Wie immer habe ich im Hotel in Luxemburg nicht besonders gut geschlafen. Meine Schlaf-App bescheinigte mir heute Morgen gerade einmal 59 Prozent Schlafqualität. Kein berauschendes Ergebnis, aber immerhin ausreichend, um kurz vor sechs Uhr aufzustehen. Bereits um halb sieben saß ich beim Frühstück. Und das war wenigstens richtig gut. Wenn schon der Schlaf nicht überzeugt, muss eben das Frühstück die Gesamtbewertung retten.
Um halb acht war ich wie üblich im Büro und konnte zunächst in aller Ruhe ein paar Dinge erledigen, bevor mein Kollege eintraf. Anschließend ging es wieder an die Politiken. Formulieren, überarbeiten, abstimmen – inzwischen könnte ich vermutlich selbst im Halbschlaf noch eine Richtlinie schreiben. Was angesichts meiner nächtlichen Schlafqualität vielleicht sogar ein realistisches Szenario wäre.
Mittags wollte dann auch mein Chef vorbeikommen und hatte eine ausgesprochen vernünftige Idee: Wir gehen alle zusammen Steak essen. Dagegen hatte natürlich niemand etwas einzuwenden. Leider entdeckte ich auf dem Weg zum Restaurant, dass die Windschutzscheibe meines Nissan einen Riss hatte. Da war die Freude über das bevorstehende Steak gleich ein wenig getrübt. Immerhin ließ ich mir das Essen nicht verderben und kümmerte mich anschließend darum, für morgen einen Termin zum Scheibenwechsel zu organisieren. Langweilig wird es mit meinen Autos jedenfalls nie. Kaum hat der Mazda endlich seine neuen Winterreifen, meldet der Nissan den nächsten Reparaturbedarf an.
Zurück im Büro kam wie vereinbart noch der Innenrevisor vorbei. Damit war auch der Nachmittag wieder gut gefüllt. Kurz nach fünf machte ich mich schließlich auf den Heimweg. Die Fahrt lief erfreulich gut, allerdings war ich wegen des Risses in der Windschutzscheibe besonders vorsichtig unterwegs. Zum Glück bin ich problemlos zu Hause angekommen.
Inzwischen sind die Koffer ausgepackt, der Rechner darf Feierabend machen, und ich freue mich auf einen gemütlichen Abend mit Kerstin. Zwei Luxemburger Bürotage liegen hinter mir, die Politiken sind ein Stück weiter und der Scheibenwechsel ist organisiert.
Meine persönliche Tagesbilanz fällt deshalb gemischt aus: schlecht geschlafen, gut gefrühstückt, hervorragend zu Mittag gegessen und sicher nach Hause gekommen.
Nur der Nissan hätte sich den heutigen Beitrag zum Tagesprogramm wirklich sparen können.