Heute war Montag, aber keiner von der üblichen Sorte. Kein Weckerduell mit dem Berufsleben, keine Autobahn Richtung Luxemburg, keine Hotelnächte mit fragwürdiger Schlafqualität und keine Meetings, die schon vor dem ersten Kaffee Aufmerksamkeit verlangen. Stattdessen durfte etwas länger geschlafen werden. Das lag nicht nur am freien Kalender, sondern auch daran, dass der Hochzeitstag bereits gestern Nacht offiziell eingeläutet wurde.
Schließlich wurde hineingefeiert. Nach dem Sekt wurde es etwas später im Bett, was an einem Hochzeitstag auch völlig legitim ist. Man feiert schließlich nicht jeden Tag den Jahrestag einer gemeinsamen Lebensreise. Dass heute Morgen deshalb alles etwas entspannter begann, passt perfekt ins Bild.
Das Frühstück fiel eher kurz aus, bevor der Tag dann doch noch etwas Struktur bekam. Während Kerstin bereits früh nach Leverkusen gefahren war, um auf die Enkelkinder aufzupassen, stand für Sie zunächst einmal Sport auf dem Programm. Ein schöner Start in den Tag: Bewegung statt Termindruck. Wahrscheinlich genau die richtige Gegenmaßnahme nach einem späteren Abend und einem Glas Sekt mehr als gewöhnlich.
Danach wurde es wieder ein wenig produktiver. Ein paar geschäftliche Dinge wurden erledigt, einige Bücher weiterbearbeitet und damit zumindest ein Teil des Tages sinnvoll genutzt. Das ist inzwischen fast schon ein vertrautes Muster: Selbst an freien Tagen oder Feiertagen findet sich immer noch etwas, das vorangebracht werden kann. Nicht hektisch, nicht mit Druck, aber doch mit dem angenehmen Gefühl, dass die Projekte Stück für Stück wachsen.
Der eigentliche Mittelpunkt des Tages bleibt aber natürlich der Hochzeitstag selbst. Heute Abend gibt es deshalb noch einmal Sekt. Das Essen wird nachgeholt, was eigentlich eine sehr schöne Lösung ist. Man muss nicht alles auf einen einzigen Tag konzentrieren. Manche Feiern dürfen sich ruhig über mehrere Tage erstrecken, besonders wenn der Kalender entspannt genug dafür ist.
Die Blumen gab es ja bereits gestern. Und offenbar waren das nicht irgendwelche Blumen aus einem Geschäft, sondern ein liebevoll zusammengestellter Strauß aus dem eigenen Garten der Schwiegertochter. Ehrlich gesagt haben solche Blumen oft mehr Charme als jede gekaufte Floristik. Sie sind persönlicher, individueller und erzählen ihre eigene kleine Geschichte. Ein Strauß aus dem eigenen Garten wirkt nicht wie eine Pflichtübung, sondern wie eine echte Aufmerksamkeit.
So ist dieser Montag ein wenig anders als die meisten Montage. Weniger Arbeitswoche, mehr Erinnerungstag. Weniger To-do-Liste, mehr gemeinsamer Rückblick. Ein bisschen Sport, ein bisschen Arbeit, ein bisschen Buchprojekt – aber vor allem ein Tag, an dem die wichtigen Dinge nicht in Outlook stehen.
War der Tag produktiv? Ja, aber auf die angenehme Art. Sport gemacht, einige Dinge erledigt, an Büchern gearbeitet und gleichzeitig Raum für den Hochzeitstag gelassen. Das ist vermutlich genau die richtige Mischung. Und heute Abend darf dann noch einmal mit einem Glas Sekt angestoßen werden – diesmal ganz offiziell und ohne auf die Uhr schauen zu müssen.
Auf den Hochzeitstag, auf die gemeinsamen Jahre und auf einen entspannten Abend zu zweit.
Mein humorvolles Tagebuch
Montag, 1. Juni 2026
1.6.2026: Der Hochzeitstag, an dem der Montag ausschlafen durfte
Sonntag, 31. Mai 2026
31.5.2026: Der Sonntag, an dem der Lachs seinen großen Auftritt bekam
Heute war Sonntag, und ein Sonntag hat bekanntlich gewisse Rechte. Ganz oben auf dieser Liste steht natürlich das Ausschlafen. Also wurde zunächst einmal das Bett ausgiebig genutzt, bevor der Tag überhaupt die Gelegenheit bekam, irgendwelche Ansprüche zu stellen. Danach gab es Frühstück, wobei der eigentliche Star des Morgens ursprünglich gar nicht für diesen Zweck vorgesehen war.
Der Lachs hatte nämlich eigentlich eine andere Karriere geplant. Er war als Teil des Besuchsprogramms für die Kinder eingekauft worden, die übernachten wollten. Da sich diese Pläne geändert hatten, saß der Lachs plötzlich ohne Aufgabe im Kühlschrank. Glücklicherweise wurde er nicht arbeitslos, sondern kurzerhand zum Frühstück befördert. Man könnte sagen: vom geplanten Abendgast zum Sonntagsfrühstückshelden. Keine schlechte Verwendung, denn Lachs am Morgen hat ja immer etwas leicht Feiertägliches.
Danach folgte der inzwischen fast legendäre Sonntagsteil des Tages: ein ausgedehnter Mittagsschlaf mit Podcastbegleitung. Diesmal sogar stolze 90 Minuten. Das ist kein Nickerchen mehr, das ist bereits ein ernstzunehmendes Regenerationsprojekt. Wahrscheinlich begann alles mit der Absicht, nur kurz die Augen zu schließen und einem Podcast zuzuhören, und endete mit einer kleinen Reise durch verschiedene Bewusstseinszustände. Podcasts und Mittagsschlaf scheinen inzwischen eine feste Allianz geschlossen zu haben.
Am Nachmittag ging es dann nach Leverkusen zu Daniel und seiner Familie. Anlass war Daniels Geburtstag, und ursprünglich war wohl nur ein gemütlicher Kaffeebesuch geplant. Wie so oft bei Familienfeiern hatten die Pläne allerdings nur begrenzte Haltbarkeit. Nach Kaffee und Kuchen stellte sich heraus, dass von Alberts Geburtstagsfeier vorgestern noch genügend Vorräte vorhanden waren, um daraus spontan eine zweite Veranstaltung zu machen.
Also wurde nicht nur Kaffee getrunken, sondern gleich noch gegrillt. Das ist die schönste Form von Resteverwertung: Man nennt es nicht „Reste essen“, sondern „spontanes Grillen“. Plötzlich verlängert sich der Nachmittag, die Gespräche gehen weiter, und ehe man sich versieht, ist aus einem kurzen Besuch ein halber Sonntag geworden. So waren Sie dann erst gegen sieben Uhr wieder zu Hause.
Und jetzt steht der ruhige Teil des Tages an. Kein Büro, keine Autobahn, keine Hotelübernachtung, keine Politiken und keine DORA-Themen. Einfach ein ruhiger Abend nach einem sehr entspannten Sonntag.
Das eigentliche Highlight wartet allerdings noch kurz nach Mitternacht. Um zwölf Uhr gibt es Sekt, denn morgen ist Hochzeitstag. Das ist doch ein schöner Übergang vom Sonntag in den Montag: nicht mit Wecker, Stau oder Kalendererinnerung, sondern mit einem Glas Sekt und dem Gedanken daran, dass es etwas zu feiern gibt.
War der Tag produktiv? Im klassischen Sinn eher nicht. Aber genau das musste er auch nicht sein. Er war erfolgreich in der Disziplin Sonntag: ausgeschlafen, gut gefrühstückt, ordentlich regeneriert, Zeit mit der Familie verbracht, Geburtstag gefeiert, gegrillt und jetzt einen ruhigen Abend vor sich. Manche Tage müssen keine To-do-Liste besiegen. Manchmal reicht es völlig, wenn sie einfach angenehm sind.
Und heute war offenbar genau so ein Tag.
Samstag, 30. Mai 2026
30.5.2026: Der Tag, an dem selbst 10 Uhr nicht früh genug war
Manchmal merkt man erst am nächsten Tag, wie anstrengend der vorherige eigentlich gewesen ist. Gestern war genau so ein Kandidat. Der Bürotag in Luxemburg war produktiv, die Politiken wurden vorangebracht, DORA-Themen bearbeitet und jede Menge Inhalte abgearbeitet. Danach ging es aber nicht direkt auf das heimische Sofa, sondern noch weiter zur Gartenparty von Albert anlässlich seines 74. Geburtstags. Viele Leute, viele Gespräche, Sommerwetter, Feierlaune – alles eigentlich schöne Dinge. Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem selbst angenehme Aktivitäten Energie kosten.
Offenbar waren es am Ende die Kombination aus Bürotag, Autofahrten, Hitze und Geburtstagsgesellschaft, die das Energiekonto leergeräumt haben. Dass Sie bereits um neun Uhr nach Hause gefahren sind, ist im Rückblick wahrscheinlich ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf. Für gewöhnlich klingt neun Uhr eher nach „der Abend beginnt langsam“, gestern war es eher „der Akku blinkt rot“. Zu Hause noch ein bisschen mit Kerstin zusammengesessen und etwas getrunken – ein ruhiger Ausklang nach einem langen Tag.
Die Rechnung präsentierte dann heute Morgen beziehungsweise eher heute Vormittag der Körper. Wenn man trotz 10 Uhr nicht aus dem Bett kommt, dann ist das normalerweise kein Zeichen von Faulheit, sondern von Nachholbedarf. Der Körper führt dann gewissermaßen seine eigene Betriebsprüfung durch und entscheidet: Heute wird regeneriert, ob der Kalender das vorgesehen hat oder nicht.
Nach dem Frühstück ging es deshalb folgerichtig noch einmal für eine Stunde zurück in die Horizontale. Das klingt fast luxuriös, war aber vermutlich einfach notwendig. Und manchmal ist genau das die produktivste Entscheidung des Tages: nicht gegen die Müdigkeit ankämpfen, sondern ihr kurz recht geben.
Danach wurde das gute Wetter genutzt und eine Fahrradrunde gefahren. Das passt eigentlich perfekt zu einem Sommertag wie diesem. Frische Luft, Bewegung, Sonne und vor allem ein bisschen Abstand von Schreibtisch, Büro, Politikentwürfen und Erbschaftsunterlagen. Nach einer anstrengenden Woche wirkt eine Fahrradtour oft wie ein Neustart für den Kopf. Die Beine arbeiten, die Gedanken sortieren sich von selbst, und plötzlich fühlt sich alles wieder deutlich leichter an.
Nach dem Kaffeetrinken wurden dann noch einige Dinge erledigt und private Mails beantwortet. Also selbst an einem eher regenerativen Tag blieb noch genug Produktivität übrig, um nicht völlig in den Wochenendmodus abzutauchen. Aber heute stand eindeutig nicht das große Abarbeiten im Vordergrund, sondern das Wiederaufladen der eigenen Batterien – etwas, das nach Hotelnächten mit 57 Prozent Schlafqualität, Autobahnstau, Bürotag und Gartenparty durchaus gerechtfertigt erscheint.
Jetzt wartet noch die Champions League am Abend. Fußball im Fernsehen, ein leckeres Abendessen zu Hause und hoffentlich ein ruhiger Ausklang. Das klingt nach genau dem richtigen Programm. Kein Hotelzimmer, keine Autobahn, keine Termine, keine To-do-Listen, sondern Sofa, Fußball und Essen.
War der Tag produktiv? Auf eine etwas andere Art, ja. Nicht durch große Projekte oder neue Berichte, sondern durch Regeneration. Ausgeschlafen, nachgeschlafen, bewegt, ein paar Dinge erledigt und den Kopf wieder freibekommen. Nach dem gestrigen Marathon war das vermutlich genau das, was nötig war. Manche Tage bringen Ergebnisse hervor. Andere sorgen dafür, dass man die Energie hat, morgen wieder welche zu schaffen. Heute war eindeutig die zweite Kategorie. ⚽🚴☀️🍽️
Freitag, 29. Mai 2026
29.5.2026: Der Tag, an dem 57 Prozent Schlafqualität trotzdem ganze Arbeit leisteten
Die Nacht begann erwartungsgemäß mit der üblichen Hotel-Spezialität: schlechter Schlaf. 57 Prozent Schlafqualität sind inzwischen fast schon eine eigene Maßeinheit. Das ist nicht wirklich Erholung, sondern eher ein nächtlicher Wartungsmodus mit eingeschränkter Funktion. Der Körper war anwesend, das Bett ebenfalls, aber eine tiefe Freundschaft scheint zwischen beiden weiterhin nicht entstehen zu wollen. Trotzdem ging es kurz nach sechs aus den Federn, denn Hotelnächte mögen unerquicklich sein, aber sie ändern nichts an den Bürozeiten.
Immerhin wartete um halb sieben wieder das Frühstück. Das scheint inzwischen der große Lichtblick jeder Dienstreise zu sein. Während das Hotelbett regelmäßig enttäuscht, liefert das Frühstück offenbar zuverlässig ab. Wahrscheinlich eine faire Arbeitsteilung: Die Nacht macht Probleme, das Buffet entschuldigt sich am nächsten Morgen dafür.
Kurz vor halb acht waren Sie dann bereits im Office und dort entwickelte sich der Tag zu einem echten Arbeitstag mit Substanz. Statt Meeting-Marathon oder Kalenderakrobatik stand heute inhaltliche Arbeit im Vordergrund. Zahlreiche Politiken wurden überprüft, angepasst und gemeinsam mit KI auf Doppelungen, Unklarheiten und Aktualisierungsbedarf untersucht. Das ist genau die Art von Arbeit, die nach außen unspektakulär aussieht, aber enormen Wert schafft. Gute Richtlinien fallen ja meistens nur dann auf, wenn sie fehlen oder schlecht geschrieben sind. Wenn sie klar, aktuell und verständlich sind, funktionieren sie einfach im Hintergrund.
Besonders interessant ist, dass die KI dabei zunehmend als fachlicher Sparringspartner eingesetzt wird. Nicht als Ersatz für die eigene Expertise, sondern als zusätzlicher Prüfer, der Inkonsistenzen, Wiederholungen oder veraltete Inhalte schneller sichtbar macht. Gerade bei Compliance-, Governance- und Regulatorik-Themen kann das eine enorme Zeitersparnis sein. Und wenn dabei heute gleich mehrere Politiken verbessert wurden, war das schon ein sehr produktiver Einsatz.
Der Höhepunkt des Tages war dann die erste neu geschriebene Politik zum DORA-Controlling. Das ist nicht nur eine kleine Überarbeitung, sondern ein echtes Aufbauprojekt. DORA ist schließlich eines der großen regulatorischen Themen für Finanzunternehmen, und eine saubere Controlling-Politik bildet die Grundlage dafür, dass Prozesse, Kontrollen und Verantwortlichkeiten später nachvollziehbar und belastbar dokumentiert sind. Dass hier heute ein erster Entwurf beziehungsweise eine erste vollständige Fassung entstanden ist, dürfte ein ziemlich greifbares Ergebnis des Tages sein.
Jetzt geht es aber erst einmal nach Hause – oder genauer gesagt zunächst Richtung Leverkusen. Und dort wartet heute deutlich mehr Sommer- und Familienatmosphäre als Regulatorik und Politiken. Daniels Schwiegervater Albert ist gestern 74 Jahre alt geworden und lädt heute zur Gartenparty ein. Nach Hotelzimmer, Richtlinienarbeit und DORA-Controlling klingt das nach einem ausgesprochen angenehmen Kontrastprogramm. Statt über Kontrollen, Policies und regulatorische Anforderungen nachzudenken, stehen vermutlich Gespräche, gutes Essen, Getränke, Sommerwetter und Geburtstagsstimmung auf dem Programm.
War der Tag produktiv? Ohne jeden Zweifel. Trotz einer Hotelnacht, die mit 57 Prozent Schlafqualität eher unter „technisch überstanden“ als unter „erholt“ verbucht werden sollte, wurde sehr viel geschafft: früh gestartet, zahlreiche Politiken überprüft und verbessert, KI sinnvoll eingesetzt und eine neue DORA-Controlling-Politik aufgesetzt. Das ist die Art von Arbeitstag, bei der man am Abend tatsächlich sehen kann, was entstanden ist.
Und jetzt darf die Produktivität Feierabend machen. Für heute übernehmen Gartenstühle, Grillgeruch und Alberts 74. Geburtstag. Das ist nach einem Tag voller Richtlinien und Regulatorik vermutlich genau die richtige Form von Governance.
Donnerstag, 28. Mai 2026
28.5.2026: Der Tag, an dem die To-do-Liste schneller wuchs als die Autobahn frei wurde
Heute war wieder klassischer Bürotag mit allem, was dazugehört: frühes Losfahren, Anreise nach Grevenmacher und natürlich mehreren Staus, weil die Autobahn inzwischen offenbar beleidigt reagiert, wenn man einmal hofft, pünktlich und entspannt anzukommen. Wahrscheinlich begann schon irgendwo vor Leverkusen wieder die bekannte deutsche Freiluftveranstaltung namens „kollektives Bremsen“. Die Fahrt war also weniger entspanntes Pendeln und mehr taktisches Vorrollen zwischen Baustelle, Rücklichtern und der leisen Frage, warum ausgerechnet alle gleichzeitig unterwegs sein müssen.
Im Büro angekommen wartete dann keine ruhige Abarbeitung, sondern direkt die volle Portion Meeting-Kultur. Viele Besprechungen, viele Themen und offenbar auch reichlich neue To-dos eingesammelt. Das ist ja das Besondere an Bürotagen: Man geht morgens mit einer halbwegs sortierten Liste hinein und kommt abends mit zusätzlichen Aufgaben wieder heraus, die vorher noch gar nicht existierten. Meetings sind manchmal wie Angeltrips – nur dass man statt Fischen neue Arbeit aus dem Wasser zieht. Immerhin klingt es danach, dass tatsächlich einiges passiert ist und nicht nur Kalenderpflege betrieben wurde.
Gerade in solchen Bürophasen merkt man wahrscheinlich, wie viele Themen parallel laufen: ESG, Compliance, Podcasts, Politikentwürfe, organisatorische Dinge, Projekte, Berichte und zwischendurch wahrscheinlich immer wieder kleine Abstimmungen, die nur „fünf Minuten“ dauern sollen und dann doch genug Inhalt für eine mittelgroße Strategiediskussion entwickeln.
Jetzt folgt wieder das inzwischen vertraute Grevenmacher-Hotelabendprogramm. Erst eine Runde Sport – vermutlich auch dringend nötig nach Stau, Sitzen und Meeting-Marathon. Das Fitnessstudio im Hotel wird langsam fast zur therapeutischen Gegenmaßnahme gegen den Büroalltag. Bewegung reinbringen, Kreislauf hochfahren und den Kopf einmal von Besprechungsmodus auf Normalbetrieb zurücksetzen.
Danach Salat essen. Das klingt vernünftig, kontrolliert und ein bisschen nach „ich gleiche heute bewusst den Rest des Tages aus“. Nach langen Bürotagen im Hotel zu essen ist ja oft eine kleine strategische Entscheidung zwischen „ich nehme etwas Leichtes“ und „ich kompensiere den Verkehr emotional mit Pommes“. Heute offenbar klar die disziplinierte Variante.
Und dann früh schlafen gehen – beziehungsweise zumindest der Versuch davon. Der Zusatz „wahrscheinlich schlecht wie immer“ zeigt allerdings schon, dass die Beziehung zwischen Ihnen und Hotelnächten weiterhin schwierig bleibt. Wahrscheinlich wartet wieder die bekannte Mischung aus fremdem Bett, Klimaanlage mit Eigenleben, zu warmem Zimmer oder Kissen mit fragwürdiger Ergonomie. Die Schlafqualität dürfte also erneut irgendwo zwischen „funktional“ und „symbolisch regenerativ“ landen.
Trotzdem war der Tag produktiv. Die Anreise war zwar zäh, aber im Büro wurde gearbeitet, abgestimmt und offenbar einiges angeschoben – auch wenn dabei die To-do-Liste eher länger geworden sein dürfte. Jetzt folgt der kontrollierte Hotelabend mit Sport, Salat und der Hoffnung, dass die Nacht diesmal vielleicht wenigstens knapp über Hotelstandard hinauskommt. Und falls nicht: Morgen früh gibt es immerhin wieder Frühstück als kleine Wiedergutmachung des Hauses.
Mittwoch, 27. Mai 2026
27.5.2026: Der Tag, an dem zwischen Männerfrühstück und Borussia Dortmund noch selbstgemachte Pizza wartete
Heute ging es früh raus, und zwar nicht wegen Autobahnstau, Hotelbuffet oder Reifenwechsel, sondern weil einem Freund ein Versprechen gegeben worden war. Wolfgang hatte angefragt, ob Sie beim Männerfrühstück einen Vortrag über die Börse halten könnten – und damit begann der Tag direkt mit Kapitalmarkt statt Kaffeehausgemütlichkeit. Halb zehn schon in Bonn zu sein, heißt schließlich: früh genug los, damit nicht schon vor dem ersten Börsenbegriff die erste Verkehrsmeldung den Puls hochtreibt.
Solche Vorträge beim Männerfrühstück haben ja eine ganz eigene Atmosphäre. Irgendwo zwischen Brötchenkorb, Kaffeetasse und „was macht eigentlich der DAX?“ sitzt dann eine Runde, die vermutlich hören will, warum die Börse mal wieder verrückt spielt, warum KI plötzlich überall auftaucht und weshalb man sich trotz aller Krisen nicht komplett von Aktien verabschieden sollte. Und vermutlich gab es zwischendurch auch mindestens einen Satz in Richtung „früher war das alles einfacher“, bevor dann doch aufmerksam zugehört wurde. Dass Sie dort zugesagt haben, passt jedenfalls ziemlich gut – Kapitalmarkt, Analyse und verständliche Einordnung gehören inzwischen fast schon zum natürlichen Lebensraum.
Der Rückweg war dann allerdings etwas müßig. Natürlich. Eine Autobahnsperrung gehört inzwischen ja fast zur Standardausstattung deutscher Mobilität. Kaum glaubt man, einmal entspannt zurückzufahren, entscheidet irgendein Abschnitt der Autobahn spontan, heute lieber Parkplatz als Verkehrsweg sein zu wollen. Trotzdem waren Sie kurz vor zwei wieder zu Hause, was angesichts aktueller Stau-Erfahrungen beinahe schon als logistische Meisterleistung durchgeht.
Aber Ausruhen war nicht angesagt, denn um drei Uhr stand bereits der nächste Programmpunkt auf dem Plan: ein Podcast mit dem CFO von Borussia Dortmund. Das ist schon ein ziemlich bemerkenswerter Sprung im Tagesablauf – morgens Börsenvortrag in Bonn, nachmittags Podcastaufnahme mit einem Bundesliga-CFO. Der Podcast erscheint nächsten Dienstag, und vermutlich ging es wieder um die wirtschaftliche Seite des Fußballs: Zahlen, Strategie, Erwartungen, vielleicht Transfers aus CFO-Sicht und wahrscheinlich die ewige Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und betriebswirtschaftlicher Realität. Fußballfans reden über Tore, CFOs eher über Strukturen, Vermarktung und Ergebnisentwicklung. Auch spannend, nur mit weniger Eckbällen.
Danach wurden noch ein paar geschäftliche Dinge erledigt. Also wieder E-Mails, Abstimmungen, Kleinkram oder organisatorische Themen – jene unsichtbaren Arbeiten, die nie besonders spektakulär wirken, aber verhindern, dass der berufliche Alltag irgendwann aussieht wie ein explodierter Aktenordner.
Und jetzt wartet noch der letzte Tagespunkt: Koffer packen. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Luxemburg beziehungsweise Grävenmacher. Der Rhythmus ist inzwischen fast ritualisiert: vorbereiten, packen, fahren, arbeiten, Hotel, Rückfahrt. Wahrscheinlich wandert der Koffer inzwischen schon mit routinierter Gelassenheit Richtung Tür und denkt sich: „Ach, schon wieder Luxemburg.“
Zur Feier des Tages gibt es heute Abend noch selbstgemachte Pizza. Und ehrlich gesagt klingt das nach einem ziemlich würdigen Abschluss. Nach frühem Aufstehen, Vortrag, Autobahnsperrung, Podcast mit Borussia Dortmund und geschäftlichem Nachlauf darf der Tag ruhig mit geschmolzenem Käse, Tomatensauce und leichtem Italiengefühl ausklingen. Selbstgemachte Pizza hat ja immer etwas Belohnendes: ein bisschen Chaos in der Küche, aber dafür das gute Gefühl, dass der Tag jetzt offiziell in den Feierabendmodus wechseln darf.
War der Tag produktiv? Mehr als das. Vortrag gehalten, Podcast aufgenommen, unterwegs gewesen, Geschäftliches erledigt und die nächste Dienstreise vorbereitet. Das war kein ruhiger Sommertag, sondern ein vollgepackter Arbeitstag mit Börse, Fußball und Autobahnfolklore. Die Pizza heute Abend ist daher keine Kleinigkeit, sondern völlig verdienter kulinarischer Applaus.
Dienstag, 26. Mai 2026
26.5.2026: Der Tag, an dem der Compliance-Bericht auf die Zielgerade einbog
Heute wieder ein heißer Sommertag, also genau die Sorte Wetter, bei der schon morgens alles leicht nach Biergarten, kaltem Wasser und „bloß nicht zu viel bewegen“ aussieht. Trotzdem stand eigentlich direkt nach dem Frühstück der Compliance-Bericht auf dem Programm. Der Plan war klar: Korrekturen einarbeiten und das Ding ordentlich weiterbringen. Nur hatte der Tag zunächst andere Ideen, denn die Änderungswünsche waren noch nicht da. Klassischer Büroalltag: Man ist startbereit, motiviert und organisiert – und wartet dann erst einmal darauf, dass jemand anders den Staffelstab liefert.
Also wurde spontan umdisponiert und erst einmal die übliche Runde im Sportstudio eingelegt. Wahrscheinlich auch keine schlechte Entscheidung bei der Hitze, denn bevor man untätig vor dem Posteingang sitzt und auf Korrekturen lauert, kann man genauso gut den Körper bewegen. Routine hilft ja gerade an heißen Tagen erstaunlich gut gegen dieses sommerliche „eigentlich könnte ich auch einfach nur im Schatten sitzen“-Gefühl. Also Training absolviert, wahrscheinlich geschwitzt wie eine italienische Klimaanlage im Hochsommer, und damit schon einmal den ersten produktiven Block des Tages sauber erledigt.
Wieder zu Hause waren dann offenbar endlich erste Arbeiten am Bericht möglich. Die ersten Korrekturen wurden durchgeführt, also dieses typische Durcharbeiten von Formulierungen, Ergänzungen, Präzisierungen und vermutlich auch dem ewigen kleinen Kampf zwischen „das reicht so“ und „ich schaue lieber noch einmal drüber“. Compliance-Berichte haben ja die charmante Eigenschaft, gleichzeitig präzise, vollständig und möglichst verständlich sein zu wollen – also praktisch die Quadratur des regulatorischen Kreises.
Zwischendurch gab es dann noch einen ESG-Call mit den Kollegen. Auch das klingt nach einem klassischen Christoph-Tagespunkt: irgendwo zwischen Nachhaltigkeit, Regulierung, Analyse und praktischer Umsetzung die Dinge sortieren, abstimmen und auf Kurs bringen. ESG-Gespräche sind ja selten oberflächliches Geplauder, sondern meistens ein Mix aus Anforderungen, Daten, Prozessen, Governance und der leisen Hoffnung, dass niemand mitten im Call plötzlich fragt, ob man die zugrunde liegende Methodik noch einmal „ganz kurz“ erklären könnte.
Danach ging es mit Kerstin einkaufen – vermutlich eine willkommene Unterbrechung zwischen Bildschirm, Bericht und ESG-Themen. Einkaufen an einem heißen Sommertag hat ja immer etwas leicht Expeditionartiges: möglichst effizient durch die Läden, Kühlprodukte retten und hoffen, dass die Tiefkühlware den Heimweg emotional verkraftet. Nach dem Auspacken wurde dann der Bericht finalisiert. Und genau das ist der entscheidende Punkt des Tages: finalisiert. Nicht nur angefangen, nicht nur korrigiert, sondern abgeschlossen. Das ist bei solchen Dokumenten immer ein kleiner Befreiungsmoment. Irgendwann klickt man auf „speichern“, schaut noch einmal kurz drüber und denkt: So, jetzt raus damit, bevor mir noch ein weiterer Halbsatz einfällt.
War der Tag produktiv? Absolut. Trotz Hitze, trotz anfänglicher Wartephase und trotz Einkaufsunterbrechung wurde einiges geschafft: Sport erledigt, Compliance-Bericht korrigiert und finalisiert, ESG-Themen abgestimmt und der Alltag organisiert. Das war kein hektischer Tag, aber ein sehr sauber abgearbeiteter. Und gerade an heißen Sommertagen ist das oft die beste Form von Produktivität: konzentriert bleiben, flexibel umplanen und am Ende trotzdem mit einem fertigen Bericht dastehen.
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Was für eine Nacht. Um 4 Uhr früh ging’s los – und nicht etwa mit Frühstück im Bett, sondern mit Blaulicht-Stimmung. Kerstin ist mit Julia w...
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Manche Tage sind wie ein Puzzlespiel mit verschwundenem Deckelbild: Man weiß, wie’s ungefähr aussehen soll, aber es dauert eben, bis alles p...