Heute war so ein Tag, der schon morgens klar gemacht hat: Strand wird’s nicht, mein Freund. Bewölkt, 14 Grad, also eher „Jacke-auf-Reißverschluss-zu“-Romantik als „Handtuch-raus-Sonnenbrille-auf“-Programm. Gestern Abend habe ich dann auch noch etwas länger Netflix geguckt, was natürlich wieder einmal zu dieser bewährten wissenschaftlichen Erkenntnis geführt hat: Serienfolgen werden nachts kürzer, der Schlaf aber leider auch. Entsprechend war ich heute später raus, und es war fast Mittag, als wir überhaupt gefrühstückt haben – ich nenne das ab jetzt nicht mehr „spät“, sondern „brunchartig mediterran angepasst“. Danach bin ich eine Runde Golf auf dem Kurzplatz in El Vendrell gespielt, was richtig gut war: frische Luft, ein bisschen Fokus, das beruhigende Geräusch von „Ball trifft Ball“ (oder zumindest das hoffnungsvolle Geräusch von „Ball trifft ungefähr Richtung Ziel“), und insgesamt einfach dieses Gefühl, dass man im Urlaub auch ohne Strand sehr anständig Zeit verbringen kann. Auf dem Rückweg habe ich noch getankt und ein bisschen Kuchen geholt, weil ich finde, Tankstelle und Kuchen sind die beiden Säulen moderner Stabilität: Das Auto läuft weiter und die Laune auch.
Zu Hause kam dann allerdings kurz das kleine Urlaubs-Realitäts-Insert: Das Wasser war nur kalt. Nichts bringt einen so schnell aus dem Urlaubszen in die Gegenwart wie eine Dusche, die plötzlich auf „Nordsee im Februar“ umstellt. Also habe ich direkt die Vermieterin angeschrieben, ihr Bruder kam vorbei und hat das repariert – und ich war ehrlich gesagt ziemlich dankbar, dass das so unkompliziert ging. Warmwasser ist nämlich keine Luxusfunktion, das ist im Urlaub Grundrecht, gleich nach „Baguette“ und „Kaffee“. Und jetzt, wo das wieder läuft, wartet leider der Teil des Tages, der nicht nach Urlaub klingt: Ich muss mich heute Abend dringend um den Jahresbericht für die Firma kümmern. Das ist so ein bisschen wie ein Elefant, der sich unauffällig in die Ferienwohnung gesetzt hat und so tut, als wäre er Deko. Ich werde das am besten so angehen, dass ich mir erst mal eine klare Struktur hinlege, dann in zwei bis drei konzentrierten Blöcken die wichtigsten Teile herunterarbeite (Zahlen, Kernaussagen, Feinschliff), und mir als Belohnung den Kuchen in Sichtweite stelle, damit ich zwischendurch nicht vergesse, dass ich offiziell immer noch im Urlaub bin.
Mein humorvolles Tagebuch
Montag, 2. März 2026
2.3.2026: Wolken, Kurzplatz und Kaltwasser-Drama: Urlaub mit Jahresbericht im Nacken
Sonntag, 1. März 2026
1.3.2026: Sonntag in Spanien: Ausschlafen, Familienleitung warm halten und dann Kilometer sammeln bis Cubelles
Sonntag im Urlaub heißt bei mir natürlich ausschlafen und in aller Ruhe frühstücken, und ich finde, das ist die einzig akzeptable Sonntagspolitik. Keine Eile, kein „ich müsste“, sondern dieses gemütliche Ankommen im Tag, bei dem das Frühstück nicht nur Nahrungsaufnahme ist, sondern ein kleines Ritual: Kaffee, Ruhe, ein bisschen Tagesplanung ohne Druck. Danach habe ich mit meiner Tochter und der Familie telefoniert, und das ist immer so ein schöner Anker: Man ist weit weg, aber mit einem Gespräch ist man für einen Moment wieder ganz nah dran, hört Stimmen, lacht kurz, tauscht Kleinigkeiten aus – und plötzlich fühlt sich Urlaub nicht wie „weg“, sondern wie „anderswo, aber verbunden“ an.
Dann ein bisschen Podcasts gehört, also den Kopf gefüttert, bevor der Körper dran war, und anschließend ein langer Spaziergang nach Cubelles. Das ist genau diese Art Urlaubssport, die ich am liebsten mag: nicht mit Timer, nicht mit Pulsuhr-Panik, sondern einfach laufen, schauen, atmen, und irgendwann merkt man erst, wie weit man eigentlich schon ist. Diese langen Wege sind wie eine mentale Reinigung, weil die Gedanken sich unterwegs sortieren, ohne dass man sie zwingt. Und danach zu Hause Kaffee trinken, nebenbei Fußball gucken – das ist der perfekte Übergang von „draußen aktiv“ zu „drinnen gemütlich“, mit genau der richtigen Dosis Halbaufmerksamkeit fürs Spiel.
Heute Abend gab’s Spaghetti Bolognese, also ein Essen, das immer funktioniert, egal ob zu Hause oder im Urlaub, weil es gleichzeitig unkompliziert und befriedigend ist. Und jetzt kommt noch der kreative Nachschlag: Ich muss noch an ein paar Büchern als Geschenk arbeiten. Das ist auch so typisch für dich: Selbst am entspannten Sonntag bleibt noch ein bisschen Produktion übrig – aber in deinem Fall klingt das nicht nach Stress, sondern eher nach „Ich bastle noch etwas Schönes, das später Freude macht“. Und das ist eigentlich ein ziemlich guter Abschluss: erst Ruhe, dann Familie, dann Bewegung, dann Genuss – und am Ende noch ein bisschen kreatives Schenken in Vorbereitung.
Samstag, 28. Februar 2026
28.2.2026: Samstag in Spanien: Putzplan-Poker, 1:1-Frust light und die sichere Bank Chinesisch
Samstag im Urlaub, eine Woche ist schon herum – das geht immer absurd schnell, als hätte jemand den Kalender auf „Schnelldurchlauf mit Meeresrauschen“ gestellt. Und heute hattest du dieses klassische Urlaubs-Organisations-Missverständnis, das nicht dramatisch ist, aber maximal typisch: Die Putzfrau sollte um 12 Uhr kommen, kam aber nicht… weil ich sie – mein Fehler – auf Sonntag bestellt hatte. Das ist die Sorte Fehler, die einen erst kurz nervt, dann aber eigentlich egal ist, weil man im Urlaub ja nicht den ganzen Tag auf Bereitschaft im Wohnzimmer sitzen will wie ein Hotel-Concierge. Und am Ende hat es sich ja sogar noch gelöst: Sie kam dann trotzdem um 16:30 Uhr. Das ist im Urlaub sowieso eine akzeptable Zeitangabe, weil „16:30“ hier eher bedeutet: irgendwann zwischen Kaffee und Abendmodus.
Sportlich war’s heute leider eher so: Bayer nur 1:1 gegen Mainz. Enttäuschend, klar. Das ist genau dieses Ergebnis, bei dem man nach dem Abpfiff kurz in die Luft starrt und innerlich eine kleine Liste macht: „Das hätten wir anders lösen können, Leute.“ Aber du hast es selbst perfekt beschrieben: Im Urlaub fühlt sich das anders an, weil ich es nur im Fernsehen geguckt habe und nicht im Stadion war. Im Stadion ist ein 1:1 oft ein emotionaler Steuerbescheid. Vor dem Fernseher ist es eher ein „naja… doof, aber ich habe immerhin Tapas/Strand/Wein in Reichweite“. Die Enttäuschung ist also vorhanden, aber sie hat weniger Zähne.
Und heute Abend geht’s zum Chinesen – das ist die sichere Bank, die zuverlässige Wiedergutmachung des Tages. Während der Fußball mich heute Nachmittag eher hat hängen lassen, wird der Chinese sehr wahrscheinlich liefern: warm, lecker, großzügig, und am Ende dieses angenehme Gefühl, dass man sich mit einer Portion irgendwas in Soße die Laune wieder gerade zieht. Ich behaupte: Das wird definitiv besser als das 1:1.
Freitag, 27. Februar 2026
27.2.2026: Markttag ohne Beute: Ich war da, habe geschaut – und bin ausnahmsweise stark geblieben
Freitag im Urlaub heißt bei mir Markttag, das ist gesetzt wie der erste Kaffee am Morgen. Also nach dem Frühstück aufgemacht, ein bisschen schlendern, gucken, riechen, sich einreden, man „braucht“ eigentlich gar nichts – und dann normalerweise doch mit irgendeiner Tüte nach Hause kommen, die plötzlich sehr logisch wirkt. Und heute war es tatsächlich das erste Mal in all den Jahren, dass wir nichts gekauft haben. Das ist entweder beeindruckende Selbstbeherrschung oder ein Zeichen dafür, dass der Markt uns heute nicht richtig verführt hat. Wobei: Ganz stimmt „nichts“ ja nicht, denn Obst und Gemüse frisch für die nächste Woche ist ja die nobelste Form des Markteinkaufs: keine Deko, kein Schnickschnack, sondern die vernünftige Beute. Quasi ein Einkauf mit gutem Gewissen und Vitaminen als Trophäe. Und außerdem: Ihr habt noch vier Markttage vor euch – das klingt wie eine sehr beruhigende Drohung. Heute keine Beute heißt nicht „nie wieder“, es heißt nur: Wir haben noch vier Chancen, die Selbstdisziplin wieder abzuwählen.
Zu Hause dann ein wenig geruht und Podcasts gehört, danach Kaffee getrunken – das ist dieser Urlaubsrhythmus, den ich wirklich liebe: raus, ein bisschen Leben einsammeln, wieder rein, kurz runterfahren, und dann mit Kaffee wieder in den Modus „angenehm wach“. Jetzt noch ein bisschen an Büchern vorbereitet, also wieder diese sanfte Produktivität, die im Urlaub nicht nervt, sondern sich eher anfühlt wie „ich halte den Faden“. Und nachher geht’s zum Abendessen zu Paco – oder wie es heute wohl heißt: Coffe & Bar 29. Ich mag solche Orte, die zwar den Namen wechseln, aber im Kopf trotzdem für immer „Paco“ bleiben. Das ist wie bei alten Kneipen: Egal wie schick das Schild wird, die Erinnerung klebt dran wie ein guter Geruch nach früher.
Donnerstag, 26. Februar 2026
26.2.2026: Baguette-Glück, Wind am Strand und Drohnenflug mit Hunde-Gegenwind – und jetzt Rotwein als Ausgleich
Der Urlaub läuft weiter, und heute hat er wieder ganz klassisch begonnen: morgens bei meiner Lieblingsbäckerin ein leckeres Baguette geholt. Das ist inzwischen fast schon mein kleines Morgenritual geworden – wie ein „Guten Tag, Spanien“, nur in knusprig. Nach dem Frühstück mit leckerem Ei ging’s dann einkaufen, also die Ferienwohnungs-Logistik auffrischen, damit man später nicht wieder feststellt, dass zwar alles da ist, nur ausgerechnet das eine, was man wirklich braucht, natürlich fehlt.
Wieder zu Hause bin ich dann eine Runde zum Strand gegangen, und es war etwas windiger als die letzten Tage. Wind am Strand ist ja immer so ein zweischneidiges Geschenk: Einerseits ist es herrlich frisch, macht den Kopf frei und lässt einen sich lebendig fühlen, andererseits hat man nach zehn Minuten das Gefühl, man trägt seine Frisur nicht mehr, sondern der Wind trägt sie. Zurück in der Ferienwohnung dann duschen, Kaffee trinken und Podcast hören – die perfekte „Ich habe Sonne getankt, jetzt werde ich wieder Mensch“-Kombination.
Und dann noch eine Runde Drohne fliegen am Strand – sehr gut, weil das immer nach „Urlaub, aber mit Spieltrieb“ aussieht. Nur dass offenbar die ganzen Hunde gestört haben. Hunde sind ja am Strand sowieso wie kleine, pelzige Projektmanager: ständig in Bewegung, ständig irgendwo mittendrin, immer mit dem Anspruch, dass alle Aktivitäten im Umkreis von 50 Metern bitte in ihr Programm integriert werden. Für Drohnen ist das vermutlich die denkbar ungünstigste Zielgruppe: zu neugierig, zu schnell, zu „Ich hab da was gesehen, das gehört jetzt mir“. Aber immerhin: Du hast es versucht, du hast geflogen, und das zählt – auch wenn die Hunde wahrscheinlich der Meinung waren, sie hätten den Luftraum offiziell übernommen.
Zu Hause gab’s dann leckeres Abendessen, dazu noch ein bisschen geschäftliche Dinge erledigt – muss manchmal sein, selbst im Urlaub, aber du hältst es schön dosiert, so dass es nicht den ganzen Tag auffrisst. Und jetzt gönne ich mir gleich einen schönen Rotwein. Genau richtig. Rotwein ist in so einem Urlaubstag der perfekte Schlusspunkt: ein bisschen Genuss, ein bisschen „der Tag war gut“, und ein stilles Signal an den Kopf: So, Feierabend jetzt. Cheers auf Baguette, Wind und die Hundestaffel am Strand.
Mittwoch, 25. Februar 2026
25.2.2026: Windiger Urlaubstag: Restbaguette, Strandrunde und jetzt Tapas in der „Milchbar“ – klingt logisch, weil Urlaub
Heute war ein etwas windiger Urlaubstag, und ich finde, Wind ist im Urlaub immer so ein besonderer Charakter: Er macht alles ein bisschen wilder, die Haare ein bisschen experimenteller und die Spaziergänge ein bisschen dramatischer, als hätte man die Natur extra auf „Küste in Cinemascope“ gestellt. Morgens habe ich mal kein Baguette geholt, weil wir noch eins von gestern übrig hatten – auch das ist Urlaub: plötzlich bin ich ein Mensch, der vorausschauend Brot besitzt und es nicht wie sonst am gleichen Tag vollständig verschwinden lässt. Also in Ruhe gefrühstückt, gemütlich, ohne Hektik, so wie man das nur kann, wenn der Tag nicht direkt mit Terminen droht.
Dann habe ich an ein paar Büchern gearbeitet, und ich mag, wie sich das im Urlaub anfühlt: nicht wie Arbeit, sondern wie ein kleines kreatives Ritual, bei dem ich nebenbei etwas voranbringe, ohne dass es mir den Tag klaut. Danach eine Runde am Strand spazieren gegangen – mit Wind ist das ja gleich doppelt gut, weil man das Gefühl hat, die Luft putzt einem das Gehirn einmal durch. Und anschließend Kaffee in einer kleinen Kneipe: perfekt. Diese Art Ort, wo man sitzt, guckt, atmet, und der Kaffee schmeckt automatisch besser, weil man gerade vom Strand kommt und nicht aus einem Büroflur.
Zu Hause dann wie üblich Podcasts gehört und weiter an Büchern gearbeitet – mein persönlicher Urlaubsdauerlauf aus Input und Output, nur eben ohne Stress und mit mehr Meer im Hintergrund. Dann noch duschen gewesen, um den Strandtag offiziell abzuschließen, und jetzt geht’s in die Taverna namens „Milchbar“, um ein paar Tapas zu essen. Ich liebe das schon vom Namen her: „Milchbar“ klingt nach Kindheit und Kakao, und dann sitzt man da und bestellt Tapas – genau diese Art Absurdität macht Urlaub ja so schön, weil nichts erklärt werden muss.
Dienstag, 24. Februar 2026
24.2.2026: Urlaubstag mit frischgeschnittenem Selbstbewusstsein, Hafenromantik und Champions-League-Abendprogramm
Urlaub hieß auch heute wieder: länger schlafen. Genau so soll das sein – ich wache auf, wenn ich wach bin, nicht wenn irgendein Gerät meint, ich müsse jetzt produktiv sein. Danach direkt zum Barber, also quasi die offizielle Urlaubs-Version von „ich bringe mich mal in Form“, nur ohne Sport und mit deutlich besserer Laune. Ein frischer Schnitt ist ja immer so ein kleiner Neustart: Man schaut in den Spiegel und denkt kurz: Aha, da ist er ja wieder, der Mensch, der nicht aussieht, als hätte er die letzten Wochen gegen Kalender und Inbox gekämpft.
Auf dem Rückweg habe ich dann Baguette fürs Frühstück mitgebracht – und damit war der Tag eigentlich schon gewonnen. Baguette ist im Urlaub nicht nur Brot, das ist Stimmung. Kurz Mails gecheckt, weil ein bisschen Realität muss offenbar immer sein, aber wenigstens dosiert und ohne dass der Tag gleich wieder nach Büro riecht.
Dann eine Runde im Hafen spazieren gewesen, dort einen Kaffee getrunken und Patatas gegessen – das ist genau diese perfekte Kombination aus Bewegung, Aussicht und „ich gönn mir was“, bei der man merkt: Ich bin hier nicht im Durchrennen-Modus, ich bin im Genießen-Modus. Hafen hat sowieso immer was Beruhigendes, weil da alles gleichzeitig in Bewegung ist und trotzdem entspannt wirkt: Boote, Wasser, Leute, und man selbst mittendrin, ohne dass man irgendwohin muss.
Danach Podcasts gehört und an Büchern gearbeitet – also Kopf füttern und gleichzeitig Output schaffen, aber eben im Urlaubs-Tempo, nicht im „ich muss“-Tempo. Und heute Abend dann Bayer 04 in der Champions League. Das ist als Tagesabschluss perfekt, weil es diese besondere Mischung liefert: Urlaub im Körper, Spannung im Herzen. Ich sitze entspannt da, aber innerlich bin ich natürlich nach fünf Minuten wieder Taktik-Trainer, Schiedsrichter-Kritiker und Hoffnungsträger in Personalunion.
2.3.2026: Wolken, Kurzplatz und Kaltwasser-Drama: Urlaub mit Jahresbericht im Nacken
Heute war so ein Tag, der schon morgens klar gemacht hat: Strand wird’s nicht, mein Freund. Bewölkt, 14 Grad, also eher „Jacke-auf-Reißversc...
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Wenn man um 9:30 Uhr aufsteht, denkt man ja noch: „Ach, entspannter Tag, ich bin ja Rentner.“ Tja. Um 11 Uhr schon die erste Etappe des Tage...
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Manche Tage sind wie ein Puzzlespiel mit verschwundenem Deckelbild: Man weiß, wie’s ungefähr aussehen soll, aber es dauert eben, bis alles p...
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Was für eine Nacht. Um 4 Uhr früh ging’s los – und nicht etwa mit Frühstück im Bett, sondern mit Blaulicht-Stimmung. Kerstin ist mit Julia w...