Samstag, 11. April 2026

11.4.2026: Eigenes Bett, wichtiger Auswärtssieg und jetzt Strohwitwer

Im eigenen Bett schläft es sich einfach immer besser als irgendwo anders, das hat sich auch heute wieder bestätigt. Egal wie ordentlich ein Hotelbett aussieht und wie geschniegelt die Kissen daliegen, am Ende gewinnt doch immer das eigene Bett mit Heimvorteil und Matratzenroutine. Nach dem Frühstück habe ich dann versucht, Termine für Reifenwechsel und TÜV zu machen, aber da zeigte sich mal wieder die feine Ironie des Alltags: Genau dann, wenn ich motiviert bin, etwas Vernünftiges zu organisieren, haben die Autohändler meines Vertrauens samstags natürlich geschlossen. Also stand ich da mit meinem guten Willen wie mit einem frisch gebügelten Hemd im Regen – nützt nur nichts, wenn keiner aufmacht.

Weil das Wetter gut war, habe ich dann lieber das getan, was deutlich mehr Freude macht: eine Runde mit dem Fahrrad um die Seen. Das war richtig cool, genau die richtige Mischung aus Bewegung, frischer Luft und diesem Gefühl, dass man den Tag sinnvoll nutzt, ohne sich dabei zu sehr nach Pflicht anzufühlen. Wieder zu Hause habe ich erst mal ein bisschen Podcasts gehört, also den Kopf wieder in seinen gewohnten Wohlfühlmodus gebracht, bevor es sportlich im Sitzen weiterging.

Dann habe ich Bayer 04 in Dortmund geguckt, und dieses 1:0 war ein richtig wichtiger Sieg. Kein wildes Spektakel, kein Schützenfest, sondern genau die Art Ergebnis, die am Ende zählt und sich gut anfühlt. In Dortmund zu gewinnen ist ja ohnehin nichts, was man mal eben so nebenbei einsammelt, und deshalb schmeckt so ein knapper Sieg oft fast besser als ein lockeres 4:0 gegen irgendwen, der sowieso schon halb auf dem Zahnfleisch geht. Ich war jedenfalls zufrieden, und so ein Sieg hebt die Stimmung zuverlässig auf ein Niveau, bei dem selbst offene To-dos plötzlich weniger frech wirken.

Kerstin ist jetzt zum Babysitten in Leverkusen, sodass ich bis morgen Mittag Strohwitwer bin. Aber ich denke, ich werde das überstehen. Es ist ja nur eine überschaubare Phase, keine Robinson-Crusoe-Situation. Ich werde vermutlich heldenhaft allein überleben, mir vielleicht noch irgendwas Essbares organisieren, ein bisschen fernsehen, ein bisschen rumwurschteln und dabei so tun, als wäre ich ein Musterbeispiel männlicher Selbstversorgung. Bis morgen Mittag halte ich durch – zur Not mit Podcasts, Resten aus dem Kühlschrank und dem guten Gefühl, dass Bayer in Dortmund gewonnen hat.

Freitag, 10. April 2026

10.4.2026: Rückreise mit Bahn-Wunder, Einkaufs-Nachschlag und dem großen Finale: mein eigenes Bett

Heute war Rückreise, und nach dem Frühstück ging’s mit Sack und Pack erst mal mit allen Mann zum Bahnhof. Schon dieser gemeinsame Aufbruch hat immer etwas von Klassenfahrt in ordentlich, nur mit mehr Gepäck und weniger Gummibärchen. Und dann kam das eigentliche Wunder des Tages: Der Zug war pünktlich. Ich wiederhole das innerlich immer noch mit leichtem Misstrauen, weil ich das so gar nicht kenne. Und als wäre das nicht schon genug, waren es in Düsseldorf am Ende auch nur fünf Minuten Verspätung. Im Bahnmaßstab ist das im Grunde fast schon eine Ehrenmedaille für Zuverlässigkeit.

Wieder zu Hause gab’s erst mal Kaffee – logisch, das ist bei mir ja praktisch die offizielle Grenzkontrolle zwischen „unterwegs“ und „wir sind wieder da“. Danach bin ich direkt noch schnell einkaufen gewesen, weil Heimkommen allein ja offenbar nicht reicht, es muss natürlich auch gleich wieder der ganz normale Alltag mitlaufen. Nach dem Auspacken habe ich dann auch den Koffer direkt entleert, was sehr vernünftig ist, weil ich genau weiß: Wenn ich ihn heute nur halb stehen lasse, schaut er mich in drei Tagen immer noch vorwurfsvoll aus der Ecke an. Also lieber einmal sauber durchziehen und damit das Kapitel Hamburg ordentlich schließen.

Abendessen gab’s dann auch noch, und jetzt muss ich gerade nur noch ein paar Mails checken, also den letzten kleinen Pflichtteil des Tages abhaken. Danach wird’s dann endlich ruhig, und das eigentliche Highlight wartet sowieso erst noch: heute Abend wieder das eigene Bett. Ganz ehrlich, nach Hotel, Hostel, Zug, Bahnhof und Rückreise ist das oft der schönste Luxus überhaupt. Kein spektakulärer Tagesabschluss, aber einer, der genau richtig ist.

Donnerstag, 9. April 2026

9.4.2026: Hamburg Teil 3: Ich lasse mich im Paradox Museum verwirren, fahre mit der Fähre durch den Hafen und lande am Ende bei Pizza im Hostel

Heute war Hamburg Teil 3, und der Tag hatte wieder genau die richtige Mischung aus „cool“, „klassisch hamburgisch“ und „am Ende einfach satt sein“. Nach dem Frühstück ging’s ins Paradox Museum, und das war wirklich richtig cool. Ich mag solche Orte, weil sie gleichzeitig Spielplatz fürs Gehirn, Fotofalle und kleine Herausforderung für den Gleichgewichtssinn sind. Da läuft man durch und denkt ständig: Das kann doch so nicht sein – und genau deshalb macht es Spaß. Man kommt sich zwischendurch vor wie in einer Mischung aus Physikunterricht, Jahrmarkt und optischer Täuschung mit Eintrittskarte.

Danach ging’s weiter mit einer Hafenrundfahrt – nur eben auf meine Art, nämlich mit dem Nahverkehr bis Finkenwerder und wieder zurück. Das finde ich sowieso eine der besten Hamburg-Varianten: nicht die große Touri-Show, sondern einfach Fähre fahren, sitzen, gucken und dabei trotzdem Hafenfeeling pur bekommen. Gerade auf dem Wasser sieht Hamburg ja nochmal anders aus – offener, rauer, größer. Ich mag dieses langsame Vorbeiziehen von Kränen, Schiffen und Uferkanten, weil es gleichzeitig nach Stadt und nach Weltreise im Kleinformat aussieht.

An den Landungsbrücken gab’s dann noch ein Fischbrötchen, und das gehört ja eigentlich schon fast unter Denkmalschutz. Wenn ich in Hamburg bin und kein Fischbrötchen esse, fühlt sich das ein bisschen so an, als hätte ich eine Pflichtübung ausgelassen. Auf dem Weg zurück zum Hotel gab’s dann nochmal eine Shoppingpause in der Stadt – also noch ein bisschen schauen, laufen, vielleicht hier und da kurz stehen bleiben und so tun, als würde ich nur „mal eben“ gucken.

Heute Abend haben wir dann Pizza geholt und im Hostel gegessen. War okay. Nicht die Sorte Essen, über die ich morgen noch poetisch spreche, aber genau richtig für den Abend: unkompliziert, sättigend, keine große Inszenierung mehr nach einem Tag, der schon genug Programm hatte. Unterm Strich also wieder ein gelungener Hamburg-Tag: erst Kopf verdrehen im Museum, dann Hafenluft, dann Fischbrötchen, ein bisschen Stadt und am Ende Pizza auf die entspannte Art.

Mittwoch, 8. April 2026

8.4.2026: Hamburg Teil 2: Ich verliere mich im Miniaturwunderland, esse Fischbrötchen und lasse den Tag beim Döner ausklingen

Mittwoch in Hamburg fehlt noch, und der hatte es wirklich in sich. Nach dem Frühstück ging’s erst mal ins Miniatur Wunderland, und das war echt richtig cool. Mich faszinieren da vor allem diese ganzen Details – je länger ich schaue, desto mehr entdecke ich, und genau das macht den Reiz aus. Überall passiert irgendetwas, irgendwo blinkt etwas, irgendwo ist eine winzige Szene aufgebaut, bei der ich kurz denke: Wer kommt bitte auf so etwas? Das ist nicht einfach nur Modelleisenbahn, das ist ein komplettes Universum in klein, und genau deshalb hat es mir so gut gefallen.

Danach ging’s über die Elbphilharmonie weiter mit dem Schiff zu den Landungsbrücken. Allein diese Strecke ist schon so typisch Hamburg, dass ich mich fast automatisch in den Touristenmodus mit echter Begeisterung schalte: Wasser, Blick auf die Stadt, ein bisschen Wind und dieses Gefühl, dass hier alles gleichzeitig groß und entspannt wirkt. Daniel und Familie sind dann zu König der Löwen weitergezogen, während Kerstin und ich es deutlich kulinarischer angegangen sind: Wir sind zu Brücke 10, Fischbrötchen essen und Kaffee trinken. Das ist für mich in Hamburg einfach eine sichere Bank. Fischbrötchen an den Landungsbrücken gehört ja fast schon zur Grundversorgung.

Danach sind wir langsam Richtung Baumwall geschlendert und haben dabei schön die Sonne genossen. Genau solche Abschnitte mag ich auf Städtereisen am liebsten: kein Hektikprogramm mehr, einfach laufen, schauen, die Stimmung mitnehmen und nicht ständig auf die Uhr gucken. Zwischendurch haben wir noch schnell etwas eingekauft und sind dann zurück ins Hotel. Abends ging’s dann mit dem Rest noch zum Traum Döner, und das war auch wieder richtig gut. Also unterm Strich: ein sehr runder Hamburg-Tag mit Miniatur-Wahnsinn, Wasser, Sonne, Fischbrötchen und Döner – viel mehr passt eigentlich kaum in einen Tag.

Dienstag, 7. April 2026

7.4.2026: Hamburg-Start mit Bahnwunder, Hoteltechnik-Theater und Hofbräuhaus-Finale

Heute ging’s dann nach Hamburg mit Daniel und Familie, und schon die Anreise hatte etwas beinahe Übernatürliches: Der Zug war tatsächlich pünktlich in Hamburg. Ich musste kurz überlegen, ob ich versehentlich in einem Paralleluniversum gelandet bin, in dem die Deutsche Bahn einfach still und heimlich beschlossen hat, zuverlässig zu werden. Aber ich habe den Moment natürlich dankbar angenommen und nicht weiter hinterfragt, bevor das System sich umentscheidet.

Das Einchecken im Hotel war dann allerdings deutlich weniger elegant. Da begann der übliche Kampf mit den Tücken der Technik – also diese moderne Form von „Herzlich willkommen“, bei der eigentlich alles digital ganz einfach sein soll, man aber am Ende doch vor einem Gerät steht und den Eindruck hat, es persönlich beleidigt zu haben. Ich liebe solche Momente ja besonders auf Reisen: Man ist angekommen, will nur aufs Zimmer, und stattdessen diskutiert man erst mal mit einem System, das fest davon überzeugt ist, klüger zu sein als alle Beteiligten. Irgendwann hat es dann aber doch geklappt, und das zählt am Ende.

Danach wurde der Tag deutlich hamburgiger und sehr viel schöner: ein Spaziergang an der Binnenalster, dann über den Neuen Wall, am Rathaus vorbei – also genau die richtige Mischung aus Wasser, schöner Stadt und dem angenehmen Gefühl, unterwegs zu sein, ohne irgendetwas erledigen zu müssen. Solche Runden mag ich total, weil sie sofort dieses „Wir sind jetzt wirklich hier“-Gefühl erzeugen. Hamburg schafft das ja ziemlich gut: einmal um die Binnenalster, einmal ein Blick aufs Rathaus, und schon fühlt sich alles ein bisschen größer, schöner und hanseatischer an.

Zum Abschluss gab’s dann noch ein schönes Abendessen im Hofbräuhaus. Das ist genau die Sorte Ende, die so ein Reisetag verdient: nicht mehr groß nachdenken, einfach sitzen, essen, trinken und den Tag auslaufen lassen. Unterm Strich also ein sehr gelungener Start: Bahn überraschend brav, Hoteltechnik kurz im Comedy-Modus und danach ein Abend, der Hamburg genau so geliefert hat, wie man es sich wünscht.

Montag, 6. April 2026

6.4.2026: Ostermontag mit See-Runde, Buchmodus und Hamburg im Anflug

Ostermontag hieß bei mir erst mal wieder ausschlafen und in Ruhe frühstücken – also genau so, wie ein Feiertag anfangen soll. Danach bin ich direkt wieder eine Runde um die Seen mit dem Fahrrad gefahren. Das scheint sich über Ostern ja fast schon zu einem kleinen Ritual entwickelt zu haben, aber ich finde das perfekt: raus, bewegen, Kopf frei bekommen und das gute Gefühl mitnehmen, schon am Vormittag etwas Vernünftiges gemacht zu haben.

Wieder zu Hause gab’s dann wie üblich erst mal eine halbe Stunde Podcasts. Das gehört bei mir inzwischen so fest zum Tagesablauf, dass es fast schon eine eigene Mahlzeit sein könnte – nur eben für den Kopf. Am Nachmittag habe ich dann noch an ein paar Büchern gearbeitet, also den Feiertag nicht nur gemütlich, sondern auch produktiv genutzt.

Jetzt gibt’s erst mal Abendessen, und danach heißt es noch kurz Koffer packen, denn morgen geht es für vier Tage nach Hamburg – zusammen mit Daniel und Familie. Das ist ja ein richtig schönes Geschenk, das wir ihnen schon zu Weihnachten 2023 gemacht haben, und jetzt wird es endlich eingelöst. Klingt nach einem sehr runden Übergang: erst noch ein ruhiger Ostermontag, dann morgen wieder los.

Sonntag, 5. April 2026

5.4.2026: Ostersonntag zwischen See-Runde, Podcast-Modus und verdientem Osterabendessen

Ostersonntag heißt für mich ganz klar: ausschlafen und in Ruhe frühstücken – genau so habe ich den Tag auch begonnen. Danach bin ich direkt zwei Stunden am Unterbacher See und Elbsee Fahrrad gefahren. Das war richtig gut, frische Luft, Bewegung, Kopf frei – und vor allem perfektes Timing, denn ich war vor dem kurzen Nachmittagsregen wieder zurück. So mag ich das: draußen sein, ohne nass zu werden.

Zu Hause habe ich dann erst mal geduscht und mir eine halbe Stunde Podcast gegönnt – mein persönlicher Reset-Knopf. Danach gab es den klassischen Osterkaffee, der irgendwie immer ein bisschen gemütlicher schmeckt als sonst, wahrscheinlich weil der ganze Tag schon so entspannt läuft.

Am Nachmittag bin ich dann wie so oft in meinen kreativen Modus gegangen: an eigenen Podcasts gearbeitet und ein paar Bücher aktualisiert. Das ist für mich inzwischen eine gute Mischung aus Produktivität und Ruhe – ich mache etwas, aber ohne Druck, eher im Flow.

Und jetzt steht gleich das Osterabendessen an. Genau der richtige Abschluss für so einen Tag: Bewegung, Ruhe, ein bisschen Arbeit und am Ende gutes Essen. So darf sich ein Feiertag anfühlen.

11.4.2026: Eigenes Bett, wichtiger Auswärtssieg und jetzt Strohwitwer

Im eigenen Bett schläft es sich einfach immer besser als irgendwo anders, das hat sich auch heute wieder bestätigt. Egal wie ordentlich ein ...