Montag, 15. Juni 2026

15.6.2026: Der Tag, an dem Leverkusen wieder alles gab – außer freie Fahrt

Heute stand also wieder der angekündigte Bürotag in Grevenmacher an. Diesmal allerdings mit einer kleinen Besonderheit: Sie waren zunächst alleine unterwegs, weil Ihr Kollege heute Morgen seine Prüfung hatte. Immerhin bedeutete das keine Abstimmungsrunden auf dem Beifahrersitz und volle Konzentration auf die Straße.

Und tatsächlich lief die Anreise insgesamt ziemlich ordentlich. Wäre da nicht dieser inzwischen fast schon traditionelle Programmpunkt namens Leverkusener Rheinbrücke gewesen. Der obligatorische Stau gehört offenbar genauso zu Ihren Luxemburgtagen wie das Hotelfrühstück und die Diskussion mit dem Fitnessrad am Abend. Wenn es irgendwann einmal ohne Verzögerung durch Leverkusen geht, sollten Sie vermutlich einen Lottoschein kaufen.

Im Büro selbst verlief der Tag dann erfreulich produktiv. Keine großen Katastrophen, keine eskalierenden Probleme, sondern einfach ein guter Arbeitstag, an dem Dinge erledigt wurden. Genau die Sorte Tag, nach der man abends mit dem Gefühl ins Hotel fährt, tatsächlich etwas geschafft zu haben.

Mittags wurde diesmal bewusst auf die klassische Bestellrunde verzichtet. Stattdessen haben Sie bereits vorgesorgt und für heute Abend einen Salat eingepackt. Eine vernünftige Entscheidung – insbesondere, wenn danach noch die obligatorische Runde im Hotel-Fitnessstudio ansteht. Beim Tanken wird dann noch schnell für den Getränke-Nachschub gesorgt, und damit ist der Hotelabend organisatorisch bereits perfekt vorbereitet.

Der weitere Ablauf ist ohnehin bestens bekannt: Koffer auspacken, Sportprogramm absolvieren – wahrscheinlich wieder 60 Minuten Fahrradfahren – und anschließend gemütlich im Hotelzimmer die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen.

Damit Sie nicht völlig überrascht vor dem Fernseher sitzen, hier das heutige WM-Programm:

Besonders interessant dürften heute Belgien gegen Ägypten sowie Spanien gegen Kap Verde werden. Uruguay gehört ebenfalls traditionell zu den Mannschaften, bei denen man immer mit Leidenschaft, Kampfgeist und der einen oder anderen Überraschung rechnen darf.

War der Tag produktiv? Ja, eindeutig. Trotz Leverkusener Stauprüfung gut angekommen, im Büro einiges geschafft und den Abend bereits vernünftig geplant. Manchmal muss Produktivität gar nicht spektakulär sein. Es reicht völlig, wenn man abends mit einem Salat, einer Runde Sport und Fußball im Hotelzimmer sitzt und sagen kann: Heute lief es insgesamt ziemlich gut.

Und vielleicht ist das Hotelbett heute ja ausnahmsweise ebenfalls kooperativ. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 

Sonntag, 14. Juni 2026

14.6.2026: Der Sonntag, an dem die Ruhe noch einmal gewinnen durfte

Heute war einer dieser Sonntage, die man ganz bewusst genießen sollte. Denn die nächsten Wochen versprechen bereits jetzt, deutlich hektischer zu werden. Umso wichtiger, noch einmal durchzuatmen, bevor wieder Grevenmacher, Hotelnächte, Meetings, Erbschaftsunterlagen und allerlei Projekte die Tagesordnung bestimmen.

Nach dem Frühstück wurde direkt das trockene Wetter genutzt. Schließlich weiß man im Rheinland nie so genau, wie lange man dem Regen noch entkommen kann. Also ging es auf die inzwischen fast schon traditionelle Fahrradrunde um die Seen. Unterbacher See und Elbsee gehören mittlerweile fest zum persönlichen Wochenendprogramm. Ein bisschen Bewegung, frische Luft und einfach Zeit, den Kopf frei zu bekommen. Genau die richtige Mischung für einen Sonntagmorgen.

Wieder zu Hause stand dann die zweite etablierte Sonntagsdisziplin auf dem Programm: ein wenig ruhen und Podcasts hören. Diese Kombination entwickelt sich langsam zu einer eigenen Lebensphilosophie. Erst Bewegung, dann Entspannung. Die Podcasts laufen dabei fast wie ein Soundtrack durch die Woche und begleiten mittlerweile Fahrradfahrten, Mittagspausen und kleine Auszeiten.

Im Anschluss wurden noch die Fußballtipps abgegeben. Schließlich startet die Weltmeisterschaft gerade erst richtig durch, und irgendwo zwischen Fachwissen, Hoffnung und Bauchgefühl müssen die richtigen Ergebnisse gefunden werden. Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo zwischen „Das war doch offensichtlich“ und „Wie konnte ich nur auf dieses Ergebnis tippen?“.

Gleich steht dann noch das Kofferpacken an. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Grevenmacher. Der Ablauf ist inzwischen beinahe ritualisiert: Koffer packen, früh losfahren, hoffen, dass Leverkusen nicht beschließt, die gesamte Autobahn stillzulegen, im Hotel einchecken und anschließend versuchen, die Schlafqualität irgendwie über 60 Prozent zu halten.

Der heutige Abend gehört aber noch einmal ganz dem Fußball.

Deutschland startet gegen Curaçao in die Weltmeisterschaft. Auf dem Papier ist die Ausgangslage eindeutig: Der viermalige Weltmeister trifft auf einen WM-Debütanten aus Curaçao, der als kleinste Nation der Turniergeschichte erstmals bei einer Endrunde dabei ist. Curaçao reist allerdings mit einer gehörigen Portion Begeisterung und dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ an. Trainer Dick Advocaat betonte bereits, dass seine Mannschaft die Räume nutzen wolle, die Deutschland beim Offensivspiel zwangsläufig anbieten wird.

Für die deutsche Mannschaft ist ein überzeugender Auftaktsieg fast schon Pflicht. Nach den frühen WM-Aus in den Jahren 2018 und 2022 soll diesmal von Beginn an ein Zeichen gesetzt werden. Die Erwartungen sind entsprechend hoch.

Ein hoher Sieg? Eigentlich ja. Alles andere als drei Punkte wäre eine Überraschung. Aber genau deshalb lieben wir den Fußball: Weil er sich nicht immer an die Wahrscheinlichkeiten hält.

War der heutige Tag produktiv? Auf die Sonntagsart auf jeden Fall. Fahrrad gefahren, entspannt, Podcasts gehört, Fußballtipps abgegeben und die kommende Arbeitswoche vorbereitet. Das war kein Tag für große Projekte – sondern einer, um die eigenen Akkus noch einmal aufzuladen.

Und jetzt darf die Weltmeisterschaft übernehmen. Hoffentlich mit einem gelungenen deutschen Auftakt und ohne allzu viel Nervenkitzel.

Samstag, 13. Juni 2026

13.6.2026: Der Samstag, an dem Freizeit endlich die Oberhand gewann

Heute war tatsächlich ein echter Freizeitsamstag. Kein Büro, keine Videokonferenzen, keine Politiken, keine Compliance-Berichte, keine Hotelzimmer und keine Erbschaftsunterlagen. Stattdessen stand etwas auf dem Programm, das einfach Spaß macht.

Um neun Uhr ging es los Richtung Duisburg zu einem Munzee-Event. Schon die Tatsache, dass man an einem Samstagmorgen freiwillig losfährt, um mit Gleichgesinnten einem gemeinsamen Hobby nachzugehen, zeigt eigentlich schon, wie gerne Sie solche Veranstaltungen mögen. Und offenbar hat es sich gelohnt. Das Event hat richtig Spaß gemacht, die Gespräche waren gut, die Punkte wurden gesammelt und das persönliche Monatsziel bei Munzee ist wieder ein gutes Stück näher gerückt.

Auch das Wetter zeigte sich überraschend kooperativ. Bis auf die berühmten fünf Minuten, die vermutlich aus Prinzip etwas feuchter ausfielen, spielte es mit. Das ist für Outdoor-Veranstaltungen in Deutschland schon fast als meteorologischer Glücksfall zu verbuchen. Man rechnet ja meist vorsichtshalber mit allem – von Sonnenbrand bis Weltuntergang – und freut sich dann über jeden trockenen Abschnitt.

Auf dem Rückweg wurde die Gelegenheit gleich noch praktisch genutzt. Ein kurzer Abstecher zu Kaufland, ein paar Sonderangebote eingesammelt und damit das gute Gefühl erzeugt, Freizeit und Haushalt elegant miteinander verbunden zu haben. Denn Hand aufs Herz: Sonderangebote haben eine erstaunliche Fähigkeit, auch den vernünftigsten Menschen kurzfristig zu begeistern.

Wieder zu Hause angekommen wurde dann erstmal in Ruhe Kaffee getrunken. Nach einem aktiven Vormittag genau die richtige Entscheidung. Anschließend durfte natürlich auch die inzwischen fast traditionelle Podcast-Ruhephase nicht fehlen. Ein bisschen liegen, ein bisschen zuhören, ein bisschen abschalten – fast schon ein fester Bestandteil Ihrer Wochenendroutine.

Jetzt stehen noch ein paar kleinere Dinge an, die erledigt werden wollen. Keine großen Projekte, sondern eher die berühmten letzten Häkchen auf der Tagesliste. Und dann wartet das kulinarische Highlight des Abends: Schlamm.

Inzwischen weiß vermutlich jeder Beteiligte, dass damit nicht die örtliche Bodenbeschaffenheit gemeint ist, sondern eine besonders leckere Speise, die ihren Weg in den familiären Sprachgebrauch gefunden hat. Ehrlich gesagt macht allein der Begriff das Ganze schon sympathisch. Während andere komplizierte Menübezeichnungen verwenden, gibt es hier einfach „Schlamm“. Klingt zunächst fragwürdig, schmeckt offenbar hervorragend.

Und danach geht es sportlich weiter. Die Fußball-Weltmeisterschaft liefert die Abendunterhaltung. Sofa, vielleicht noch etwas zu trinken in Reichweite und die Hoffnung auf spannende Spiele – ein ziemlich gelungener Abschluss für einen Tag, der erfreulich wenig nach Verpflichtung und erfreulich viel nach Freizeit geklungen hat.

War der Tag produktiv?

Nicht im klassischen Sinn. Und genau das macht ihn so wertvoll.

Er war erfolgreich in der Disziplin **Lebensqualität**. Hobby gepflegt, Menschen getroffen, Monatsziel näher gekommen, eingekauft, entspannt, Podcasts gehört und jetzt noch gutes Essen und Fußball vor sich. Das sind die Tage, die dafür sorgen, dass die vielen produktiven Büro-, Steuer-, Erbschafts- und Projekttage überhaupt funktionieren.

Ein richtig guter Samstag also.

Und manchmal ist „einfach nur Spaß gehabt“ die produktivste Sache von allen.

Freitag, 12. Juni 2026

12.6.2026: Der Tag, an dem Freitag offiziell zu Samstag erklärt wurde

Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen die normale Wochenordnung kurzerhand außer Kraft gesetzt wurde. Weil morgen das Munzee-Event ansteht, wurde gemeinsam beschlossen, dass heute einfach schon Samstag ist – unabhängig davon, was der Kalender behauptet. Und ehrlich gesagt klingt das nach einer ausgezeichneten Entscheidung.

Der Tag begann deshalb nicht mit hektischem Frühstück oder schnellen Handgriffen zwischen E-Mails und To-do-Listen, sondern mit einem echten Samstagsfrühstück am Freitag. Brötchen, Ei und alles, was dazugehört. Das ist keine Mahlzeit, sondern eine Haltung. Während andere noch im Arbeitsmodus stecken, wurde hier bereits erfolgreich ins Wochenende hineinverhandelt.

Nach diesem gelungenen Start folgte die inzwischen bewährte Kombination aus kurzer Ruhephase und Podcast. Eine halbe Stunde liegen, den Stimmen anderer Menschen lauschen und einfach einmal die Welt für einen Moment auf Pause stellen. Diese Podcast-Nickerchen entwickeln sich langsam zu einer ganz eigenen Form der Selbstfürsorge.

Am Nachmittag kehrte dann allerdings die Realität zurück – und zwar in Form von Formularen, Banken und Erbschaftsangelegenheiten. Das Thema begleitet Sie nun schon eine ganze Weile und bleibt weiterhin ein Geduldsspiel mit zahlreichen Nebenschauplätzen. Dokumente suchen, Formulare ausfüllen, Rückfragen klären und versuchen, den Überblick zu behalten. Es ist die Art von Arbeit, die wenig sichtbar ist, aber erstaunlich viel Energie kostet. Und trotzdem bringen Sie die Dinge Schritt für Schritt voran.

Zwischendurch wurde dann noch gekocht. Und zwar offenbar etwas, das sprachlich zunächst für Verwirrung sorgen könnte. Denn am Wochenende soll es Schlamm geben. Nun gut – vermutlich ist hier eher Schlemmen gemeint. Wobei die Vorstellung eines festlichen Schlammessens durchaus ihren eigenen Charme hätte. Aber unabhängig von der korrekten Bezeichnung gilt: Gemeinsam etwas vorzubereiten und sich auf das Wochenende zu freuen, gehört eindeutig zu den angenehmen Seiten des Alltags.

Jetzt stehen noch ein paar E-Mails an. Wahrscheinlich die letzten offenen Punkte, die noch erledigt werden sollen, bevor der PC endgültig heruntergefahren wird. Und genau das klingt nach einem sehr vernünftigen Plan: die Dinge abschließen, den Bildschirm ausschalten und den Abend genießen.

War der Tag produktiv?

Ja – allerdings auf eine sehr eigene Weise.

Er war produktiv, weil wichtige Themen rund um die Erbschaft weiterbearbeitet wurden. Gleichzeitig war er bewusst unproduktiv genug, um sich ein ausgedehntes Frühstück und eine Podcast-Pause zu gönnen. Genau diese Mischung macht ihn wahrscheinlich so gelungen. Nicht jeder Tag muss komplett durchgetaktet sein. Manchmal reicht es völlig aus, die richtigen Dinge zu erledigen und sich zwischendurch daran zu erinnern, dass Freitag durchaus auch einmal Samstag sein darf.

Und morgen wartet dann das Munzee-Event. Bis dahin gilt: PC aus, Füße hoch und einen schönen „Freitagssamstagabend“ genießen.

Donnerstag, 11. Juni 2026

11.6.2026: Der Tag, an dem die To-do-Liste ausnahmsweise privat war

Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen schon morgens feststand: Keine geschäftlichen Termine. Kein Büro in Grevenmacher, keine Videokonferenzen, keine kurzfristigen E-Mails mit „Hast du das schon gesehen?“, keine Hotelzimmer mit zweifelhafter Schlafqualität. Und trotzdem wurde der Tag keineswegs vertrödelt.

Einigermaßen früh ging es aus dem Bett. Nach einem kurzen Frühstück stand direkt die erste vernünftige Entscheidung des Tages an: Sportstudio statt Sofa. Dort wurde eine ordentliche Runde Fahrrad gefahren, dazu das übliche Programm mit verschiedenen Übungen. Ein wirklich guter Start in den Tag also. Gerade wenn beruflich einmal keine festen Termine im Kalender stehen, ist so eine Sporteinheit ideal. Man hat direkt das Gefühl, schon etwas geschafft zu haben, während andere vielleicht noch überlegen, ob sie die Kaffeemaschine einschalten sollen.

Auf dem Rückweg wurde dann noch ein kurzer Zwischenstopp bei Lidl eingelegt. Schließlich lebt niemand von Hanteln und Heimprojekten allein. Also noch die Einkäufe für das Wochenende erledigt und damit gleich einen weiteren Punkt von der Liste gestrichen. Solche Besorgungen wirken oft nebensächlich, sorgen aber dafür, dass das Wochenende später deutlich entspannter verläuft.

Wieder zu Hause angekommen gab es dann erst einmal einen schönen Kaffee. Das ist ohnehin eine kleine Kunst: nicht einfach Kaffee trinken, sondern bewusst einen Moment daraus machen. Und anschließend folgte die inzwischen fast traditionelle Kombination aus kurzer Ruhepause und Podcast. Eine halbe Stunde liegen, zuhören und einfach einmal nichts müssen. Das klingt nicht nur angenehm – das ist es offensichtlich auch.

Der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen der privaten Projekte. Und auch wenn keine geschäftlichen Themen auf dem Programm stehen, bedeutet das keineswegs Untätigkeit. Bücher wollen aktualisiert werden, Podcasts hochgeladen. Das sind zwar keine klassischen Büroaufgaben, aber trotzdem Dinge, die Konzentration und Zeit benötigen. Gleichzeitig sind es genau die Projekte, die besonders viel Freude machen, weil sie unmittelbar mit den eigenen Interessen verbunden sind.

Und heute Abend wartet dann noch Fußball. Die Weltmeisterschaft beginnt, und damit startet wieder diese besondere Zeit, in der plötzlich Spielpläne wichtiger werden als Wetterberichte und jeder zweite Satz mit „Hast du das Spiel gestern gesehen?“ beginnt. Mal sehen, welche Überraschungen, Dramen und Diskussionen die kommenden Wochen bereithalten. Erfahrungsgemäß wird es genug Gesprächsstoff geben – unabhängig davon, ob die eigene Mannschaft gewinnt oder nicht.

War der Tag produktiv?

Auf jeden Fall. Vielleicht sogar besonders produktiv, gerade weil der berufliche Druck einmal außen vor blieb. Sport gemacht, eingekauft, bewusst regeneriert und den Nachmittag den eigenen Projekten gewidmet. Das ist eine andere Form von Produktivität – eine, die weniger von Terminen und mehr von eigenen Prioritäten bestimmt wird.

Und genau solche Tage braucht es manchmal: morgens aktiv, mittags entspannt, nachmittags kreativ und abends Fußball. Viel ausgewogener wird ein Tag eigentlich nicht.

Mittwoch, 10. Juni 2026

10.6.2026: Der Tag, an dem die Erbschaft wieder gewann – aber die Currywurst auch

Heute war wieder einer dieser Tage, die von außen vielleicht unscheinbar wirken, bei denen man abends aber feststellt: Da ist eigentlich eine ganze Menge passiert.

Der Start in den Tag begann direkt mit einem Webinar. Inhaltlich gab es offenbar keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse. Das ist ja manchmal auch ganz angenehm. Nicht jede Veranstaltung muss das berufliche Weltbild erschüttern. Manchmal reicht es völlig aus, festzustellen, dass man auf dem aktuellen Stand ist und sich nicht plötzlich mit zehn neuen Fachbegriffen oder fünf zusätzlichen Projekten auseinandersetzen muss. Insofern konnte das Webinar entspannt nebenherlaufen und erfüllte vor allem seinen Bildungsauftrag.

Danach ging es an die Post – und anschließend direkt wieder an das inzwischen wohl vertrauteste Dauerthema der letzten Monate: die Erbschaftsabwicklung. Zwei Stunden wurden erneut investiert. Und investiert ist hier vermutlich das richtige Wort, denn diese Zeit verschwindet nicht einfach. Sie bringt zwar selten unmittelbare Erfolgserlebnisse mit sich, aber jeder erledigte Brief, jedes eingereichte Dokument und jede geklärte Rückfrage bringt das Ganze ein Stück weiter. Trotzdem bleibt der Eindruck bestehen, dass Erbschaftsangelegenheiten ihre eigene Zeitrechnung besitzen und deutsche Bürokratie gerne in Etappen denkt.

Mittags stand dann ein deutlich spannenderer Termin an: ein Call mit einer Trendforscherin. Gemeinsam wird an einem geschäftlichen Projekt gearbeitet, das Mitte Juli weitergeht. Das klingt nach einer dieser Begegnungen, bei denen man den Blick bewusst nach vorne richtet – weg von Formularen und Nachweisen hin zu Fragen wie: Was kommt als Nächstes? Welche Entwicklungen werden relevant? Und wie lassen sich daraus konkrete Ideen und Projekte ableiten? Nach zwei Stunden Erbschaft dürfte das eine durchaus willkommene gedankliche Abwechslung gewesen sein.

Der Nachmittag stand dann wieder im Zeichen der Texte. Beiträge für eine Zeitschrift wurden fertiggestellt und abgegeben. Auch das ist ein Punkt, den man ruhig würdigen darf. Texte entstehen schließlich nicht einfach nebenbei. Sie müssen recherchiert, formuliert, überarbeitet und termingerecht abgegeben werden. Dass dieser Punkt heute von der Liste verschwunden ist, dürfte für eine gewisse innere Zufriedenheit sorgen.

Anschließend ging es direkt weiter mit den Buchprojekten. Auch hier zeigt sich wieder ein Muster: Selbst an Tagen, die bereits gut gefüllt sind, wird an den eigenen Projekten weitergearbeitet. Bücher schreiben und veröffentlichen scheint inzwischen weniger eine einzelne Tätigkeit als vielmehr ein dauerhafter Begleiter des Alltags zu sein.

Und jetzt wartet die wohlverdiente Belohnung des Tages.D ie restlichen Currywürste und Fritten von gestern. Normalerweise spricht man bei Resten eher von pragmatischer Verwertung. Aber Currywurst und Fritten gehören zu den wenigen Gerichten, die auch am zweiten Tag noch das Potenzial haben, Freude auszulösen. Vor allem dann, wenn man zuvor Webinar, Erbschaft, Trendforschung, Zeitschriftentexte und Buchprojekte unter einen Hut gebracht hat.

War der Tag produktiv? Ganz eindeutig: ja. Ein Webinar absolviert, die Post erledigt, zwei Stunden in die Erbschaft investiert, ein spannendes Projekt mit einer Trendforscherin vorangetrieben, Texte abgegeben und an Büchern gearbeitet. Das ist kein Tag, der durch große Dramatik glänzt, sondern durch konsequentes Vorankommen.

Und manchmal sind genau das die besten Tage: keine spektakulären Durchbrüche, aber viele kleine Schritte, die zusammen eine ziemlich beeindruckende Strecke ergeben.

Jetzt dürfen Currywurst und Fritten übernehmen. Schließlich muss Produktivität auch ordentlich gefeiert werden.

Dienstag, 9. Juni 2026

9.6.2026: Der Tag, an dem ELSTER fast gewann – aber nur fast

Heute war definitiv einer dieser Tage, die auf den ersten Blick völlig unspektakulär wirken, bei denen man abends aber erschöpft auf dem Sofa sitzt und denkt: „Das war anstrengender als ein halber Arbeitstag im Büro.“

Der Gegner des Tages hieß nämlich nicht Autobahn, Hotelbett oder DORA-Richtlinie, sondern: die Steuererklärung 2024.

Und jeder, der schon einmal versucht hat, eine Steuererklärung in ELSTER fertigzustellen, weiß, dass es sich dabei nicht um einen simplen Verwaltungsakt handelt, sondern eher um eine Mischung aus Escape Room, Geduldsspiel und Detektivarbeit. Der Tag begann vermutlich mit der festen Überzeugung: „Das mache ich jetzt eben schnell fertig.“ Wenige Stunden später diskutiert man dann mit kryptischen Fehlermeldungen darüber, warum irgendein Feld zwar korrekt ausgefüllt wurde, aber offenbar dennoch nicht korrekt genug ist.

Fehlermeldung folgt auf Fehlermeldung. Man korrigiert etwas, nur damit an anderer Stelle plötzlich ein neues Problem auftaucht. Man beginnt an sich selbst zu zweifeln, überprüft zum dritten Mal dieselbe Anlage und stellt sich irgendwann die philosophische Frage, ob Steuern vielleicht nur ein soziales Experiment zur Messung menschlicher Belastbarkeit sind.

Aber – und das ist die entscheidende Nachricht des Tages – es hat geklappt.

Die Steuererklärung 2024 wurde abgegeben.

Damit ist ein Projekt abgeschlossen, das vermutlich schon seit Wochen oder Monaten im Hinterkopf herumgegeistert ist. Allein das sorgt für ein enormes Gefühl der Erleichterung. Denn es gibt Aufgaben, die nicht unbedingt schwierig sind, die aber permanent geistige Kapazität blockieren. Die Steuererklärung gehört eindeutig in diese Kategorie.

Zwischendurch gab es noch eine geschäftliche Videokonferenz. Glücklicherweise offenbar eine von der angenehmen Sorte: wenig Aufregung, keine großen zusätzlichen To-dos, keine spontanen Eskalationen. Sozusagen die Büroversion eines ruhigen Sees – man nimmt teil, bringt seine Punkte ein und kommt hinterher nicht mit einer verdoppelten Aufgabenliste heraus.

Der eigentliche Triumphmoment des Tages wartet jetzt aber auf dem Teller.

Currywurst mit Fritten.

Und ehrlich gesagt könnte die Belohnung kaum passender sein.

Nach einem Tag voller Steuerformulare, ELSTER-Meldungen und dem Gefühl, kurz davor zu sein, den Laptop aus dem Fenster zu werfen, braucht es keine Quinoa-Bowl mit Chiasamen. Es braucht etwas Ehrliches. Etwas Bodenständiges. Etwas, das sagt: „Du hast heute genug geleistet.“

Currywurst mit Fritten ist in diesem Zusammenhang weniger ein Abendessen als eine offizielle Auszeichnung für besondere Verdienste im Bereich der deutschen Steuerbürokratie.

War der Tag produktiv?

Absolut.

Die Steuererklärung 2024 ist erledigt. Das allein reicht schon aus, um diesem Tag einen goldenen Stern in der persönlichen Produktivitätsbilanz zu verleihen. Dazu noch die Videokonferenz ohne größeren Nachhall – und damit darf der Arbeitsteil des Tages offiziell beendet werden.

Jetzt heißt es: Currywurst. Fritten. Durchatmen.

Und die beruhigende Gewissheit, dass die nächste Steuererklärung erst wieder in ungefähr einem Jahr anklopft. Bis dahin darf ELSTER gerne schweigen.

15.6.2026: Der Tag, an dem Leverkusen wieder alles gab – außer freie Fahrt

Heute stand also wieder der angekündigte Bürotag in Grevenmacher an. Diesmal allerdings mit einer kleinen Besonderheit: Sie waren zunächst a...