendetwas muss schließlich immer verschoben, abgestimmt oder neu sortiert werden. Mein Kalender scheint inzwischen ein Eigenleben zu führen.
Um 13 Uhr wurde dann Podcast Nummer eins aufgezeichnet, und direkt um 14 Uhr folgte Podcast Nummer zwei. Beide Aufzeichnungen liefen gut, wobei der zweite Podcast noch ein bisschen Arbeit braucht. Den muss ich noch schneiden und bearbeiten, aber zum Glück besteht kein Grund zur Hektik: Er soll erst am Mittwoch erscheinen. Also darf die Nachbearbeitung zumindest noch ein paar Tage auf meiner To-do-Liste wohnen bleiben.
Nach den beiden Aufzeichnungen hatte ich genug vom Sitzen und Reden und bin direkt ins Sportstudio gefahren. Ein bisschen auspowern war nach den vergangenen Tagen genau das Richtige. Kopf aus, Körper an – zumindest für eine Weile.
Wieder zu Hause war mit Feierabend allerdings noch nichts. Ich habe an verschiedenen privaten und geschäftlichen Dingen weitergearbeitet und versucht, wieder ein paar Punkte von den diversen Listen zu bekommen. Nach einem leckeren Abendessen habe ich mich dann tatsächlich noch einmal an den Rechner gesetzt, einige Texte fertiggestellt und direkt weggeschickt. Damit sind zumindest diese Sachen aus dem Kopf und müssen mich am Wochenende nicht mehr verfolgen.
Jetzt reicht es aber auch. Zwei Podcasts aufgezeichnet, Sport gemacht, private und geschäftliche Dinge erledigt und zum Schluss noch Texte verschickt – aus dem durch den gestrichenen Termin zunächst so gemütlich aussehenden Freitag ist am Ende doch wieder ein ziemlich voller Tag geworden.
Aber immerhin begann er mit Ausschlafen. Man muss die kleinen Erfolge schließlich würdigen.
Mein humorvolles Tagebuch
Freitag, 18. September 2026
18.9.2026: Zwei Podcasts, ein Fitnessstudio und erstaunlich viel Freitag
Donnerstag, 17. September 2026
17.9.2026: 86 Prozent Schlaf – Frankfurt kann offenbar auch Hotel
Heute Morgen gab es tatsächlich eine kleine Sensation. Ich habe im Hotel geschlafen – und zwar richtig gut. Meine Schlaf-App zeigte unglaubliche 86 Prozent Schlafqualität an. Nach meinen üblichen Hotelwerten irgendwo in den Sechzigern musste ich wahrscheinlich zweimal hinschauen. Offenbar liegt es also doch nicht grundsätzlich an Hotelbetten. Frankfurt und ich scheinen zumindest schlaftechnisch ganz gut miteinander klarzukommen.
Entsprechend vernünftig konnte ich in den Seminartag starten. Heute stand meine ganztägige Veranstaltung auf dem Programm, und die lief richtig gut. Mit zehn Teilnehmern war gleichzeitig die vorgesehene Maximalzahl erreicht. Das ist natürlich angenehm, weil man bei einer solchen Gruppengröße nicht einfach nur seinen Stoff heruntererzählt, sondern viel intensiver miteinander arbeiten kann.
Genau das hat heute auch funktioniert. Es gab viele Fragen und Diskussionen, und vor allem blieb genügend Zeit für den persönlichen Austausch. Gerade dieses Networking finde ich bei solchen Veranstaltungen mindestens genauso wichtig wie die eigentlichen Inhalte. Man erfährt, womit sich die Teilnehmer beschäftigen, welche Fragen sie aus ihrer Praxis mitbringen und kommt dabei immer wieder auf Themen, die in keinem vorbereiteten Foliensatz stehen.
Nach einem ganzen Seminartag war ich dann allerdings auch froh, als es Richtung Heimat ging. Am Frankfurter Hauptbahnhof habe ich nicht lange taktiert, sondern einfach den nächsten Zug genommen, der Richtung Heimat passte. Wenn ein Zug schon am Bahnsteig steht, sollte man sein Glück bei der Deutschen Bahn schließlich nicht unnötig herausfordern.
Jetzt freue ich mich auf einen ausgesprochen bodenständigen Abschluss des Tages. In Solingen wird noch ein Döner geholt, und zu Hause muss definitiv ein kaltes Bier dazu sein. Nach einem erfolgreichen Seminartag habe ich mir beides verdient.
86 Prozent Schlaf, ein gutes Seminar, intensive Gespräche und zum Abschluss Döner und Bier – manchmal braucht ein gelungener Arbeitstag gar keine kompliziertere Dramaturgie.
Mittwoch, 16. September 2026
16.9.2026: Erbschaft, Podcasts und schon wieder Koffer – Frankfurt ruft
Heute Morgen habe ich mir erst einmal etwas gegönnt, was in den vergangenen Tagen deutlich zu kurz gekommen ist: Schlaf. Bis neun Uhr bin ich liegen geblieben, und nach den eher bescheidenen Hotelnächten in Grevenmacher tat das richtig gut. Keine Schlaf-App mit irgendwelchen frustrierenden 61 Prozent, sondern einfach schlafen, bis es reicht. So gefällt mir das deutlich besser.
Nach einem kurzen Frühstück war es mit der Gemütlichkeit allerdings schon wieder vorbei. Ich habe mich erneut um die verschiedenen Erbschaftsthemen gekümmert. Dieses Kapitel begleitet mich nun wirklich schon eine ganze Weile, und immer wenn ich denke, dass langsam alles sortiert sein müsste, taucht irgendwo noch ein neuer Punkt auf. Aber Stück für Stück wird es weniger – zumindest rede ich mir das erfolgreich ein.
Danach musste ich tanken und habe das direkt mit einem Abstecher zu Jenni nach Hochdahl verbunden. Gegen zwölf Uhr war ich wieder zu Hause, und dann ging es ziemlich nahtlos weiter. Einkaufen stand noch auf dem Programm, anschließend gab es ein schnelles Mittagessen und danach wartete schon wieder der Rechner.
Für die Podcast-Aufzeichnungen am Freitag wollte ich noch einige Skripte finalisieren. Das habe ich heute Nachmittag erledigt, sodass zumindest an dieser Stelle ein paar Haken gesetzt werden können. Gerade vor den nächsten beiden Tagen ist mir lieber, wenn die Sachen fertig vorbereitet sind und ich nicht unterwegs noch hektisch daran herumbasteln muss.
Und jetzt kommt tatsächlich schon wieder der Koffer zum Einsatz. Gestern aus Grevenmacher zurück, heute wieder einpacken – diesmal für Frankfurt. Mein Koffer hat inzwischen wahrscheinlich mehr Reiseerfahrung als mancher Außendienstmitarbeiter.
Heute Abend würde ich eigentlich viel lieber bei Bayer 04 sein. Das klappt wegen Frankfurt natürlich nicht. Ganz ohne Bayer geht es aber trotzdem nicht. Wenn schon nicht im Stadion, dann möchte ich das Spiel wenigstens im Fernsehen sehen. Jetzt müssen eigentlich nur noch die Züge mitspielen und einigermaßen pünktlich sein, damit mein Plan aufgeht.
Morgen wartet dann ein kompletter Tag Vorlesung auf mich. Aber darüber mache ich mir morgen Gedanken. Für heute lautet die Reihenfolge erst einmal: Koffer zu, Zug pünktlich, Frankfurt erreichen – und dann Bayer im Fernsehen.
Man wird ja wohl noch bescheidene Wünsche haben dürfen.
Dienstag, 15. September 2026
15.9.2026: 61 Prozent Schlaf und der Koffer kennt schon das nächste Reiseziel
Heute Morgen brauchte ich eigentlich keine Schlaf-App, um zu wissen, dass die Nacht mal wieder nicht besonders toll gewesen war. Ich fühlte mich beim Aufwachen genauso, wie ich im Hotel eben meistens schlafe: irgendwie geschlafen, aber nicht wirklich erholt. Der Blick auf die App bestätigte dann meinen Eindruck – 61 Prozent Schlafqualität. Na wunderbar. Zu Hause hätte ich mich wahrscheinlich einfach noch einmal umgedreht, aber hier in Grevenmacher warteten Frühstück, Büro und ein ziemlich voller Terminkalender. Also raus aus dem Bett und rein in den Tag.
Gegen halb acht war ich im Büro und habe direkt angefangen, an einigen Policies zu arbeiten. Es gibt Aufgaben, die erledigt man und kann anschließend einen Haken dahintersetzen. Policies gehören eher zu der Kategorie, bei der hinter dem Haken gerne schon die nächste Version wartet.
Mittags musste ich dann noch meinen DVFA-Podcast umlegen. Der Terminkalender bleibt also weiter in Bewegung. Danach ging es zum Essen mit der Internen Revision. Damit war die Mittagspause diesmal gleichzeitig ein Geschäftstermin, bevor anschließend mit der Verwaltungsratssitzung der nächste größere Punkt des Tages anstand. Langweilig war mir heute jedenfalls nicht.
Jetzt ist aber gleich Feierabend, und darüber bin ich nach 61 Prozent Schlaf und einem ziemlich vollgepackten Arbeitstag auch nicht böse. Gleich geht es ins Auto und Richtung Heimat. Mein Wunsch an den Nachmittag ist ausgesprochen bescheiden: einfach eine möglichst staufreie Fahrt. Mehr verlange ich heute von der Autobahn gar nicht.
Zu Hause wartet dann allerdings schon wieder mein derzeitiges Lieblingsritual auf mich: Koffer umpacken. Viel Zeit zum heimischen Sesshaftwerden bleibt nämlich nicht. Morgen Abend geht es bereits weiter nach Frankfurt, denn am Donnerstag steht dort den ganzen Tag Vorlesung auf dem Programm.
Mein Koffer dürfte inzwischen endgültig aufgehört haben, sich über Reiseziele Gedanken zu machen. Grevenmacher raus, Frankfurt rein – Hauptsache, ich vergesse zwischendurch nicht, selbst auch mal zu Hause zu bleiben.
Montag, 14. September 2026
14.9.2026: Vom Urlaub direkt in den Büro-Wahnsinn – willkommen zurück in Grevenmacher
Heute Morgen war mit Urlaubsmodus endgültig Schluss. Kurz nach sieben klingelte der Wecker, und nach den entspannten Tagen in Dresden und Plauen fühlte sich das schon ein bisschen brutal an. Aber Jammern hilft bekanntlich nicht, also raus aus den Federn, die letzten Sachen geschnappt und ab auf die Autobahn Richtung Grevenmacher.
Die Fahrt lief erstaunlich gut. Nur in Leverkusen gab es die inzwischen fast schon obligatorischen zehn Minuten Stau. Danach ging es vernünftig weiter, sodass ich ohne größere Probleme im Büro angekommen bin. Und dort wartete dann das komplette Kontrastprogramm zur vergangenen Woche: der ganz normale Wahnsinn. Tausend Dinge zu erledigen, offene Punkte, neue Themen und natürlich Aufgaben, von denen einige vermutlich während meines Urlaubs heimlich Nachwuchs bekommen haben.
Mittags hat mein Kollege Burger und Fritten geholt. Sicherlich nicht das klassische Fitnessessen, aber an einem solchen Bürotag genau die richtige Nervennahrung. Außerdem steht der sportliche Ausgleich für heute ja bereits fest, damit ist das schlechte Gewissen zumindest rechnerisch erledigt.
Bevor ich allerdings Feierabend machen kann, wartet gleich noch ein ziemlicher Brocken auf mich: zwei Stunden Sitzung zum Thema Risiko. Zwei Stunden Risiko – das klingt schon vom Titel her nicht unbedingt nach einem entspannten Übergang in den Abend. Danach dürfte mein Bedarf an Sitzungen für heute jedenfalls vollständig gedeckt sein.
Anschließend geht es ins inzwischen bestens bekannte Grevenmacher-Abendprogramm. Erst tanken, dann ins Hotel und einchecken. Danach möchte ich direkt in den Fitnessraum und eine Stunde auf dem Fahrrad fahren. Nach der langen Autofahrt und dem vielen Sitzen im Büro tut mir das normalerweise richtig gut – und Burger und Fritten bekommen damit zumindest noch eine sportliche Gegenbuchung.
Später werde ich auf dem Hotelzimmer noch ein paar Updates am PC machen und den Abend dann möglichst ruhig ausklingen lassen. Viel mehr brauche ich heute wirklich nicht mehr.
Und morgen früh kommt wieder der Moment der Wahrheit: meine Schlaf-App. Mal sehen, welche Prozentzahl sie diesmal für meine Hotelnacht auswürfelt. Ich hoffe zumindest auf einen Wert, bei dem ich mich nach dem Aufstehen nicht sofort wieder hinlegen möchte.
Sonntag, 13. September 2026
13.9.2026: 500 Kilometer nach Hause – und der Koffer darf gleich wieder los
Heute Morgen hatte ich dieses typische Gefühl am letzten Urlaubstag: Eigentlich könnte es jetzt ruhig noch ein paar Tage weitergehen. Dresden, Plauen, unsere Ausflüge nach Karlsbad und Franzensbad – irgendwie ist die Woche wieder viel zu schnell vergangen. Aber es hilft ja nichts, irgendwann muss man wieder nach Hause. Immerhin konnten wir den letzten Morgen noch ganz gemütlich angehen und zusammen mit Kathrin im Hotel frühstücken. Das war ein schöner Abschluss unserer gemeinsamen Tage, bevor Kerstin und ich gegen 11 Uhr das Auto beladen und uns auf die rund 500 Kilometer lange Heimfahrt gemacht haben.
Das Wetter meinte es dabei nicht besonders gut mit uns. Es war ziemlich schittig, aber wenigstens die Autobahnen waren auf unserer Seite. Wir kamen erstaunlich gut durch und hatten erst kurz vor dem Ziel in Haan noch ungefähr zehn Minuten Stau. Bei 500 Kilometern Strecke kann ich damit wirklich gut leben. Da habe ich auf meinen vielen Fahrten schon ganz andere Dinge erlebt.
Zu Hause angekommen, begann das inzwischen bestens eingeübte Ritual: Auto ausladen, Koffer hochtragen und alles wieder auspacken. Wobei das mit dem Auspacken bei mir heute nur eingeschränkt sinnvoll war. Mein Koffer bekam nämlich kaum Gelegenheit, sich an sein Zuhause zu gewöhnen. Ein Teil kam raus, die nächsten Sachen gleich wieder rein.
Denn morgen früh geht es schon wieder für zwei Tage nach Grevenmacher ins Büro. Nach den schönen und entspannten Tagen der vergangenen Woche wartet dort offenbar das komplette Gegenprogramm auf mich. Der Kalender ist jedenfalls ordentlich gefüllt, und wenn ich mir die vielen Termine anschaue, hält sich meine Vorfreude noch ein wenig in Grenzen. Oh je.
Für heute ist deshalb Schluss. Ich möchte einfach noch ein bisschen zu Hause ankommen, die Füße hochlegen und den Urlaub zumindest gedanklich noch ein paar Stunden verlängern.
Mein Koffer sieht das offensichtlich anders. Der glaubt inzwischen vermutlich, dass Zuhause nur der Ort ist, an dem er neu gepackt wird.
Samstag, 12. September 2026
12.9.2026: Klassentreffen für Kerstin, Bayer für mich – so hat jeder sein Programm
Heute war ein weiterer und gleichzeitig schon fast letzter Tag hier in Plauen. Kerstin hatte heute ihr Klassentreffen, den eigentlichen Anlass dafür, dass wir nach unseren Tagen in Dresden überhaupt noch ein paar Tage hier drangehängt haben. Also haben wir morgens noch gemeinsam und ganz in Ruhe gefrühstückt, bevor sich unsere Wege für den Tag getrennt haben.
Während Kerstin sich auf alte Klassenkameraden, viele Erinnerungen und vermutlich reichlich Geschichten von früher freuen konnte, habe ich mir mein eigenes kleines Tagesprogramm zusammengestellt. Zunächst ging es zu Kaufland, um noch ein paar Sachen einzukaufen. Für das Mittagessen habe ich es mir dabei ausgesprochen einfach gemacht: leckerer Gurkensalat und Wurstsalat. Kein großes kulinarisches Kunstwerk, aber genau das, worauf ich heute Lust hatte.
Danach habe ich es mir im Hotel gemütlich gemacht und ein bisschen gedaddelt. Nach den vergangenen Tagen mit Dresden, Karlsbad, Franzensbad und reichlich Kilometern zu Fuß durfte heute ruhig einmal ein Gang herausgenommen werden. Urlaub bedeutet schließlich auch, nicht jeden Tag irgendeine Sehenswürdigkeit abhaken zu müssen.
Am Nachmittag stand dann allerdings ein fester Termin auf meinem persönlichen Programm: Bayer Leverkusen. Nach dem schönen 4:0 im letzten Heimspiel ging es heute nach Augsburg. Am Ende wurde es ein 2:2. Bayer war für mich die bessere Mannschaft, deshalb wäre natürlich auch mehr drin gewesen. Aber gut, mit dem Punkt kann ich leben. Es gibt Fußballnachmittage, nach denen ich deutlich schlechter gelaunt war.
Jetzt warte ich darauf, dass meine Schwägerin wiederkommt. Dann gehen wir noch gemeinsam etwas essen und machen uns einen gemütlichen Abend, während Kerstin ihr Klassentreffen genießt.
Und morgen ist unsere Reise tatsächlich schon wieder vorbei. Dann heißt es morgens Klamotten zusammensuchen, Koffer packen, alles irgendwie wieder im Auto verstauen und Richtung Heimat fahren. Nach Dresden, Plauen und unseren Ausflügen nach Tschechien waren das schöne und abwechslungsreiche Tage.
Aber darüber denke ich morgen nach. Heute Abend gehe ich erst einmal mit meiner Schwägerin essen – und mit dem 2:2 habe ich inzwischen auch meinen Frieden gemacht.
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