Montag, 24. August 2026

24.8.2026: Podcast fertig, Balkonschrank 1:0 – aber das Spiel läuft noch

Heute ging es für meine Verhältnisse einigermaßen früh aus den Federn. Der Grund war ein fester Termin: Um 10 Uhr stand eine Podcast-Aufnahme auf dem Programm. Vorher musste ich mich natürlich noch ein wenig vorbereiten, die Themen durchgehen und dafür sorgen, dass ich zum Start der Aufnahme zumindest geistig vollständig anwesend war.

Die Aufnahme selbst hat gut funktioniert. Danach war die Arbeit allerdings noch lange nicht beendet. Ich habe den Podcast direkt geschnitten, optimiert und fertiggestellt. Damit ist das Thema für heute erfreulicherweise komplett erledigt und wir können die neue Folge morgen Nachmittag veröffentlichen. Genau so mag ich solche Projekte: aufnehmen, bearbeiten, fertigstellen, Haken dran.

Damit hätte der Tag eigentlich ausgesprochen produktiv weitergehen können. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne mein heutiges Großprojekt gemacht: den Balkonschrank.

Dort war die Mittelschiene verrutscht. Eigentlich klingt das nach einer überschaubaren Reparatur. Schiene wieder an die richtige Stelle bringen, festschrauben, fertig. Zumindest in meiner theoretischen Vorstellung.

In der Praxis entwickelte sich daraus allerdings eine dieser Reparaturen, bei denen man nach einiger Zeit nicht mehr weiß, ob man gerade einen Schrank repariert oder versucht, ein bislang unbekanntes technisches Prinzip zu entschlüsseln. Egal, was ich probierte, die Schiene wollte einfach nicht so sitzen, wie sie sollte.

Irgendwann kam ich zu dem Schluss, dass wahrscheinlich die Schrauben das Problem sein könnten. Also ab zu OBI und neue Schrauben besorgt. Mit frischem Material und neuem Optimismus ging es zurück an den Balkonschrank. Das Ergebnis war allerdings ernüchternd: Auch mit den neuen Schrauben funktionierte es nicht.

Damit steht es nach dem heutigen Nachmittag eindeutig Balkonschrank gegen mich 1:0.

Kerstin hat inzwischen unseren Nachbarn gefragt, ob er sich das Ganze einmal anschauen kann. Er will heute Abend vorbeikommen. Vielleicht sieht er innerhalb von drei Minuten das Problem, an dem ich mich heute gefühlt stundenlang abgearbeitet habe. Das wäre zwar ein wenig demütigend, aber inzwischen wäre mir ein funktionierender Balkonschrank deutlich wichtiger als mein handwerklicher Stolz.

So war der heutige Tag eine interessante Mischung aus Erfolg und Niederlage. Der Podcast ist aufgenommen, geschnitten und bereit zur Veröffentlichung. Beim Balkonschrank sieht die Bilanz dagegen etwas weniger überzeugend aus.

Aber noch ist der Tag nicht vorbei. Heute Abend kommt schließlich Verstärkung.

Vielleicht steht es danach ja doch noch 1:1.

Sonntag, 23. August 2026

23.8.2026: Sonntagsidylle mit Steuererklärung als Endgegner

Sonntag heißt für mich zunächst einmal: ausschlafen. Nach den vergangenen Tagen gab es heute Morgen keinen Grund, früh aus dem Bett zu springen, und entsprechend gemütlich begann der Tag. Danach stand ein ausgiebiges Sonntagsfrühstück auf dem Programm. Genau so muss ein Sonntag starten – ohne Hektik, ohne Termine und vor allem zunächst einmal ohne Finanzamt.

Nach dem Frühstück habe ich das gute Wetter genutzt und mich direkt aufs Fahrrad geschwungen. Natürlich ging es wieder auf meine übliche Runde um den Unterbacher See und den Elbsee. Die Strecke gehört inzwischen so fest zu meinem Wochenendprogramm, dass mein Fahrrad vermutlich auch ohne mich wüsste, wo es langgeht. Das Wetter spielte ebenfalls mit, und so waren die gut 20 Kilometer genau der richtige Ausgleich zum vielen Sitzen am Schreibtisch.

Wieder zu Hause folgte der zweite obligatorische Bestandteil eines gelungenen Sonntags: Mittagsschlaf. Ausnahmsweise blieb es heute tatsächlich bei ungefähr einer Stunde. Einfach hinlegen, abschalten und ein wenig schlafen – anschließend sieht die Welt meistens schon wieder deutlich freundlicher aus.

Danach gab es erst einmal einen Kaffee. Schließlich musste ich mich mental auf den weniger erholsamen Teil des Sonntags vorbereiten. Denn jetzt wartet wieder die Steuererklärung meines Vaters für 2023 auf mich.

Gestern habe ich bereits ungefähr fünf Stunden damit verbracht, mich durch Zahlen, Unterlagen und Formulare zu arbeiten. Heute soll nun endgültig Schluss damit sein. Das große Ziel lautet deshalb: finalisieren. Keine neuen Baustellen entdecken, keine weiteren fünf Stunden mit irgendwelchen Belegen verbringen und möglichst nicht an irgendeiner Stelle feststellen, dass noch ein Dokument fehlt.

Eigentlich ist die Kombination schon ein wenig absurd: ausschlafen, gemütlich frühstücken, bei schönem Wetter Fahrrad fahren, Mittagsschlaf halten, Kaffee trinken – und dann freiwillig eine Steuererklärung öffnen. Mehr kann man einen entspannten Sonntag vermutlich kaum sabotieren.

Aber wenn ich sie heute tatsächlich fertig bekomme, ist wieder ein großer Punkt erledigt. Und genau das ist die Motivation für die nächsten Stunden.

Also: Kaffee ausgetrunken, Unterlagen auf den Tisch und Rechner an. Jetzt wird diese Steuererklärung finalisiert.

Und danach ist wirklich Sonntag.

Samstag, 22. August 2026

22.8.2026: Erst Bayer-Sieg, dann Steuererklärung – dieser Samstag kannte keine Gnade

Obwohl es gestern Abend nach dem leckeren Essen im Fischhaus mit unseren Freunden doch etwas später geworden war, bin ich heute vergleichsweise früh aus den Federn gekommen. Offenbar hatte mein Körper beschlossen, dass Ausschlafen überschätzt wird. Also habe ich die frühe Stunde sinnvoll genutzt und bin bereits gegen neun Uhr zu meiner inzwischen schon obligatorischen Fahrradrunde aufgebrochen.

Natürlich ging es wieder um den Unterbacher See und den Elbsee. Die Runde macht mir immer wieder Spaß und ist inzwischen fast schon ein festes Wochenendritual. Auf dem Rückweg habe ich gleich noch Brötchen mitgebracht, sodass nach dem Sport ein schönes Frühstück auf mich wartete. So gefällt mir die Reihenfolge: erst ein paar Kilometer strampeln und sich anschließend mit frischen Brötchen belohnen.

Danach habe ich noch einige kleinere Dinge erledigt, bevor um 13 Uhr ein wichtiger Termin anstand. Bayer 04 spielte im DFB-Pokal in Wiesbaden, und natürlich musste ich mir das anschauen. Am Ende gab es einen Sieg – damit war zumindest der sportliche Teil des Tages erfolgreich erledigt.

Unser heimisches Internet hat allerdings weiterhin beschlossen, nicht am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Also musste für die Fußballübertragung wieder das mobile Datenvolumen herhalten. Wenn man ein komplettes Fußballspiel über Mobilfunk schaut, kann man beinahe dabei zusehen, wie die Gigabytes vom Konto verschwinden. Zum Glück habe ich inzwischen genügend Extradaten organisiert. Trotzdem wäre es langsam ganz nett, wenn unser WLAN aus seinem offenbar ausgedehnten Sommerurlaub zurückkehren würde.

Nach dem Spiel habe ich mich kurz hingelegt und anschließend in Ruhe einen Kaffee getrunken. Damit war der angenehme Teil des Nachmittags allerdings weitgehend beendet.

Denn danach wartete die Steuererklärung meines Vaters für 2023 auf mich.

Aus „ich schaue mir das mal an“ wurden am Ende ungefähr fünf Stunden. Fünf Stunden Formulare, Zahlen, Unterlagen und all die kleinen steuerlichen Besonderheiten, die einem immer genau dann begegnen, wenn man glaubt, langsam fertig zu sein. Nach der ganzen Erbschaftsabwicklung der vergangenen Monate hätte ich eigentlich gedacht, dass mich Papierkram nicht mehr überraschen kann. Das Finanzamt schafft es aber zuverlässig, diese Hoffnung zu zerstören.

Immerhin bin ich heute ein gutes Stück weitergekommen. Und nach fünf Stunden Steuererklärung habe ich mir jetzt definitiv eine Belohnung verdient.

Deshalb gibt es gleich Spaghetti Bolognese. Keine Formulare mehr, keine Steuerzahlen, kein Datenvolumen und hoffentlich auch keine unerwarteten To-dos.

Einfach nur einen großen Teller Nudeln.

Nach diesem Samstag ist das mehr als verdient.

Freitag, 21. August 2026

21.8.2026: Wenn das Internet Urlaub macht, müssen eben die Extradaten ran

Heute Morgen habe ich mir erst einmal erlaubt, etwas länger zu schlafen. Nach den vergangenen Tagen mit frühem Aufstehen, Autofahrten nach Grevenmacher, Hotelnächten und Büroterminen musste das einfach einmal sein. Es ist schon erstaunlich, wie gut sich das eigene Bett nach ein paar Nächten unterwegs anfühlt – und ich bin gespannt, was meine Schlaf-App dazu zu sagen hat.

Ganz ohne Beschäftigung ging es natürlich trotzdem nicht. Nach dem Frühstück habe ich zunächst ein wenig meine E-Mails gecheckt und geschaut, ob über Nacht noch irgendetwas Wichtiges aufgelaufen ist. Nach den beiden Bürotagen wollte ich zumindest sicherstellen, dass nichts Dringendes liegen geblieben ist.

Ein Thema begleitet uns allerdings weiterhin hartnäckig: Unser Internet funktioniert immer noch nicht. Inzwischen dauert mir das Ganze dann doch etwas zu lange. Also habe ich heute im Laufe des Tages bei Simon Mobile zusätzliche Daten eingerichtet. Wenn das Festnetz meint, eine längere Auszeit nehmen zu müssen, muss eben das Mobilfunknetz einspringen. Damit bin ich zumindest wieder etwas unabhängiger und kann vernünftig arbeiten, ohne ständig überlegen zu müssen, wie viele Daten ich gerade verbrauche.

Mittags waren Kerstin und ich gemeinsam einkaufen. Der Kühlschrank musste wieder etwas aufgefüllt werden, und damit ist auch diese Pflicht für das Wochenende erledigt.

Jetzt folgt allerdings erst einmal ein deutlich angenehmerer Programmpunkt: Ich werde mich für eine Stunde hinlegen und einen gepflegten Mittagsschlaf machen. Nach den vergangenen Wochen beherrsche ich diese Disziplin inzwischen ohnehin ziemlich professionell. Vermutlich läuft dazu wieder ein Podcast – wobei die Erfahrung zeigt, dass ich davon nach spätestens zehn Minuten nicht mehr allzu viel mitbekomme.

Heute Abend wird es dann gesellig. Wir treffen uns mit Freunden und gehen gemeinsam im Fischhaus essen. Darauf freue ich mich schon. Nach zwei Bürotagen und dem ganzen Hin und Her mit dem Internet ist ein entspannter Abend mit Freunden und leckerem Essen genau das Richtige.

Damit ist heute insgesamt ein angenehm ruhiger Tag: ausschlafen, ein paar E-Mails, das Internetproblem zumindest mit zusätzlichen Mobilfunkdaten überbrücken, einkaufen und jetzt Mittagsschlaf. Und anschließend Fisch essen mit Freunden.

Manchmal muss ein produktiver Tag eben nicht daran gemessen werden, wie viele To-dos man erledigt hat. Manchmal reicht es vollkommen, wenn das Handy genügend Daten hat, der Kühlschrank wieder voll ist und für den Abend ein Tisch im Fischhaus wartet.

Donnerstag, 20. August 2026

20.8.2026: 64 Prozent Schlaf, 100 Prozent neue To-dos

Mit dem Schlafen im Hotel werde ich wohl so schnell keine Erfolgsgeschichte schreiben. Heute Morgen zeigte meine Schlaf-App wieder einmal nur 64 Prozent Schlafqualität an. Nicht katastrophal, aber eben auch weit entfernt von den Werten, die ich zu Hause erreiche. Immerhin war das Frühstück wie gewohnt gut – und für Gesprächsstoff war ebenfalls gesorgt.

Beim Frühstück und später beim Auschecken musste ich nämlich erst einmal von meiner Frachtschiffreise erzählen. Nach einer solchen Woche gibt es natürlich einiges zu berichten: Containerterminals, Seegang, Kopenhagen, Danzig, der Nord-Ostsee-Kanal und all die kleinen Erlebnisse an Bord. Offenbar ist eine Frachtschiffreise doch etwas ungewöhnlicher als der klassische Sommerurlaub am Strand.

Gegen halb acht war ich bereits im Büro und konnte die ruhige Zeit am Morgen richtig produktiv nutzen. Einige Dinge ließen sich konzentriert abarbeiten, und zunächst hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass meine To-do-Liste heute einmal deutlich kürzer werden könnte.

Dann kam allerdings das Meeting um elf Uhr.

Wie das bei solchen Besprechungen manchmal funktioniert, ging ich mit einer bestimmten Anzahl an Aufgaben hinein und kam mit deutlich mehr wieder heraus. Ich habe mir jedenfalls jede Menge neue To-dos eingefangen. Meine Aufgabenliste besitzt offenbar eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit: Kaum streiche ich irgendwo zwei Punkte, wachsen an anderer Stelle vier neue nach.

Zur Stärkung gab es mittags Pizza. Die hatten wir gemeinsam bestellt, und nach dem Vormittag war das genau die richtige Entscheidung. Manche Probleme lassen sich zwar nicht mit Pizza lösen, aber sie sehen danach zumindest für ein paar Minuten weniger dramatisch aus.

Am Nachmittag haben wir uns dann intensiv damit beschäftigt, für viele der offenen Themen möglichst effiziente Lösungen zu finden. Gerade bei den zahlreichen wiederkehrenden Aufgaben lohnt es sich, einmal grundsätzlich darüber nachzudenken, wie wir Abläufe vereinfachen, strukturieren oder automatisieren können. Wenn aus den heutigen zusätzlichen To-dos am Ende bessere Prozesse entstehen, haben sie zumindest einen Sinn gehabt.

Jetzt reicht es allerdings für diese Woche. Der Rechner kann zu, die Tasche ist gepackt und ich mache mich auf den Heimweg. Gestern verlief die Fahrt nach Grevenmacher geradezu sensationell staufrei. Jetzt hoffe ich einfach, dass die Autobahn heute genauso freundlich zu mir ist.

Und dann freue ich mich vor allem auf mein eigenes Bett. Nach 64 Prozent Schlafqualität im Hotel möchte ich meiner Schlaf-App morgen früh gerne einmal wieder zeigen, was zu Hause möglich ist.

Mittwoch, 19. August 2026

19.8.2026: Vom Frachtschiff zurück ins Büro – und die Autobahn spielte tatsächlich mit

Heute stand wieder ein Bürotag in Grevenmacher auf dem Programm. Nach den vergangenen Tagen mit Frachtschiff, Häfen und Heimreise hat mich der normale Arbeitsalltag damit endgültig wieder. Und der begann früh: Bereits um halb sieben bin ich aus den Federn gekommen, kurz vor halb acht saß ich im Auto Richtung Luxemburg.

Die erste positive Überraschung des Tages lieferte die Autobahn. Die Fahrt verlief tatsächlich komplett staufrei. Nach all meinen bisherigen Erfahrungen auf dieser Strecke ist das fast schon einen eigenen Tagebucheintrag wert. Auch der angekündigte Regen hielt sich lange zurück und erwischte mich erst kurz vor Bitburg. Damit war ich bereits kurz vor zehn Uhr im Büro – für die Strecke ein richtig guter Wert.

Nach einigen Tagen Abstinenz wartete dort natürlich zunächst mein E-Mail-Postfach auf mich. Also habe ich mir erst einmal einen vollständigen Überblick verschafft und alles durchgearbeitet, was während meiner Frachtschiffreise und der Tage danach aufgelaufen war. Erstaunlicherweise überlebt die Arbeitswelt ja auch eine Woche ohne mich, allerdings hinterlässt sie dabei gerne eine stattliche Anzahl ungelesener Nachrichten.

Anschließend habe ich mich mit meinem Kollegen zusammengesetzt. Wir sind verschiedene Themen durchgegangen und haben vor allem darüber gesprochen, was wir in unseren Abläufen noch optimieren können. Nach ein paar Tagen Abstand schaut man auf manche Dinge tatsächlich wieder etwas anders, und so entstanden direkt einige neue Ansätze. Hoffentlich diesmal nicht gleich wieder eine komplette Großfamilie neuer To-dos.

Mittags haben wir uns etwas beim Asiaten bestellt. Das Essen war nicht nur lecker, sondern auch ausgesprochen reichlich. Verhungern musste heute definitiv niemand. Wahrscheinlich war es sogar eine ganz gute Grundlage für das, was heute Abend noch kommt.

Nachher geht es nämlich wieder ins Hotel und damit zurück in meine übliche Grevenmacher-Routine. Vorher muss ich noch tanken und außerdem für meinen Freund Wolfgang Wein besorgen. Wenn ich schon in Luxemburg bin, lässt sich das schließlich hervorragend miteinander verbinden.

Im Hotel wartet anschließend noch der Fitnessraum auf mich. Nach dem langen Sitzen im Auto und im Büro wird ein bisschen Bewegung guttun. Danach dürfte allerdings endgültig Schluss für heute sein.

Es ist schon erstaunlich, wie schnell der Alltag wieder da ist. Vor wenigen Tagen stand ich noch auf einem Containerschiff und beobachtete die Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal, heute sitze ich wieder im Büro, arbeite E-Mails ab, bespreche Optimierungen und kaufe auf dem Weg ins Hotel Wein für Wolfgang.

Aber auch das hat etwas Gutes: Der normale Rhythmus ist wieder da. Und wenn sogar die Fahrt nach Grevenmacher ohne einen einzigen Stau funktioniert, kann der Wiedereinstieg eigentlich gar nicht so schlecht sein.

Dienstag, 18. August 2026

18.8.2026: Vom Frachtschiff direkt zurück zum Koffer – der Alltag hat mich wieder

Heute Morgen habe ich erst einmal etwas länger geschlafen. Das war allerdings nicht ausschließlich der Erholung nach meiner Frachtschiffreise geschuldet. Nach der weitgehenden Alkoholabstinenz an Bord hatte ich mir gestern Abend zu Hause erst einmal ein Bier gegönnt – und anschließend offenbar einen Becherovka zu viel. Man könnte auch sagen: Meine Trinkfestigkeit hat während der Reise ein wenig unter der mangelnden Trainingspraxis gelitten. Jedenfalls war Ausschlafen heute eine ziemlich gute Entscheidung.

Nach einem kurzen Frühstück meldete sich dann relativ schnell der berufliche Alltag zurück. Ich habe mit meinem Chef telefoniert und schon einmal die wichtigsten Themen besprochen. Schließlich stehen morgen und übermorgen wieder zwei Bürotage in Grevenmacher an, und nach meiner Abwesenheit gibt es einiges zu erledigen. Die schöne Zeit auf dem Frachtschiff ist damit endgültig vorbei – jetzt warten wieder Richtlinien, Protokolle, Termine und die diversen anderen kleinen Freuden des Berufslebens.

Bevor ich mich allerdings wieder vollständig dem Schreibtisch hingebe, ging es heute erst einmal ins Sportstudio. Nach einer Woche an Bord hatte ich richtig Lust darauf, mich wieder ordentlich zu bewegen. Das Training hat entsprechend viel Spaß gemacht und tat nach den vielen Stunden auf dem Schiff richtig gut. Auch wenn ich dort viel an Deck unterwegs war: Ein Fitnessstudio ersetzt ein Containerschiff dann doch nicht ganz.

Auf dem Rückweg habe ich noch einen kurzen Zwischenstopp bei Lidl eingelegt und ein paar Kleinigkeiten eingekauft. Wieder zu Hause war anschließend erst einmal Kaffee angesagt. Manche Dinge ändern sich eben auch nach einer Frachtschiffreise nicht.

Danach wurde es noch einmal produktiv. Ich habe einige Texte fertiggestellt und abgegeben und damit schon wieder die ersten Punkte von meiner nach dem Urlaub erwartungsgemäß gewachsenen Aufgabenliste streichen können. Das gute Gefühl, etwas erledigt zu haben, war also ziemlich schnell wieder da.

Und jetzt stehe ich schon wieder vor einem alten Bekannten: meinem Koffer. Gestern habe ich ihn nach der Rückkehr aus Bremerhaven ausgepackt, heute wird er bereits wieder gefüllt. Besonders lange durfte er sich also nicht von unserer gemeinsamen Reise erholen. Morgen früh geht es für zwei Tage nach Grevenmacher, und dort wartet einiges an Arbeit auf mich.

So schnell kann der Wechsel gehen: Gestern noch Bilder von Kristiansand, Kopenhagen, Danzig und dem Nord-Ostsee-Kanal sortiert, heute Fitnessstudio und Texte, morgen wieder Luxemburg.

Die Frachtschiffreise fühlt sich dadurch schon fast ein wenig unwirklich an. Zum Glück habe ich genügend Fotos und Videos gemacht, um mir zu beweisen, dass ich tatsächlich unterwegs war.

Jetzt wird aber erst einmal fertig gepackt. Und heute Abend lasse ich den Becherovka vorsichtshalber in der Flasche. Morgen früh möchte schließlich nicht nur der Koffer nach Grevenmacher – ich muss auch noch mit.

24.8.2026: Podcast fertig, Balkonschrank 1:0 – aber das Spiel läuft noch

Heute ging es für meine Verhältnisse einigermaßen früh aus den Federn. Der Grund war ein fester Termin: Um 10 Uhr stand eine Podcast-Aufnahm...