Donnerstag, 8. Oktober 2026

8.10.2026: Wenig Termine, viel Bewegung – und ein bisschen gepflegtes Nichtstun

Heute war endlich mal wieder einer dieser Tage, an denen mein Terminkalender erfreulich wenig von mir wollte. Ein ziemlich angenehmer Zustand, an den ich mich durchaus gewöhnen könnte. Nach dem Aufstehen habe ich deshalb spontan beschlossen, erst einmal ins Sportstudio zu fahren. Eine halbe Stunde auf dem Fahrrad, anschließend noch meine Übungen an verschiedenen Geräten – damit war das sportliche Pflichtprogramm schon einmal ordentlich erledigt.

Wieder zu Hause habe ich mir dann ganz bewusst eine kleine Auszeit gegönnt. Oder, um es weniger vornehm auszudrücken: Ich habe ein bisschen gegammelt. Ein paar Podcasts gehört, entspannt und einfach mal nichts besonders Produktives gemacht. Das muss schließlich auch erlaubt sein. Vor allem, wenn man vorher schon im Sportstudio war und sich damit das gute Gewissen praktisch erarbeitet hat.

Am Nachmittag werde ich mich dann wieder den üblichen Themen widmen. Die Erbschaftsabwicklung wartet nach wie vor auf weitere Aufmerksamkeit, einige Mails wollen beantwortet und Termine koordiniert werden. Nichts, was heute für große Aufregung sorgen dürfte, aber genug, damit der Schreibtisch nicht völlig in Vergessenheit gerät.

Morgen sieht die Sache allerdings schon wieder anders aus. Dann geht es früh nach Essen zur Mitgliederversammlung des Investor-Relations-Verbands. Mittags halte ich dort gemeinsam mit Oliver einen Vortrag. Darauf freue ich mich durchaus, auch wenn damit das gemütliche Tagesprogramm von heute erst einmal wieder Geschichte ist. Aber der Vortrag ist vorbereitet, und das werden wir schon vernünftig über die Bühne bringen.

Bis dahin genieße ich die Ruhe. Morgen darf mein Kalender wieder das Kommando übernehmen.

Mittwoch, 7. Oktober 2026

7.10.2026: Revision vorbereitet, Seen umrundet – jetzt übernimmt Ted Lasso

Heute musste ich für meine derzeitigen Verhältnisse tatsächlich etwas früher aufstehen. Um kurz nach zehn war ich mit meinem Chef in Düsseldorf verabredet – also nichts mit gemütlichem Vormittag und der Frage, ob ich vielleicht noch einen zweiten Kaffee brauche.

Wir haben uns in einem Coworking-Space getroffen, um die anstehende Prüfung der Internen Revision detailliert vorzubereiten. Klingt zunächst nach einem Termin, bei dem man sich auch problemlos mehrere Stunden im Klein-Klein verlieren könnte. War aber erfreulich konstruktiv. Wir sind die wichtigen Punkte durchgegangen, haben offene Themen sortiert und ziemlich klar festgelegt, was noch zu tun ist. Genau so mag ich solche Termine: konzentriert arbeiten und hinterher tatsächlich das Gefühl haben, weitergekommen zu sein.

Kurz nach eins war ich schon wieder zu Hause. Dort habe ich zunächst ein paar Mails beantwortet und Termine koordiniert. Mein Kalender braucht schließlich regelmäßige Pflege, damit sich nicht versehentlich irgendwo eine freie Stelle bildet.

Danach habe ich den Rechner aber erst einmal Rechner sein lassen. Das Wetter war einfach zu gut, um den ganzen Nachmittag davorzusitzen. Also rauf aufs Fahrrad und meine Runde um Unterbacher See und Elbsee gedreht. Nach dem Vormittag mit Interner Revision war das genau der richtige Gegenpol: frische Luft, Bewegung und für eine Weile keine Prüfung, keine Mails und keine Termine.

Jetzt stehen nur noch ein paar kurze dienstliche Dinge an. Die werden erledigt, dann wird der PC konsequent ausgeschaltet.

Heute Abend gehört nämlich Ted Lasso. Die neuesten und gleichzeitig letzten Folgen warten auf uns, und die haben gegenüber der Internen Revision einen entscheidenden Vorteil: Dafür muss ich garantiert nichts vorbereiten.

Hoffentlich gibt es hinterher auch keine Hausaufgaben.

Dienstag, 6. Oktober 2026

6.10.2026: 100 Prozent Schlaf – und schon ist der Urlaub endgültig vorbei

Heute Morgen gab es erst einmal eine kleine Sensation: 100 Prozent Schlafqualität. Nach einer Woche Irland mit frühen Busabfahrten und Hotelbetten wusste mein Körper offenbar ziemlich genau, was er von der ersten Nacht zu Hause erwartete. Ausschlafen. Gründlich. Meine Schlaf-App war restlos begeistert – und ich ausnahmsweise auch.

Nach dem Frühstück war es mit dem Urlaubsgefühl allerdings schnell vorbei. Zunächst habe ich meine Reiseplanung für die nächsten Tage geändert. Morgen treffe ich meinen Chef jetzt in Düsseldorf, dafür habe ich Luxemburg für diese Woche komplett gestrichen. Ganz entkomme ich Grevenmacher natürlich nicht: Nächste Woche fahre ich dafür einen Tag länger hin, um mich vernünftig auf die anstehende Revision vorzubereiten. Mein Koffer bekommt damit wenigstens ein paar Tage Pause.

Danach wartete der Rechner. Eine Woche Irland hatte einen ordentlichen Stapel Mails und Aufgaben hinterlassen, also hieß es lesen, beantworten, sortieren und abarbeiten. Zwischendurch noch ein Videocall mit PwC, danach weiter durch den digitalen Rückstau. Mein Posteingang hatte offensichtlich keinen Urlaub gemacht.

Irgendwann bin ich noch einkaufen gefahren und habe die letzten Dinge erledigt, die nach einer Woche Abwesenheit ebenfalls aufgelaufen waren. Jetzt ist aber Schluss. Der PC wird ausgeschaltet.

Und auf das Abendessen freue ich mich heute ganz besonders. Nach einer Woche Busreise und Hotelessen gibt es einfach Nudeln. Keine Speisekarte, kein festgelegter Treffpunkt, kein gemeinsames Abendessen mit der Reisegruppe.

Nur Kerstin, ich und ein Teller Nudeln. Manchmal ist genau das Luxus.

Montag, 5. Oktober 2026

5.10.2026: Irland, Tag 8 – Koffer da, wir da, AirPods weg

Heute hieß es Abschied nehmen von Irland. Nach einer Woche mit frühen Frühstückszeiten, festen Abfahrten und ziemlich viel Bus durften Kerstin und ich es am letzten Morgen tatsächlich etwas ruhiger angehen lassen. Wir haben später gefrühstückt und mussten ausnahmsweise nicht ständig auf die Uhr schauen, weil irgendwo schon wieder ein Reisebus auf uns wartete.

Da unser Transfer erst am Nachmittag ging, blieb anschließend sogar noch Zeit für einen schönen Spaziergang durch Dublin. Das fand ich als Abschluss richtig angenehm. Keine große Besichtigung mehr, kein festes Programm, sondern einfach noch einmal durch die Stadt laufen und ein bisschen Dublin mitnehmen, bevor es zurück nach Hause ging.

Gegen 14 Uhr wurden wir zum Flughafen gebracht. Dort lief ebenfalls alles erfreulich problemlos, und unser Flug um 17.30 Uhr startete superpünktlich. Nach einer Woche Rundreise weiß man solche kleinen Dinge plötzlich sehr zu schätzen. Vor allem dann, wenn man einfach nur noch nach Hause möchte.

Auch in Düsseldorf lief es fast verdächtig perfekt. Die Koffer kamen schnell, wir erwischten direkt den SkyTrain, anschließend die S-Bahn und dann auch noch den Bus. So waren wir tatsächlich schon gegen 21.30 Uhr wieder zu Hause.

Die Koffer sind inzwischen ausgepackt und damit ist unsere Irland-Rundreise endgültig beendet. Einen kleinen Verlust gab es allerdings doch noch: Meine AirPods habe ich gestern offenbar im Bus verloren.

Wir sind also komplett zurückgekommen – meine Technik leider nicht.

Sonntag, 4. Oktober 2026

4.10.2026: Irland, Tag 7 – letzter Bus, letzter Abend und noch lange kein letztes Bier

Heute war tatsächlich schon der fast letzte Tag unserer Irland-Rundreise. Irgendwie erstaunlich, wie schnell diese Woche vergangen ist. Gerade erst sind wir in Dublin angekommen und haben 90 Minuten auf den Rest unserer Reisegruppe gewartet – und jetzt sind wir schon wieder zurück in der Stadt und denken langsam an den Rückflug.

Heute Morgen ging es zunächst von Cork aus weiter. Auf dem Weg stand noch die Besichtigung eines Schlosses auf dem Programm. Davon haben wir in den vergangenen Tagen inzwischen einige gesehen, aber irgendwie gehört ein ordentliches Schloss zu einer Irland-Rundreise eben genauso dazu wie grüne Landschaften, Regen und ein Pub am Abend.

Mittags bekamen wir dann in Kilkenny drei Stunden „Auslauf“. Nach mehreren Tagen mit festen Abfahrtszeiten und Busprogramm war das richtig angenehm. Einfach auf eigene Faust durch die Stadt laufen, schauen, wo man gerade Lust hat abzubiegen, und dabei nicht ständig überlegen, wann der Bus wieder weiterfährt. Kilkenny hat uns richtig gut gefallen – eine schöne Stadt und für mich noch einmal ein gelungener Stopp zum Ende unserer Rundreise.

Inzwischen sind wir wieder in Dublin und damit dort angekommen, wo vor einer Woche alles begonnen hat. Heute Abend gibt es kein gemeinsames Pflichtprogramm mehr, sondern freie Verfügung. Kerstin und ich werden gleich noch einmal Richtung Altstadt losziehen, ein bisschen durch Dublin laufen und uns etwas Irisches zum Essen suchen. Und anschließend dürfte Murray’s noch gute Chancen auf unseren Besuch haben. Ein Bier zum Abschluss der Rundreise muss schließlich drin sein. Vielleicht auch zwei – morgen dürfen wir ausschlafen.

Und das ist nach dieser Woche fast schon die beste Nachricht überhaupt. Erst um elf Uhr müssen wir auschecken, und der Transfer zum Flughafen geht sogar erst um 14.15 Uhr. Kein Wecker um halb sieben, keine Busabfahrt um acht und kein hektisches Frühstück.

Heute Abend gehört Dublin also noch einmal uns.

Und wenn irgendwo irische Musik läuft und ein Guinness vor mir steht, werde ich ganz sicher noch nicht darüber nachdenken, dass morgen der Flieger nach Hause geht.

Samstag, 3. Oktober 2026

3.10.2026: Irland, Tag 6 – Einmal rund um den Ring of Kerry

Heute stand mit dem Ring of Kerry noch einmal ein echtes Highlight unserer Irland-Rundreise auf dem Programm. Und diesmal zeigte sich Irland deutlich freundlicher als gestern. Nachdem wir auf der Dingle-Tour noch gründlich durchgeweicht worden waren, konnten die Regenklamotten heute zumindest etwas entspannter bleiben.

Die Rundfahrt war richtig klasse. Immer wieder diese typisch irische Landschaft, Küste, Berge, kleine Orte und zwischendurch Ausblicke, bei denen der Busfahrer eigentlich permanent hätte anhalten können. Zum Glück gab es reichlich Fotostopps, sodass wir nicht alles nur durch die Busscheibe betrachten mussten. Dazu kamen vernünftige Pausen, und genau diese Mischung machte den Tag angenehm: viel gesehen, aber nicht das Gefühl gehabt, ständig nur von einem Programmpunkt zum nächsten gehetzt zu werden.

Nach den vielen Tagen im Bus merkt man inzwischen ohnehin, dass sich eine gewisse Rundreise-Routine eingestellt hat. Aussteigen, schauen, fotografieren, wieder einsteigen – und möglichst darauf achten, dass Kerstin und ich am Ende auch im richtigen Bus sitzen. Bislang funktioniert das erstaunlich gut.

Am späten Nachmittag hieß es dann Abschied nehmen von der Gegend um Killarney. Wir fuhren weiter nach Cork, wo wir heute Nacht bleiben. Unser Hotel liegt allerdings etwas außerhalb direkt am Flughafen. Für einen ausführlichen Stadtbummel ist das natürlich nicht die ideale Lage, aber nach einem ganzen Tag Ring of Kerry stört mich das überhaupt nicht. Wir haben heute genug gesehen und genügend Kilometer gesammelt.

Jetzt heißt es erst einmal ankommen und den Abend ruhig ausklingen lassen. Morgen wartet schon die nächste und gleichzeitig letzte größere Etappe unserer Rundreise: Es geht zurück nach Dublin.

Langsam schließt sich also der Kreis.

Nur mein Handy dürfte nach den ganzen Fotostopps inzwischen hoffen, dass der Ring of Kerry wirklich nur einmal umrundet wird.

Freitag, 2. Oktober 2026

2.10.2026: Irland, Tag 5 – Dingle, Dauerregen und einmal komplett trockenlegen

Heute hat Irland beschlossen, uns einmal zu zeigen, warum die Insel so wunderbar grün ist. Irgendwo muss das ganze Wasser schließlich herkommen.

Am Morgen starteten wir noch ganz entspannt in Killarney. Zunächst standen Schloss und Schlossgarten auf unserem Programm. Also wieder ein bisschen irische Geschichte, schöne Anlagen und die Hoffnung, dass das Wetter halbwegs mitspielen würde. Diese Hoffnung hielt allerdings nicht den ganzen Tag.

Anschließend ging es weiter nach Dingle. Ein wirklich schöner Ort – zumindest das, was man durch Regentropfen erkennen konnte. Wir hatten dort Zeit, uns ein wenig umzusehen, aber als es gegen 14 Uhr wieder zum Bus ging, bot unsere Reisegruppe ein ziemlich einheitliches Bild: Alle waren klitschnass. Nicht ein bisschen feucht, nicht „die Jacke hat etwas abbekommen“, sondern richtig nass. Irland hatte gewonnen.

Immerhin saßen wir danach wieder im trockenen Bus. Von Dingle aus ging es auf einer Rundfahrt weiter an der Küste entlang. Trotz des Wetters war die Landschaft wieder beeindruckend. Gerade diese raue Küste gehört für mich inzwischen zu den schönsten Eindrücken unserer Reise. Natürlich wäre ein bisschen Sonne nett gewesen, aber vermutlich würde die Gegend dann auch nur halb so irisch aussehen.

Kurz vor halb sechs waren wir wieder im Hotel. Mein erster Gedanke galt diesmal weder dem Abendessen noch einem Getränk, sondern trockenen Sachen. Also raus aus den nassen Klamotten und einmal komplett umziehen. Selten fühlen sich trockene Hose, trockene Socken und ein trockenes Oberteil so luxuriös an.

Um 18 Uhr geht es zum Abendessen und anschließend vermutlich wieder mit einigen aus unserer Reisegruppe in die Bar. Nach diesem Tag haben wir uns ein gemütliches Getränk jedenfalls verdient.

Und falls jemand heute Abend Wasser bestellt, hat er eindeutig nicht aufgepasst.

8.10.2026: Wenig Termine, viel Bewegung – und ein bisschen gepflegtes Nichtstun

Heute war endlich mal wieder einer dieser Tage, an denen mein Terminkalender erfreulich wenig von mir wollte. Ein ziemlich angenehmer Zustan...