Mittwoch, 24. Juni 2026

24.6.2026: Der Tag, an dem ich Hallig Hooge auf zwei Rädern eroberte

Heute war der zweite komplette Tag auf Hallig Hooge, und er begann genauso entspannt, wie ein Urlaubstag beginnen sollte. Ich hatte richtig gut geschlafen und konnte den Morgen ganz in Ruhe mit einem gemütlichen Frühstück starten. Es gibt einfach nichts Schöneres, als ohne Zeitdruck in den Tag zu gehen und dabei schon zu wissen, dass heute keine Termine, keine E-Mails und keine To-do-Listen auf mich warten.

Nach dem Frühstück haben wir Fahrräder ausgeliehen. Das war genau die richtige Entscheidung, denn eine Hallig lässt sich auf zwei Rädern wunderbar erkunden. Also machten wir uns gemeinsam auf den Weg und fuhren einmal quer über die Hallig. Mit dem Fahrrad erlebt man die Landschaft noch einmal ganz anders. Der Wind, die Weite, die Schafe auf den Deichen und überall dieser freie Blick bis zum Horizont – das alles sorgte dafür, dass wir immer wieder anhielten, um einfach nur die Aussicht zu genießen.

Nach einigen Kilometern hatten wir uns eine kleine Belohnung verdient. Also kehrten wir auf der Hanswarft ein und gönnten uns Kaffee und ein leckeres Fischbrötchen. Inzwischen gehört diese Kombination für mich fest zu einem Nordseeurlaub. Viel braucht es hier wirklich nicht, um zufrieden zu sein. Ein Fischbrötchen, eine Tasse Kaffee und der Blick über die Hallig reichen vollkommen aus.

Frisch gestärkt drehten wir anschließend noch einige weitere Runden mit den Fahrrädern. Obwohl Hallig Hooge überschaubar ist, entdeckt man immer wieder neue Perspektiven, kleine Wege oder einfach einen anderen Blick auf die Warften und das Wattenmeer. Genau das macht den besonderen Reiz dieses Ortes aus.

Irgendwann war es dann Zeit, die Fahrräder wieder zurückzugeben. Aber damit war der Tag natürlich noch nicht zu Ende. Schließlich wartete bereits die nächste kleine Belohnung: ein Kaffee im Blauen Pesel. Auch dort herrschte diese entspannte Atmosphäre, die den gesamten Urlaub geprägt hat. Niemand hat es eilig, niemand schaut ständig auf die Uhr, und genau das tut unglaublich gut.

Nach dem Kaffee haben wir uns noch eine kurze Pause im Apartment gegönnt. Ein wenig die Füße hochlegen, den Tag Revue passieren lassen und einfach die Ruhe genießen.

Am Abend ging es dann gemeinsam mit unseren Freunden in den Friesenpesel. Nachdem wir dort am Vortag bereits gegessen hatten, waren wir gespannt, was uns diesmal erwartet. Und tatsächlich hat das Abendessen heute noch einmal besser geschmeckt als am Abend zuvor. In gemütlicher Runde saßen wir zusammen, haben gut gegessen, viel gelacht und den Tag entspannt ausklingen lassen.

Wenn ich heute zurückblicke, war das für mich einer der schönsten Urlaubstage auf Hallig Hooge. Den ganzen Tag mit dem Fahrrad unterwegs, traumhaftes Wetter, Kaffee und Fischbrötchen auf der Hanswarft, später noch Kaffee im Blauen Pesel und zum Abschluss ein richtig gutes Abendessen mit Freunden. Mehr Hallig, mehr Urlaub und mehr Entschleunigung kann man sich eigentlich kaum wünschen. 

Dienstag, 23. Juni 2026

23.6.2026: Der Tag, an dem Hallig Hooge zeigte, warum man hierher kommt

Heute war mein erster kompletter Tag auf Hallig Hooge – und genau so hatte ich mir einen Urlaubstag hier vorgestellt.

Der Tag begann erfreulich entspannt. Ich habe gut geschlafen und konnte anschließend in aller Ruhe frühstücken. Kein Wecker, keine Termine, keine Autobahn, keine Hotelzimmer, keine Vorlesungen. Stattdessen einfach ein gemütlicher Start in den Tag mit dem Wissen, dass heute nichts erledigt werden muss außer Urlaub.

Danach sind wir gemeinsam mit unseren Freunden zu einem ausgedehnten Spaziergang über die Hallig aufgebrochen. Das Schöne hier ist, dass man gar kein festes Programm braucht. Allein die Landschaft sorgt dafür, dass man automatisch langsamer wird. Überall diese Weite, die grünen Wiesen, die Warften und der Blick bis zum Horizont. Man merkt schnell, dass die Hallig in einem ganz anderen Rhythmus lebt als der Alltag zu Hause.

Natürlich waren wir auch am Hafen. Dort herrscht immer ein wenig Bewegung, ohne dass es hektisch wirkt. Anschließend haben wir die Kirche besichtigt, die wunderbar zur Hallig passt. Klein, ruhig und irgendwie genau an der richtigen Stelle. Danach haben wir uns einen Sturmflutfilm angeschaut. Wenn man hier unterwegs ist und die Hallig bei strahlendem Sonnenschein erlebt, vergisst man leicht, welchen Naturgewalten die Menschen hier früher und teilweise auch heute noch ausgesetzt sind. Der Film hat das eindrucksvoll gezeigt.

Danach wurde es wieder etwas entspannter. Wir haben einige Galerien besucht und uns die ausgestellten Bilder und Kunstwerke angesehen. Solche kleinen Galerien haben immer ihren eigenen Charme. Man merkt, dass viele Künstler hier von der Landschaft, dem Licht und der besonderen Atmosphäre der Hallig inspiriert werden.

Mittags gab es dann eine Kombination, die an der Nordsee eigentlich immer funktioniert: Kaffee und Fischbrötchen. Viel mehr braucht es manchmal gar nicht. Frischer Fisch, ein schöner Platz zum Sitzen und die Aussicht auf einen wolkenlosen Himmel.

Auf dem Rückweg zu unserem Apartment haben wir dann noch einen weiteren Kaffee getrunken. Urlaub bedeutet schließlich auch, dass man keinen Grund braucht, um sich einfach irgendwo hinzusetzen und den Moment zu genießen.

Zurück im Apartment stand zunächst einmal Ausruhen auf dem Programm. Nach mehreren Stunden zu Fuß über die Hallig tat das durchaus gut. Außerdem war das Wetter heute wirklich bemerkenswert. Den ganzen Tag wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Für Hallig Hooge ist das schon ein kleines Geschenk. Die Weite, das Licht und die Farben wirken bei solchem Wetter noch einmal ganz anders.

Jetzt geht es gleich nebenan in den Friesenpesel. Dort wartet heute Abend Labskaus auf uns. Allein das gehört eigentlich schon zu einem Nordseeurlaub dazu. Ob man Labskaus nun liebt oder zunächst skeptisch betrachtet – probieren muss man ihn hier einfach.

Danach werden wir den Abend wieder ganz entspannt ausklingen lassen. Wahrscheinlich noch ein bisschen draußen sitzen, die Ruhe genießen und einfach froh sein, dass wir hier sind.

Wenn ich auf den Tag zurückblicke, dann war das genau die Art von Urlaubstag, die ich mir erhofft hatte: viel gesehen, viel gelaufen, gutes Wetter, nette Gespräche, Fischbrötchen, Kaffee und vor allem keine Hektik. Nach den letzten arbeitsreichen Wochen fühlt sich das gerade ziemlich perfekt an.

Montag, 22. Juni 2026

22.6.2026: Der Tag, an dem der Urlaub begann

Heute war einer dieser Tage, bei denen ich schon morgens wusste, dass er etwas Besonderes werden würde. Nach der Zwischenübernachtung in Rendsburg begann der Tag zunächst mit einem wirklich tollen Frühstück. Allein der Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal war schon Urlaub pur. Während draußen die Schiffe vorbeizogen, konnte ich ganz entspannt frühstücken und musste ausnahmsweise einmal nicht darüber nachdenken, wann die nächste Besprechung beginnt oder welche E-Mail noch beantwortet werden muss.

Danach haben wir den wunderschönen Vormittag genutzt und sind noch eine Runde mit der berühmten Schwimmfähre gefahren. Das hat richtig Spaß gemacht. Es sind oft genau diese kleinen Dinge, die eine Reise besonders machen. Man sitzt auf einer Fähre, schaut auf das Wasser, beobachtet die Schiffe und merkt plötzlich, wie weit der Alltag eigentlich entfernt ist.

Irgendwann hieß es dann aber Abschied von Rendsburg nehmen und die eigentliche Reise fortsetzen. Das Ziel war schließlich Hallig Hooge. Unterwegs trafen wir unsere Freunde Anke und Bernd, mit denen wir die kommenden Tage verbringen werden. Natürlich wurde erst einmal lecker gegessen, bevor es weiterging.

Auch die Überfahrt verlief erfreulich ruhig. Das ist an der Nordsee keineswegs selbstverständlich und wurde entsprechend gerne mitgenommen. Als Hallig Hooge schließlich näher kam, stellte sich dieses besondere Gefühl ein, das man nur an Orten erlebt, die so ganz anders sind als der Alltag zu Hause.

Nach der Ankunft haben wir unser Apartment bezogen – und ich muss sagen: Das hat sich wirklich gelohnt. Alles macht einen hervorragenden Eindruck und passt perfekt zu dem, was ich mir von diesen Urlaubstagen erhofft hatte.

Jetzt sitzen wir gerade noch draußen und genießen einfach den Abend. Die Sonne steht tief, es ist angenehm ruhig und die typische Hallig-Atmosphäre ist überall zu spüren. Die Mädels sind noch unterwegs und machen Bilder, während ich einfach die Ruhe genieße.

Und genau diese Ruhe ist wahrscheinlich das Beeindruckendste. Kein Verkehrslärm, keine Autobahn, keine Hotelgänge, keine Termine, keine To-do-Listen. Stattdessen Weite, frische Luft, Vogelstimmen und das Gefühl, dass die Welt hier ein bisschen langsamer läuft.

Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, dann war er genau das, was ein Urlaubstag sein sollte: entspannt, abwechslungsreich und voller schöner Eindrücke. Der Vormittag in Rendsburg, die Fähre, die Überfahrt, das Apartment und jetzt dieser ruhige Abend auf Hallig Hooge.

Die letzten Wochen waren voll mit Bürotagen, Vorlesungen, Podcasts, Erbschaftsunterlagen und Dienstreisen. Heute fühlt sich das alles plötzlich sehr weit weg an.

Und während die Sonne langsam untergeht und die Hallig immer ruhiger wird, habe ich das Gefühl, dass der Urlaub jetzt wirklich angekommen ist. 

Sonntag, 21. Juni 2026

21.6.2026: Urlaubsbeginn

Heute war es endlich so weit: Urlaubsbeginn. Allein dieses Wort klingt schon deutlich angenehmer als Büro, Hotelübernachtung oder Autobahn Richtung Grevenmacher. Entsprechend habe ich den Tag erst einmal entspannt begonnen und bis neun Uhr geschlafen. Nach den letzten Wochen mit Dienstreisen, Vorlesungen, Podcasts, Erbschaftsangelegenheiten und allerlei anderen Projekten war das genau die richtige Entscheidung.

Am Vormittag habe ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigt. Die letzten Handgriffe vor einer Reise sind ja immer ähnlich: hier noch etwas kontrollieren, dort noch etwas weglegen, vielleicht noch eine Nachricht beantworten und prüfen, ob wirklich alles im Koffer gelandet ist. Irgendwann war dann aber alles erledigt und gegen elf Uhr ging es auf die Autobahn.

Ziel des Tages war die Zwischenübernachtung in Rendsburg, bevor morgen die eigentliche Reise weitergeht. Bis Hamburg lief die Fahrt erstaunlich gut. Fast schon verdächtig gut. Doch danach zeigte die Autobahn wieder ihr wahres Gesicht. Ein Stau nach dem anderen sorgte dafür, dass sich die letzten Kilometer deutlich länger anfühlten als geplant. Irgendwann fragt man sich bei solchen Fahrten nicht mehr, wann man ankommt, sondern nur noch, welcher Stau der nächste sein wird.

Trotzdem kamen wir schließlich gegen halb sieben in Rendsburg an. Und das Warten hat sich gelohnt. Das Hotel liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal und macht schon beim Ankommen einen richtig guten Eindruck. Nach dem Einchecken wurden die Koffer ausgepackt und zum ersten Mal hatte ich wirklich das Gefühl: Jetzt beginnt der Urlaub.

Lange im Zimmer geblieben sind wir allerdings nicht. Stattdessen ging es direkt durch den Tunnel auf die andere Seite des Kanals zum Griechen. Allein der Weg dorthin hatte schon etwas Besonderes. Und das Essen war dann genauso gut wie erhofft. Nach mehreren Stunden Autofahrt schmeckt ein ordentliches Abendessen ohnehin doppelt gut. Und wenn dann noch alles passt, ist das der perfekte Start in die Urlaubswoche.

Nach dem Essen haben wir noch ein paar Fotos gemacht. Gerade am Nord-Ostsee-Kanal gibt es genug Motive, die man festhalten möchte. Schiffe, Wasser, Abendstimmung – und vor allem das Gefühl, endlich nicht mehr unterwegs sein zu müssen.

Zurück im Hotelzimmer gab es dann noch einen gemütlichen Tagesausklang mit einem Getränk. Keine Termine mehr, keine Koffer mehr schleppen, keine E-Mails, keine Vorlesungsunterlagen. Einfach sitzen, entspannen und den ersten Urlaubstag ausklingen lassen.

Wenn ich auf den Tag zurückblicke, dann war die Anreise zwar länger und stauanfälliger als gewünscht, aber am Ende zählt das Ergebnis: Wir sind angekommen, das Hotel gefällt, das Essen war hervorragend und morgen geht die Reise weiter Richtung Hallig Hooge.

Der Urlaub hat begonnen. Und das fühlt sich ziemlich gut an.

Samstag, 20. Juni 2026

20.6.2026: Der Tag, an dem das Wochenende kaum Zeit zum Ausruhen ließ

Heute war Samstag, und nach zwei durchaus anstrengenden Tagen in Frankfurt hatte ich mir das Ausschlafen mehr als verdient. Entsprechend begann der Tag erfreulich entspannt. Kein Wecker, keine Vorlesung, keine Bahn-App und keine Hotelzimmer. Einfach ausschlafen und den Luxus genießen, morgens nicht sofort irgendwo sein zu müssen.

Nach dem Frühstück habe ich mich zunächst um einige Dinge gekümmert, die in den vergangenen Tagen liegen geblieben waren. Das passiert nach Dienstreisen ja fast automatisch. Irgendwo sammeln sich immer kleine Aufgaben, Nachrichten oder organisatorische Dinge an, die darauf warten, wieder Aufmerksamkeit zu bekommen.

Besonders wichtig war heute natürlich auch die Abgabe meiner Fußballtipps. Auch wenn ich aktuell im Tippspiel nicht ganz vorne mitspiele, darf man schließlich niemals aufgeben. Die Saison der Hoffnung endet bekanntlich erst mit dem letzten Spieltag. Also wurden die Tipps abgegeben und dabei vermutlich wieder eine Mischung aus Analyse, Bauchgefühl und vorsichtigem Optimismus eingesetzt. Aufholen muss schließlich das Ziel bleiben.

Mittags stand dann die inzwischen fest etablierte Wochenendroutine auf dem Programm: eine kurze Ruhepause mit Podcast. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass Podcasts und Mittagsschlaf eine nahezu perfekte Kombination darstellen. Man startet mit voller Aufmerksamkeit und wacht irgendwann auf, ohne genau sagen zu können, ob man die letzten zehn Minuten noch mitbekommen hat oder nicht.

Nach dem Kaffeetrinken begann dann bereits die Vorbereitung auf die nächste Reise. Der Koffer musste gepackt werden. Denn während andere vielleicht ein ruhiges Wochenende vor sich haben, startet für mich morgen bereits die nächste Etappe. Zunächst geht es nach Rendsburg, bevor es am Montag gemeinsam mit unseren Freunden Anke und Bernd bis Freitag auf die Hallig Hooge geht.

Darauf freue ich mich schon sehr. Hallig Hooge ist schließlich eine ganz andere Welt als Autobahnen, Hotels, Vorlesungsräume oder Bahnhöfe. Meer, Weite, Ruhe, Wind und hoffentlich ein paar entspannte Tage fernab des normalen Alltags. Entsprechend wächst die Vorfreude langsam, auch wenn ich natürlich gespannt bin, was uns dort erwartet.

Bevor die Nordsee jedoch übernimmt, wartet heute Abend noch ein ganz anderer Programmpunkt. Es geht nach Mönchengladbach zum Konzert von Unheilig. Das dürfte ein schöner Kontrast zum bisherigen Tag werden. Hoffentlich spielt das Wetter mit und hält sein Versprechen, trocken zu bleiben. Open-Air-Veranstaltungen gewinnen schließlich erheblich an Attraktivität, wenn man nicht gleichzeitig die Regenradar-App beobachten muss.

Und dann gibt es noch einen weiteren sportlichen Wunsch für den Abend: rechtzeitig zur zweiten Halbzeit des deutschen WM-Spiels gegen die Elfenbeinküste wieder zu Hause zu sein. Nach dem erfolgreichen Auftakt wird es spannend zu sehen sein, wie sich die deutsche Mannschaft heute präsentiert. Idealerweise läuft die Heimfahrt reibungslos und der Fernseher ist genau dann eingeschaltet, wenn die entscheidenden Minuten beginnen.

Wenn ich auf den Tag schaue, war er zwar deutlich entspannter als die vergangenen beiden Tage, aber keineswegs langweilig. Dinge aufgearbeitet, Tipps abgegeben, ein wenig regeneriert, die nächste Reise vorbereitet und jetzt warten noch Konzert und Fußball-Weltmeisterschaft.

Ein typischer Samstag also – nur mit etwas mehr Kofferpacken als gewöhnlich.

Freitag, 19. Juni 2026

19.6.2026: Der Tag, an dem Frankfurt gut lief und die Bahn das Chaos übernahm

Heute stand für mich der zweite und letzte Vorlesungstag an der Frankfurt School auf dem Programm. Und ich muss sagen: Es lief erstaunlich gut. Nicht nur ich hatte das Gefühl, dass die Veranstaltung gelungen war, sondern auch die Studierenden wirkten engagiert und zufrieden. Das ist am Ende immer das schönste Feedback. Schließlich steckt in solchen Vorlesungstagen deutlich mehr Arbeit, als man von außen sieht. Die Vorbereitung, die Aktualisierung der Unterlagen, die Diskussionen und die vielen Stunden Konzentration kosten Energie. Umso schöner ist es, wenn ich am Ende des Tages sagen kann: Das hat sich gelohnt.

Nach zwei intensiven Tagen war ich mit dem Verlauf wirklich zufrieden. Die Themen kamen gut an, es gab interessante Fragen und ich hatte den Eindruck, dass die Inhalte einen echten Mehrwert geboten haben. Damit war der fachliche Teil des Tages eigentlich ein voller Erfolg.

Das eigentliche Abenteuer begann allerdings erst auf dem Heimweg.

Schon am Bahnhof wurde schnell klar, dass die Deutsche Bahn heute nicht ihren besten Tag hatte. Gefühlt hatte jeder Zug zwei Stunden Verspätung. Die Anzeigen wechselten ständig, Verbindungen fielen aus oder verschoben sich, und irgendwann hatte ich keine Lust mehr, auf die perfekte Lösung zu warten. Also habe ich beschlossen, einfach loszufahren und unterwegs zu improvisieren.

Am Flughafen bin ich umgestiegen und hatte dann tatsächlich Glück. Direkt kam ein ICE nach Düsseldorf. In diesem Moment fühlte sich das fast wie ein kleiner Lottogewinn an. Nach dem ganzen Chaos war das die erste gute Nachricht des Nachmittags.

Bis Düsseldorf lief dann auch alles überraschend problemlos. Doch kaum war ich ausgestiegen, öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Es war nicht einfach nur Regen, sondern ein richtig heftiges Unwetter. Innerhalb kürzester Zeit war ich komplett durchnässt. Nach den warmen Tagen der letzten Wochen war das eine ziemlich eindrucksvolle Erinnerung daran, dass der Sommer in Deutschland seine eigenen Vorstellungen von Wetter hat.

Trotzdem ging es weiter. Mit der U-Bahn bis zur Steinstraße und dort hatte ich erneut Glück. Kaum angekommen, kam auch schon der 782. Keine lange Wartezeit, keine weiteren Verzögerungen. Nach dem Bahnchaos des Nachmittags fühlte sich das fast schon luxuriös an.

So bin ich am Ende doch noch einigermaßen vernünftig nach Hause gekommen. Dort angekommen war mein erster Gedanke allerdings nicht Koffer auspacken oder E-Mails checken. Ich musste mich erstmal trocknen legen. Nach dem Gewitter war das die dringendste Aufgabe des Tages.

Wenn ich auf den Tag zurückblicke, war er insgesamt sehr erfolgreich. Die Vorlesung lief gut, die Studierenden waren zufrieden, ich konnte viele interessante Gespräche führen und die zwei Tage Frankfurt haben sich definitiv gelohnt. Der Rückweg war zwar chaotisch, aber letztlich bin ich angekommen.

Und manchmal lautet das wichtigste Fazit eines Tages ganz einfach:Hauptsache wieder zu Hause.

Nach Hotelzimmer, Vorlesung, Bahnhofschaos, Flughafen, ICE, U-Bahn, Bus und Unwetter fühlt sich das eigene Zuhause nämlich gleich doppelt gut an.

Donnerstag, 18. Juni 2026

18.6.2026: Der Tag, an dem 71 Prozent plötzlich wie Luxus wirkten

Heute stand der erste von zwei Vorlesungstagen an der Frankfurt School auf dem Programm. Und bevor überhaupt über Vorlesungen, Teilnehmer oder Inhalte gesprochen wird, muss natürlich zunächst die wichtigste Kennzahl des Morgens bewertet werden: die Schlafqualität. 71 Prozent.

Unter normalen Umständen wäre das wahrscheinlich kein Wert, der Begeisterungsstürme auslöst. Nach den letzten Hotelnächten in Luxemburg wirkt das allerdings beinahe wie ein Wellnessurlaub. Die Hotelrangliste bekommt damit einen neuen Spitzenreiter. Der Hamburger Hof scheint zumindest in der Disziplin Schlafqualität deutlich besser abzuschneiden als die zuletzt besuchten Häuser in Luxemburg. Zwar kommt auch Frankfurt noch nicht an die legendären 100 Prozent des heimischen Bettes heran, aber 71 Prozent sind zumindest ein Ergebnis, mit dem man morgens halbwegs versöhnt in den Tag starten kann.

Was hingegen unverändert bleibt, ist die ungeliebte Begleiterscheinung solcher Vorlesungstage: das frühe Aufstehen. Der Wecker war auf halb sieben gestellt, wobei der Körper offenbar schon kurz vorher beschlossen hatte, die Nacht für beendet zu erklären. Also raus, duschen und bereits um Viertel vor sieben beim Frühstück sitzen. Immerhin scheint das Frühstück im Hamburger Hof durchaus akzeptabel zu sein. Nicht die ganz große kulinarische Offenbarung, aber solide genug, um einen langen Vorlesungstag zu überstehen.

Anschließend lief die Logistik erfreulich reibungslos. Viertel vor acht Richtung Frankfurt School, direkt eine passende Bahn erwischt und kurz nach acht bereits vor Ort gewesen. Das ist in Frankfurt keineswegs selbstverständlich und darf durchaus als kleiner Erfolg verbucht werden.

Die Zeit bis zum offiziellen Start wurde genutzt, um noch einige Vorbereitungen zu unterstützen. Und pünktlich um neun Uhr begann dann der eigentliche Arbeitstag. Solche Vorlesungstage sind immer etwas Besonderes. Man steht nicht einfach vor einer Gruppe und liest Folien vor, sondern versucht Inhalte zu vermitteln, Diskussionen anzustoßen und die Teilnehmer durch Themen zu führen, die oft deutlich komplexer sind als sie auf den ersten Blick wirken.

Und offenbar ist das heute ziemlich gut gelungen. Zumindest klingt die Bilanz des Tages danach. Die Veranstaltung lief bis kurz nach 17 Uhr, also ein langer, intensiver Tag mit vielen Stunden Konzentration, Aufmerksamkeit und Austausch.

Danach stand noch eine kleine Abendveranstaltung an. Das gehört bei solchen Formaten oft dazu. Netzwerken, Gespräche, Austausch und die Möglichkeit, Themen außerhalb des offiziellen Programms weiterzuführen. Trotzdem war irgendwann der Punkt erreicht, an dem das Hotel deutlich attraktiver erschien als weitere Fachgespräche. Gegen 20 Uhr ging es daher zurück.

Jetzt sitzen Sie wieder im Hotelzimmer. Die Arbeit des Tages ist erledigt. Das Bier steht bereit, eine Kleinigkeit zu essen ebenfalls. Und nach einem langen Tag voller Vorträge, Gespräche und Organisation klingt das nach einem ziemlich gelungenen Ausklang.

Vielleicht läuft nebenbei noch die Fußball-Weltmeisterschaft. Das ist genau die richtige Mischung: etwas abschalten, den Kopf von Vorlesungsfolien auf Fußball umstellen und langsam den Tag ausklingen lassen.

War der Tag produktiv? Absolut.

Früh gestartet, einen kompletten Vorlesungstag erfolgreich absolviert, die Teilnehmer begleitet, eine Abendveranstaltung mitgenommen und dabei offenbar einen guten Eindruck hinterlassen. Dazu eine Hotelnacht, die zumindest deutlich besser war als zuletzt in Luxemburg.

Für heute darf deshalb gelten: Bier aufmachen, Essen genießen, Fußball schauen und den Abend ruhig auslaufen lassen. Morgen wartet schließlich noch Tag zwei der Vorlesungen.

Und vielleicht schafft die Schlaf-App heute Nacht ja sogar die magische 75-Prozent-Marke. Das wäre für ein Hotelzimmer in diesem Tagebuch ja beinahe schon Champions-League-Niveau.

24.6.2026: Der Tag, an dem ich Hallig Hooge auf zwei Rädern eroberte

Heute war der zweite komplette Tag auf Hallig Hooge, und er begann genauso entspannt, wie ein Urlaubstag beginnen sollte. Ich hatte richtig ...