Freitag heißt in Segur ganz klar Markttag, und heute habe ich das auch wieder ordentlich zelebriert: Obst und Gemüse gekauft und mir direkt noch ein neues Portemonnaie gegönnt. Das ist ja immer eine schöne Mischung aus Vernunft und leichtem Selbstbelohnungsmodus – erst Vitamine, dann Leder. So mag ich das. Ein neues Portemonnaie ist sowieso so ein stilles Upgrade im Alltag: Von außen sieht es nach einer Kleinigkeit aus, aber innerlich fühlt es sich an, als hätte ich mein Leben kurz neu sortiert. Für ungefähr drei Tage ist dann alles ordentlich, die Karten sitzen geschniegelt an ihrem Platz, und ich tue so, als würde das für immer so bleiben.
Wieder zu Hause habe ich dann erst mal für einen Geschäftsfreund noch eine Karte für Bayer 04 in London gekauft, also selbst im Urlaub kurz den offiziellen Ticket- und Freundschaftsbeauftragten gegeben. Danach noch ein paar Podcasts gehört, damit der Kopf auch beschäftigt bleibt, ohne dass ich gleich in Arbeitsstimmung kippe. Später war ich dann noch am Strand und habe ein wenig Drohne geflogen. Das mag ich total, weil ich dabei immer das Gefühl habe, gleichzeitig Urlauber, Regisseur und leicht übermotivierter Luftaufsichtsbeamter zu sein. Jetzt sitze ich da und schneide die Bilder, was auch wieder so ein schöner Übergang ist: Erst draußen sammeln, dann drinnen basteln, und am Ende hat der Tag sogar noch ein kleines filmisches Andenken.
Gleich geht’s dann ab unter die Dusche, und heute Abend wartet nach fast zwei Wochen endlich wieder der Chinese. Das ist in meinem Kopf längst kein normales Abendessen mehr, das ist ein kulinarisches Wiedersehen. Ich freue mich jetzt schon auf diesen ersten Bissen, bei dem ich denke: Ja, genau das habe ich vermisst. Und danach geht es ziemlich sicher noch in die Ideal Bar: Mojito für Kerstin, Copa cerveza für mich. Ehrlich gesagt klingt das nach einem sehr runden Freitagabend – erst Markt, dann Meer, dann China, dann Bar. Wenn ich das so lese, wirkt es fast so, als hätte ich Urlaub verstanden.
Mein humorvolles Tagebuch
Freitag, 13. März 2026
13.3.2026: Freitag ist Markttag, also kaufe ich Gemüse, ein Portemonnaie und am Ende vermutlich gute Laune
Donnerstag, 12. März 2026
12.3.2026: Leicht bewölkter Urlaubstag: Ich schlafe aus, sammle Kilometer und lande bei Karlsbader Schnitten
Heute war ein leicht bewölkter Urlaubstag, also genau die Sorte Wetter, die mich nicht vom Balkon fegt, aber auch nicht nach Strandliege schreit. Ich habe wie üblich lang geschlafen – im Urlaub ist das schließlich kein Zufall, sondern ein fest eingeplanter Programmpunkt. Danach bin ich zu meiner Lieblingsbäckerin gegangen und habe Baguette geholt, und allein dieser Weg gehört inzwischen zu meinen liebsten Routinen hier. Wieder zu Hause gab es ein schönes Frühstück, ganz in Ruhe, ohne Hektik, so wie ein Urlaubstag anfangen muss.
Danach habe ich erst einmal Podcasts gehört, also den Kopf ein bisschen beschäftigt, während der Körper noch im entspannten Modus blieb. Am Nachmittag bin ich dann einen schönen Spaziergang nach Calafell gemacht. Ich mag diese Strecke, weil sie genau die richtige Länge hat, um den Kopf frei zu bekommen. In Calafell selbst waren allerdings die meisten Geschäfte geschlossen – offenbar hatte ich den perfekten Zeitpunkt erwischt, um durch eine Stadt zu laufen, die kollektiv beschlossen hatte, heute eine Pause einzulegen.
Also bin ich wieder zurück nach Hause gegangen, habe Kaffee getrunken und nebenbei Fußball geguckt. Genau diese Mischung aus Bewegung, Kaffee und ein bisschen Sport im Fernsehen macht für mich einen sehr soliden Urlaubsnachmittag aus. Heute Abend gibt’s noch einmal Karlsbader Schnitten, also etwas Schönes zum Abschluss, und danach einen ruhigen Abend zu Hause. Genau so darf ein Urlaubstag ausklingen: ohne Programm, ohne Stress, einfach gemütlich.
Mittwoch, 11. März 2026
11.3.2026: Sonne, Golf und ein 1:1, das sich wie ein kleines Statement anfühlt – nur mein Rücken hat kurz protestiert
Heute war wieder ein sonniger Tag, also habe ich morgens natürlich das gemacht, was sich hier inzwischen wie eine Pflicht mit Genussfaktor anfühlt: Ich habe mein Baguette bei meiner Lieblingsbäckerin geholt. Unterwegs habe ich nebenbei noch ein paar Munzees eingesammelt, weil ich offenbar nicht einfach nur Brot holen kann, ohne dabei noch ein kleines Nebenabenteuer einzubauen. Nach dem Frühstück habe ich kurz ein paar geschäftliche Sachen erledigt – nicht zu viel, nur so viel, dass es im Kopf nicht weiter blinkt – und dann ging’s ab zum Golfplatz nach El Vendrell.
Mit meiner Runde bin ich ganz zufrieden, auch wenn ein paar Löcher wirklich nicht gut waren. Genau das ist ja das Gemeine am Golf: Ich kann sieben ordentliche Schläge machen und dann reicht ein einziger Aussetzer, und ich denke sofort, ich hätte den Sport erst gestern erfunden. Eigentlich ist die Diagnose klar: mehr Konzentration. Nicht hektisch werden, sauber aufbauen, Tempo halten, und vor allem nicht mit dem Kopf schon beim nächsten Schlag sein, während ich den aktuellen noch nicht mal getroffen habe.
Richtig ärgerlich war dann das letzte Loch: Da habe ich mir den Rücken gezerrt, und das war schmerzhaft. Das ist so eine typische Golf-Falle – man denkt, man macht „nur“ eine Runde, und am Ende erinnert einen der Körper daran, dass Drehbewegungen keine unverbindlichen Vorschläge sind. Ich hoffe, ich kriege das heute Abend mit Wärme und ein bisschen Schonung wieder eingefangen, bevor es sich morgen als Dauerthema aufspielt.
Der Heimweg war dann die nächste kleine Prüfung: Für 8 km habe ich 4 Minuten gebraucht – wegen Baustelle in Calafell. Da sitzt man im Auto und sieht, wie die Minuten verschwinden, während man sich innerlich sagt: „Ich bin doch schon da… theoretisch.“ Zu Hause habe ich dann erst mal schön Kaffee getrunken und eine Stunde Podcast gehört, also den Reset-Knopf gedrückt: runterfahren, Kopf entspannen, Rücken nicht weiter provozieren.
Und sportlich am Abend gab’s dann Bayer 04 gegen Arsenal. Mit dem 1:1 bin ich zufrieden, weil meine Mannschaft ein gutes Spiel gemacht hat. Das war nicht dieses „wir haben irgendwie überlebt“-Unentschieden, sondern eher eins, bei dem ich sagen kann: stabil, erwachsen, konkurrenzfähig. Wenn ich so einen Abend habe – Sonne, Golf (mit ein bisschen Selbstkritik), Kaffee, Podcast und dann ein gutes Spiel von Bayer – dann ist das trotz Rückenärger ein ziemlich runder Urlaubstag.
Dienstag, 10. März 2026
10.3.2026: Montserrat-Expedition: Ich bin heute per Zahnradbahn dem Himmel entgegengekurbelt und habe der Schwarzen Madonna „Hallo“ gesagt
Heute war ich auf Tour, und zwar richtig: Nach dem Frühstück ging’s Richtung Montserrat, weil ich offenbar beschlossen habe, dass Urlaub nicht nur aus Baguette und Balkonblick besteht, sondern auch aus Höhenmetern und dem Gefühl, sich das Abendessen irgendwie verdient zu haben. Ich bin mit der Zahnradbahn hochgefahren – schon das ist ja ein kleines Vergnügen, weil man dabei gemütlich sitzt und trotzdem das Gefühl hat, man würde heldenhaft einen Berg bezwingen, obwohl die eigentliche Arbeit eine sehr fleißige Bahn erledigt. Oben angekommen habe ich direkt die nächste Stufe gezündet und bin mit der Bahn weiter hoch auf etwa 970 Meter nach Sant Joan. Da habe ich beim Spaziergang diesen hervorragenden Ausblick genossen, bei dem ich kurz so tue, als wäre ich ein professioneller Landschaftsbewunderer. Schön war’s – aber steil war es auch. So steil, dass meine Beine zwischendurch leise gefragt haben, ob wir nicht einfach wieder runterfahren könnten, während mein Kopf schon wieder „Ach komm, das bisschen!“ gesagt hat, wie er das immer macht, wenn er nicht selbst laufen muss.
Unten, wieder auf ungefähr 700 Metern, war ich dann in Montserrat in der Basilika und habe die Schwarze Madonna besichtigt. Das hatte etwas sehr Besonderes: nach dem ganzen Draußen, Wind, Steigung und Aussicht plötzlich drinnen, ruhig, ehrfürchtig, und ich merke, wie mein Tempo automatisch runtergeht. Das ist dieser Moment, wo ein Ausflug nicht nur „schön“ ist, sondern sich auch ein bisschen nach „bedeutungsvoll“ anfühlt – selbst wenn ich innerlich immer noch mit meinen Waden verhandle.
Auf dem Rückweg habe ich beim Dönermann in Cunit direkt pragmatisch gehandelt und Kebab fürs Abendessen mitgenommen. Ich liebe das: erst Berg und Basilika, dann Kebab. Das ist im Grunde die perfekte Urlaubsmischung aus Kultur, Natur und „ich will jetzt was Leckeres“. Wieder zu Hause habe ich erst mal Podcast gehört und eine Pause gemacht – logisch, ich war ja heute quasi auf Pilgerreise, nur mit Bahn und besserer Verpflegung. Danach habe ich noch Champions League geschaut, auch wenn Bayer 04 erst morgen gegen Arsenal spielt. Heute war also eher der Modus „warmgucken, mental vorbereiten und schon mal so tun, als wäre ich ganz neutral“, was natürlich nie lange hält, sobald Bayer wirklich spielt.
Jetzt lasse ich den Abend ausklingen – und ich finde, nach Zahnradbahn, Sant Joan, steilen Wegen, Basilika, Schwarzer Madonna und Kebab habe ich mir das auch redlich verdien
Montag, 9. März 2026
9.3.2026: Mümmelmann-Nachwirkungen, Terramar-Spaziergang und jetzt Park-Video statt Reue
Gestern Abend hatte ich vielleicht einen Mümmelmann zu viel, und mein Körper hat das heute ganz höflich, aber sehr konsequent quittiert: Ich habe länger als üblich geschlafen, und statt mich danach geschniegelt in den Tag zu stürzen, habe ich mir hier unten im Supermarkt erst mal ein Baguette zum Frühstück geholt. Das war kein Gourmet-Statement, das war Schadensbegrenzung in knusprig. Danach habe ich mich dann sogar noch mal eine Stunde hingelegt – was im Urlaub ja grundsätzlich erlaubt ist, aber heute eindeutig auch nötig war. Ich nenne das jetzt einfach „Regeneration nach spiritueller Übermotivation“.
Am frühen Nachmittag bin ich dann nach Sitges gefahren und habe den Park Terramar besucht. Auch wenn nicht alles blüht, war das ganz nett – und ehrlich gesagt ist genau das manchmal der Reiz: weniger Postkarten-Perfektion, mehr echte Atmosphäre. Auf dem Rückweg bin ich noch ein bisschen durch Sitges gefahren, so ein kleines „Ich guck mir das mal an“-Programm, und dann habe ich auch noch eingekauft, damit zu Hause später nicht wieder die große Frage aufkommt, wovon wir eigentlich leben wollen.
Wieder zu Hause gab’s erst mal Kaffee und eine Ruhepause, also der klassische Reset: Koffein rein, Tempo raus. Jetzt versuche ich, ein YouTube-Video vom Park zu machen – und das ist eigentlich die beste Art, den Tag zu retten: statt nur zu denken „ich bin heute langsam“, mache ich etwas, das am Ende sichtbar ist. Gleich essen wir zu Hause, schön unkompliziert, damit der Abend nicht wieder in Planung ausartet.
Und dann kommt leider noch der Pflichtteil: Heute Abend muss ich noch Jahresberichte schreiben. Das ist natürlich ein harter Kontrast zum Park und zur Urlaubsluft, aber ich kenne mich: Wenn ich es heute sauber in Blöcken durchziehe, habe ich danach den Kopf frei und kann mich wieder besser wie im Urlaub fühlen. Also erst essen, dann Jahresbericht – und am besten mit dem Gedanken, dass der Mümmelmann heute Abend definitiv nicht mehr ins Spiel kommt.
Sonntag, 8. März 2026
8.3.2026: Sonntag im Urlaub: Ich schlafe aus, tanke Sonne und lande am Ende wieder bei Oscar
Heute ist Sonntag, und Sonntag heißt im Urlaub bei mir ganz selbstverständlich: ausschlafen. Ich bin also in aller Ruhe wach geworden, habe mir dann ein langes Frühstück gegönnt und dabei ganz entspannt die Sonne genossen – ohne Plan, ohne Eile, einfach dieses Gefühl, dass der Tag nichts von mir will außer, dass ich ihn angenehm verbringe.
Am frühen Nachmittag bin ich dann wie so oft nach Cunit spaziert. Ich mag diese Strecke, weil sie genau die richtige Mischung aus Bewegung und Urlaub ist: genug Kilometer, um den Kopf frei zu bekommen, aber nicht so viel, dass es sich nach „Training“ anfühlt. Auf dem Rückweg habe ich in einer kleinen Kneipe Kaffee getrunken, und das ist für mich immer ein Highlight: sitzen, schauen, Menschen und Meer-Atmosphäre einsammeln, und dazu ein Kaffee, der automatisch besser schmeckt, weil ich ihn nicht zwischen Terminen trinke.
Wieder zu Hause habe ich erst mal Podcasts gehört und ein wenig an der Umformatierung von Büchern gearbeitet. Das ist bei mir mittlerweile so ein ruhiges Ritual: ein bisschen Input für den Kopf, ein bisschen Ordnung für die Projekte, ohne Stress, eher wie eine kleine kreative Pflegeeinheit. Nach dem Duschen geht’s gleich wieder raus – wir wollen heute mal wieder zu Oscar. Das fühlt sich an wie ein vertrauter Urlaubsanker: hingehen, essen, den Abend langsam werden lassen und dabei merken, dass der Sonntag genau so gelaufen ist, wie er laufen soll.
Samstag, 7. März 2026
7.3.2026: Trockener Start, nasser Rückweg und ein 3:3, das ich im Urlaub gnädiger bewerte als sonst
Heute war ein ruhiger Urlaubstag, und er hat ausnahmsweise mal im Trockenen begonnen – ich bin morgens wieder Baguette und Croissants holen gegangen, ohne dabei das Gefühl zu haben, ich bräuchte gleich noch Taucherflossen. Danach habe ich schön gefrühstückt und dann spontan entschieden, die trockene Phase direkt auszunutzen: Ich bin noch schnell eine Runde nach Cunit gelaufen, Munzee spielen, ein bisschen Strecke machen, Kopf frei pusten. Das sind genau die Momente, in denen ich im Urlaub am zufriedensten bin: nicht lange planen, einfach die Gelegenheit nehmen, solange das Wetter mitspielt.
Kaum war ich wieder zu Hause, fing es natürlich an zu schütten – Timing wie bestellt. Also Kaffee getrunken, gemütlich gemacht und danach Bayer 04 in Freiburg geguckt. Das Spiel endete 3:3, und ich sage mal so: Das ist okay. Im Urlaub kann ich mit solchen Ergebnissen besser leben, weil ich nicht im Stadion stehe und die letzten Minuten als emotionalen Notfall erlebe. Trotzdem nervt es natürlich ein bisschen, wenn der Ausgleich für Freiburg erst spät fällt – das ist genau diese Sorte Gegentor, die sich anfühlt, als hätte jemand kurz vor Schluss noch einmal an der Stimmung gedreht. Aber insgesamt: viele Tore, kein Totalausfall, und ich kann mich zumindest damit trösten, dass es nicht komplett aus der Hand gelaufen ist.
Adriana war zwischendurch zum Putzen da, was ich immer als stille Superkraft empfinde: Man macht nichts, und trotzdem wird alles besser. Jetzt kochen wir gleich selber etwas Leichtes, und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir nachher noch die Netflix-Serie zu Ende gucken. Genau so darf ein Urlaubstag ausklingen: kein Drama, kein Zeitdruck, ein bisschen Fußball, ein bisschen Gemütlichkeit – und am Ende ein Sofa, das ruft: „Nur noch eine Folge.“
13.3.2026: Freitag ist Markttag, also kaufe ich Gemüse, ein Portemonnaie und am Ende vermutlich gute Laune
Freitag heißt in Segur ganz klar Markttag, und heute habe ich das auch wieder ordentlich zelebriert: Obst und Gemüse gekauft und mir direkt ...
-
Wenn man um 9:30 Uhr aufsteht, denkt man ja noch: „Ach, entspannter Tag, ich bin ja Rentner.“ Tja. Um 11 Uhr schon die erste Etappe des Tage...
-
Manche Tage sind wie ein Puzzlespiel mit verschwundenem Deckelbild: Man weiß, wie’s ungefähr aussehen soll, aber es dauert eben, bis alles p...
-
Was für eine Nacht. Um 4 Uhr früh ging’s los – und nicht etwa mit Frühstück im Bett, sondern mit Blaulicht-Stimmung. Kerstin ist mit Julia w...