Freitag, 4. September 2026

4.9.2026: Das Pferd bestimmt meinen Terminkalender – und die Wetterkarte meine Fahrradrunde

Heute hieß es erst einmal ausschlafen. Eigentlich hätte um 11 Uhr eine Podcast-Aufzeichnung auf dem Programm gestanden, aber die war bereits auf Montag verschoben worden. Damit war der Vormittag plötzlich frei. Und kurze Zeit später verabschiedete sich auch noch mein für 14 Uhr geplantes Meeting aus dem Kalender. Auch dieser Termin wurde auf Montag verlegt. Der Grund ist derselbe wie gestern: Das Pferd ist immer noch krank. So langsam entwickelt sich dieses Pferd zu einem durchaus relevanten Faktor in meiner persönlichen Wochenplanung.

Damit hatte ich heute unerwartet viel Zeit und konnte den Tag deutlich entspannter angehen. Ganz ohne Aufgaben ging es natürlich trotzdem nicht. Zunächst haben wir noch die restlichen Einkäufe erledigt, denn am Sonntag geht es schon wieder auf Reisen. Diesmal stehen zunächst drei Tage Dresden auf dem Programm, anschließend fahren wir für weitere vier Tage nach Plauen. Dort hat Kerstin am kommenden Samstag ihr Klassentreffen. Damit wartet also wieder eine komplette Woche unterwegs auf uns, und vorher muss natürlich dafür gesorgt werden, dass alles organisiert und vorbereitet ist.

Nach dem Einkaufen habe ich einen Blick auf die Wetterkarte geworfen. Die sah zunächst nicht unbedingt danach aus, als würde sie mich heute zu einer Fahrradtour einladen. Aber nach genauerem Studium kam ich zu dem Ergebnis: Wenn ich gegen 13:30 Uhr losfahre, müsste ich meine übliche Runde um den Unterbacher See und den Elbsee eigentlich noch trocken schaffen.

Also nicht lange überlegen, sondern rauf aufs Fahrrad.

Und tatsächlich ging die Rechnung auf. Ich konnte meine Runde fahren, ohne unterwegs ordentlich nass zu werden. Manchmal zahlt sich moderne Wetterbeobachtung eben aus. Früher hätte man aus dem Fenster geschaut und gesagt: „Wird schon halten.“ Heute studiere ich Regenradar und berechne quasi das optimale Startfenster für meine 20 Kilometer um die Seen. Digitalisierung kann so praktisch sein.

Wieder zu Hause habe ich mir erst einmal eine kleine Ruhepause gegönnt. Nach der Fahrradrunde gehört das inzwischen einfach dazu. Ein bisschen hinlegen, abschalten und neue Energie sammeln – schließlich war der Tag ja durch die beiden Terminverschiebungen ohnehin deutlich entspannter geworden als ursprünglich geplant.

Jetzt sitze ich noch einmal am Rechner und arbeite einige Aufgaben ab. Ein paar Dinge möchte ich vor unserer Reise am Sonntag noch vom Tisch bekommen, damit ich nicht in Dresden sitze und darüber nachdenken muss, was zu Hause beziehungsweise beruflich noch alles unerledigt herumliegt.

Unterm Strich war das heute also ein unerwartet angenehmer Tag: ausschlafen, zwei Termine aus dem Kalender verschwinden sehen, einkaufen, die trockene Lücke auf der Wetterkarte perfekt für meine Fahrradrunde erwischen und anschließend noch ein paar Aufgaben erledigen.

Montag wird dafür vermutlich interessant. Dann warten schließlich der verschobene Podcast und das verschobene Meeting auf mich.

Vorausgesetzt natürlich, das Pferd spielt mit.

4.9.2026: Tempo 30 in Hilden – jetzt wird nachgemessen

Tempo 30 ist in Hilden inzwischen weit mehr als eine Zahl auf einem Verkehrsschild. Kaum ein lokales Verkehrsthema dürfte derzeit so zuverlässig Diskussionen auslösen. Die einen freuen sich über weniger Lärm und einen ruhigeren Verkehrsfluss, die anderen haben das Gefühl, dass sich außer der Zahl auf dem Tacho nicht besonders viel verändert hat. Und weil gefühlte Wahrheit und messbare Wahrheit bekanntlich nicht immer dasselbe sind, soll jetzt noch einmal genauer hingehört werden.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität hat beschlossen, ein neues Gutachten zur Lärmbelastung auf der Gerresheimer und der Hochdahler Straße erstellen zu lassen. Dafür stellt die Stadt 28.500 Euro bereit. Der Antrag kam von der CDU und erhielt die Stimmen von CDU, FDP und AfD.

Hintergrund ist das dort dauerhaft eingeführte Tempo 30. Die CDU möchte wissen, was die Geschwindigkeitsreduzierung in der Realität tatsächlich gebracht hat. Nicht nur berechnet, sondern gemessen. Nach Angaben der Partei berichten Bürgerinnen und Bürger, dass sie subjektiv keine große Veränderung beim Straßenlärm wahrnehmen. Deshalb sollen die tatsächlichen Schallpegel einschließlich der Schwankungen im Tagesverlauf und möglicher Belastungsspitzen erfasst werden.

Das klingt zunächst ziemlich logisch: Wenn man wissen möchte, ob es leiser geworden ist, stellt man ein Messgerät hin.

Ganz so einfach ist die Sache allerdings nicht.

Denn ein Gutachten zur Lärmsituation gibt es bereits. Und die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die jetzt gewünschten realen Messungen verkehrsrechtlich gar nicht entscheidend sind. Für entsprechende Anordnungen sind berechnete Beurteilungspegel maßgeblich. Selbst wenn die neuen Messgeräte also zu einem überraschenden Ergebnis kommen sollten, lässt sich daraus nicht automatisch ableiten, dass Tempo 30 wieder aufgehoben werden müsste.

Damit sind wir mitten in einer ziemlich typischen kommunalpolitischen Diskussion: Was ist eine zusätzliche Information wert, wenn sie anschließend möglicherweise gar keine unmittelbare rechtliche Konsequenz haben kann?

SPD, Grüne und Bürgeraktion/Piraten wollten deshalb kein weiteres Gutachten. Die SPD bezeichnet die zusätzlichen Messungen als „Symbolpolitik ohne rechtlichen Nutzen“. Aus ihrer Sicht ist die Entlastung bereits spürbar: Der Verkehr sei langsamer, dafür aber flüssiger und ruhiger. Auch die Grünen verweisen darauf, dass bereits Geld für ein Gutachten ausgegeben worden sei und es keinen Grund gebe, dessen Ergebnisse infrage zu stellen.

Die Mehrheit im Ausschuss sah das anders.

Nun soll tatsächlich gemessen werden. Nach dem von der Verwaltung beschriebenen möglichen Verfahren könnten an drei Tagen innerhalb einer Woche jeweils 24 Stunden lang Messungen stattfinden. Vorgesehen wären jeweils 15 Messstellen an der Gerresheimer und Hochdahler Straße. Kostenpunkt: 28.500 Euro. Sollten anschließend noch weitere Messungen notwendig erscheinen, müsste die Politik erneut über zusätzliches Geld entscheiden.

Und damit bekommt Hilden ein interessantes kleines Experiment.

Denn am Ende stehen sich drei Dinge gegenüber: die berechnete Lärmbelastung, die tatsächlich gemessenen Werte und das persönliche Empfinden der Menschen, die jeden Tag an diesen Straßen leben. Es wäre durchaus spannend zu sehen, ob alle drei zum gleichen Ergebnis kommen.

Vielleicht bestätigen die Messungen, dass Tempo 30 tatsächlich eine deutliche Lärmentlastung bringt. Vielleicht zeigen sie kaum Unterschiede. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass bestimmte Tageszeiten oder einzelne Verkehrsspitzen entscheidender sind als die durchschnittliche Geschwindigkeit.

Genau deshalb sollte man das Ergebnis abwarten, bevor man die 28.500 Euro entweder als gut investiertes Geld oder als überflüssige Ausgabe verbucht.

Eines dürfte allerdings jetzt schon feststehen: Selbst das beste Gutachten der Welt wird die Hildener Diskussion über Tempo 30 wahrscheinlich nicht beenden.

Denn irgendwo zwischen Gerresheimer Straße, Hochdahler Straße, Dezibelwerten und Tachoanzeige gibt es noch eine weitere Maßeinheit, die sich ausgesprochen schlecht wissenschaftlich erfassen lässt:

das persönliche Hildener Verkehrsempfinden.

Donnerstag, 3. September 2026

3.9.2026: 64 Prozent Schlaf, ein Pferde-Notfall und ein überraschend meetingfreier Vormittag

Heute Morgen begann der Tag natürlich wieder mit der inzwischen obligatorischen Frage eines jeden Hotelaufenthalts: Was sagt meine Schlaf-App? Diesmal lautete die Antwort 64 Prozent. Ob das jetzt ein guter oder ein schlechter Wert ist, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht so genau. Für meine Hotelverhältnisse ist es wahrscheinlich gar nicht einmal so schlecht, im Vergleich zu meinen teilweise deutlich über 90 Prozent zu Hause allerdings eher ausbaufähig. Mein Körper scheint jedenfalls weiterhin ziemlich genau zu wissen, ob er im eigenen Bett oder irgendwo anders liegt.

Kurz nach Viertel nach sechs war die Nacht für mich ohnehin vorbei, und bereits kurz nach halb sieben saß ich beim Frühstück. Das war wie immer sehr lecker und gehört definitiv zu den besseren Seiten meiner regelmäßigen Übernachtungen hier.

Beim Auschecken gab es dann allerdings eine kleine Neuigkeit. Die Kollegin erklärte mir, dass wir im kommenden Jahr kein Firmenkontingent mehr bekommen können, weil wir die erforderlichen 50 Übernachtungen pro Jahr nicht erreichen. Damit werden die Übernachtungen künftig teurer. Besonders viel kann ich daran allerdings auch nicht ändern. Nur um den günstigeren Preis zu bekommen, werde ich schließlich kaum freiwillig zusätzliche Nächte im Hotel verbringen. Bei 64 Prozent Schlafqualität wäre das ohnehin ein eher fragwürdiges Geschäftsmodell.

Gegen halb acht war ich bereits im Büro und habe direkt angefangen, einige geschäftliche Dinge abzuarbeiten. Eigentlich stand um zehn Uhr noch ein persönliches Meeting mit einem unserer Verwaltungsräte auf dem Programm. Kurz vor zehn kam allerdings der Anruf: persönlicher Notfall. Wenn ich es richtig verstanden habe, hatte die Sache irgendetwas mit seinem Pferd zu tun. Mehr weiß ich auch nicht, aber ein Pferde-Notfall ist auf meiner Liste möglicher Gründe für eine kurzfristige Meetingabsage bislang jedenfalls noch nicht besonders häufig vorgekommen.

Damit fiel der Termin vor Ort heute aus. Ganz verschwunden ist er allerdings nicht, sondern lediglich auf morgen um 14 Uhr verschoben worden. Dann eben virtuell beziehungsweise von zu Hause aus. Die Themen laufen schließlich nicht weg – leider meistens genauso wenig wie die daraus entstehenden To-dos.

Die plötzlich freie Zeit habe ich heute sinnvoll genutzt. Ich habe verschiedene Monatskontrollen erledigt, einige Statistiken erstellt und mich um die obligatorischen Dinge gekümmert, die regelmäßig anstehen und irgendwann einfach gemacht werden müssen. Außerdem habe ich bereits ein paar Podcasts vorgearbeitet. Insgesamt war es damit trotz des ausgefallenen Meetings ein ziemlich produktiver Tag. Vielleicht sogar gerade deswegen, denn unverplante Zeit im Büro hat gelegentlich erstaunliche Auswirkungen auf die Länge meiner To-do-Liste.

Jetzt reicht es aber auch. Nachher geht es wieder Richtung Heimat, und meine größte Hoffnung für den Nachmittag ist ausgesprochen bescheiden: möglichst wenig Verkehr auf der Autobahn. Wenn die Rückfahrt einigermaßen vernünftig läuft, bin ich zufrieden.

Zu Hause wird dann der Koffer ausgepackt, und anschließend werden die Füße hochgelegt. Keine Monatskontrollen mehr, keine Statistiken und möglichst auch keine spontanen Pferde-Notfälle.

Morgen ist schließlich auch noch ein Tag – und um 14 Uhr wartet das verschobene Meeting ja bereits auf mich.

Dienstag, 1. September 2026

2.9.2026: Ferienende, Grevenmacher und die Pizza als verdiente Zwischenbilanz

Heute stand mal wieder ein Bürotag in Grevenmacher auf dem Programm. Obwohl die Ferien inzwischen vorbei sind und damit eigentlich wieder deutlich mehr Verkehr auf den Straßen zu erwarten ist, bin ich erstaunlich gut durchgekommen. Nach meinen diversen Erfahrungen mit Staus rund um Leverkusen und Köln weiß ich solche Fahrten inzwischen wirklich zu schätzen. Wenn man ohne größere Verzögerungen in Luxemburg ankommt, fühlt sich das fast schon wie der erste Erfolg des Arbeitstages an.

Im Büro habe ich mich dann gemeinsam mit meinem Kollegen direkt an die Arbeit gemacht. Wir haben einiges geschafft, verschiedene Themen abgearbeitet und versucht, die momentan ziemlich gut gefüllte To-do-Liste zumindest an einigen Stellen etwas kürzer zu bekommen. Das hat durchaus funktioniert. Allerdings besitzt meine Aufgabenliste weiterhin diese faszinierende Eigenschaft, sich während der Bearbeitung selbst zu vermehren. Einige Dinge konnten wir erledigen, dafür sind an anderer Stelle natürlich wieder neue hinzugekommen. So ist das eben – ein vollkommen leerer Schreibtisch wäre vermutlich ohnehin verdächtig.

Mittags gab es zur Belohnung Pizza von Massimo. Nach einem produktiven Vormittag war das genau das Richtige und mittlerweile gehört eine gute Pizza bei unseren Bürotagen fast schon zum Motivationsprogramm. Man muss schließlich auch dafür sorgen, dass zwischen Richtlinien, Protokollen und den ganzen anderen Themen die Lebensqualität nicht völlig verloren geht.

Am Nachmittag ging es dann weiter mit den verschiedenen offenen Punkten, und insgesamt kann ich mit dem heutigen Arbeitstag wirklich zufrieden sein. Viel erledigt, einiges neu eingesammelt – unter dem Strich also der ganz normale Büroalltag.

Jetzt beginnt meine inzwischen nahezu perfekt eingespielte Grevenmacher-Abendroutine. Auf dem Weg zum Hotel wird erst einmal getankt, anschließend eingecheckt und dann geht es direkt in den Fitnessraum. Dort werde ich wieder meine Runde auf dem Fahrrad drehen. Nach einem langen Tag am Schreibtisch und der Autofahrt tut die Bewegung einfach gut.

Danach wartet allerdings noch ein wenig Arbeit auf mich. Heute Abend möchte ich einige Unterlagen sortieren und damit schon einmal Ordnung in die nächsten Aufgaben bringen. Ganz alleine werde ich dabei allerdings nicht sein, denn nebenbei läuft Fußball. Das ist immerhin eine deutlich angenehmere Begleitung beim Sortieren von Dokumenten als absolute Stille.

Damit endet der heutige Tag wieder ziemlich typisch für meine Grevenmacher-Touren: Autobahn, Büro, viele erledigte Aufgaben, ein paar neue Aufgaben, Pizza, Tanken, Hotel und Fitnessstudio.

Und anschließend Füße hoch, Unterlagen auf, Fußball an. Man muss Arbeit und Vergnügen schließlich irgendwie miteinander verbinden.

1.9.2026: Ein Ausflug nach Holland – oder warum Roermond Venlo inzwischen ziemlich alt aussehen lässt

Heute haben wir mal wieder einen „Ausflug nach Holland“ gemacht, wie Kerstin so schön sagt. Nach mehr als zehn Jahren stand dabei zunächst einmal wieder Venlo auf unserem Programm. Ich war wirklich gespannt, wie sich die Stadt in dieser langen Zeit verändert hat. Die Antwort fiel allerdings etwas ernüchternd aus: Venlo wirkte auf mich ziemlich tot. Wo früher gefühlt deutlich mehr los war, herrschte heute eher überschaubare Betriebsamkeit. Mein Eindruck war jedenfalls ziemlich eindeutig: Roermond hat Venlo inzwischen klar den Rang abgelaufen.

Entsprechend lange haben wir uns dort auch nicht aufgehalten. Ein bisschen durch die Stadt gelaufen, bei den Zwei Brüdern von Venlo ein paar Sachen gekauft und dann entschieden: Das reicht für heute mit Venlo. Also wieder ins Auto und weiter nach Roermond.

Dort gehörte natürlich zunächst ein Besuch bei Action zum Pflichtprogramm. Wenn man schon in den Niederlanden unterwegs ist, kann man schließlich auch konsequent sein. Anschließend wartete allerdings der kulinarische Höhepunkt des Tages: Fritten Spezial und eine Frikandel Spezial. Man kann über niederländische Küche sicherlich ausführlich diskutieren, aber genau diese Kombination gehört für mich bei einem solchen Ausflug einfach dazu. Kalorien werden bei einem Tagesausflug ohnehin anders berechnet.

Danach ging es ins Outletcenter. Einen ganz großen Kaufrausch gab es heute allerdings nicht. Wir sind durch die Geschäfte gezogen und haben uns einiges angesehen, aber am Ende blieb die Beute erstaunlich überschaubar. Immerhin habe ich zwei Paar Schuhe für mich gefunden. Damit hat sich der Besuch schon gelohnt – und mein Schuhschrank darf sich auf zwei neue Bewohner einstellen.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch zwei Stopps bei Lidl und Aldi eingelegt. Wenn man schon unterwegs ist, kann man die normalen Einkäufe schließlich gleich mit erledigen. Damit war das Auto am Ende doch ganz ordentlich gefüllt, auch wenn der große Outlet-Beutezug ausgeblieben ist.

Inzwischen sind wir wieder zu Hause, alles ist ausgepackt und verstaut. Damit könnte der Tag eigentlich gemütlich zu Ende gehen – wäre da nicht schon wieder mein alter Freund, der Koffer.

Denn morgen geht es für zwei Tage ins Büro nach Grevenmacher. Also heißt es gleich wieder Hemden, Sportsachen, Ladegeräte und den üblichen Dienstreise-Hausrat zusammensuchen und einpacken. Gefühlt packe ich diesen Koffer inzwischen so routiniert, dass ich dabei wahrscheinlich nicht einmal mehr das Licht einschalten müsste.

Danach ist allerdings wirklich Feierabend. Füße hoch und möglichst nichts mehr tun lautet der Plan für heute Abend.

Unterm Strich war es ein schöner kleiner Ausflug. Venlo hat mich nach mehr als zehn Jahren eher enttäuscht, Roermond bleibt für mich eindeutig die bessere Adresse, zwei Paar neue Schuhe sind im Gepäck und Fritten Spezial mit Frikandel Spezial gab es auch.

Mehr muss ein ordentlicher Ausflug nach „Holland“ eigentlich gar nicht leisten.

Montag, 31. August 2026

31.8.2026: Montag zwischen Sportstudio, Wertpapieren und dem nächsten Koffer

Heute ist Montag, und da zum Glück kein früher Termin auf mich wartete, konnte ich den Tag einigermaßen entspannt beginnen. Also erst einmal etwas länger schlafen, anschließend in Ruhe frühstücken und danach die Sporttasche packen. Das Sportstudio stand auf dem Programm, und nach den vielen Stunden am Schreibtisch in den vergangenen Tagen war die Bewegung wieder genau der richtige Ausgleich.

Wieder zu Hause begann dann allerdings der deutlich weniger sportliche Teil des Tages. Die Abwicklung der Erbschaft meines Vaters beschäftigt mich schließlich nach wie vor, und heute waren wieder die Wertpapiere an der Reihe. Es ging darum, Bestände zu verkaufen, Gelder zu überweisen und die verschiedenen Vorgänge möglichst sauber abzuarbeiten. Eigentlich hatte ich gehofft, heute mit dem Thema komplett fertig zu werden, aber wie das bei der Erbschaft inzwischen fast schon Tradition ist, funktioniert nichts ganz so schnell und unkompliziert, wie man sich das vorher vorstellt.

Also habe ich verkauft, überwiesen, kontrolliert und mich durch die verschiedenen Vorgänge gearbeitet. Ganz fertig geworden bin ich leider nicht. Ein Rest bleibt also wieder für die nächsten Tage übrig. Aber zumindest ist erneut ein gutes Stück geschafft, und irgendwann muss diese Erbschaftsabwicklung schließlich tatsächlich einmal zu Ende sein. Ich bin inzwischen optimistisch, dass ich diesen historischen Moment noch erleben werde.

Morgen soll allerdings bewusst ein anderer Tag werden. Kerstin und ich wollen mal wieder nach Venlo und Roermond fahren. Ein bisschen durch die Geschäfte laufen, schauen, was es so gibt, vielleicht das eine oder andere einkaufen und einfach einen schönen Tag in den Niederlanden verbringen. Nach all den Steuererklärungen, Wertpapierverkäufen, Bankthemen und sonstigen organisatorischen Aufgaben ist ein kleiner Tapetenwechsel sicherlich keine schlechte Idee.

Ganz ohne Organisation wird allerdings auch der morgige Abend nicht auskommen. Dann wartet nämlich schon wieder mein alter Bekannter auf mich: der Koffer. Mittwoch und Donnerstag geht es erneut ins Büro nach Grevenmacher. Gefühlt habe ich in den vergangenen Wochen häufiger einen Koffer ein- und ausgepackt als manche Menschen ihre Spülmaschine.

Aber der Reihe nach. Für heute reicht es mit Wertpapieren und Überweisungen. Morgen gibt es erst einmal Venlo und Roermond, bevor anschließend wieder Hemden, Sportsachen, Ladegeräte und der ganze übrige Dienstreise-Hausrat im Koffer verschwinden.

Und vielleicht schaffe ich es sogar, einen ganzen Tag lang nicht über die Erbschaft nachzudenken. Das wäre zur Abwechslung auch einmal ganz schön.

Sonntag, 30. August 2026

30.8.2026: Sonntagsprogramm: Fahrrad, Podcasts und zum Nachtisch eine Steuererklärung

Heute ist Sonntag, und das bedeutet für mich zunächst einmal zwei ausgesprochen angenehme Dinge: lange schlafen und anschließend ausführlich frühstücken. Nach den vielen Terminen und Reisen der vergangenen Wochen genieße ich diese ruhigen Sonntagmorgen umso mehr. Kein Wecker, kein Zug nach Hamburg, keine Autobahn Richtung Grevenmacher und erst recht kein Containerterminal – einfach gemütlich in den Tag starten.

Nach dem Frühstück wollte ich allerdings nicht den ganzen Vormittag herumgammeln. Also habe ich mich aufs Fahrrad geschwungen und meine übliche Runde um den Unterbacher See und den Elbsee gedreht. Das Wetter spielte erfreulicherweise mit. Es blieb trocken, und inzwischen reicht mir das schon als Qualitätsmerkmal eines guten Fahrradtages. Hauptsache kein Regen von oben und die obligatorischen Kilometer können abgespult werden.

Wieder zu Hause ging es erst einmal unter die Dusche. Anschließend folgte der inzwischen ebenso obligatorische zweite Teil meines persönlichen Sonntagsprogramms: Podcast hören und ein wenig ausruhen. Nach der Fahrradrunde einfach hinlegen, die Kopfhörer aufsetzen und jemand anderem beim Reden zuhören – viel besser kann man einen Sonntagmittag kaum verbringen.

Am Nachmittag wurde es dann wieder etwas produktiver. Ich habe mich an den PC gesetzt und zunächst einige Dinge aktualisiert. Nachdem unser Internet endlich wieder zuverlässig funktioniert, bin ich zwar mit den meisten Updates inzwischen durch, aber irgendetwas findet sich bekanntlich immer, das noch aktualisiert, synchronisiert oder aufgeräumt werden möchte.

Ganz Feierabend ist allerdings noch nicht. Als Nächstes muss ich meine Vorlesungsunterlagen fertigstellen. Auch da möchte ich heute einen Haken hintersetzen, damit das Thema erledigt ist und ich nicht in den nächsten Tagen wieder hektisch daran arbeiten muss.

Und anschließend wartet noch ein alter Bekannter auf mich: die Steuererklärung meines Vaters. Nachdem ich mich zuletzt ausführlich mit 2023 beschäftigt habe, ist jetzt das Jahr 2024 an der Reihe. Andere Menschen beenden ihren Sonntag mit einem guten Film oder einem Glas Wein. Ich öffne offenbar freiwillig Steuerunterlagen. Jeder braucht schließlich ein Hobby.

Immerhin wäre es ein richtig gutes Gefühl, wenn ich auch dieses Thema ein ordentliches Stück weiterbekomme. Dann hätte der Sonntag tatsächlich alles geboten: ausschlafen, ausführlich frühstücken, Fahrrad fahren, Podcasts hören, ein paar Dinge am Rechner erledigen, Vorlesungsunterlagen fertigstellen – und zum großen Finale noch eine Steuererklärung.

Wer behauptet eigentlich, Sonntage seien zum Ausruhen da?

4.9.2026: Das Pferd bestimmt meinen Terminkalender – und die Wetterkarte meine Fahrradrunde

Heute hieß es erst einmal ausschlafen. Eigentlich hätte um 11 Uhr eine Podcast-Aufzeichnung auf dem Programm gestanden, aber die war bereits...