Heute war ein ruhiger Urlaubstag, und er hat ausnahmsweise mal im Trockenen begonnen – ich bin morgens wieder Baguette und Croissants holen gegangen, ohne dabei das Gefühl zu haben, ich bräuchte gleich noch Taucherflossen. Danach habe ich schön gefrühstückt und dann spontan entschieden, die trockene Phase direkt auszunutzen: Ich bin noch schnell eine Runde nach Cunit gelaufen, Munzee spielen, ein bisschen Strecke machen, Kopf frei pusten. Das sind genau die Momente, in denen ich im Urlaub am zufriedensten bin: nicht lange planen, einfach die Gelegenheit nehmen, solange das Wetter mitspielt.
Kaum war ich wieder zu Hause, fing es natürlich an zu schütten – Timing wie bestellt. Also Kaffee getrunken, gemütlich gemacht und danach Bayer 04 in Freiburg geguckt. Das Spiel endete 3:3, und ich sage mal so: Das ist okay. Im Urlaub kann ich mit solchen Ergebnissen besser leben, weil ich nicht im Stadion stehe und die letzten Minuten als emotionalen Notfall erlebe. Trotzdem nervt es natürlich ein bisschen, wenn der Ausgleich für Freiburg erst spät fällt – das ist genau diese Sorte Gegentor, die sich anfühlt, als hätte jemand kurz vor Schluss noch einmal an der Stimmung gedreht. Aber insgesamt: viele Tore, kein Totalausfall, und ich kann mich zumindest damit trösten, dass es nicht komplett aus der Hand gelaufen ist.
Adriana war zwischendurch zum Putzen da, was ich immer als stille Superkraft empfinde: Man macht nichts, und trotzdem wird alles besser. Jetzt kochen wir gleich selber etwas Leichtes, und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nachher noch die Netflix-Serie zu Ende gucken. Genau so darf ein Urlaubstag ausklingen: kein Drama, kein Zeitdruck, ein bisschen Fußball, ein bisschen Gemütlichkeit – und am Ende ein Sofa, das ruft: „Nur noch eine Folge.“
Mein humorvolles Tagebuch
Samstag, 7. März 2026
7.3.2026: Trockener Start, nasser Rückweg und ein 3:3, das ich im Urlaub gnädiger bewerte als sonst
Freitag, 6. März 2026
6.3.2026: Unwetter-Frühstück, Hafenfenster und jetzt Netflix plus Buchfabrik im Parallelbetrieb
Heute Morgen war richtig Unwetter, so heftig, dass die Straßen teilweise unter Wasser standen. Und trotzdem bin ich Baguette holen gefahren, weil ich offenbar eine sehr klare Prioritätenliste habe: Erst Frühstück, dann Weltuntergang. Auf dem Weg habe ich wahrscheinlich kurz überlegt, ob ich nicht gleich ein Schlauchboot brauche, und zu Hause war dann klar: Das war keine „ein bisschen feucht“-Aktion, ich war komplett nass und musste mich einmal von oben bis unten umziehen. Das ist immer dieser Moment, in dem ich mich frage, wie man es schafft, bei 400 Metern Strecke so auszusehen, als hätte man eine mehrstündige Atlantiküberquerung hinter sich.
Mittags habe ich schon mal ein paar Apple Podcasts gehört – das ist bei so einem Wetter die perfekte Beschäftigung, weil ich dabei gemütlich im Trockenen sitze und trotzdem das Gefühl habe, mein Kopf bekommt etwas Input. Und dann kam die Gunst der Stunde: Das Wetter riss auf, und wir haben sofort reagiert, wie man es in solchen Situationen tun muss – nicht diskutieren, nicht zögern, einfach raus. Also einen Spaziergang im Hafen gemacht, die Luft eingesammelt, die Stimmung mitgenommen, und bei Paco Kaffee getrunken. Das ist genau dieser kleine Luxus, der sich nach einem Unwetter doppelt gut anfühlt, weil man ihn sich irgendwie erkämpft hat.
Zu Hause habe ich dann wieder relaxt, also den Tag elegant zurück in den Urlaubsmodus überführt. Nach dem Abendessen gibt’s jetzt ein wenig Netflix, und parallel schreibe ich noch ein bisschen an meinen Unnützes-Wissen-Büchern. Ich liebe diese Kombination: ein Auge auf Unterhaltung, ein Auge auf Produktion – quasi Erholung mit Nebenjob, nur dass ich mir den Nebenjob selbst ausgesucht habe und er mir sogar Spaß macht.
Donnerstag, 5. März 2026
5.3.2026: Regen deluxe: Ich fahre 400 Meter Auto, rette das Frühstück und schreibe den Jahresbericht weg
Heute hält der Regen leider weiter an, und ich habe mir einen kleinen Luxus erlaubt, der eigentlich eine Mischung aus Bequemlichkeit und Überlebensstrategie ist: Ich bin im strömenden Regen die 400 Meter zu meiner Lieblingsbäckerei tatsächlich mit dem Auto gefahren. Vierhundert Meter sind normalerweise ein Spaziergang, heute waren sie eher eine Wassersportdisziplin, und ich hatte schlicht keine Lust, schon vor dem ersten Kaffee so auszusehen, als hätte ich einen Tauchkurs absolviert. Also Auto. Punkt. Im Urlaub darf ich das.
Danach habe ich schön gefrühstückt, und das war dann auch genau das Richtige, weil bei dem Wetter an „raus“ wirklich nicht zu denken war. Regen ist ja okay, aber wenn er so konsequent herunterkommt, dass selbst die Palmen aussehen, als würden sie innerlich seufzen, dann gewinnt bei mir das Drinnen-Programm. Langsam scheint der Regen jetzt aber aufzuhören, und ich habe die Zeit sinnvoll genutzt: Ich habe den ersten Teil des Jahresberichts für die Firma fertiggestellt. Das ist so ein typischer Urlaubsmove bei mir: Wenn draußen nichts geht, mache ich drinnen etwas, das mir später den Kopf frei macht. Und es fühlt sich überraschend gut an, wenn so ein Brocken Arbeit weg ist, während ich gleichzeitig noch offiziell im Urlaubsmodus bleibe.
Nebenbei habe ich ein wenig Netflix geguckt, was perfekt dazu passt: erst Pflicht, dann kleine Belohnung, und zwischendurch immer wieder das hoffnungsvolle Prüfen, ob der Himmel schon auf „freundlich“ umgestellt hat. Wenn der Regen wirklich aufhört, fühlt sich der erste kleine Spaziergang danach gleich doppelt gut an – als hätte man sich das Wetter quasi verdient.
Mittwoch, 4. März 2026
4.3.2026: Sturm-Urlaubstag mit Keramik-Ritual, Schnäppchenjagd und Sky in Stellung
Heute ist ein stürmischer Urlaubstag, also genau die Sorte Wetter, bei der ich beim Blick aus dem Fenster sofort weiß: Heute wird kein „Wir schlendern mal eben gemütlich am Meer entlang“, heute wird eher „Wir machen das Beste draus – drinnen“. Nach dem Frühstück haben wir trotzdem unser jährliches Ritual durchgezogen und der Keramikbude in El Vendrell einen Besuch abgestattet. Das gehört bei mir mittlerweile so fest dazu, dass es sich fast wie ein Feiertag anfühlt: einmal gucken, einmal anfassen, einmal kurz überlegen, ob ich wirklich noch eine Schale brauche, die ich dann zu Hause ganz bestimmt nicht nur „für Gäste“ benutze. Diesmal haben wir nicht viel gekauft, weil wir irgendwie schon alles haben – was gleichzeitig beruhigend und ein kleines bisschen enttäuschend ist, weil ich diese Ausrede „Das brauchen wir unbedingt“ eigentlich ganz gern verwende.
Auf dem Rückweg war ich dann noch bei Rossmann und Caprabo und habe ein paar Sonderangebote eingesackt. Das ist im Urlaub meine Variante von Sport: nicht laufen, sondern clever zuschlagen. Und wenn das Wetter eh nicht zum Spazieren einlädt, fühlt sich so eine kleine Schnäppchenrunde sogar richtig sinnvoll an, als hätte ich den Sturm persönlich ausgetrickst.
Weil draußen heute wirklich keine Einladung zum Flanieren ausgesprochen wurde, habe ich mittags einen Mittagsschlaf gemacht – natürlich mit Podcast im Ohr, weil ich selbst beim Ruhen gern so tue, als wäre es eine produktive Maßnahme. Danach Kaffee, damit der Tag nicht komplett in „Sofa und Decke“ versinkt, und jetzt erledige ich noch ein paar Dinge, damit mein Kopf nicht voller offener Tabs bleibt.
Und heute Abend ist ja schon wieder Fußball: Bayer spielt ein Nachholspiel in Hamburg. Ich bin vorbereitet wie ein Profi – das MacBook mit Sky steht schon bereit, als wäre es ein kleiner Fernsehsender nur für mich. Jetzt fehlt nur noch ein überzeugender Auftritt von Bayer, damit der stürmische Tag wenigstens sportlich einen guten Abschluss bekommt.
Dienstag, 3. März 2026
3.3.2026: Urlaub im Grau-Filter: Ich bleibe entspannt, laufe trotzdem los und belohne mich mit Kebab
Ich bin weiter voll im Urlaubsmodus, auch wenn das Wetter heute eher die Sorte „trocken, aber bewölkt“ war – also kein Postkartenhimmel, aber immerhin ohne Regen, der mir den Tag kaputt diskutiert. Nach dem Frühstück bin ich noch mal kurz raus und habe eine Kleinigkeit eingekauft. Das ist im Urlaub irgendwie angenehm, weil es nicht nach Pflicht wirkt, sondern nach „ich statte mein temporäres Zuhause weiter aus“, damit der Alltag hier drin noch gemütlicher läuft.
Am Nachmittag bin ich dann eine Runde Richtung Calafell unterwegs gewesen. Ich mag das total: einfach losgehen, ohne große Planung, ein bisschen Strecke machen, Luft einsammeln, Kopf durchpusten. Bewölkt ist dafür sogar ideal, weil ich nicht ständig zwischen „Schatten suchen“ und „zu warm“ jonglieren muss, sondern einfach entspannt laufen kann.
Wieder zurück habe ich mir einen Kaffee gegönnt, und danach habe ich es richtig ernst gemeint mit dem Runterfahren: Ich habe fast zwei Stunden Podcasts gehört. Das ist für mich mittlerweile die perfekte Urlaubs-Erholung – ich sitze da, höre zu, driftete kurz weg, komme wieder rein, und am Ende fühle ich mich gleichzeitig ausgeruht und geistig gefüttert.
Gleich gehen wir dann Kebab essen. Das Restaurant ist nur ungefähr 1 km entfernt, allerdings auf der anderen Bahnseite – also ein kleines Mini-Abenteuer mit überschaubarem Risiko. Aber ich bin mir sicher: Das schaffen wir. Ein Kilometer ist im Urlaub praktisch „um die Ecke“, und wenn ich dann mit Kebab in der Hand zurücklaufe, fühlt sich der Rückweg sowieso automatisch kürzer an.
Montag, 2. März 2026
2.3.2026: Wolken, Kurzplatz und Kaltwasser-Drama: Urlaub mit Jahresbericht im Nacken
Heute war so ein Tag, der schon morgens klar gemacht hat: Strand wird’s nicht, mein Freund. Bewölkt, 14 Grad, also eher „Jacke-auf-Reißverschluss-zu“-Romantik als „Handtuch-raus-Sonnenbrille-auf“-Programm. Gestern Abend habe ich dann auch noch etwas länger Netflix geguckt, was natürlich wieder einmal zu dieser bewährten wissenschaftlichen Erkenntnis geführt hat: Serienfolgen werden nachts kürzer, der Schlaf aber leider auch. Entsprechend war ich heute später raus, und es war fast Mittag, als wir überhaupt gefrühstückt haben – ich nenne das ab jetzt nicht mehr „spät“, sondern „brunchartig mediterran angepasst“. Danach bin ich eine Runde Golf auf dem Kurzplatz in El Vendrell gespielt, was richtig gut war: frische Luft, ein bisschen Fokus, das beruhigende Geräusch von „Ball trifft Ball“ (oder zumindest das hoffnungsvolle Geräusch von „Ball trifft ungefähr Richtung Ziel“), und insgesamt einfach dieses Gefühl, dass man im Urlaub auch ohne Strand sehr anständig Zeit verbringen kann. Auf dem Rückweg habe ich noch getankt und ein bisschen Kuchen geholt, weil ich finde, Tankstelle und Kuchen sind die beiden Säulen moderner Stabilität: Das Auto läuft weiter und die Laune auch.
Zu Hause kam dann allerdings kurz das kleine Urlaubs-Realitäts-Insert: Das Wasser war nur kalt. Nichts bringt einen so schnell aus dem Urlaubszen in die Gegenwart wie eine Dusche, die plötzlich auf „Nordsee im Februar“ umstellt. Also habe ich direkt die Vermieterin angeschrieben, ihr Bruder kam vorbei und hat das repariert – und ich war ehrlich gesagt ziemlich dankbar, dass das so unkompliziert ging. Warmwasser ist nämlich keine Luxusfunktion, das ist im Urlaub Grundrecht, gleich nach „Baguette“ und „Kaffee“. Und jetzt, wo das wieder läuft, wartet leider der Teil des Tages, der nicht nach Urlaub klingt: Ich muss mich heute Abend dringend um den Jahresbericht für die Firma kümmern. Das ist so ein bisschen wie ein Elefant, der sich unauffällig in die Ferienwohnung gesetzt hat und so tut, als wäre er Deko. Ich werde das am besten so angehen, dass ich mir erst mal eine klare Struktur hinlege, dann in zwei bis drei konzentrierten Blöcken die wichtigsten Teile herunterarbeite (Zahlen, Kernaussagen, Feinschliff), und mir als Belohnung den Kuchen in Sichtweite stelle, damit ich zwischendurch nicht vergesse, dass ich offiziell immer noch im Urlaub bin.
Sonntag, 1. März 2026
1.3.2026: Sonntag in Spanien: Ausschlafen, Familienleitung warm halten und dann Kilometer sammeln bis Cubelles
Sonntag im Urlaub heißt bei mir natürlich ausschlafen und in aller Ruhe frühstücken, und ich finde, das ist die einzig akzeptable Sonntagspolitik. Keine Eile, kein „ich müsste“, sondern dieses gemütliche Ankommen im Tag, bei dem das Frühstück nicht nur Nahrungsaufnahme ist, sondern ein kleines Ritual: Kaffee, Ruhe, ein bisschen Tagesplanung ohne Druck. Danach habe ich mit meiner Tochter und der Familie telefoniert, und das ist immer so ein schöner Anker: Man ist weit weg, aber mit einem Gespräch ist man für einen Moment wieder ganz nah dran, hört Stimmen, lacht kurz, tauscht Kleinigkeiten aus – und plötzlich fühlt sich Urlaub nicht wie „weg“, sondern wie „anderswo, aber verbunden“ an.
Dann ein bisschen Podcasts gehört, also den Kopf gefüttert, bevor der Körper dran war, und anschließend ein langer Spaziergang nach Cubelles. Das ist genau diese Art Urlaubssport, die ich am liebsten mag: nicht mit Timer, nicht mit Pulsuhr-Panik, sondern einfach laufen, schauen, atmen, und irgendwann merkt man erst, wie weit man eigentlich schon ist. Diese langen Wege sind wie eine mentale Reinigung, weil die Gedanken sich unterwegs sortieren, ohne dass man sie zwingt. Und danach zu Hause Kaffee trinken, nebenbei Fußball gucken – das ist der perfekte Übergang von „draußen aktiv“ zu „drinnen gemütlich“, mit genau der richtigen Dosis Halbaufmerksamkeit fürs Spiel.
Heute Abend gab’s Spaghetti Bolognese, also ein Essen, das immer funktioniert, egal ob zu Hause oder im Urlaub, weil es gleichzeitig unkompliziert und befriedigend ist. Und jetzt kommt noch der kreative Nachschlag: Ich muss noch an ein paar Büchern als Geschenk arbeiten. Das ist auch so typisch für dich: Selbst am entspannten Sonntag bleibt noch ein bisschen Produktion übrig – aber in deinem Fall klingt das nicht nach Stress, sondern eher nach „Ich bastle noch etwas Schönes, das später Freude macht“. Und das ist eigentlich ein ziemlich guter Abschluss: erst Ruhe, dann Familie, dann Bewegung, dann Genuss – und am Ende noch ein bisschen kreatives Schenken in Vorbereitung.
7.3.2026: Trockener Start, nasser Rückweg und ein 3:3, das ich im Urlaub gnädiger bewerte als sonst
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