Samstag, 29. August 2026

29.8.2026: Ein Samstag, bei dem Bayer 04 die Stimmung gleich mit verlor

Den heutigen Tag hatte ich mir ehrlich gesagt ein bisschen anders vorgestellt. Eigentlich sollte es ein gemütlicher Samstag werden, gekrönt von einem erfolgreichen Bundesliga-Auftakt von Bayer 04. Schließlich ging es am ersten Spieltag zum Aufsteiger nach Elversberg, und da war ich schon davon ausgegangen, dass wir mit drei Punkten wieder nach Hause fahren würden. Aber Fußball und meine Erwartungen sind bekanntlich zwei Dinge, die nicht immer besonders harmonisch miteinander umgehen.

Dabei begann der Tag ausgesprochen entspannt. Gegen sieben Uhr war ich tatsächlich schon einmal wach und hatte kurz überlegt, einfach aufzustehen. Dann kam allerdings der Gedanke: Es ist Samstag, warum sollte ich das tun? Also habe ich mich noch einmal umgedreht und versucht weiterzuschlafen. Dieser Versuch war ausgesprochen erfolgreich. Als ich das nächste Mal ernsthaft auf die Uhr geschaut habe, war es plötzlich 10:30 Uhr. Aus „noch ein bisschen schlafen“ waren also mal eben dreieinhalb Stunden geworden. Aber nach den vielen Reisen und Terminen der vergangenen Wochen darf das auch einmal sein.

Danach haben wir erst einmal in aller Ruhe schön gefrühstückt. Anschließend wollte ich wenigstens noch etwas für die Fitness tun. Das Wetter beziehungsweise meine Motivation führten mich heute allerdings nicht auf die übliche Runde um Unterbacher See und Elbsee, sondern ins Gästezimmer. Dort habe ich mich für eine Stunde auf den Hometrainer gesetzt und ordentlich Fahrrad gefahren. Nicht ganz so abwechslungsreich wie draußen, aber immerhin effektiv – und Stau gibt es im Gästezimmer normalerweise auch keinen.

Nebenbei beziehungsweise danach habe ich noch das eine oder andere erledigt, bevor der sportliche Höhepunkt des Tages anstand. Zumindest hatte ich gedacht, dass es ein Höhepunkt werden würde.

Bayer 04 in Elversberg.

Was dann passierte, war allerdings eher geeignet, die gerade aufgebaute Wochenendstimmung gründlich zu beschädigen. Bis zur 70. Minute lag Bayer völlig verdient mit 0:3 zurück. Beim Aufsteiger. Am ersten Spieltag. Das muss man erst einmal schaffen. Immerhin kam die Mannschaft anschließend noch einmal zurück und machte aus dem 0:3 ein 2:3. Für ein paar Minuten konnte man sogar wieder hoffen, dass vielleicht doch noch irgendwie ein Punkt herausspringt.

Aber am Ende blieb es beim 2:3.

Und Niederlage ist nun einmal Niederlage. Ob man vorher 0:1 oder 0:3 zurückgelegen hat, interessiert in der Tabelle niemanden. Der Bundesliga-Auftakt ist damit gründlich misslungen, und meine Stimmung hat entsprechend einen kleinen Dämpfer bekommen. Nach all der Vorfreude auf die neue Saison hatte ich mir den ersten Spieltag definitiv anders vorgestellt.

Aber gut: Es ist genau ein Spiel gespielt. Noch bleiben genügend Möglichkeiten, es besser zu machen. Sehr viele sogar.

Jetzt schauen wir erst einmal, was es gleich zum Abendessen gibt. Danach wird der Abend hoffentlich deutlich entspannter als die 90 Minuten in Elversberg. Fußball ist schließlich wichtig – aber glücklicherweise nicht wichtig genug, um mir den ganzen Samstag zu verderben.

Ein leckeres Abendessen könnte jedenfalls schon erheblich zur Rehabilitation dieses Tages beitragen.

Freitag, 28. August 2026

28.8.2026: Ausschlafen, Bayer und endlich wieder richtiges Internet

Heute Morgen habe ich erst einmal richtig ausgeschlafen. Nach den beiden Tagen in Hamburg, der Konferenz, der Abendveranstaltung und natürlich der obligatorischen Rückreise mit kleinen Überraschungen der Deutschen Bahn war das auch dringend nötig. Kein Wecker, kein Zug, kein Termin am frühen Morgen – einfach liegen bleiben, bis der Körper der Meinung war, dass der Tag jetzt beginnen könnte.

Nach dem Frühstück wurde es dann zunächst einmal sportlich, allerdings nur vor dem Bildschirm. Ich habe mir die Pressekonferenz von Bayer 04 vor dem morgigen Spiel gegen Elversberg angeschaut. Schließlich muss man wissen, wie die Lage vor dem nächsten Bundesligaspiel aussieht und was Trainer und Mannschaft zu erzählen haben. Die Saison nimmt langsam richtig Fahrt auf, und natürlich bin ich gespannt, wie sich Bayer morgen schlägt.

Direkt anschließend ging es mit Fußball weiter. Die Europa-League-Auslosung stand auf dem Programm, und auch die musste natürlich verfolgt werden. Solche Auslosungen haben ja immer etwas Eigenartiges: Eigentlich passiert minutenlang relativ wenig, trotzdem sitzt man davor und wartet gespannt darauf, welcher Name als Nächstes aus irgendeiner Kugel gezogen wird. Am Ende kennt man jedenfalls die kommenden europäischen Aufgaben und kann schon einmal anfangen, über mögliche Reisen und Ergebnisse nachzudenken.

Nach so viel passivem Sport war anschließend eine meiner bewährten Disziplinen an der Reihe: Mittagsschlaf. Den habe ich mir heute ganz bewusst gegönnt. Nach den vergangenen Wochen mit Frachtschiffreise, Grevenmacher, Hamburg und vielen Terminen war ein ruhiger Tag genau das Richtige.

Am Nachmittag wartete dann allerdings noch ein größeres Projekt auf mich. Nachdem unser Internet nach dem Ausfall seit dem 11. August endlich wieder funktioniert, musste ich erst einmal all die Dinge nachholen, die in den vergangenen Wochen liegen geblieben waren. Es ist schon erstaunlich, was sich in gut zwei Wochen ansammelt, wenn zu Hause die normale Internetverbindung fehlt. Updates, Synchronisationen, Dateien, Geräte und Programme – gefühlt wollte heute alles gleichzeitig wieder Kontakt zur digitalen Außenwelt aufnehmen.

Also habe ich mich Stück für Stück durch den entstandenen Rückstau gearbeitet und versucht, meine technische Welt wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Nach den ganzen mobilen Hotspots und Extradaten der vergangenen Wochen fühlt sich ein funktionierendes WLAN plötzlich fast wie Luxus an.

Damit war der heutige Tag genau richtig: ausschlafen, Fußball schauen, Mittagsschlaf halten und anschließend den digitalen Reparaturstau der vergangenen Wochen abarbeiten. Kein Koffer musste gepackt werden, kein Zug erreicht und kein Containerterminal gefunden werden.

Und das Beste: Wenn heute Abend irgendein Gerät ein Update herunterladen möchte, darf es das einfach tun. Über WLAN.

Manchmal sind es wirklich die kleinen Dinge, die glücklich machen.

Donnerstag, 27. August 2026

27.8.2026: Das Internet lebt wieder – nur die Deutsche Bahn bleibt sich treu

Heute stand Tag zwei meiner Investmentkonferenz in Hamburg auf dem Programm. Gestern Abend war es bei der Abendveranstaltung erwartungsgemäß etwas später geworden. Aber es war wie eigentlich immer bei solchen Gelegenheiten ausgesprochen nett. Viele gute Gespräche, bekannte Gesichter und eine entspannte Atmosphäre – da schaut man eben nicht ständig auf die Uhr.

Nach dem Frühstück im Hotel wartete dann allerdings die eigentliche Sensation des Tages auf mich. Ich bekam die Nachricht, dass unser Internet zu Hause wieder funktionieren würde. Nach dem Ausfall seit dem 11. August klang das fast zu schön, um wahr zu sein. Deshalb habe ich sicherheitshalber erst einmal Kerstin angerufen und gefragt, ob es tatsächlich stimmt.

Und tatsächlich: Es funktioniert wieder!

Nach mehr als zwei Wochen mit mobilen Daten, Hotspots und allen möglichen Notlösungen ist das fast schon ein kleines technisches Wunder. Man merkt erst, wie selbstverständlich WLAN inzwischen zum Alltag gehört, wenn es plötzlich für mehr als zwei Wochen nicht mehr vorhanden ist.

Danach ging es wieder zur Konferenz. Der Tag war mit zahlreichen Meetings gut gefüllt, und ich habe viele Gespräche geführt. Mittags habe ich mich beim Essen allerdings bewusst etwas zurückgehalten. Schließlich hatte ich für den Abend bereits einen deutlich attraktiveren Plan: Auf dem Heimweg wollte ich in Solingen Döner mitbringen. Man muss schließlich Prioritäten setzen.

Zum Bahnhof in Hamburg kam ich pünktlich und zunächst sah alles danach aus, als könnte die Heimreise tatsächlich einmal ohne größere Bahn-Geschichte funktionieren. Dann schloss allerdings eine Tür des Zuges nicht richtig, sodass wir ungefähr zehn Minuten später losfuhren.

Bis Münster hatten wir diese Verspätung erstaunlicherweise wieder aufgeholt. Ich hätte es besser wissen müssen, als mich darüber zu freuen.

In Münster begann nämlich das große Fahrradtheater. Drei Fahrgäste wollten mit ihren Fahrrädern aussteigen, zwei andere wollten mit ihren Fahrrädern hinein. Eigentlich eine Aufgabe, die sich mit etwas gutem Willen in überschaubarer Zeit lösen lassen sollte. Stattdessen passierte minutenlang erstaunlich wenig. Irgendwann hatte der Zugchef offenbar genug und schloss die Türen.

Das wiederum fanden einige der beteiligten Damen weniger überzeugend – und zogen kurzerhand die Notbremse.

Damit war die mühsam aufgeholte Verspätung natürlich sofort wieder da. Aus dem kurzen Fahrradchaos wurden weitere 15 Minuten, und als ich schließlich in Solingen ankam, waren es wieder rund 25 Minuten Verspätung. Irgendwie schafft es die Deutsche Bahn zuverlässig, selbst aus einer zunächst pünktlichen Fahrt noch eine kleine Geschichte für mein Tagebuch zu produzieren.

Immerhin wartete anschließend die geplante Belohnung. Ich habe den Döner geholt, bin nach Hause gefahren und wir haben richtig lecker gegessen. Danach wurde der Koffer ausgepackt – inzwischen eine Tätigkeit, in der ich angesichts meiner vielen Reisen der vergangenen Wochen fast professionelle Routine entwickelt habe.

Jetzt beginnt allerdings ein ganz anderes Projekt. Nachdem das Internet endlich wieder funktioniert, müssen sämtliche Geräte wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Computer, Tablets und was sonst noch alles in den vergangenen zwei Wochen nur eingeschränkt aktualisiert werden konnte, dürfen sich jetzt wieder nach Herzenslust mit dem Internet verbinden und ihre Updates herunterladen.

Damit endet ein langer, aber guter Konferenztag. Hamburg war interessant, die Abendveranstaltung schön, das Internet funktioniert wieder und der Döner hat geschmeckt.

Nur bei der Deutschen Bahn ist weiterhin alles beim Alten.

Und irgendwie beruhigt einen ja auch ein bisschen, wenn sich wenigstens eine Sache im Leben nicht verändert.

Mittwoch, 26. August 2026

26.8.2026: Mit 75 Minuten Verspätung nach Hamburg – und zu Hause wird endlich gebaggert

Heute Morgen ging es für mich relativ früh los, denn eine Investmentkonferenz in Hamburg stand auf dem Programm. Wirklich ausgeschlafen war ich allerdings nicht. Ich hatte in der vergangenen Nacht irgendwie schlecht geschlafen und war deshalb schon gegen halb sieben wach und schließlich auch aus dem Bett, obwohl mein Zug eigentlich erst gegen halb neun fahren sollte. Immerhin hatte ich dadurch morgens keinen Stress und konnte mich in aller Ruhe auf den Weg machen.

Die Betonung lag allerdings auf „eigentlich“. Denn aus der geplanten Abfahrt gegen halb neun wurde erst einmal Viertel vor neun. Damit hatte die Deutsche Bahn schon früh deutlich gemacht, dass sie auch heute gerne ein aktiver Bestandteil meines Tagebuchs sein wollte. Unterwegs wurde es dann noch etwas abwechslungsreicher. Irgendwo zwischen Bremen und Hamburg standen wir wegen einer Weichenstörung längere Zeit auf der Strecke herum. Am Ende summierte sich die Verspätung auf rund 75 Minuten. Nach meiner Frachtschiffreise bin ich bei verspäteten Abfahrts- und Ankunftszeiten allerdings inzwischen ziemlich gut trainiert. Ob Containerfrachter oder Deutsche Bahn – ein Fahrplan scheint manchmal eher eine grobe Idee für den Tagesablauf zu sein.

Irgendwann bin ich dann aber doch in Hamburg angekommen. Zunächst ging es ins Hotel, wo ich eingecheckt und meine Sachen abgestellt habe. Danach machte ich mich direkt auf den Weg zur Investmentkonferenz. Dort habe ich mir einige Meetings und Präsentationen angesehen und vor allem viele Leute getroffen. Genau das ist für mich ohnehin einer der wichtigsten Aspekte solcher Veranstaltungen. Natürlich sind die Vorträge interessant, aber mindestens genauso wertvoll sind die Gespräche dazwischen, wenn man alte Bekannte trifft, neue Kontakte knüpft und sich über die unterschiedlichsten Themen austauscht.

Jetzt steht gleich noch die Abendveranstaltung an. Erfreulicherweise liegt die Location nicht irgendwo am anderen Ende Hamburgs. Google Maps zeigt gerade einmal rund 600 Meter Fußweg bis zum Pelicano an. Das ist perfekt. Ich kann gemütlich hinlaufen und habe gleichzeitig einen entscheidenden strategischen Vorteil: Wenn ich irgendwann genug von der Veranstaltung habe, kann ich mich relativ unkompliziert wieder abseilen. Kein Taxi organisieren, keine lange Fahrt durch Hamburg – einfach 600 Meter zurück zum Hotel. So gefällt mir Veranstaltungsplanung.

Fast noch spannender als die Investmentkonferenz ist allerdings eine Nachricht von zu Hause. Seit dem 11. August funktioniert unser Internet nicht mehr, und inzwischen begleitet uns diese Geschichte schon länger, als mir lieb ist. Heute wurde bei uns offenbar endlich gebaggert. Nach all den Tagen des Wartens ist das zumindest ein sichtbares Zeichen dafür, dass tatsächlich irgendetwas passiert.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Leitung beziehungsweise der betroffene Kanal vollständig freigelegt wurde und Vodafone erneut vorbeikommen kann, um endlich festzustellen, wo der Schaden tatsächlich liegt. Nach mehr als zwei Wochen ohne funktionierendes Festnetz-Internet wäre das langsam eine echte Errungenschaft.

Vielleicht passiert also morgen das kleine Wunder: Ich komme aus Hamburg nach Hause, öffne die Tür und das WLAN funktioniert wieder. Nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen wäre ich allerdings schon zufrieden, wenn zumindest jemand genau weiß, welches Kabel eigentlich kaputt ist.

Für heute heißt es jetzt erst einmal: Rechner zu und ab zur Abendveranstaltung. 600 Meter Fußweg, ein paar interessante Gespräche, wahrscheinlich etwas zu essen und zu trinken – und wenn es reicht, sind es glücklicherweise auch nur wieder 600 Meter zurück.

Nach 75 Minuten Bahnverspätung habe ich mir zumindest einen Abend ohne weitere Weichenstörung verdient.

Dienstag, 25. August 2026

25.8.2026: Der Balkonschrank ist besiegt – und das Altglas musste dafür büßen

Heute Morgen ging es gegen neun Uhr raus aus den Federn. Und immerhin konnte ich mit einem kleinen Erfolgserlebnis vom Vorabend in den Tag starten: Wir haben die widerspenstige Leiste am Balkonschrank gestern tatsächlich noch hinbekommen. Der Balkonschrank hatte sich lange gewehrt, aber am Ende stand es dann doch 1:1 – oder eigentlich sogar 2:1 für uns, denn jetzt funktioniert wieder alles.

Die Aufräumaktion hatte allerdings Folgen. Beim Ausräumen des Schranks waren gestern jede Menge alte Getränke beziehungsweise Flaschen zum Vorschein gekommen, von denen einiges definitiv nicht mehr benötigt wurde. Nach einem kurzen Frühstück bestand meine erste Aufgabe deshalb darin, das angesammelte Altglas wegzubringen. Irgendwann muss man sich schließlich von den Dingen trennen, die jahrelang im hintersten Winkel eines Schranks darauf warten, vielleicht doch noch einmal gebraucht zu werden. Bei alten Getränkeflaschen ist diese Wahrscheinlichkeit allerdings überschaubar.

Wieder zu Hause habe ich meine Sporttasche gepackt und mich auf den Weg ins Fitnessstudio gemacht. Nach den vielen Stunden am Schreibtisch in den vergangenen Tagen tat die Bewegung richtig gut. Ein bisschen Sport gehört für mich inzwischen einfach dazu, und hinterher bin ich jedes Mal froh, dass ich mich aufgerafft habe.

Nach der Rückkehr habe ich mir dann ganz bewusst eine kleine Auszeit gegönnt. Einfach hinlegen, ein wenig abschalten und vermutlich den einen oder anderen Podcast hören – inzwischen fast schon ein fester Bestandteil meines Tagesprogramms.

Danach wurde es noch einmal etwas produktiver. Ich habe einige geschäftliche Dinge erledigt und damit zumindest ein paar Punkte von der weiterhin gut gefüllten To-do-Liste streichen können. Nach den vergangenen Bürotagen und Meetings gibt es davon schließlich weiterhin ausreichend.

Jetzt ist aber Feierabend. Der Balkonschrank funktioniert, das Altglas ist weg, Sport ist erledigt und auch geschäftlich habe ich noch etwas geschafft.

Und zur Belohnung gibt es heute Abend Hähnchen.

Manchmal braucht ein erfolgreicher Tag eben keine großen Höhepunkte. Ein reparierter Balkonschrank, ein leerer Altglasbestand und ein leckeres Abendessen reichen völlig aus.

Montag, 24. August 2026

24.8.2026: Podcast fertig, Balkonschrank 1:0 – aber das Spiel läuft noch

Heute ging es für meine Verhältnisse einigermaßen früh aus den Federn. Der Grund war ein fester Termin: Um 10 Uhr stand eine Podcast-Aufnahme auf dem Programm. Vorher musste ich mich natürlich noch ein wenig vorbereiten, die Themen durchgehen und dafür sorgen, dass ich zum Start der Aufnahme zumindest geistig vollständig anwesend war.

Die Aufnahme selbst hat gut funktioniert. Danach war die Arbeit allerdings noch lange nicht beendet. Ich habe den Podcast direkt geschnitten, optimiert und fertiggestellt. Damit ist das Thema für heute erfreulicherweise komplett erledigt und wir können die neue Folge morgen Nachmittag veröffentlichen. Genau so mag ich solche Projekte: aufnehmen, bearbeiten, fertigstellen, Haken dran.

Damit hätte der Tag eigentlich ausgesprochen produktiv weitergehen können. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne mein heutiges Großprojekt gemacht: den Balkonschrank.

Dort war die Mittelschiene verrutscht. Eigentlich klingt das nach einer überschaubaren Reparatur. Schiene wieder an die richtige Stelle bringen, festschrauben, fertig. Zumindest in meiner theoretischen Vorstellung.

In der Praxis entwickelte sich daraus allerdings eine dieser Reparaturen, bei denen man nach einiger Zeit nicht mehr weiß, ob man gerade einen Schrank repariert oder versucht, ein bislang unbekanntes technisches Prinzip zu entschlüsseln. Egal, was ich probierte, die Schiene wollte einfach nicht so sitzen, wie sie sollte.

Irgendwann kam ich zu dem Schluss, dass wahrscheinlich die Schrauben das Problem sein könnten. Also ab zu OBI und neue Schrauben besorgt. Mit frischem Material und neuem Optimismus ging es zurück an den Balkonschrank. Das Ergebnis war allerdings ernüchternd: Auch mit den neuen Schrauben funktionierte es nicht.

Damit steht es nach dem heutigen Nachmittag eindeutig Balkonschrank gegen mich 1:0.

Kerstin hat inzwischen unseren Nachbarn gefragt, ob er sich das Ganze einmal anschauen kann. Er will heute Abend vorbeikommen. Vielleicht sieht er innerhalb von drei Minuten das Problem, an dem ich mich heute gefühlt stundenlang abgearbeitet habe. Das wäre zwar ein wenig demütigend, aber inzwischen wäre mir ein funktionierender Balkonschrank deutlich wichtiger als mein handwerklicher Stolz.

So war der heutige Tag eine interessante Mischung aus Erfolg und Niederlage. Der Podcast ist aufgenommen, geschnitten und bereit zur Veröffentlichung. Beim Balkonschrank sieht die Bilanz dagegen etwas weniger überzeugend aus.

Aber noch ist der Tag nicht vorbei. Heute Abend kommt schließlich Verstärkung.

Vielleicht steht es danach ja doch noch 1:1.

Sonntag, 23. August 2026

23.8.2026: Sonntagsidylle mit Steuererklärung als Endgegner

Sonntag heißt für mich zunächst einmal: ausschlafen. Nach den vergangenen Tagen gab es heute Morgen keinen Grund, früh aus dem Bett zu springen, und entsprechend gemütlich begann der Tag. Danach stand ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück auf dem Programm. Genau so muss ein Sonntag starten – ohne Hektik, ohne Termine und vor allem zunächst einmal ohne Finanzamt.

Nach dem Frühstück habe ich das gute Wetter genutzt und mich direkt aufs Fahrrad geschwungen. Natürlich ging es wieder auf meine übliche Runde um den Unterbacher See und den Elbsee. Die Strecke gehört inzwischen so fest zu meinem Wochenendprogramm, dass mein Fahrrad vermutlich auch ohne mich wüsste, wo es langgeht. Das Wetter spielte ebenfalls mit, und so waren die gut 20 Kilometer genau der richtige Ausgleich zum vielen Sitzen am Schreibtisch.

Wieder zu Hause folgte der zweite obligatorische Bestandteil eines gelungenen Sonntags: Mittagsschlaf. Ausnahmsweise blieb es heute tatsächlich bei ungefähr einer Stunde. Einfach hinlegen, abschalten und ein wenig schlafen – anschließend sieht die Welt meistens schon wieder deutlich freundlicher aus.

Danach gab es erst einmal einen Kaffee. Schließlich musste ich mich mental auf den weniger erholsamen Teil des Sonntags vorbereiten. Denn jetzt wartet wieder die Steuererklärung meines Vaters für 2023 auf mich.

Gestern habe ich bereits ungefähr fünf Stunden damit verbracht, mich durch Zahlen, Unterlagen und Formulare zu arbeiten. Heute soll nun endgültig Schluss damit sein. Das große Ziel lautet deshalb: finalisieren. Keine neuen Baustellen entdecken, keine weiteren fünf Stunden mit irgendwelchen Belegen verbringen und möglichst nicht an irgendeiner Stelle feststellen, dass noch ein Dokument fehlt.

Eigentlich ist die Kombination schon ein wenig absurd: ausschlafen, gemütlich frühstücken, bei schönem Wetter Fahrrad fahren, Mittagsschlaf halten, Kaffee trinken – und dann freiwillig eine Steuererklärung öffnen. Mehr kann man einen entspannten Sonntag vermutlich kaum sabotieren.

Aber wenn ich sie heute tatsächlich fertig bekomme, ist wieder ein großer Punkt erledigt. Und genau das ist die Motivation für die nächsten Stunden.

Also: Kaffee ausgetrunken, Unterlagen auf den Tisch und Rechner an. Jetzt wird diese Steuererklärung finalisiert.

Und danach ist wirklich Sonntag.

29.8.2026: Ein Samstag, bei dem Bayer 04 die Stimmung gleich mit verlor

Den heutigen Tag hatte ich mir ehrlich gesagt ein bisschen anders vorgestellt. Eigentlich sollte es ein gemütlicher Samstag werden, gekrönt ...