Dienstag, 1. September 2026

1.9.2026: Ein Ausflug nach Holland – oder warum Roermond Venlo inzwischen ziemlich alt aussehen lässt

Heute haben wir mal wieder einen „Ausflug nach Holland“ gemacht, wie Kerstin so schön sagt. Nach mehr als zehn Jahren stand dabei zunächst einmal wieder Venlo auf unserem Programm. Ich war wirklich gespannt, wie sich die Stadt in dieser langen Zeit verändert hat. Die Antwort fiel allerdings etwas ernüchternd aus: Venlo wirkte auf mich ziemlich tot. Wo früher gefühlt deutlich mehr los war, herrschte heute eher überschaubare Betriebsamkeit. Mein Eindruck war jedenfalls ziemlich eindeutig: Roermond hat Venlo inzwischen klar den Rang abgelaufen.

Entsprechend lange haben wir uns dort auch nicht aufgehalten. Ein bisschen durch die Stadt gelaufen, bei den Zwei Brüdern von Venlo ein paar Sachen gekauft und dann entschieden: Das reicht für heute mit Venlo. Also wieder ins Auto und weiter nach Roermond.

Dort gehörte natürlich zunächst ein Besuch bei Action zum Pflichtprogramm. Wenn man schon in den Niederlanden unterwegs ist, kann man schließlich auch konsequent sein. Anschließend wartete allerdings der kulinarische Höhepunkt des Tages: Fritten Spezial und eine Frikandel Spezial. Man kann über niederländische Küche sicherlich ausführlich diskutieren, aber genau diese Kombination gehört für mich bei einem solchen Ausflug einfach dazu. Kalorien werden bei einem Tagesausflug ohnehin anders berechnet.

Danach ging es ins Outletcenter. Einen ganz großen Kaufrausch gab es heute allerdings nicht. Wir sind durch die Geschäfte gezogen und haben uns einiges angesehen, aber am Ende blieb die Beute erstaunlich überschaubar. Immerhin habe ich zwei Paar Schuhe für mich gefunden. Damit hat sich der Besuch schon gelohnt – und mein Schuhschrank darf sich auf zwei neue Bewohner einstellen.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch zwei Stopps bei Lidl und Aldi eingelegt. Wenn man schon unterwegs ist, kann man die normalen Einkäufe schließlich gleich mit erledigen. Damit war das Auto am Ende doch ganz ordentlich gefüllt, auch wenn der große Outlet-Beutezug ausgeblieben ist.

Inzwischen sind wir wieder zu Hause, alles ist ausgepackt und verstaut. Damit könnte der Tag eigentlich gemütlich zu Ende gehen – wäre da nicht schon wieder mein alter Freund, der Koffer.

Denn morgen geht es für zwei Tage ins Büro nach Grevenmacher. Also heißt es gleich wieder Hemden, Sportsachen, Ladegeräte und den üblichen Dienstreise-Hausrat zusammensuchen und einpacken. Gefühlt packe ich diesen Koffer inzwischen so routiniert, dass ich dabei wahrscheinlich nicht einmal mehr das Licht einschalten müsste.

Danach ist allerdings wirklich Feierabend. Füße hoch und möglichst nichts mehr tun lautet der Plan für heute Abend.

Unterm Strich war es ein schöner kleiner Ausflug. Venlo hat mich nach mehr als zehn Jahren eher enttäuscht, Roermond bleibt für mich eindeutig die bessere Adresse, zwei Paar neue Schuhe sind im Gepäck und Fritten Spezial mit Frikandel Spezial gab es auch.

Mehr muss ein ordentlicher Ausflug nach „Holland“ eigentlich gar nicht leisten.

Montag, 31. August 2026

31.8.2026: Montag zwischen Sportstudio, Wertpapieren und dem nächsten Koffer

Heute ist Montag, und da zum Glück kein früher Termin auf mich wartete, konnte ich den Tag einigermaßen entspannt beginnen. Also erst einmal etwas länger schlafen, anschließend in Ruhe frühstücken und danach die Sporttasche packen. Das Sportstudio stand auf dem Programm, und nach den vielen Stunden am Schreibtisch in den vergangenen Tagen war die Bewegung wieder genau der richtige Ausgleich.

Wieder zu Hause begann dann allerdings der deutlich weniger sportliche Teil des Tages. Die Abwicklung der Erbschaft meines Vaters beschäftigt mich schließlich nach wie vor, und heute waren wieder die Wertpapiere an der Reihe. Es ging darum, Bestände zu verkaufen, Gelder zu überweisen und die verschiedenen Vorgänge möglichst sauber abzuarbeiten. Eigentlich hatte ich gehofft, heute mit dem Thema komplett fertig zu werden, aber wie das bei der Erbschaft inzwischen fast schon Tradition ist, funktioniert nichts ganz so schnell und unkompliziert, wie man sich das vorher vorstellt.

Also habe ich verkauft, überwiesen, kontrolliert und mich durch die verschiedenen Vorgänge gearbeitet. Ganz fertig geworden bin ich leider nicht. Ein Rest bleibt also wieder für die nächsten Tage übrig. Aber zumindest ist erneut ein gutes Stück geschafft, und irgendwann muss diese Erbschaftsabwicklung schließlich tatsächlich einmal zu Ende sein. Ich bin inzwischen optimistisch, dass ich diesen historischen Moment noch erleben werde.

Morgen soll allerdings bewusst ein anderer Tag werden. Kerstin und ich wollen mal wieder nach Venlo und Roermond fahren. Ein bisschen durch die Geschäfte laufen, schauen, was es so gibt, vielleicht das eine oder andere einkaufen und einfach einen schönen Tag in den Niederlanden verbringen. Nach all den Steuererklärungen, Wertpapierverkäufen, Bankthemen und sonstigen organisatorischen Aufgaben ist ein kleiner Tapetenwechsel sicherlich keine schlechte Idee.

Ganz ohne Organisation wird allerdings auch der morgige Abend nicht auskommen. Dann wartet nämlich schon wieder mein alter Bekannter auf mich: der Koffer. Mittwoch und Donnerstag geht es erneut ins Büro nach Grevenmacher. Gefühlt habe ich in den vergangenen Wochen häufiger einen Koffer ein- und ausgepackt als manche Menschen ihre Spülmaschine.

Aber der Reihe nach. Für heute reicht es mit Wertpapieren und Überweisungen. Morgen gibt es erst einmal Venlo und Roermond, bevor anschließend wieder Hemden, Sportsachen, Ladegeräte und der ganze übrige Dienstreise-Hausrat im Koffer verschwinden.

Und vielleicht schaffe ich es sogar, einen ganzen Tag lang nicht über die Erbschaft nachzudenken. Das wäre zur Abwechslung auch einmal ganz schön.

Sonntag, 30. August 2026

30.8.2026: Sonntagsprogramm: Fahrrad, Podcasts und zum Nachtisch eine Steuererklärung

Heute ist Sonntag, und das bedeutet für mich zunächst einmal zwei ausgesprochen angenehme Dinge: lange schlafen und anschließend ausführlich frühstücken. Nach den vielen Terminen und Reisen der vergangenen Wochen genieße ich diese ruhigen Sonntagmorgen umso mehr. Kein Wecker, kein Zug nach Hamburg, keine Autobahn Richtung Grevenmacher und erst recht kein Containerterminal – einfach gemütlich in den Tag starten.

Nach dem Frühstück wollte ich allerdings nicht den ganzen Vormittag herumgammeln. Also habe ich mich aufs Fahrrad geschwungen und meine übliche Runde um den Unterbacher See und den Elbsee gedreht. Das Wetter spielte erfreulicherweise mit. Es blieb trocken, und inzwischen reicht mir das schon als Qualitätsmerkmal eines guten Fahrradtages. Hauptsache kein Regen von oben und die obligatorischen Kilometer können abgespult werden.

Wieder zu Hause ging es erst einmal unter die Dusche. Anschließend folgte der inzwischen ebenso obligatorische zweite Teil meines persönlichen Sonntagsprogramms: Podcast hören und ein wenig ausruhen. Nach der Fahrradrunde einfach hinlegen, die Kopfhörer aufsetzen und jemand anderem beim Reden zuhören – viel besser kann man einen Sonntagmittag kaum verbringen.

Am Nachmittag wurde es dann wieder etwas produktiver. Ich habe mich an den PC gesetzt und zunächst einige Dinge aktualisiert. Nachdem unser Internet endlich wieder zuverlässig funktioniert, bin ich zwar mit den meisten Updates inzwischen durch, aber irgendetwas findet sich bekanntlich immer, das noch aktualisiert, synchronisiert oder aufgeräumt werden möchte.

Ganz Feierabend ist allerdings noch nicht. Als Nächstes muss ich meine Vorlesungsunterlagen fertigstellen. Auch da möchte ich heute einen Haken hintersetzen, damit das Thema erledigt ist und ich nicht in den nächsten Tagen wieder hektisch daran arbeiten muss.

Und anschließend wartet noch ein alter Bekannter auf mich: die Steuererklärung meines Vaters. Nachdem ich mich zuletzt ausführlich mit 2023 beschäftigt habe, ist jetzt das Jahr 2024 an der Reihe. Andere Menschen beenden ihren Sonntag mit einem guten Film oder einem Glas Wein. Ich öffne offenbar freiwillig Steuerunterlagen. Jeder braucht schließlich ein Hobby.

Immerhin wäre es ein richtig gutes Gefühl, wenn ich auch dieses Thema ein ordentliches Stück weiterbekomme. Dann hätte der Sonntag tatsächlich alles geboten: ausschlafen, ausführlich frühstücken, Fahrrad fahren, Podcasts hören, ein paar Dinge am Rechner erledigen, Vorlesungsunterlagen fertigstellen – und zum großen Finale noch eine Steuererklärung.

Wer behauptet eigentlich, Sonntage seien zum Ausruhen da?

Samstag, 29. August 2026

29.8.2026: Ein Samstag, bei dem Bayer 04 die Stimmung gleich mit verlor

Den heutigen Tag hatte ich mir ehrlich gesagt ein bisschen anders vorgestellt. Eigentlich sollte es ein gemütlicher Samstag werden, gekrönt von einem erfolgreichen Bundesliga-Auftakt von Bayer 04. Schließlich ging es am ersten Spieltag zum Aufsteiger nach Elversberg, und da war ich schon davon ausgegangen, dass wir mit drei Punkten wieder nach Hause fahren würden. Aber Fußball und meine Erwartungen sind bekanntlich zwei Dinge, die nicht immer besonders harmonisch miteinander umgehen.

Dabei begann der Tag ausgesprochen entspannt. Gegen sieben Uhr war ich tatsächlich schon einmal wach und hatte kurz überlegt, einfach aufzustehen. Dann kam allerdings der Gedanke: Es ist Samstag, warum sollte ich das tun? Also habe ich mich noch einmal umgedreht und versucht weiterzuschlafen. Dieser Versuch war ausgesprochen erfolgreich. Als ich das nächste Mal ernsthaft auf die Uhr geschaut habe, war es plötzlich 10:30 Uhr. Aus „noch ein bisschen schlafen“ waren also mal eben dreieinhalb Stunden geworden. Aber nach den vielen Reisen und Terminen der vergangenen Wochen darf das auch einmal sein.

Danach haben wir erst einmal in aller Ruhe schön gefrühstückt. Anschließend wollte ich wenigstens noch etwas für die Fitness tun. Das Wetter beziehungsweise meine Motivation führten mich heute allerdings nicht auf die übliche Runde um Unterbacher See und Elbsee, sondern ins Gästezimmer. Dort habe ich mich für eine Stunde auf den Hometrainer gesetzt und ordentlich Fahrrad gefahren. Nicht ganz so abwechslungsreich wie draußen, aber immerhin effektiv – und Stau gibt es im Gästezimmer normalerweise auch keinen.

Nebenbei beziehungsweise danach habe ich noch das eine oder andere erledigt, bevor der sportliche Höhepunkt des Tages anstand. Zumindest hatte ich gedacht, dass es ein Höhepunkt werden würde.

Bayer 04 in Elversberg.

Was dann passierte, war allerdings eher geeignet, die gerade aufgebaute Wochenendstimmung gründlich zu beschädigen. Bis zur 70. Minute lag Bayer völlig verdient mit 0:3 zurück. Beim Aufsteiger. Am ersten Spieltag. Das muss man erst einmal schaffen. Immerhin kam die Mannschaft anschließend noch einmal zurück und machte aus dem 0:3 ein 2:3. Für ein paar Minuten konnte man sogar wieder hoffen, dass vielleicht doch noch irgendwie ein Punkt herausspringt.

Aber am Ende blieb es beim 2:3.

Und Niederlage ist nun einmal Niederlage. Ob man vorher 0:1 oder 0:3 zurückgelegen hat, interessiert in der Tabelle niemanden. Der Bundesliga-Auftakt ist damit gründlich misslungen, und meine Stimmung hat entsprechend einen kleinen Dämpfer bekommen. Nach all der Vorfreude auf die neue Saison hatte ich mir den ersten Spieltag definitiv anders vorgestellt.

Aber gut: Es ist genau ein Spiel gespielt. Noch bleiben genügend Möglichkeiten, es besser zu machen. Sehr viele sogar.

Jetzt schauen wir erst einmal, was es gleich zum Abendessen gibt. Danach wird der Abend hoffentlich deutlich entspannter als die 90 Minuten in Elversberg. Fußball ist schließlich wichtig – aber glücklicherweise nicht wichtig genug, um mir den ganzen Samstag zu verderben.

Ein leckeres Abendessen könnte jedenfalls schon erheblich zur Rehabilitation dieses Tages beitragen.

Freitag, 28. August 2026

28.8.2026: Ausschlafen, Bayer und endlich wieder richtiges Internet

Heute Morgen habe ich erst einmal richtig ausgeschlafen. Nach den beiden Tagen in Hamburg, der Konferenz, der Abendveranstaltung und natürlich der obligatorischen Rückreise mit kleinen Überraschungen der Deutschen Bahn war das auch dringend nötig. Kein Wecker, kein Zug, kein Termin am frühen Morgen – einfach liegen bleiben, bis der Körper der Meinung war, dass der Tag jetzt beginnen könnte.

Nach dem Frühstück wurde es dann zunächst einmal sportlich, allerdings nur vor dem Bildschirm. Ich habe mir die Pressekonferenz von Bayer 04 vor dem morgigen Spiel gegen Elversberg angeschaut. Schließlich muss man wissen, wie die Lage vor dem nächsten Bundesligaspiel aussieht und was Trainer und Mannschaft zu erzählen haben. Die Saison nimmt langsam richtig Fahrt auf, und natürlich bin ich gespannt, wie sich Bayer morgen schlägt.

Direkt anschließend ging es mit Fußball weiter. Die Europa-League-Auslosung stand auf dem Programm, und auch die musste natürlich verfolgt werden. Solche Auslosungen haben ja immer etwas Eigenartiges: Eigentlich passiert minutenlang relativ wenig, trotzdem sitzt man davor und wartet gespannt darauf, welcher Name als Nächstes aus irgendeiner Kugel gezogen wird. Am Ende kennt man jedenfalls die kommenden europäischen Aufgaben und kann schon einmal anfangen, über mögliche Reisen und Ergebnisse nachzudenken.

Nach so viel passivem Sport war anschließend eine meiner bewährten Disziplinen an der Reihe: Mittagsschlaf. Den habe ich mir heute ganz bewusst gegönnt. Nach den vergangenen Wochen mit Frachtschiffreise, Grevenmacher, Hamburg und vielen Terminen war ein ruhiger Tag genau das Richtige.

Am Nachmittag wartete dann allerdings noch ein größeres Projekt auf mich. Nachdem unser Internet nach dem Ausfall seit dem 11. August endlich wieder funktioniert, musste ich erst einmal all die Dinge nachholen, die in den vergangenen Wochen liegen geblieben waren. Es ist schon erstaunlich, was sich in gut zwei Wochen ansammelt, wenn zu Hause die normale Internetverbindung fehlt. Updates, Synchronisationen, Dateien, Geräte und Programme – gefühlt wollte heute alles gleichzeitig wieder Kontakt zur digitalen Außenwelt aufnehmen.

Also habe ich mich Stück für Stück durch den entstandenen Rückstau gearbeitet und versucht, meine technische Welt wieder auf den aktuellen Stand zu bringen. Nach den ganzen mobilen Hotspots und Extradaten der vergangenen Wochen fühlt sich ein funktionierendes WLAN plötzlich fast wie Luxus an.

Damit war der heutige Tag genau richtig: ausschlafen, Fußball schauen, Mittagsschlaf halten und anschließend den digitalen Reparaturstau der vergangenen Wochen abarbeiten. Kein Koffer musste gepackt werden, kein Zug erreicht und kein Containerterminal gefunden werden.

Und das Beste: Wenn heute Abend irgendein Gerät ein Update herunterladen möchte, darf es das einfach tun. Über WLAN.

Manchmal sind es wirklich die kleinen Dinge, die glücklich machen.

Donnerstag, 27. August 2026

27.8.2026: Das Internet lebt wieder – nur die Deutsche Bahn bleibt sich treu

Heute stand Tag zwei meiner Investmentkonferenz in Hamburg auf dem Programm. Gestern Abend war es bei der Abendveranstaltung erwartungsgemäß etwas später geworden. Aber es war wie eigentlich immer bei solchen Gelegenheiten ausgesprochen nett. Viele gute Gespräche, bekannte Gesichter und eine entspannte Atmosphäre – da schaut man eben nicht ständig auf die Uhr.

Nach dem Frühstück im Hotel wartete dann allerdings die eigentliche Sensation des Tages auf mich. Ich bekam die Nachricht, dass unser Internet zu Hause wieder funktionieren würde. Nach dem Ausfall seit dem 11. August klang das fast zu schön, um wahr zu sein. Deshalb habe ich sicherheitshalber erst einmal Kerstin angerufen und gefragt, ob es tatsächlich stimmt.

Und tatsächlich: Es funktioniert wieder!

Nach mehr als zwei Wochen mit mobilen Daten, Hotspots und allen möglichen Notlösungen ist das fast schon ein kleines technisches Wunder. Man merkt erst, wie selbstverständlich WLAN inzwischen zum Alltag gehört, wenn es plötzlich für mehr als zwei Wochen nicht mehr vorhanden ist.

Danach ging es wieder zur Konferenz. Der Tag war mit zahlreichen Meetings gut gefüllt, und ich habe viele Gespräche geführt. Mittags habe ich mich beim Essen allerdings bewusst etwas zurückgehalten. Schließlich hatte ich für den Abend bereits einen deutlich attraktiveren Plan: Auf dem Heimweg wollte ich in Solingen Döner mitbringen. Man muss schließlich Prioritäten setzen.

Zum Bahnhof in Hamburg kam ich pünktlich und zunächst sah alles danach aus, als könnte die Heimreise tatsächlich einmal ohne größere Bahn-Geschichte funktionieren. Dann schloss allerdings eine Tür des Zuges nicht richtig, sodass wir ungefähr zehn Minuten später losfuhren.

Bis Münster hatten wir diese Verspätung erstaunlicherweise wieder aufgeholt. Ich hätte es besser wissen müssen, als mich darüber zu freuen.

In Münster begann nämlich das große Fahrradtheater. Drei Fahrgäste wollten mit ihren Fahrrädern aussteigen, zwei andere wollten mit ihren Fahrrädern hinein. Eigentlich eine Aufgabe, die sich mit etwas gutem Willen in überschaubarer Zeit lösen lassen sollte. Stattdessen passierte minutenlang erstaunlich wenig. Irgendwann hatte der Zugchef offenbar genug und schloss die Türen.

Das wiederum fanden einige der beteiligten Damen weniger überzeugend – und zogen kurzerhand die Notbremse.

Damit war die mühsam aufgeholte Verspätung natürlich sofort wieder da. Aus dem kurzen Fahrradchaos wurden weitere 15 Minuten, und als ich schließlich in Solingen ankam, waren es wieder rund 25 Minuten Verspätung. Irgendwie schafft es die Deutsche Bahn zuverlässig, selbst aus einer zunächst pünktlichen Fahrt noch eine kleine Geschichte für mein Tagebuch zu produzieren.

Immerhin wartete anschließend die geplante Belohnung. Ich habe den Döner geholt, bin nach Hause gefahren und wir haben richtig lecker gegessen. Danach wurde der Koffer ausgepackt – inzwischen eine Tätigkeit, in der ich angesichts meiner vielen Reisen der vergangenen Wochen fast professionelle Routine entwickelt habe.

Jetzt beginnt allerdings ein ganz anderes Projekt. Nachdem das Internet endlich wieder funktioniert, müssen sämtliche Geräte wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Computer, Tablets und was sonst noch alles in den vergangenen zwei Wochen nur eingeschränkt aktualisiert werden konnte, dürfen sich jetzt wieder nach Herzenslust mit dem Internet verbinden und ihre Updates herunterladen.

Damit endet ein langer, aber guter Konferenztag. Hamburg war interessant, die Abendveranstaltung schön, das Internet funktioniert wieder und der Döner hat geschmeckt.

Nur bei der Deutschen Bahn ist weiterhin alles beim Alten.

Und irgendwie beruhigt einen ja auch ein bisschen, wenn sich wenigstens eine Sache im Leben nicht verändert.

Mittwoch, 26. August 2026

26.8.2026: Mit 75 Minuten Verspätung nach Hamburg – und zu Hause wird endlich gebaggert

Heute Morgen ging es für mich relativ früh los, denn eine Investmentkonferenz in Hamburg stand auf dem Programm. Wirklich ausgeschlafen war ich allerdings nicht. Ich hatte in der vergangenen Nacht irgendwie schlecht geschlafen und war deshalb schon gegen halb sieben wach und schließlich auch aus dem Bett, obwohl mein Zug eigentlich erst gegen halb neun fahren sollte. Immerhin hatte ich dadurch morgens keinen Stress und konnte mich in aller Ruhe auf den Weg machen.

Die Betonung lag allerdings auf „eigentlich“. Denn aus der geplanten Abfahrt gegen halb neun wurde erst einmal Viertel vor neun. Damit hatte die Deutsche Bahn schon früh deutlich gemacht, dass sie auch heute gerne ein aktiver Bestandteil meines Tagebuchs sein wollte. Unterwegs wurde es dann noch etwas abwechslungsreicher. Irgendwo zwischen Bremen und Hamburg standen wir wegen einer Weichenstörung längere Zeit auf der Strecke herum. Am Ende summierte sich die Verspätung auf rund 75 Minuten. Nach meiner Frachtschiffreise bin ich bei verspäteten Abfahrts- und Ankunftszeiten allerdings inzwischen ziemlich gut trainiert. Ob Containerfrachter oder Deutsche Bahn – ein Fahrplan scheint manchmal eher eine grobe Idee für den Tagesablauf zu sein.

Irgendwann bin ich dann aber doch in Hamburg angekommen. Zunächst ging es ins Hotel, wo ich eingecheckt und meine Sachen abgestellt habe. Danach machte ich mich direkt auf den Weg zur Investmentkonferenz. Dort habe ich mir einige Meetings und Präsentationen angesehen und vor allem viele Leute getroffen. Genau das ist für mich ohnehin einer der wichtigsten Aspekte solcher Veranstaltungen. Natürlich sind die Vorträge interessant, aber mindestens genauso wertvoll sind die Gespräche dazwischen, wenn man alte Bekannte trifft, neue Kontakte knüpft und sich über die unterschiedlichsten Themen austauscht.

Jetzt steht gleich noch die Abendveranstaltung an. Erfreulicherweise liegt die Location nicht irgendwo am anderen Ende Hamburgs. Google Maps zeigt gerade einmal rund 600 Meter Fußweg bis zum Pelicano an. Das ist perfekt. Ich kann gemütlich hinlaufen und habe gleichzeitig einen entscheidenden strategischen Vorteil: Wenn ich irgendwann genug von der Veranstaltung habe, kann ich mich relativ unkompliziert wieder abseilen. Kein Taxi organisieren, keine lange Fahrt durch Hamburg – einfach 600 Meter zurück zum Hotel. So gefällt mir Veranstaltungsplanung.

Fast noch spannender als die Investmentkonferenz ist allerdings eine Nachricht von zu Hause. Seit dem 11. August funktioniert unser Internet nicht mehr, und inzwischen begleitet uns diese Geschichte schon länger, als mir lieb ist. Heute wurde bei uns offenbar endlich gebaggert. Nach all den Tagen des Wartens ist das zumindest ein sichtbares Zeichen dafür, dass tatsächlich irgendetwas passiert.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Leitung beziehungsweise der betroffene Kanal vollständig freigelegt wurde und Vodafone erneut vorbeikommen kann, um endlich festzustellen, wo der Schaden tatsächlich liegt. Nach mehr als zwei Wochen ohne funktionierendes Festnetz-Internet wäre das langsam eine echte Errungenschaft.

Vielleicht passiert also morgen das kleine Wunder: Ich komme aus Hamburg nach Hause, öffne die Tür und das WLAN funktioniert wieder. Nach den Erfahrungen der vergangenen Wochen wäre ich allerdings schon zufrieden, wenn zumindest jemand genau weiß, welches Kabel eigentlich kaputt ist.

Für heute heißt es jetzt erst einmal: Rechner zu und ab zur Abendveranstaltung. 600 Meter Fußweg, ein paar interessante Gespräche, wahrscheinlich etwas zu essen und zu trinken – und wenn es reicht, sind es glücklicherweise auch nur wieder 600 Meter zurück.

Nach 75 Minuten Bahnverspätung habe ich mir zumindest einen Abend ohne weitere Weichenstörung verdient.

1.9.2026: Ein Ausflug nach Holland – oder warum Roermond Venlo inzwischen ziemlich alt aussehen lässt

Heute haben wir mal wieder einen „Ausflug nach Holland“ gemacht, wie Kerstin so schön sagt. Nach mehr als zehn Jahren stand dabei zunächst e...