Nach unserem langen und gemütlichen Abend beim Griechen gestern war heute Morgen erst einmal Ausschlafen angesagt. Schließlich muss man sich von einem schönen Abend mit Freunden auch angemessen erholen. Kerstin und ich haben uns jedenfalls reichlich Zeit gelassen und anschließend ausgiebig gefrühstückt. Genau so stelle ich mir einen Sonntag vor: kein Wecker, keine Hektik und vor allem keine Verpflichtung, schon vor zehn Uhr irgendetwas Sinnvolles zu tun.
Ganz ohne Schreibtischarbeit ging es dann allerdings doch nicht. Mittags habe ich mich noch einmal mit einigen offenen Fragen rund um die Erbschaft beschäftigt und am Depotübertrag gearbeitet. Das sind diese Angelegenheiten, bei denen man immer wieder glaubt, langsam am Ende angekommen zu sein, bevor sich doch noch irgendeine Kleinigkeit findet. Immerhin konnte ich wieder ein bisschen etwas erledigen, bevor ich mich am Nachmittag den wirklich wichtigen Dingen zugewandt habe: dem Fußball.
Leider hätte ich mir das heute beinahe sparen können. Bayer 04 hat in Hoffenheim mit 0:3 verloren, und entsprechend war meine Stimmung anschließend im Keller. Nach dem schönen Sieg am Donnerstag in Kreta hatte ich mir für die Bundesliga deutlich mehr erhofft. Stattdessen musste ich mit ansehen, wie unsere Mannschaft drei Gegentore kassierte und selbst keinen einzigen Treffer zustande brachte. Da hilft auch das schönste blaue Glückstrikot nicht mehr. Vielleicht funktioniert dessen Zauberkraft tatsächlich nur international.
Immerhin gibt es heute Abend einen Lichtblick, und der kommt aus der Küche. Kerstin macht Gulasch mit Nudeln, und darauf freue ich mich jetzt ganz besonders. Nach diesem Fußballnachmittag brauche ich schließlich etwas, das zuverlässig für gute Laune sorgt.
Beim Gulasch bin ich jedenfalls deutlich zuversichtlicher als bei Bayer. Da stimmen hoffentlich wenigstens die drei wichtigsten Dinge: Fleisch, Soße und Nudeln. Und vor allem gibt es am Ende keine drei Gegentore.
Mein humorvolles Tagebuch
Sonntag, 25. Oktober 2026
25.10.2026: Erst der Grieche, dann die Pleite – wenigstens das Gulasch stimmt
Samstag, 24. Oktober 2026
24.10.2026: Netflix bis drei, Mittagsschlaf zur Rettung – und abends geht’s zum Griechen
Gestern Abend habe ich es mit Netflix wohl doch ein bisschen übertrieben. Eigentlich wollte ich nur noch etwas gemütlich fernsehen, aber wie das so ist: Eine Folge geht noch, und plötzlich ist es kurz vor drei Uhr morgens. Entsprechend wenig begeistert war ich, als ich heute schon um zehn Uhr wieder aufgestanden bin. Sieben Stunden Schlaf sind für einen Samstag nach einer langen Fernsehnacht einfach nicht genug.
Immerhin kam Kerstin nach dem Abend mit ihren Freundinnen zum Frühstück dazu. Danach waren wir uns schnell einig, dass wir beide noch etwas Schlaf gebrauchen könnten, und haben kurzerhand ein Nickerchen eingelegt. Ein Mittagsschlaf direkt nach dem Frühstück ist zwar ungewöhnlich, aber als Rentner darf man schließlich kreativ mit der Uhrzeit umgehen.
Anschließend habe ich am Rechner versucht, ein paar Apps zu reparieren, offene Erbschaftsangelegenheiten bearbeitet und einige Mails verschickt. Nichts Weltbewegendes, aber immerhin ein paar Punkte weniger auf der To-do-Liste.
Jetzt läuft Fußball im Fernsehen, und gleich geht es unter die Dusche. Heute Abend sind Kerstin und ich mit Freunden beim Griechen verabredet. Darauf freue ich mich schon: gutes Essen, nette Gesellschaft und hoffentlich ein gemütlicher Abend.
Und diesmal werde ich hoffentlich nicht erst um drei Uhr morgens ins Bett kommen. Wobei das beim Griechen natürlich davon abhängt, wie lange der Ouzo reicht.
Freitag, 23. Oktober 2026
23.10.2026: Anderthalb Stunden statt dreißig Minuten
Nach dem gestrigen Sieg von Bayer 04 in Kreta wurde es gestern Abend doch etwas später. So ein Erfolg will schließlich noch ein bisschen genossen werden, und entsprechend habe ich heute Morgen auch länger geschlafen. Freitag eben, da darf man sich nach einer erfolgreichen europäischen Fußballnacht ruhig etwas mehr Zeit lassen. Ganz ohne Verpflichtungen war der Vormittag allerdings nicht, denn um elf Uhr hatte ich einen Call mit Volker zu verschiedenen Themen vereinbart.
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass wir die offenen Punkte in einer halben Stunde erledigt hätten. Ein bisschen besprechen, ein paar Entscheidungen treffen und fertig. Daraus wurden dann allerdings anderthalb Stunden. Offenbar hatten sich die Themen nicht an unsere ursprüngliche Zeitplanung gehalten. Immerhin war das Gespräch ausgesprochen konstruktiv und effizient, sodass die zusätzliche Stunde gut investiert war. Trotzdem finde ich es bemerkenswert, wie optimistisch ich bei solchen Terminen immer wieder bin. Nach all den Jahren müsste ich eigentlich wissen, dass aus einer halben Stunde ganz schnell neunzig Minuten werden können.
Anschließend ging es ins Sportstudio. Heute habe ich mir allerdings etwas mehr Zeit genommen als sonst. Nach den üblichen 60 Minuten Training habe ich den Freitag genutzt, um endlich mal wieder in die Sauna zu gehen. Das war richtig angenehm und eine schöne Abwechslung zu meinem sonst eher sportlich durchgetakteten Programm. Die letzte Ruhephase habe ich dann allerdings nach Hause verlegt. Schließlich kann man auch auf dem heimischen Sofa ganz hervorragend entspannen, ohne dafür noch länger im Fitnessstudio bleiben zu müssen.
Als ich wieder richtig zu Hause angekommen war, wurde es draußen schon dunkel. Die Tage werden inzwischen merklich kürzer, und irgendwie hat man das Gefühl, dass der Nachmittag kaum angefangen hat, bevor schon wieder der Abend vor der Tür steht. Ein paar geschäftliche Aufgaben und Kleinigkeiten am PC habe ich trotzdem noch erledigt. Ganz ohne Arbeit geht es bei mir offenbar selbst an einem Freitag nicht.
Heute Abend ist Kerstin mit ihren Freundinnen in der Stadt unterwegs, sodass ich gewissermaßen sturmfreie Bude habe. Wobei das bei mir natürlich etwas anders aussieht als früher. Statt großer Party, lauter Musik und jeder Menge Besuch gibt es einen gemütlichen Fernsehabend. Ich werde gleich den PC ausschalten, vorher aber noch einen Agenten losschicken, der sich um die Aktualisierung meiner Blogbeiträge kümmern soll. Wenn die Technik schon arbeiten kann, während ich auf dem Sofa sitze, wäre es ja geradezu fahrlässig, diese Möglichkeit nicht zu nutzen.
Danach stehen Eishockey und Fußball auf dem Programm, und zum Abendessen gibt es einen leckeren Salat. Ein durchaus vernünftiges Programm für einen Freitagabend allein zu Hause.
Donnerstag, 22. Oktober 2026
22.10.2026: Zwei Podcasts, kein Terminchaos – und das blaue Trikot soll es richten
Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Heute musste ich tatsächlich keinen einzigen Termin verschieben! Nach dem ganzen Hin und Her der vergangenen Tage war das fast schon ungewohnt. So konnte ich mich am Vormittag in Ruhe um den LinkedIn-Beitrag zu meinem frisch veröffentlichten Podcast kümmern, bevor um 14 Uhr bereits die nächste Aufnahme anstand. Diese Folge soll am 16. November erscheinen, und damit bin ich bei der Planung schon wieder ein gutes Stück voraus. Zwischen Gesprächen, Schnitt, Veröffentlichungen und Werbung ist aus meinem Podcast inzwischen fast ein kleines Medienunternehmen geworden. Nur die Redaktion ist noch ziemlich überschaubar – die besteht hauptsächlich aus mir.
Das eigentliche Highlight des Tages steht allerdings erst noch bevor. Um 18:45 Uhr spielt Bayer 04 in Kreta, und ich freue mich schon auf den Fußballabend. Die wichtigste Vorbereitung ist jedenfalls abgeschlossen: Mein blaues Bayer-Trikot habe ich bereits angezogen. Das hat zuletzt Glück gebracht, und als erfahrener Fußballfan weiß ich natürlich, dass man an einer erfolgreichen Tradition nicht ohne Not etwas ändert. Die Mannschaft muss jetzt nur noch ihren Teil beitragen.
Ansonsten war es heute ein erfreulich unkomplizierter Tag. Die Termine haben funktioniert, die Podcastarbeit ist erledigt, und für den Abend gibt es nur noch eine Aufgabe: Bayer die Daumen drücken. Drei Punkte wären der perfekte Abschluss.
Und falls das blaue Trikot wieder Glück bringt, muss ich es wohl demnächst auch bei wichtigen Geschäftsterminen tragen. Vielleicht klappt es dann sogar mit der Internen Revision.
Mittwoch, 21. Oktober 2026
21.10.2026: Verschwundene Winterreifen, ein rebellischer Sky-Decoder und Pizza als Rettung
Kaum war ich heute Morgen aufgestanden, hatte mein Kalender offenbar beschlossen, sich einmal gründlich neu zu sortieren. Gleich mehrere Termine für diese Woche mussten verschoben, neu vereinbart oder irgendwie passend gemacht werden. Eigentlich wollte ich nur kurz ein paar organisatorische Dinge erledigen, aber daraus wurde eine Beschäftigung bis zum Mittag. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich mehr Zeit damit verbringe, Termine zu koordinieren, als sie tatsächlich wahrzunehmen. Von wegen Ruhestand! Mein Kalender hat jedenfalls weiterhin eine Vollzeitstelle.
Dazu gehörte auch die nächste Episode meiner Reifen-Odyssee mit dem Mazda. Der Reifenhändler konnte die eingelagerten Winterreifen immer noch nicht finden, weshalb der heutige Termin um 14 Uhr erneut ausfiel. Neuer Versuch: 2. November um 17 Uhr. Bis dahin werden neue Reifen zu einem erfreulich guten Preis besorgt. Immerhin eine Lösung, auch wenn ich langsam glaube, dass meine alten Winterreifen inzwischen als vermisst gemeldet werden müssten.
Durch die Terminverschiebung musste ich auch meinen ursprünglichen Plan für das Sportstudio ändern. Aber das Wetter spielte mit, also habe ich mich kurzerhand aufs Fahrrad gesetzt und bin eine schöne Runde um die Seen gefahren. Eigentlich war das sogar die angenehmere Alternative. Frische Luft, Bewegung und zwischendurch ein Blick aufs Wasser – deutlich entspannender als die Beschäftigung mit Autoreifen. Und vor allem musste ich für diese Runde keinen Termin vereinbaren.
Am Nachmittag ging es dann wieder an den Rechner. Der Podcast musste geschnitten und die Veröffentlichung für morgen vorbereitet werden. Also Aufnahme durchgehen, die notwendigen Anpassungen vornehmen und dafür sorgen, dass morgen alles pünktlich online gehen kann. Nach den technischen Schwierigkeiten bei der Aufnahme war ich gespannt, was sich daraus machen ließ. Jedenfalls ist auch dieser Punkt jetzt weitgehend abgearbeitet.
Anschließend habe ich mich noch einmal meinem Sky-Decoder gewidmet. Seit dem Wochenende macht das gute Stück Probleme, und heute wollte ich versuchen, es wieder ordentlich ans Netzwerk anzubinden. Eigentlich sollte so etwas in wenigen Minuten erledigt sein. Eigentlich. Bei Unterhaltungselektronik ist das allerdings ein ziemlich dehnbarer Begriff. Mal funktioniert die Verbindung nicht, mal versteht sich irgendein Gerät nicht mit dem anderen. Ich habe langsam den Verdacht, dass mein Fernseher und der Decoder ihre ganz persönliche Form der Arbeitsverweigerung entdeckt haben.
Jetzt freue ich mich jedenfalls auf den Abend mit Kerstin. Heute gibt es selbst gemachte Pizza, und darauf habe ich richtig Lust. Nach einem Tag voller Terminverschiebungen, Podcastarbeit und technischen Experimenten ist das genau das Richtige.
Und falls heute noch irgendetwas schiefgeht, hoffe ich wenigstens, dass es nicht der Pizzateig ist. Denn während ich auf Winterreifen inzwischen wochenlang warten kann, hört bei einer verspäteten Pizza mein Verständnis endgültig auf.
Dienstag, 20. Oktober 2026
20.10.2026: Technikdrama beim Podcast, Zahnarzt zum Finale – und abends wird gespielt
Der Dienstag begann ganz nach meinem Geschmack: ausschlafen, mit Kerstin gemütlich frühstücken und anschließend ein paar Mails erledigen. Ein angenehm ruhiger Start, bevor mein Kalender wieder das Kommando übernahm.
Auf dem Programm stand eine Podcastaufnahme mit einem Vorstand. Schon im Vorfeld hatte ich so eine Ahnung, dass es technische Schwierigkeiten geben könnte. Und tatsächlich: Der Vorstand kämpfte mit der Technik, während ich hoffte, dass am Ende wenigstens eine brauchbare Aufnahme herauskommen würde. Ob das geklappt hat, wird sich beim Anhören zeigen. Es ist schon erstaunlich, dass man heutzutage problemlos mit Menschen auf der ganzen Welt sprechen kann, aber manchmal daran scheitert, dabei auch vernünftig den Ton aufzuzeichnen. Hoffentlich muss ich beim Schneiden nicht mehr retten als bearbeiten.
Danach ging es in die Stadt, um einen Termin beim Neurologen zu vereinbaren. Telefonisch war ich einfach nicht durchgekommen, also musste ich persönlich vorbeischauen. So viel zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Vielleicht sollte ich demnächst statt anzurufen gleich eine Brieftaube losschicken. Die hätte zumindest Bewegung an der frischen Luft.
Anschließend wartete schon der nächste medizinische Programmpunkt: der Zahnarzt. Heute stand der letzte Teil meiner Parodontosebehandlung an. Nach dem Termin in der vergangenen Woche hoffe ich, dass dieses Kapitel damit erst einmal abgeschlossen ist. Die Behandlung war bisher zwar erträglicher als befürchtet, aber ich kann mir durchaus angenehmere Orte vorstellen, an denen ich freiwillig den Mund so lange offen halte.
Heute Abend wird es dafür endlich gesellig. Ingrid und Oliver kommen zu unserem Spieleabend, den wir am Sonntag wegen ihrer Termine verschieben mussten. Kerstin und ich freuen uns auf einen gemütlichen Abend, bei dem hoffentlich weniger organisiert, repariert und behandelt werden muss als tagsüber.
Und sollte ich beim Spielen verlieren, habe ich immerhin eine hervorragende Ausrede: Nach dem Zahnarzt bin ich heute einfach nicht mehr ganz bissig.
Montag, 19. Oktober 2026
19.10.2026: Ein Tisch, der nicht da war – und ein Montag voller To-dos
Heute war wieder einer dieser Montage, an denen man morgens mit ein paar überschaubaren Erledigungen startet und plötzlich den ganzen Tag beschäftigt ist. Den Anfang machte ein Ausflug zu IKEA. Iwona wollte sich einen Tisch kaufen, hat aber kein Auto. Also haben Kerstin und ich kurzerhand den Fahrdienst übernommen. Schließlich transportiert sich so ein Tisch in Bus und Bahn nicht unbedingt bequem.
Leider hatte die Sache einen kleinen Haken: Der gewünschte Tisch war bei IKEA gar nicht vorrätig. Da fährt man extra hin und kommt mit leeren Händen zurück. Immerhin mussten wir uns keine Gedanken darüber machen, wie wir das Möbelstück ins Auto bekommen. Man muss auch einem erfolglosen Einkauf etwas Positives abgewinnen können.
Auf dem Rückweg haben wir dann wenigstens noch beim Nissan die Radschrauben nachziehen lassen. Nach dem Theater mit den verschwundenen Winterreifen beim Mazda in der vergangenen Woche war ich froh, dass dieser Werkstattbesuch problemlos verlief. Unsere Autos bekommen im Oktober jedenfalls reichlich Aufmerksamkeit.
Wieder zu Hause wurde kurz umgepackt. Diesmal kamen das gesammelte Leergut und das Altglas ins Auto, bevor es zum Einkaufen zu Aldi und EDEKA ging. Damit war auch die Versorgung für die nächsten Tage gesichert. Ein ziemlich abwechslungsreiches Programm zwischen Möbelhaus, Werkstatt und Supermarkt – nur eben ohne den ursprünglich geplanten Möbelkauf.
Als wir schließlich zurück waren, habe ich mich schnell umgezogen und das schöne Wetter für eine Fahrradrunde genutzt. Endlich wieder an den Seen entlangfahren, frische Luft genießen und den Kopf freibekommen. Nach der ganzen Fahrerei und den Einkäufen war das genau die richtige Abwechslung. Auf dem Fahrrad hatte ich wenigstens selbst in der Hand, wohin die Reise ging – und musste nicht erst nachfragen, ob das gewünschte Ziel überhaupt vorrätig war.
Inzwischen sitze ich wieder zu Hause und habe mir erst einmal einen Kaffee gegönnt. Verdient, wie ich finde. Allerdings wartet schon die nächste Aufgabe: Der Podcast, der am Mittwoch erscheinen soll, muss noch geschnitten werden. Also gleich wieder an den Rechner, Aufnahme durchhören, schneiden und alles für die Veröffentlichung vorbereiten.
Langweilig wird mir heute jedenfalls nicht. Und falls jemand noch einen Tisch braucht: Ich kenne inzwischen zumindest einen Ort, an dem es ihn nicht gibt.
25.10.2026: Erst der Grieche, dann die Pleite – wenigstens das Gulasch stimmt
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