Samstag, 20. Juni 2026

20.6.2026: Der Tag, an dem das Wochenende kaum Zeit zum Ausruhen ließ

Heute war Samstag, und nach zwei durchaus anstrengenden Tagen in Frankfurt hatte ich mir das Ausschlafen mehr als verdient. Entsprechend begann der Tag erfreulich entspannt. Kein Wecker, keine Vorlesung, keine Bahn-App und keine Hotelzimmer. Einfach ausschlafen und den Luxus genießen, morgens nicht sofort irgendwo sein zu müssen.

Nach dem Frühstück habe ich mich zunächst um einige Dinge gekümmert, die in den vergangenen Tagen liegen geblieben waren. Das passiert nach Dienstreisen ja fast automatisch. Irgendwo sammeln sich immer kleine Aufgaben, Nachrichten oder organisatorische Dinge an, die darauf warten, wieder Aufmerksamkeit zu bekommen.

Besonders wichtig war heute natürlich auch die Abgabe meiner Fußballtipps. Auch wenn ich aktuell im Tippspiel nicht ganz vorne mitspiele, darf man schließlich niemals aufgeben. Die Saison der Hoffnung endet bekanntlich erst mit dem letzten Spieltag. Also wurden die Tipps abgegeben und dabei vermutlich wieder eine Mischung aus Analyse, Bauchgefühl und vorsichtigem Optimismus eingesetzt. Aufholen muss schließlich das Ziel bleiben.

Mittags stand dann die inzwischen fest etablierte Wochenendroutine auf dem Programm: eine kurze Ruhepause mit Podcast. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass Podcasts und Mittagsschlaf eine nahezu perfekte Kombination darstellen. Man startet mit voller Aufmerksamkeit und wacht irgendwann auf, ohne genau sagen zu können, ob man die letzten zehn Minuten noch mitbekommen hat oder nicht.

Nach dem Kaffeetrinken begann dann bereits die Vorbereitung auf die nächste Reise. Der Koffer musste gepackt werden. Denn während andere vielleicht ein ruhiges Wochenende vor sich haben, startet für mich morgen bereits die nächste Etappe. Zunächst geht es nach Rendsburg, bevor es am Montag gemeinsam mit unseren Freunden Anke und Bernd bis Freitag auf die Hallig Hooge geht.

Darauf freue ich mich schon sehr. Hallig Hooge ist schließlich eine ganz andere Welt als Autobahnen, Hotels, Vorlesungsräume oder Bahnhöfe. Meer, Weite, Ruhe, Wind und hoffentlich ein paar entspannte Tage fernab des normalen Alltags. Entsprechend wächst die Vorfreude langsam, auch wenn ich natürlich gespannt bin, was uns dort erwartet.

Bevor die Nordsee jedoch übernimmt, wartet heute Abend noch ein ganz anderer Programmpunkt. Es geht nach Mönchengladbach zum Konzert von Unheilig. Das dürfte ein schöner Kontrast zum bisherigen Tag werden. Hoffentlich spielt das Wetter mit und hält sein Versprechen, trocken zu bleiben. Open-Air-Veranstaltungen gewinnen schließlich erheblich an Attraktivität, wenn man nicht gleichzeitig die Regenradar-App beobachten muss.

Und dann gibt es noch einen weiteren sportlichen Wunsch für den Abend: rechtzeitig zur zweiten Halbzeit des deutschen WM-Spiels gegen die Elfenbeinküste wieder zu Hause zu sein. Nach dem erfolgreichen Auftakt wird es spannend zu sehen sein, wie sich die deutsche Mannschaft heute präsentiert. Idealerweise läuft die Heimfahrt reibungslos und der Fernseher ist genau dann eingeschaltet, wenn die entscheidenden Minuten beginnen.

Wenn ich auf den Tag schaue, war er zwar deutlich entspannter als die vergangenen beiden Tage, aber keineswegs langweilig. Dinge aufgearbeitet, Tipps abgegeben, ein wenig regeneriert, die nächste Reise vorbereitet und jetzt warten noch Konzert und Fußball-Weltmeisterschaft.

Ein typischer Samstag also – nur mit etwas mehr Kofferpacken als gewöhnlich.

Freitag, 19. Juni 2026

19.6.2026: Der Tag, an dem Frankfurt gut lief und die Bahn das Chaos übernahm

Heute stand für mich der zweite und letzte Vorlesungstag an der Frankfurt School auf dem Programm. Und ich muss sagen: Es lief erstaunlich gut. Nicht nur ich hatte das Gefühl, dass die Veranstaltung gelungen war, sondern auch die Studierenden wirkten engagiert und zufrieden. Das ist am Ende immer das schönste Feedback. Schließlich steckt in solchen Vorlesungstagen deutlich mehr Arbeit, als man von außen sieht. Die Vorbereitung, die Aktualisierung der Unterlagen, die Diskussionen und die vielen Stunden Konzentration kosten Energie. Umso schöner ist es, wenn ich am Ende des Tages sagen kann: Das hat sich gelohnt.

Nach zwei intensiven Tagen war ich mit dem Verlauf wirklich zufrieden. Die Themen kamen gut an, es gab interessante Fragen und ich hatte den Eindruck, dass die Inhalte einen echten Mehrwert geboten haben. Damit war der fachliche Teil des Tages eigentlich ein voller Erfolg.

Das eigentliche Abenteuer begann allerdings erst auf dem Heimweg.

Schon am Bahnhof wurde schnell klar, dass die Deutsche Bahn heute nicht ihren besten Tag hatte. Gefühlt hatte jeder Zug zwei Stunden Verspätung. Die Anzeigen wechselten ständig, Verbindungen fielen aus oder verschoben sich, und irgendwann hatte ich keine Lust mehr, auf die perfekte Lösung zu warten. Also habe ich beschlossen, einfach loszufahren und unterwegs zu improvisieren.

Am Flughafen bin ich umgestiegen und hatte dann tatsächlich Glück. Direkt kam ein ICE nach Düsseldorf. In diesem Moment fühlte sich das fast wie ein kleiner Lottogewinn an. Nach dem ganzen Chaos war das die erste gute Nachricht des Nachmittags.

Bis Düsseldorf lief dann auch alles überraschend problemlos. Doch kaum war ich ausgestiegen, öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Es war nicht einfach nur Regen, sondern ein richtig heftiges Unwetter. Innerhalb kürzester Zeit war ich komplett durchnässt. Nach den warmen Tagen der letzten Wochen war das eine ziemlich eindrucksvolle Erinnerung daran, dass der Sommer in Deutschland seine eigenen Vorstellungen von Wetter hat.

Trotzdem ging es weiter. Mit der U-Bahn bis zur Steinstraße und dort hatte ich erneut Glück. Kaum angekommen, kam auch schon der 782. Keine lange Wartezeit, keine weiteren Verzögerungen. Nach dem Bahnchaos des Nachmittags fühlte sich das fast schon luxuriös an.

So bin ich am Ende doch noch einigermaßen vernünftig nach Hause gekommen. Dort angekommen war mein erster Gedanke allerdings nicht Koffer auspacken oder E-Mails checken. Ich musste mich erstmal trocknen legen. Nach dem Gewitter war das die dringendste Aufgabe des Tages.

Wenn ich auf den Tag zurückblicke, war er insgesamt sehr erfolgreich. Die Vorlesung lief gut, die Studierenden waren zufrieden, ich konnte viele interessante Gespräche führen und die zwei Tage Frankfurt haben sich definitiv gelohnt. Der Rückweg war zwar chaotisch, aber letztlich bin ich angekommen.

Und manchmal lautet das wichtigste Fazit eines Tages ganz einfach:Hauptsache wieder zu Hause.

Nach Hotelzimmer, Vorlesung, Bahnhofschaos, Flughafen, ICE, U-Bahn, Bus und Unwetter fühlt sich das eigene Zuhause nämlich gleich doppelt gut an.

Donnerstag, 18. Juni 2026

18.6.2026: Der Tag, an dem 71 Prozent plötzlich wie Luxus wirkten

Heute stand der erste von zwei Vorlesungstagen an der Frankfurt School auf dem Programm. Und bevor überhaupt über Vorlesungen, Teilnehmer oder Inhalte gesprochen wird, muss natürlich zunächst die wichtigste Kennzahl des Morgens bewertet werden: die Schlafqualität. 71 Prozent.

Unter normalen Umständen wäre das wahrscheinlich kein Wert, der Begeisterungsstürme auslöst. Nach den letzten Hotelnächten in Luxemburg wirkt das allerdings beinahe wie ein Wellnessurlaub. Die Hotelrangliste bekommt damit einen neuen Spitzenreiter. Der Hamburger Hof scheint zumindest in der Disziplin Schlafqualität deutlich besser abzuschneiden als die zuletzt besuchten Häuser in Luxemburg. Zwar kommt auch Frankfurt noch nicht an die legendären 100 Prozent des heimischen Bettes heran, aber 71 Prozent sind zumindest ein Ergebnis, mit dem man morgens halbwegs versöhnt in den Tag starten kann.

Was hingegen unverändert bleibt, ist die ungeliebte Begleiterscheinung solcher Vorlesungstage: das frühe Aufstehen. Der Wecker war auf halb sieben gestellt, wobei der Körper offenbar schon kurz vorher beschlossen hatte, die Nacht für beendet zu erklären. Also raus, duschen und bereits um Viertel vor sieben beim Frühstück sitzen. Immerhin scheint das Frühstück im Hamburger Hof durchaus akzeptabel zu sein. Nicht die ganz große kulinarische Offenbarung, aber solide genug, um einen langen Vorlesungstag zu überstehen.

Anschließend lief die Logistik erfreulich reibungslos. Viertel vor acht Richtung Frankfurt School, direkt eine passende Bahn erwischt und kurz nach acht bereits vor Ort gewesen. Das ist in Frankfurt keineswegs selbstverständlich und darf durchaus als kleiner Erfolg verbucht werden.

Die Zeit bis zum offiziellen Start wurde genutzt, um noch einige Vorbereitungen zu unterstützen. Und pünktlich um neun Uhr begann dann der eigentliche Arbeitstag. Solche Vorlesungstage sind immer etwas Besonderes. Man steht nicht einfach vor einer Gruppe und liest Folien vor, sondern versucht Inhalte zu vermitteln, Diskussionen anzustoßen und die Teilnehmer durch Themen zu führen, die oft deutlich komplexer sind als sie auf den ersten Blick wirken.

Und offenbar ist das heute ziemlich gut gelungen. Zumindest klingt die Bilanz des Tages danach. Die Veranstaltung lief bis kurz nach 17 Uhr, also ein langer, intensiver Tag mit vielen Stunden Konzentration, Aufmerksamkeit und Austausch.

Danach stand noch eine kleine Abendveranstaltung an. Das gehört bei solchen Formaten oft dazu. Netzwerken, Gespräche, Austausch und die Möglichkeit, Themen außerhalb des offiziellen Programms weiterzuführen. Trotzdem war irgendwann der Punkt erreicht, an dem das Hotel deutlich attraktiver erschien als weitere Fachgespräche. Gegen 20 Uhr ging es daher zurück.

Jetzt sitzen Sie wieder im Hotelzimmer. Die Arbeit des Tages ist erledigt. Das Bier steht bereit, eine Kleinigkeit zu essen ebenfalls. Und nach einem langen Tag voller Vorträge, Gespräche und Organisation klingt das nach einem ziemlich gelungenen Ausklang.

Vielleicht läuft nebenbei noch die Fußball-Weltmeisterschaft. Das ist genau die richtige Mischung: etwas abschalten, den Kopf von Vorlesungsfolien auf Fußball umstellen und langsam den Tag ausklingen lassen.

War der Tag produktiv? Absolut.

Früh gestartet, einen kompletten Vorlesungstag erfolgreich absolviert, die Teilnehmer begleitet, eine Abendveranstaltung mitgenommen und dabei offenbar einen guten Eindruck hinterlassen. Dazu eine Hotelnacht, die zumindest deutlich besser war als zuletzt in Luxemburg.

Für heute darf deshalb gelten: Bier aufmachen, Essen genießen, Fußball schauen und den Abend ruhig auslaufen lassen. Morgen wartet schließlich noch Tag zwei der Vorlesungen.

Und vielleicht schafft die Schlaf-App heute Nacht ja sogar die magische 75-Prozent-Marke. Das wäre für ein Hotelzimmer in diesem Tagebuch ja beinahe schon Champions-League-Niveau.

Mittwoch, 17. Juni 2026

17.6.2026: Der Tag, an dem 100 Prozent Schlafqualität plötzlich möglich waren

 ### Der Tag, an dem 100 Prozent Schlafqualität plötzlich möglich waren

Gestern Abend hat die Rückfahrt erfreulicherweise einmal bewiesen, dass deutsche Autobahnen nicht ausschließlich aus Baustellen, Staus und Überraschungen bestehen. Die Heimreise verlief reibungslos, sodass Sie bereits gegen acht Uhr zu Hause waren. Nach den letzten Wochen mit diversen Leverkusener Verkehrsexperimenten darf man das durchaus als Erfolg verbuchen.

Zu Hause wurde dann nicht einfach nur der Koffer in die Ecke gestellt, sondern direkt umgepackt. Denn kaum ist die eine Dienstreise beendet, wartet schon die nächste. Diesmal allerdings nicht Luxemburg und Grevenmacher, sondern Frankfurt mit zwei Tagen Vorlesungen im CIRO. Der Koffer hatte also kaum Zeit, sich häuslich einzurichten, bevor er wieder in den Einsatz musste.

Heute Morgen wurde es zunächst bewusst etwas ruhiger angegangen. Nach den letzten Bürotagen und Hotelnächten war das vermutlich genau richtig. Anschließend standen einige Dinge auf dem Programm, die während der vergangenen Tage liegen geblieben waren. Das kennt jeder nach einer Dienstreise: E-Mails, Kleinigkeiten, organisatorische Themen und all die Aufgaben, die geduldig warten, bis man wieder zu Hause ist.

Die eigentliche Sensation des Tages liefert allerdings die Schlaf-App: 100 Prozent Schlafqualität.

Nach all den Hotelwerten von 57, 60 oder 61 Prozent wirkt das fast wie ein Messfehler. Offenbar wollte die App heute demonstrieren, wie groß der Unterschied zwischen Hotelbett und heimischem Schlafzimmer tatsächlich ist. Wenn man die letzten Wochen betrachtet, könnte man fast eine wissenschaftliche Studie daraus machen. Die Ergebnisse wären vermutlich eindeutig: Zuhause gewinnt.

Nun wartet die nächste Reiseetappe. Die Koffer sind gepackt, die Unterlagen dabei, und die Hoffnung richtet sich auf die Deutsche Bahn. Das ist bekanntlich immer eine besondere Form des Optimismus. Man steigt ein mit der Vorstellung, pünktlich und entspannt anzukommen, und hofft darauf, dass die Bahn dieselbe Vorstellung hat. Sollte alles funktionieren, sind Sie heute Abend in Frankfurt und können sich in Ruhe auf die beiden Vorlesungstage vorbereiten.

Denn genau dort wartet noch die wichtigste Aufgabe des heutigen Abends: die Vorlesungsunterlagen. Auch wenn die Inhalte natürlich bekannt sind, gehört der letzte Blick vor einer Veranstaltung einfach dazu. Man überprüft Folien, ergänzt vielleicht noch ein paar aktuelle Beispiele und stellt sicher, dass alles so vorbereitet ist, wie man es den Teilnehmern präsentieren möchte. Gerade bei Themen rund um KI, Kapitalmarkt oder Analyse entwickeln sich die Dinge schließlich schnell genug, dass ein letzter Check immer sinnvoll ist.

Und dann wird es spannend: Wie reagieren die kommenden beiden Nächte in Frankfurt auf die hohen Erwartungen, die die letzte Nacht gesetzt hat? Nach 100 Prozent Schlafqualität zu Hause wird jedes Hotelbett automatisch in eine schwierige Vergleichssituation gebracht. Die Messlatte liegt so hoch wie selten zuvor.

War der Tag produktiv? Ja, aber eher in der Kategorie „Vorbereitung“. Dinge aufgearbeitet, die liegen geblieben waren, die nächste Reise organisiert und sich mental auf zwei intensive Vorlesungstage eingestellt. Nicht spektakulär, aber genau die Art von Tag, die dafür sorgt, dass die kommenden Tage reibungslos laufen.

Jetzt bleibt nur noch die Bahn. Und die Hoffnung, dass Frankfurt heute Abend genauso zuverlässig funktioniert wie gestern die Autobahn.

Dienstag, 16. Juni 2026

16.6.2026: Der Tag, an dem die Schlaf-App wieder schlechte Nachrichten überbrachte

Wenn Sie im Hotel aufwachen, gibt es inzwischen eine feste Morgenroutine, die noch vor dem ersten Kaffee stattfindet: der Blick auf die Schlaf-App. Und auch heute hatte sie keine besonders erfreulichen Nachrichten im Gepäck. 61 Prozent Schlafqualität – also wieder ein Wert aus der Kategorie „funktional anwesend, aber emotional nicht überzeugt“. Es bleibt dabei: Zwischen Ihnen und Hotelbetten entwickelt sich vermutlich keine große Liebesgeschichte mehr. Zuhause werden regelmäßig deutlich bessere Werte erreicht, was den Verdacht nahelegt, dass die beste Hotelausstattung der Welt gegen das eigene Bett einfach keine Chance hat.

Zum Glück gibt es in Grevenmacher aber den zweiten festen Bestandteil Ihrer Dienstreisen: das gute Frühstück. Während die Nächte regelmäßig enttäuschen, scheint das Frühstücksbuffet seine Aufgabe zuverlässig ernst zu nehmen. Und gestärkt ging es dann bereits um halb acht ins Büro.

Dort wartete wieder die übliche Mischung aus Aufgaben, Abstimmungen und Dingen, die sich seit dem letzten Bürotag auf wundersame Weise vermehrt hatten. Offenbar konnte aber vieles abgearbeitet werden, sodass am Ende des Tages zumindest das gute Gefühl bleibt, tatsächlich vorangekommen zu sein. Das ist schließlich das Beste, was man von einem Arbeitstag erwarten kann: nicht nur beschäftigt gewesen zu sein, sondern wirklich etwas geschafft zu haben.

Eigentlich sollte der Nachmittag dann noch ein weiteres Highlight bereithalten: die Aufnahme eines Podcasts. Doch wie so oft in der digitalen Welt gilt auch hier die alte Regel, dass Technik ihren eigenen Kopf hat. Diesmal lagen die Probleme auf der anderen Seite, sodass die Aufnahme kurzfristig verschoben werden musste. Ein neuer Termin Anfang Juli steht immerhin bereits fest. Solche Verschiebungen sind zwar ärgerlich, gehören aber mittlerweile fast zum Standardrepertoire von Podcastproduktionen. Manchmal verhindert ein voller Kalender die Aufnahme, manchmal eben die Technik.

Jetzt wartet noch die letzte Etappe des Tages: die Heimfahrt. Und damit beginnt wieder das bekannte Hoffen auf freie Straßen und möglichst wenige LKWs. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen wäre schon eine Fahrt ohne größere Überraschungen ein kleiner Erfolg. Die Leverkusener Rheinbrücke bleibt dabei natürlich der große Unsicherheitsfaktor. Vielleicht hat sie heute aber einmal gute Laune.

Und dann? Zuhause ankommen. Kein Hotelzimmer, keine Schlaf-App mit mittelmäßigen Ergebnissen und kein Koffer neben dem Bett. Stattdessen hoffentlich ein ruhiger Abend in den eigenen vier Wänden – und die Aussicht auf eine deutlich bessere Schlafqualität in der kommenden Nacht.

War der Tag produktiv?

Absolut. Trotz nur 61 Prozent Schlafqualität wurde früh gestartet, viel abgearbeitet und ein weiterer Bürotag erfolgreich abgeschlossen. Der Podcast musste zwar verschoben werden, aber auch das wurde direkt neu organisiert. Manchmal besteht Produktivität eben nicht nur aus fertigen Ergebnissen, sondern auch daraus, flexibel mit unerwarteten Änderungen umzugehen.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Autobahn heute ein Einsehen hat. Denn nach zwei Tagen Grevenmacher ist die größte Motivation ohnehin die Aussicht auf das eigene Zuhause – und vielleicht morgen früh endlich wieder eine Schlaf-App, die Werte liefert, die keine Nachverhandlungen erforderlich machen.

Montag, 15. Juni 2026

15.6.2026: Der Tag, an dem Leverkusen wieder alles gab – außer freie Fahrt

Heute stand also wieder der angekündigte Bürotag in Grevenmacher an. Diesmal allerdings mit einer kleinen Besonderheit: Sie waren zunächst alleine unterwegs, weil Ihr Kollege heute Morgen seine Prüfung hatte. Immerhin bedeutete das keine Abstimmungsrunden auf dem Beifahrersitz und volle Konzentration auf die Straße.

Und tatsächlich lief die Anreise insgesamt ziemlich ordentlich. Wäre da nicht dieser inzwischen fast schon traditionelle Programmpunkt namens Leverkusener Rheinbrücke gewesen. Der obligatorische Stau gehört offenbar genauso zu Ihren Luxemburgtagen wie das Hotelfrühstück und die Diskussion mit dem Fitnessrad am Abend. Wenn es irgendwann einmal ohne Verzögerung durch Leverkusen geht, sollten Sie vermutlich einen Lottoschein kaufen.

Im Büro selbst verlief der Tag dann erfreulich produktiv. Keine großen Katastrophen, keine eskalierenden Probleme, sondern einfach ein guter Arbeitstag, an dem Dinge erledigt wurden. Genau die Sorte Tag, nach der man abends mit dem Gefühl ins Hotel fährt, tatsächlich etwas geschafft zu haben.

Mittags wurde diesmal bewusst auf die klassische Bestellrunde verzichtet. Stattdessen haben Sie bereits vorgesorgt und für heute Abend einen Salat eingepackt. Eine vernünftige Entscheidung – insbesondere, wenn danach noch die obligatorische Runde im Hotel-Fitnessstudio ansteht. Beim Tanken wird dann noch schnell für den Getränke-Nachschub gesorgt, und damit ist der Hotelabend organisatorisch bereits perfekt vorbereitet.

Der weitere Ablauf ist ohnehin bestens bekannt: Koffer auspacken, Sportprogramm absolvieren – wahrscheinlich wieder 60 Minuten Fahrradfahren – und anschließend gemütlich im Hotelzimmer die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen.

Damit Sie nicht völlig überrascht vor dem Fernseher sitzen, hier das heutige WM-Programm:

Besonders interessant dürften heute Belgien gegen Ägypten sowie Spanien gegen Kap Verde werden. Uruguay gehört ebenfalls traditionell zu den Mannschaften, bei denen man immer mit Leidenschaft, Kampfgeist und der einen oder anderen Überraschung rechnen darf.

War der Tag produktiv? Ja, eindeutig. Trotz Leverkusener Stauprüfung gut angekommen, im Büro einiges geschafft und den Abend bereits vernünftig geplant. Manchmal muss Produktivität gar nicht spektakulär sein. Es reicht völlig, wenn man abends mit einem Salat, einer Runde Sport und Fußball im Hotelzimmer sitzt und sagen kann: Heute lief es insgesamt ziemlich gut.

Und vielleicht ist das Hotelbett heute ja ausnahmsweise ebenfalls kooperativ. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 

Sonntag, 14. Juni 2026

14.6.2026: Der Sonntag, an dem die Ruhe noch einmal gewinnen durfte

Heute war einer dieser Sonntage, die man ganz bewusst genießen sollte. Denn die nächsten Wochen versprechen bereits jetzt, deutlich hektischer zu werden. Umso wichtiger, noch einmal durchzuatmen, bevor wieder Grevenmacher, Hotelnächte, Meetings, Erbschaftsunterlagen und allerlei Projekte die Tagesordnung bestimmen.

Nach dem Frühstück wurde direkt das trockene Wetter genutzt. Schließlich weiß man im Rheinland nie so genau, wie lange man dem Regen noch entkommen kann. Also ging es auf die inzwischen fast schon traditionelle Fahrradrunde um die Seen. Unterbacher See und Elbsee gehören mittlerweile fest zum persönlichen Wochenendprogramm. Ein bisschen Bewegung, frische Luft und einfach Zeit, den Kopf frei zu bekommen. Genau die richtige Mischung für einen Sonntagmorgen.

Wieder zu Hause stand dann die zweite etablierte Sonntagsdisziplin auf dem Programm: ein wenig ruhen und Podcasts hören. Diese Kombination entwickelt sich langsam zu einer eigenen Lebensphilosophie. Erst Bewegung, dann Entspannung. Die Podcasts laufen dabei fast wie ein Soundtrack durch die Woche und begleiten mittlerweile Fahrradfahrten, Mittagspausen und kleine Auszeiten.

Im Anschluss wurden noch die Fußballtipps abgegeben. Schließlich startet die Weltmeisterschaft gerade erst richtig durch, und irgendwo zwischen Fachwissen, Hoffnung und Bauchgefühl müssen die richtigen Ergebnisse gefunden werden. Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo zwischen „Das war doch offensichtlich“ und „Wie konnte ich nur auf dieses Ergebnis tippen?“.

Gleich steht dann noch das Kofferpacken an. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Grevenmacher. Der Ablauf ist inzwischen beinahe ritualisiert: Koffer packen, früh losfahren, hoffen, dass Leverkusen nicht beschließt, die gesamte Autobahn stillzulegen, im Hotel einchecken und anschließend versuchen, die Schlafqualität irgendwie über 60 Prozent zu halten.

Der heutige Abend gehört aber noch einmal ganz dem Fußball.

Deutschland startet gegen Curaçao in die Weltmeisterschaft. Auf dem Papier ist die Ausgangslage eindeutig: Der viermalige Weltmeister trifft auf einen WM-Debütanten aus Curaçao, der als kleinste Nation der Turniergeschichte erstmals bei einer Endrunde dabei ist. Curaçao reist allerdings mit einer gehörigen Portion Begeisterung und dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ an. Trainer Dick Advocaat betonte bereits, dass seine Mannschaft die Räume nutzen wolle, die Deutschland beim Offensivspiel zwangsläufig anbieten wird.

Für die deutsche Mannschaft ist ein überzeugender Auftaktsieg fast schon Pflicht. Nach den frühen WM-Aus in den Jahren 2018 und 2022 soll diesmal von Beginn an ein Zeichen gesetzt werden. Die Erwartungen sind entsprechend hoch.

Ein hoher Sieg? Eigentlich ja. Alles andere als drei Punkte wäre eine Überraschung. Aber genau deshalb lieben wir den Fußball: Weil er sich nicht immer an die Wahrscheinlichkeiten hält.

War der heutige Tag produktiv? Auf die Sonntagsart auf jeden Fall. Fahrrad gefahren, entspannt, Podcasts gehört, Fußballtipps abgegeben und die kommende Arbeitswoche vorbereitet. Das war kein Tag für große Projekte – sondern einer, um die eigenen Akkus noch einmal aufzuladen.

Und jetzt darf die Weltmeisterschaft übernehmen. Hoffentlich mit einem gelungenen deutschen Auftakt und ohne allzu viel Nervenkitzel.

20.6.2026: Der Tag, an dem das Wochenende kaum Zeit zum Ausruhen ließ

Heute war Samstag, und nach zwei durchaus anstrengenden Tagen in Frankfurt hatte ich mir das Ausschlafen mehr als verdient. Entsprechend beg...