Montag, 12. Oktober 2026

12.10.2026: Montag mit Reifen-Suchspiel – und Mails, die erst nach Feierabend aufwachen

Manchmal frage ich mich wirklich, warum selbst ein eigentlich überschaubarer Montag unbedingt für Überraschungen sorgen muss. Heute stand mittags ein ganz einfacher Termin auf dem Programm: Beim Mazda sollten die Winterreifen montiert werden. Auto hinbringen, kurz warten, Reifen wechseln lassen, fertig. So zumindest meine Vorstellung. Die Werkstatt hatte allerdings offenbar ein etwas anderes Unterhaltungsprogramm vorbereitet.

Nach ungefähr 20 Minuten Wartezeit kam nämlich die bemerkenswerte Nachricht: Man könne meine Winterreifen nicht finden. Wie bitte? Die Reifen sind ja nun nicht gerade so klein, dass sie versehentlich hinter einem Kugelschreiber verschwinden könnten. Trotzdem waren sie offenbar unauffindbar. Also kein Reifenwechsel, sondern ein neuer Termin für nächste Woche. Ich bin gespannt, ob die Reifen bis dahin wieder auftauchen oder inzwischen ein Eigenleben entwickelt haben. Immerhin durfte ich mit meinen Sommerreifen wieder nach Hause fahren – genau wie ich gekommen war, nur mit 20 Minuten weniger Lebenszeit.

Danach bin ich direkt ins Sportstudio gefahren. Wenn schon die Reifen nicht gewechselt werden, kann ich wenigstens selbst ein bisschen in Bewegung kommen. Das war jedenfalls deutlich sinnvoller, als mich weiter über die verschwundenen Winterreifen zu ärgern.

Wieder zu Hause habe ich auf Kerstin gewartet, und anschließend waren wir gemeinsam einkaufen. Bis dahin hätte der Montag eigentlich noch ganz gemütlich ausklingen können. Allerdings hatte ich heute zunehmend das Gefühl, dass sämtliche geschäftlichen Kontakte beschlossen hatten, ihre wirklich wichtigen Mails grundsätzlich erst nach 18 Uhr zu verschicken.

Tagsüber ist offenbar niemandem etwas Dringendes eingefallen, aber kaum nähert sich der Feierabend, erwacht plötzlich die gesamte Geschäftswelt. Und weil ich nun einmal schlecht eine wichtige Nachricht unbeantwortet stehen lassen kann, saß ich natürlich ebenfalls wieder am Rechner und habe fleißig zurückgeschrieben. Vielleicht sollte ich irgendwann einmal eine automatische Antwort einrichten: „Vielen Dank für Ihre Nachricht. Mein Feierabend hat bereits begonnen und ist derzeit leider nicht verhandelbar.“ Vermutlich würde ich sie nach fünf Minuten selbst wieder ausschalten.

Jetzt wartet nur noch eine Richtlinie darauf, von mir entworfen zu werden. Auch das ist natürlich genau die richtige Beschäftigung für einen Montagabend. Ein bisschen formulieren, strukturieren und hoffen, dass aus dem Entwurf nicht gleich wieder drei neue Versionen entstehen.

Danach ist aber wirklich Schluss für heute. Die Reifen dürfen bis nächste Woche verschwunden bleiben, und die Mails können meinetwegen über Nacht weiterdiskutieren.

Nur wenn sich die Winterreifen heute Abend noch per E-Mail melden, mache ich vielleicht eine Ausnahme.

Sonntag, 11. Oktober 2026

11.10.2026: Sonntag nach meinem Geschmack – erst strampeln, dann gammeln

So darf ein Sonntag gerne anfangen: ausschlafen, mit Kerstin ausgiebig frühstücken und erst einmal keinen Gedanken daran verschwenden, was alles noch erledigt werden müsste. Genau diese gemütlichen Stunden am Morgen genieße ich inzwischen besonders. Schließlich gibt es unter der Woche noch genügend Gelegenheiten, sich selbst mit Terminen und Aufgaben zu beschäftigen.

Ein paar Dinge am PC habe ich anschließend trotzdem erledigt. Ganz ohne geht es bei mir offenbar nicht. Aber bevor sich daraus wieder ein ausgewachsener Arbeitstag entwickeln konnte, habe ich rechtzeitig die Reißleine gezogen und mich auf den Hometrainer gesetzt. Eine Stunde ordentlich in die Pedale getreten und dabei wenigstens das gute Gefühl gehabt, etwas für die Fitness zu tun. Draußen wäre eine Runde um die Seen natürlich schöner gewesen, aber auf dem Hometrainer muss ich mich immerhin weder mit Gegenwind noch mit plötzlich einsetzendem Regen herumschlagen.

Nach der sportlichen Pflicht folgte dann die wohlverdiente Kür: eine Stunde Podcasts hören und dabei ganz entspannt die Füße hochlegen. Diese Kombination aus Bewegung und anschließendem Nichtstun funktioniert bei mir inzwischen ausgesprochen gut. Man könnte fast meinen, ich hätte mir dafür ein ausgeklügeltes Trainingskonzept überlegt. Tatsächlich mache ich einfach nur gerne beides.

Am Nachmittag lief nebenbei ein bisschen Fußball, während ich mich mit ChatGPT Work beschäftigt habe. Ich wollte ausprobieren, was damit inzwischen alles möglich ist und ob sich damit vielleicht einige meiner vielen kleinen und größeren Aufgaben künftig noch einfacher erledigen lassen. Solche technischen Spielereien können mich ja durchaus eine ganze Weile beschäftigen. Vor allem, wenn man dabei immer wieder auf neue Möglichkeiten stößt und plötzlich mehr ausprobiert, als man ursprünglich vorhatte.

Jetzt steht noch Eishockey auf dem Programm, und anschließend freue ich mich auf ein leckeres Abendessen mit Kerstin. Viel mehr brauche ich heute eigentlich nicht.

Nur eines wäre schön: Wenn ChatGPT Work irgendwann auch meine Termine koordinieren, den Schreibtisch aufräumen und anschließend das Abendessen kochen könnte.

Bis dahin übernehme ich wenigstens das Essen noch selbst – also zumindest den angenehmen Teil davon.

Samstag, 10. Oktober 2026

10.10.2026: Erst die Seen, dann sieben Tore – und zum Schluss Tapas

Samstag, und endlich durfte der Wecker wieder schweigen. Kerstin und ich haben erst einmal ordentlich ausgeschlafen und anschließend ausgiebig gefrühstückt. Genau so mag ich das Wochenende: keine frühen Termine, kein Büro und vor allem niemand, der mich schon morgens mit irgendwelchen dringenden Aufgaben belästigt.

Da das Wetter heute eher nach Dauerregen aussah, musste ich die trockene Phase natürlich ausnutzen. Also rauf aufs Fahrrad und meine übliche Runde um Unterbacher See und Elbsee gedreht. Ein bisschen frische Luft, Bewegung und dabei möglichst nicht nass werden – mehr wollte ich heute gar nicht. Das hat auch gut funktioniert. Wieder zu Hause ging es erst einmal unter die Dusche und anschließend mit ein paar Podcasts in die wohlverdiente Ruhephase. Sport und Entspannung gehören bei mir inzwischen einfach zusammen.

Danach wurde es allerdings deutlich weniger entspannend. Bayer 04 spielte auswärts in Mainz, und natürlich habe ich mir das angeschaut. Am Ende stand ein 4:3-Sieg, über den ich mich richtig gefreut habe. Allerdings hätte Bayer das Ganze gerne etwas nervenschonender gestalten dürfen. Sieben Tore sind für den neutralen Zuschauer vermutlich beste Unterhaltung, als Bayer-Fan braucht man dafür schon ein einigermaßen belastbares Nervenkostüm. Hauptsache gewonnen, auch wenn ich zwischendurch durchaus auf ein bisschen weniger Spannung hätte verzichten können.

Jetzt muss ich mich erst einmal umziehen, denn gleich geht es mit Freunden zum Spanier. Wir wollen gemütlich Tapas essen, zusammensitzen und uns einen schönen Abend machen. Darauf freue ich mich schon. Nach dem Fußball kann ich ein bisschen Entspannung jedenfalls gut gebrauchen.

Und beim Spanier hoffe ich heute auf deutlich weniger Dramatik als in Mainz. Sieben Tore reichen mir für einen Samstag vollkommen – sieben Tapas dürfen es dagegen gerne werden.

Freitag, 9. Oktober 2026

9.10.2026: Von künstlicher Intelligenz zu echter Pizza – ein Freitag mit Vortrag und Feierabend

Heute Morgen war es mit meinem gemütlichen Rentnerleben mal wieder vorbei. Um sieben Uhr musste ich raus aus den Federn, denn in Essen stand die Mitgliederversammlung des Investor-Relations-Verbands auf dem Programm. Kurz vor acht saß ich im Auto und hatte mich innerlich schon auf den üblichen Freitagmorgen-Stau eingestellt. Aber Überraschung: Die Straßen waren erstaunlich frei. Nach gerade einmal 40 Minuten war ich in Essen. So etwas erlebt man im Ruhrgebiet auch nicht alle Tage.

Die Veranstaltung war durchaus interessant. Am Vormittag gab es verschiedene Vorträge, unter anderem zu künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit. Beides Themen, die uns in der Finanzwelt weiterhin ordentlich beschäftigen und bei denen es garantiert nicht langweilig wird. Ich fand es jedenfalls spannend, einmal wieder andere Perspektiven zu hören und mich mit den aktuellen Entwicklungen auseinanderzusetzen.

Nach der Mittagspause waren dann Oliver und ich selbst an der Reihe. Gemeinsam haben wir unseren Vortrag zum Thema Kapitalmarktkommunikation gehalten. Das hat gut funktioniert, und ich war froh, dass wir das Thema nach der ganzen Vorbereitung nun auch erfolgreich über die Bühne gebracht hatten. Vor Publikum zu stehen macht mir nach wie vor Spaß, besonders wenn man über Dinge sprechen kann, mit denen man sich schon lange beschäftigt.

Anschließend wollte ich mir eigentlich noch einen Vortrag zu einem Rechnungslegungsthema anhören. Allerdings merkte ich ziemlich schnell, dass mich das inhaltlich nicht wirklich weiterbrachte. Man muss ja nicht jeden Vortrag bis zum bitteren Ende aussitzen, nur weil man schon einmal da ist. Also habe ich beschlossen, mich auf den Heimweg zu machen.

Die Rückfahrt war dann deutlich weniger rekordverdächtig als die Hinfahrt. Während ich morgens in 40 Minuten durchgekommen war, brauchte ich im Berufsverkehr ungefähr eine Stunde. Aber das war noch völlig in Ordnung. Schließlich hatte ich mein Tagesprogramm erledigt und musste mich nicht mehr beeilen.

Zu Hause empfing mich dann das passende Wetter zum Feierabend: grau, ungemütlich und irgendwie ziemlich bescheiden. Also genau das richtige Wetter, um nicht mehr freiwillig vor die Tür zu gehen. Ein paar Kleinigkeiten habe ich trotzdem noch erledigt, bevor ich für heute endgültig Schluss gemacht habe.

Jetzt freue ich mich vor allem auf etwas ganz Einfaches: eine leckere Pizza und anschließend einen gemütlichen Abend mit Kerstin auf dem Sofa. Wir wollen endlich die letzte Folge von Ted Lasso auf Deutsch schauen. Die steht eigentlich schon seit vorgestern auf unserem Programm, aber irgendwie kam immer wieder etwas dazwischen. Inzwischen ist es fast schon peinlich, dass wir für eine einzige Fernsehfolge offenbar mehr Anläufe brauchen als für meinen Vortrag in Essen.

Heute wird das aber hoffentlich etwas. Ich freue mich richtig darauf, einfach mit Kerstin zusammenzusitzen, die Füße hochzulegen und den Freitag gemütlich ausklingen zu lassen.

Und falls jetzt noch jemand etwas von mir möchte: Ich bin erst nach dem Abspann wieder erreichbar.

Donnerstag, 8. Oktober 2026

8.10.2026: Wenig Termine, viel Bewegung – und ein bisschen gepflegtes Nichtstun

Heute war endlich mal wieder einer dieser Tage, an denen mein Terminkalender erfreulich wenig von mir wollte. Ein ziemlich angenehmer Zustand, an den ich mich durchaus gewöhnen könnte. Nach dem Aufstehen habe ich deshalb spontan beschlossen, erst einmal ins Sportstudio zu fahren. Eine halbe Stunde auf dem Fahrrad, anschließend noch meine Übungen an verschiedenen Geräten – damit war das sportliche Pflichtprogramm schon einmal ordentlich erledigt.

Wieder zu Hause habe ich mir dann ganz bewusst eine kleine Auszeit gegönnt. Oder, um es weniger vornehm auszudrücken: Ich habe ein bisschen gegammelt. Ein paar Podcasts gehört, entspannt und einfach mal nichts besonders Produktives gemacht. Das muss schließlich auch erlaubt sein. Vor allem, wenn man vorher schon im Sportstudio war und sich damit das gute Gewissen praktisch erarbeitet hat.

Am Nachmittag werde ich mich dann wieder den üblichen Themen widmen. Die Erbschaftsabwicklung wartet nach wie vor auf weitere Aufmerksamkeit, einige Mails wollen beantwortet und Termine koordiniert werden. Nichts, was heute für große Aufregung sorgen dürfte, aber genug, damit der Schreibtisch nicht völlig in Vergessenheit gerät.

Morgen sieht die Sache allerdings schon wieder anders aus. Dann geht es früh nach Essen zur Mitgliederversammlung des Investor-Relations-Verbands. Mittags halte ich dort gemeinsam mit Oliver einen Vortrag. Darauf freue ich mich durchaus, auch wenn damit das gemütliche Tagesprogramm von heute erst einmal wieder Geschichte ist. Aber der Vortrag ist vorbereitet, und das werden wir schon vernünftig über die Bühne bringen.

Bis dahin genieße ich die Ruhe. Morgen darf mein Kalender wieder das Kommando übernehmen.

Mittwoch, 7. Oktober 2026

7.10.2026: Revision vorbereitet, Seen umrundet – jetzt übernimmt Ted Lasso

Heute musste ich für meine derzeitigen Verhältnisse tatsächlich etwas früher aufstehen. Um kurz nach zehn war ich mit meinem Chef in Düsseldorf verabredet – also nichts mit gemütlichem Vormittag und der Frage, ob ich vielleicht noch einen zweiten Kaffee brauche.

Wir haben uns in einem Coworking-Space getroffen, um die anstehende Prüfung der Internen Revision detailliert vorzubereiten. Klingt zunächst nach einem Termin, bei dem man sich auch problemlos mehrere Stunden im Klein-Klein verlieren könnte. War aber erfreulich konstruktiv. Wir sind die wichtigen Punkte durchgegangen, haben offene Themen sortiert und ziemlich klar festgelegt, was noch zu tun ist. Genau so mag ich solche Termine: konzentriert arbeiten und hinterher tatsächlich das Gefühl haben, weitergekommen zu sein.

Kurz nach eins war ich schon wieder zu Hause. Dort habe ich zunächst ein paar Mails beantwortet und Termine koordiniert. Mein Kalender braucht schließlich regelmäßige Pflege, damit sich nicht versehentlich irgendwo eine freie Stelle bildet.

Danach habe ich den Rechner aber erst einmal Rechner sein lassen. Das Wetter war einfach zu gut, um den ganzen Nachmittag davorzusitzen. Also rauf aufs Fahrrad und meine Runde um Unterbacher See und Elbsee gedreht. Nach dem Vormittag mit Interner Revision war das genau der richtige Gegenpol: frische Luft, Bewegung und für eine Weile keine Prüfung, keine Mails und keine Termine.

Jetzt stehen nur noch ein paar kurze dienstliche Dinge an. Die werden erledigt, dann wird der PC konsequent ausgeschaltet.

Heute Abend gehört nämlich Ted Lasso. Die neuesten und gleichzeitig letzten Folgen warten auf uns, und die haben gegenüber der Internen Revision einen entscheidenden Vorteil: Dafür muss ich garantiert nichts vorbereiten.

Hoffentlich gibt es hinterher auch keine Hausaufgaben.

Dienstag, 6. Oktober 2026

6.10.2026: 100 Prozent Schlaf – und schon ist der Urlaub endgültig vorbei

Heute Morgen gab es erst einmal eine kleine Sensation: 100 Prozent Schlafqualität. Nach einer Woche Irland mit frühen Busabfahrten und Hotelbetten wusste mein Körper offenbar ziemlich genau, was er von der ersten Nacht zu Hause erwartete. Ausschlafen. Gründlich. Meine Schlaf-App war restlos begeistert – und ich ausnahmsweise auch.

Nach dem Frühstück war es mit dem Urlaubsgefühl allerdings schnell vorbei. Zunächst habe ich meine Reiseplanung für die nächsten Tage geändert. Morgen treffe ich meinen Chef jetzt in Düsseldorf, dafür habe ich Luxemburg für diese Woche komplett gestrichen. Ganz entkomme ich Grevenmacher natürlich nicht: Nächste Woche fahre ich dafür einen Tag länger hin, um mich vernünftig auf die anstehende Revision vorzubereiten. Mein Koffer bekommt damit wenigstens ein paar Tage Pause.

Danach wartete der Rechner. Eine Woche Irland hatte einen ordentlichen Stapel Mails und Aufgaben hinterlassen, also hieß es lesen, beantworten, sortieren und abarbeiten. Zwischendurch noch ein Videocall mit PwC, danach weiter durch den digitalen Rückstau. Mein Posteingang hatte offensichtlich keinen Urlaub gemacht.

Irgendwann bin ich noch einkaufen gefahren und habe die letzten Dinge erledigt, die nach einer Woche Abwesenheit ebenfalls aufgelaufen waren. Jetzt ist aber Schluss. Der PC wird ausgeschaltet.

Und auf das Abendessen freue ich mich heute ganz besonders. Nach einer Woche Busreise und Hotelessen gibt es einfach Nudeln. Keine Speisekarte, kein festgelegter Treffpunkt, kein gemeinsames Abendessen mit der Reisegruppe.

Nur Kerstin, ich und ein Teller Nudeln. Manchmal ist genau das Luxus.

12.10.2026: Montag mit Reifen-Suchspiel – und Mails, die erst nach Feierabend aufwachen

Manchmal frage ich mich wirklich, warum selbst ein eigentlich überschaubarer Montag unbedingt für Überraschungen sorgen muss. Heute stand mi...