Samstag, 3. Oktober 2026

3.10.2026: Irland, Tag 6 – Einmal rund um den Ring of Kerry

Heute stand mit dem Ring of Kerry noch einmal ein echtes Highlight unserer Irland-Rundreise auf dem Programm. Und diesmal zeigte sich Irland deutlich freundlicher als gestern. Nachdem wir auf der Dingle-Tour noch gründlich durchgeweicht worden waren, konnten die Regenklamotten heute zumindest etwas entspannter bleiben.

Die Rundfahrt war richtig klasse. Immer wieder diese typisch irische Landschaft, Küste, Berge, kleine Orte und zwischendurch Ausblicke, bei denen der Busfahrer eigentlich permanent hätte anhalten können. Zum Glück gab es reichlich Fotostopps, sodass wir nicht alles nur durch die Busscheibe betrachten mussten. Dazu kamen vernünftige Pausen, und genau diese Mischung machte den Tag angenehm: viel gesehen, aber nicht das Gefühl gehabt, ständig nur von einem Programmpunkt zum nächsten gehetzt zu werden.

Nach den vielen Tagen im Bus merkt man inzwischen ohnehin, dass sich eine gewisse Rundreise-Routine eingestellt hat. Aussteigen, schauen, fotografieren, wieder einsteigen – und möglichst darauf achten, dass Kerstin und ich am Ende auch im richtigen Bus sitzen. Bislang funktioniert das erstaunlich gut.

Am späten Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen von der Gegend um Killarney. Wir fuhren weiter nach Cork, wo wir heute Nacht bleiben. Unser Hotel liegt allerdings etwas außerhalb direkt am Flughafen. Für einen ausführlichen Stadtbummel ist das natürlich nicht die ideale Lage, aber nach einem ganzen Tag Ring of Kerry stört mich das überhaupt nicht. Wir haben heute genug gesehen und genügend Kilometer gesammelt.

Jetzt heißt es erst einmal ankommen und den Abend ruhig ausklingen lassen. Morgen wartet schon die nächste und gleichzeitig letzte größere Etappe unserer Rundreise: Es geht zurück nach Dublin.

Langsam schließt sich also der Kreis.

Nur mein Handy dürfte nach den ganzen Fotostopps inzwischen hoffen, dass der Ring of Kerry wirklich nur einmal umrundet wird.

Freitag, 2. Oktober 2026

2.10.2026: Irland, Tag 5 – Dingle, Dauerregen und einmal komplett trockenlegen

Heute hat Irland beschlossen, uns einmal zu zeigen, warum die Insel so wunderbar grün ist. Irgendwo muss das ganze Wasser schließlich herkommen.

Am Morgen starteten wir noch ganz entspannt in Killarney. Zunächst standen Schloss und Schlossgarten auf unserem Programm. Also wieder ein bisschen irische Geschichte, schöne Anlagen und die Hoffnung, dass das Wetter halbwegs mitspielen würde. Diese Hoffnung hielt allerdings nicht den ganzen Tag.

Anschließend ging es weiter nach Dingle. Ein wirklich schöner Ort – zumindest das, was man durch Regentropfen erkennen konnte. Wir hatten dort Zeit, uns ein wenig umzusehen, aber als es gegen 14 Uhr wieder zum Bus ging, bot unsere Reisegruppe ein ziemlich einheitliches Bild: Alle waren klitschnass. Nicht ein bisschen feucht, nicht „die Jacke hat etwas abbekommen“, sondern richtig nass. Irland hatte gewonnen.

Immerhin saßen wir danach wieder im trockenen Bus. Von Dingle aus ging es auf einer Rundfahrt weiter an der Küste entlang. Trotz des Wetters war die Landschaft wieder beeindruckend. Gerade diese raue Küste gehört für mich inzwischen zu den schönsten Eindrücken unserer Reise. Natürlich wäre ein bisschen Sonne nett gewesen, aber vermutlich würde die Gegend dann auch nur halb so irisch aussehen.

Kurz vor halb sechs waren wir wieder im Hotel. Mein erster Gedanke galt diesmal weder dem Abendessen noch einem Getränk, sondern trockenen Sachen. Also raus aus den nassen Klamotten und einmal komplett umziehen. Selten fühlen sich trockene Hose, trockene Socken und ein trockenes Oberteil so luxuriös an.

Um 18 Uhr geht es zum Abendessen und anschließend vermutlich wieder mit einigen aus unserer Reisegruppe in die Bar. Nach diesem Tag haben wir uns ein gemütliches Getränk jedenfalls verdient.

Und falls jemand heute Abend Wasser bestellt, hat er eindeutig nicht aufgepasst.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

1.10.2026: Irland, Tag 4 – Erst ein platter Reifen, dann ganz große Kulisse

Heute begann unser nächster Reisetag durch Irland erst einmal mit einer kleinen Zwangspause. Eigentlich sollte es pünktlich losgehen, aber unser Bus hatte andere Pläne: platter Reifen. Also hieß es warten, bis der Schaden repariert war. Irgendwie gehört so etwas zu einer Rundreise wohl auch dazu – solange der Reifen morgens am Hotel schlappmacht und nicht irgendwo mitten im irischen Nirgendwo, kann man vermutlich noch von gutem Timing sprechen.

Mit etwas Verspätung ging es dann aber los, und am Vormittag wartete gleich einer der Höhepunkte unserer Reise: die Cliffs of Moher. Schon beeindruckend, wenn man oben an diesen gewaltigen Klippen steht und weit unten der Atlantik gegen die Felsen schlägt. Das ist definitiv einer dieser Orte, bei denen Fotos zwar schön sind, aber die Dimensionen kaum richtig wiedergeben können. Und natürlich musste dort auch noch ein bisschen Geocaching beziehungsweise EarthCaching sein – Urlaub ist schließlich Urlaub, aber gewisse Pflichten bleiben.

Anschließend ging unsere Fahrt weiter Richtung Süden. Dabei mussten wir auch über den Shannon, und statt einer langen Strecke über Straßen und Brücken nahmen wir die Fähre. Bus auf die Fähre, einmal über den Fluss und auf der anderen Seite wieder runter – eine schöne Abwechslung zu den vielen Kilometern auf irischen Straßen.

Unser Tagesziel war Killarney. Nach der Ankunft hieß es wieder das inzwischen bestens bekannte Programm: einchecken, Zimmer beziehen, kurz ankommen und dann zum Abendessen.

Jetzt sitzen wir nach dem Essen noch mit einigen aus unserer Reisegruppe in der Bar. Nach den ersten Tagen kennt man sich inzwischen ein bisschen besser, und so wird aus einer Busladung fremder Menschen langsam eine ganz nette Truppe. Ein Getränk geht also noch – aber wahrscheinlich auch nicht viel mehr.

Morgen dürfen wir immerhin fast ausschlafen: Abfahrt ist erst um neun Uhr.

Nach den vergangenen Tagen fühlt sich neun Uhr inzwischen beinahe wie Langschläferurlaub an.

Mittwoch, 30. September 2026

30.9.2026: Irland, Tag 3 – Wild Atlantic Way, Kylemore Abbey und ziemlich müde Füße

Heute war einer dieser Urlaubstage, an denen man abends ganz genau weiß, was man gemacht hat: ziemlich viel. Kurz vor neun ging es in Oranmore mit dem Bus los, und diesmal führte uns die Strecke hinaus an die Küste. Schon der Name unserer Route klang nach Irland aus dem Bilderbuch: Wild Atlantic Way.

Und genau so präsentierte sich die Landschaft dann auch. Küste, Berge, Wasser und immer wieder diese typisch irische Landschaft, bei der man eigentlich ständig aus dem Busfenster schauen möchte. Zwischendurch merkt man allerdings auch, dass so eine Rundreise kein gemütlicher Strandurlaub ist. Es gibt viel zu sehen – und das bedeutet eben auch viele Kilometer.

Unser großes Ziel war die Kylemore Abbey. Dort hatten wir rund zwei Stunden Zeit, um uns die Abtei und die weitläufigen Gärten anzuschauen. Zwei Stunden klingen zunächst nach reichlich Zeit, sind aber erstaunlich schnell vorbei, wenn man nicht nur einmal kurz durchlaufen, sondern auch wirklich etwas sehen möchte. Die Anlage ist beeindruckend und liegt wunderschön – genau so ein Ort, den man mit Irland verbindet.

Danach ging es weiter nach Galway. Dort standen noch einmal rund 90 Minuten Sightseeing auf dem Programm. Also wieder raus aus dem Bus und hinein ins Stadtleben. Nach der vielen Landschaft war das ein schöner Kontrast, auch wenn sich inzwischen langsam bemerkbar machte, dass wir seit dem Morgen unterwegs waren.

Gegen 18 Uhr waren wir schließlich wieder im Hotel. Damit waren fast neun Stunden Rundreise geschafft, und die Aussicht auf das Abendessen um 19 Uhr kam genau richtig.

Ein besonders langer Abend wird es heute ganz sicher nicht mehr. Dafür war der Tag einfach zu voll und anstrengend. Außerdem erinnert uns der morgige Zeitplan bereits daran, dass eine Busrundreise keine Rücksicht auf müde Urlauber nimmt: Um 8.15 Uhr ist schon wieder Abfahrt. Dann verlassen wir die Gegend um Galway und fahren weiter Richtung Süden.

Heute dürfte deshalb nach dem Abendessen ziemlich schnell Schluss sein.

Irland ist wunderschön – aber ausschlafen gehört offenbar nicht zum Reiseprogramm.

Dienstag, 29. September 2026

29.9.2026: Früh raus, weit nach Westen – und am Ende wartet hoffentlich ein Pub

Heute Morgen hat sich endgültig gezeigt, dass eine Rundreise mit Erholungsurlaub nur bedingt etwas zu tun hat. Um halb sieben klingelte der Wecker, um sieben saßen Kerstin und ich beim Frühstück und um acht begann offiziell unsere Busrundreise durch Irland. Ausschlafen wird offenbar völlig überschätzt.

Zum Auftakt blieben wir zunächst noch in Dublin und machten eine ausführliche Bustour durch die Stadt. Gestern hatten wir uns ja schon auf eigene Faust ein wenig umgesehen, heute bekamen wir nun die Erklärungen dazu. Vom Bus aus sieht man eine Stadt noch einmal ganz anders – und vor allem erfährt man, woran man am Vortag möglicherweise vollkommen ahnungslos vorbeigelaufen ist.

Zum Programm gehörte auch der Besuch einer Whiskey-Destillerie. Wenn man schon in Irland unterwegs ist, gehört das schließlich fast zur kulturellen Grundausbildung. Auf jeden Fall eine interessante Abwechslung zur klassischen Stadtrundfahrt und ein ziemlich passender Einstieg in unsere Reise.

Mittags hieß es dann Abschied nehmen von Dublin. Der Bus setzte sich Richtung Westküste in Bewegung, unser heutiges Ziel ist Oranmore bei Galway. Damit begann für mich eigentlich erst das richtige Rundreisegefühl: im Bus sitzen, aus dem Fenster schauen und beobachten, wie sich die Landschaft verändert. Genau darauf hatte ich mich gefreut.

Ungefähr auf halber Strecke legten wir noch einen Zwischenstopp bei einem alten Kloster ein. Das ist ja einer der Vorteile einer solchen Rundreise: Man fährt nicht einfach von A nach B, sondern hält unterwegs an Orten, an denen man alleine möglicherweise vorbeigefahren wäre.

Jetzt sind wir fast am Tagesziel. Gleich im Hotel einchecken, Zimmer beziehen und anschließend gemeinsam Abendessen. Danach entscheidet wahrscheinlich weniger unser kultureller Ehrgeiz als vielmehr die Uhrzeit darüber, wie es weitergeht.

Denn etwa einen Kilometer vom Hotel entfernt liegt das Dorf – und dort natürlich auch ein Pub. Sollte es nach dem Abendessen noch nicht zu spät sein, werden Kerstin und ich uns diesen Kilometer wohl noch zumuten müssen.

Schließlich sind wir in Irland. Da wäre es geradezu unhöflich, einen Pub in fußläufiger Entfernung einfach zu ignorieren.

Montag, 28. September 2026

28.9.2026: Jetzt beginnt der Irland-Teil des Tagebuchs – und erfreulicherweise zunächst ohne Flughafenchaos.

Heute ging es endlich los. Unsere Rundreise durch Irland beginnt – und dafür war die Nacht entsprechend früh vorbei. Um sechs Uhr hieß es aufstehen, fertig machen, letzte Kontrolle der Koffer und hoffen, dass wirklich alles drin ist. Um sieben saßen Kerstin und ich bereits in der 782 und anschließend ging es mit der U-Bahn weiter zum Flughafen.

Dort passierte etwas, womit ich an einem Reisetag eigentlich nicht gerechnet hatte: Es lief einfach. Beim Check-in war niemand vor uns, sodass wir unser Gepäck direkt abgeben konnten. Auch die Sicherheitskontrolle war nach ungefähr zehn Minuten erledigt. Kein Schlangestehen, kein hektisches Umpacken und keine Diskussion darüber, warum ausgerechnet jetzt irgendwo ein technisches Problem auftritt. Fast schon verdächtig.

Auch der Flug nach Dublin verlief angenehm ruhig. Damit hätte der Start eigentlich kaum besser laufen können. Irgendwo musste sich allerdings noch eine kleine Reiseverzögerung verstecken – und die wartete dann in Dublin auf uns. Dort mussten wir rund 90 Minuten auf weitere Gäste unserer Reisegruppe warten. Nicht dramatisch, aber lang genug, um schon einmal festzustellen, dass eine organisierte Rundreise eben erst dann weitergeht, wenn wirklich alle da sind.

Schließlich war die Gruppe komplett und wir wurden gemeinsam mit dem Transfer zum Hotel gebracht. Einchecken, Koffer abstellen und erst einmal die Geräte ans Ladegerät hängen. Nach dem frühen Start waren Handy und Co. offenbar fast genauso urlaubsreif wie wir.

Lange im Hotel sitzen wollten wir trotzdem nicht. Also sind Kerstin und ich noch eine Runde durch Dublin gelaufen und haben uns bei einem Kaffee schon einmal ein bisschen auf die Stadt eingestimmt. Genau das mag ich am ersten Tag: noch kein großes Besichtigungsprogramm, sondern einfach loslaufen, schauen, wo man gelandet ist, und langsam im Urlaub ankommen.

Gleich steht das gemeinsame Abendessen mit der Reisegruppe an. Da werden wir vermutlich auch diejenigen kennenlernen, auf die wir heute Nachmittag 90 Minuten gewartet haben. Ich werde versuchen, ihnen das nicht sofort vorzuwerfen.

Morgen wird es dann ernst: Um acht Uhr startet unsere eigentliche Busreise mit einer Citytour durch Dublin.

Der Wecker darf also wieder ran. Urlaub kann manchmal erstaunlich wenig mit Ausschlafen zu tun haben.

Sonntag, 27. September 2026

27.9.2026: Noch einmal Alltag - morgen wartet Irland

Und heute bekommt die Irland-Vorfreude schon deutlich mehr Platz – schließlich ist der Koffer jetzt fast wichtiger als die To-do-Liste.

Sonntag – und eigentlich könnte man meinen, dass heute langsam Urlaubsmodus angesagt wäre. Schließlich fliegen Kerstin und ich morgen nach Irland. Mein Schreibtisch hatte allerdings offenbar andere Vorstellungen davon.

Nach dem Ausschlafen und Frühstück habe ich mich direkt an die üblichen Dinge gesetzt, die vor einer Reise natürlich unbedingt noch erledigt werden wollen. Als Erstes war die Nebenkostenabrechnung dran. Sicherlich keine Beschäftigung, bei der sofort Urlaubsgefühle aufkommen, aber immerhin kann ich jetzt auch dahinter einen Haken machen. Anschließend habe ich noch einige Blogbeiträge vorbereitet und damit ein bisschen dafür gesorgt, dass während unserer Irland-Woche nicht alles komplett zum Stillstand kommt.

Mittags habe ich mir dann einen kurzen Mittagsschlaf gegönnt. Schließlich muss man seine Kräfte einteilen – besonders dann, wenn anschließend wieder der PC wartet. Danach ging es tatsächlich weiter. Nebenbei liefen Fußball und Eishockey, sodass wenigstens etwas Unterhaltung im Hintergrund geboten war, während ich mich wieder mit der Erbschaftsabwicklung beschäftigt habe. Auch dieses Thema begleitet mich nun schon eine ganze Weile, und jeder weitere erledigte Punkt ist einer weniger, der irgendwann wieder auf meinem Schreibtisch landet.

Heute Abend wird es dann aber endlich deutlich angenehmer. Der Koffer muss gepackt werden, denn morgen geht es los. Eine Woche Rundreise durch Irland – darauf freue ich mich inzwischen richtig. Vorher wird heute Abend noch das Länderspiel geschaut, und dann sollte es das mit Arbeit, Abrechnungen und Erbschaft für eine Weile gewesen sein.

Spätestens wenn der Koffer zu ist, erkläre ich den Urlaub offiziell für eröffnet. Irland, wir kommen.

3.10.2026: Irland, Tag 6 – Einmal rund um den Ring of Kerry

Heute stand mit dem Ring of Kerry noch einmal ein echtes Highlight unserer Irland-Rundreise auf dem Programm. Und diesmal zeigte sich Irland...