Die Nacht begann erwartungsgemäß mit der üblichen Hotel-Spezialität: schlechter Schlaf. 57 Prozent Schlafqualität sind inzwischen fast schon eine eigene Maßeinheit. Das ist nicht wirklich Erholung, sondern eher ein nächtlicher Wartungsmodus mit eingeschränkter Funktion. Der Körper war anwesend, das Bett ebenfalls, aber eine tiefe Freundschaft scheint zwischen beiden weiterhin nicht entstehen zu wollen. Trotzdem ging es kurz nach sechs aus den Federn, denn Hotelnächte mögen unerquicklich sein, aber sie ändern nichts an den Bürozeiten.
Immerhin wartete um halb sieben wieder das Frühstück. Das scheint inzwischen der große Lichtblick jeder Dienstreise zu sein. Während das Hotelbett regelmäßig enttäuscht, liefert das Frühstück offenbar zuverlässig ab. Wahrscheinlich eine faire Arbeitsteilung: Die Nacht macht Probleme, das Buffet entschuldigt sich am nächsten Morgen dafür.
Kurz vor halb acht waren Sie dann bereits im Office und dort entwickelte sich der Tag zu einem echten Arbeitstag mit Substanz. Statt Meeting-Marathon oder Kalenderakrobatik stand heute inhaltliche Arbeit im Vordergrund. Zahlreiche Politiken wurden überprüft, angepasst und gemeinsam mit KI auf Doppelungen, Unklarheiten und Aktualisierungsbedarf untersucht. Das ist genau die Art von Arbeit, die nach außen unspektakulär aussieht, aber enormen Wert schafft. Gute Richtlinien fallen ja meistens nur dann auf, wenn sie fehlen oder schlecht geschrieben sind. Wenn sie klar, aktuell und verständlich sind, funktionieren sie einfach im Hintergrund.
Besonders interessant ist, dass die KI dabei zunehmend als fachlicher Sparringspartner eingesetzt wird. Nicht als Ersatz für die eigene Expertise, sondern als zusätzlicher Prüfer, der Inkonsistenzen, Wiederholungen oder veraltete Inhalte schneller sichtbar macht. Gerade bei Compliance-, Governance- und Regulatorik-Themen kann das eine enorme Zeitersparnis sein. Und wenn dabei heute gleich mehrere Politiken verbessert wurden, war das schon ein sehr produktiver Einsatz.
Der Höhepunkt des Tages war dann die erste neu geschriebene Politik zum DORA-Controlling. Das ist nicht nur eine kleine Überarbeitung, sondern ein echtes Aufbauprojekt. DORA ist schließlich eines der großen regulatorischen Themen für Finanzunternehmen, und eine saubere Controlling-Politik bildet die Grundlage dafür, dass Prozesse, Kontrollen und Verantwortlichkeiten später nachvollziehbar und belastbar dokumentiert sind. Dass hier heute ein erster Entwurf beziehungsweise eine erste vollständige Fassung entstanden ist, dürfte ein ziemlich greifbares Ergebnis des Tages sein.
Jetzt geht es aber erst einmal nach Hause – oder genauer gesagt zunächst Richtung Leverkusen. Und dort wartet heute deutlich mehr Sommer- und Familienatmosphäre als Regulatorik und Politiken. Daniels Schwiegervater Albert ist gestern 74 Jahre alt geworden und lädt heute zur Gartenparty ein. Nach Hotelzimmer, Richtlinienarbeit und DORA-Controlling klingt das nach einem ausgesprochen angenehmen Kontrastprogramm. Statt über Kontrollen, Policies und regulatorische Anforderungen nachzudenken, stehen vermutlich Gespräche, gutes Essen, Getränke, Sommerwetter und Geburtstagsstimmung auf dem Programm.
War der Tag produktiv? Ohne jeden Zweifel. Trotz einer Hotelnacht, die mit 57 Prozent Schlafqualität eher unter „technisch überstanden“ als unter „erholt“ verbucht werden sollte, wurde sehr viel geschafft: früh gestartet, zahlreiche Politiken überprüft und verbessert, KI sinnvoll eingesetzt und eine neue DORA-Controlling-Politik aufgesetzt. Das ist die Art von Arbeitstag, bei der man am Abend tatsächlich sehen kann, was entstanden ist.
Und jetzt darf die Produktivität Feierabend machen. Für heute übernehmen Gartenstühle, Grillgeruch und Alberts 74. Geburtstag. Das ist nach einem Tag voller Richtlinien und Regulatorik vermutlich genau die richtige Form von Governance.
Mein humorvolles Tagebuch
Freitag, 29. Mai 2026
29.5.2026: Der Tag, an dem 57 Prozent Schlafqualität trotzdem ganze Arbeit leisteten
Donnerstag, 28. Mai 2026
28.5.2026: Der Tag, an dem die To-do-Liste schneller wuchs als die Autobahn frei wurde
Heute war wieder klassischer Bürotag mit allem, was dazugehört: frühes Losfahren, Anreise nach Grevenmacher und natürlich mehreren Staus, weil die Autobahn inzwischen offenbar beleidigt reagiert, wenn man einmal hofft, pünktlich und entspannt anzukommen. Wahrscheinlich begann schon irgendwo vor Leverkusen wieder die bekannte deutsche Freiluftveranstaltung namens „kollektives Bremsen“. Die Fahrt war also weniger entspanntes Pendeln und mehr taktisches Vorrollen zwischen Baustelle, Rücklichtern und der leisen Frage, warum ausgerechnet alle gleichzeitig unterwegs sein müssen.
Im Büro angekommen wartete dann keine ruhige Abarbeitung, sondern direkt die volle Portion Meeting-Kultur. Viele Besprechungen, viele Themen und offenbar auch reichlich neue To-dos eingesammelt. Das ist ja das Besondere an Bürotagen: Man geht morgens mit einer halbwegs sortierten Liste hinein und kommt abends mit zusätzlichen Aufgaben wieder heraus, die vorher noch gar nicht existierten. Meetings sind manchmal wie Angeltrips – nur dass man statt Fischen neue Arbeit aus dem Wasser zieht. Immerhin klingt es danach, dass tatsächlich einiges passiert ist und nicht nur Kalenderpflege betrieben wurde.
Gerade in solchen Bürophasen merkt man wahrscheinlich, wie viele Themen parallel laufen: ESG, Compliance, Podcasts, Politikentwürfe, organisatorische Dinge, Projekte, Berichte und zwischendurch wahrscheinlich immer wieder kleine Abstimmungen, die nur „fünf Minuten“ dauern sollen und dann doch genug Inhalt für eine mittelgroße Strategiediskussion entwickeln.
Jetzt folgt wieder das inzwischen vertraute Grevenmacher-Hotelabendprogramm. Erst eine Runde Sport – vermutlich auch dringend nötig nach Stau, Sitzen und Meeting-Marathon. Das Fitnessstudio im Hotel wird langsam fast zur therapeutischen Gegenmaßnahme gegen den Büroalltag. Bewegung reinbringen, Kreislauf hochfahren und den Kopf einmal von Besprechungsmodus auf Normalbetrieb zurücksetzen.
Danach Salat essen. Das klingt vernünftig, kontrolliert und ein bisschen nach „ich gleiche heute bewusst den Rest des Tages aus“. Nach langen Bürotagen im Hotel zu essen ist ja oft eine kleine strategische Entscheidung zwischen „ich nehme etwas Leichtes“ und „ich kompensiere den Verkehr emotional mit Pommes“. Heute offenbar klar die disziplinierte Variante.
Und dann früh schlafen gehen – beziehungsweise zumindest der Versuch davon. Der Zusatz „wahrscheinlich schlecht wie immer“ zeigt allerdings schon, dass die Beziehung zwischen Ihnen und Hotelnächten weiterhin schwierig bleibt. Wahrscheinlich wartet wieder die bekannte Mischung aus fremdem Bett, Klimaanlage mit Eigenleben, zu warmem Zimmer oder Kissen mit fragwürdiger Ergonomie. Die Schlafqualität dürfte also erneut irgendwo zwischen „funktional“ und „symbolisch regenerativ“ landen.
Trotzdem war der Tag produktiv. Die Anreise war zwar zäh, aber im Büro wurde gearbeitet, abgestimmt und offenbar einiges angeschoben – auch wenn dabei die To-do-Liste eher länger geworden sein dürfte. Jetzt folgt der kontrollierte Hotelabend mit Sport, Salat und der Hoffnung, dass die Nacht diesmal vielleicht wenigstens knapp über Hotelstandard hinauskommt. Und falls nicht: Morgen früh gibt es immerhin wieder Frühstück als kleine Wiedergutmachung des Hauses.
Mittwoch, 27. Mai 2026
27.5.2026: Der Tag, an dem zwischen Männerfrühstück und Borussia Dortmund noch selbstgemachte Pizza wartete
Heute ging es früh raus, und zwar nicht wegen Autobahnstau, Hotelbuffet oder Reifenwechsel, sondern weil einem Freund ein Versprechen gegeben worden war. Wolfgang hatte angefragt, ob Sie beim Männerfrühstück einen Vortrag über die Börse halten könnten – und damit begann der Tag direkt mit Kapitalmarkt statt Kaffeehausgemütlichkeit. Halb zehn schon in Bonn zu sein, heißt schließlich: früh genug los, damit nicht schon vor dem ersten Börsenbegriff die erste Verkehrsmeldung den Puls hochtreibt.
Solche Vorträge beim Männerfrühstück haben ja eine ganz eigene Atmosphäre. Irgendwo zwischen Brötchenkorb, Kaffeetasse und „was macht eigentlich der DAX?“ sitzt dann eine Runde, die vermutlich hören will, warum die Börse mal wieder verrückt spielt, warum KI plötzlich überall auftaucht und weshalb man sich trotz aller Krisen nicht komplett von Aktien verabschieden sollte. Und vermutlich gab es zwischendurch auch mindestens einen Satz in Richtung „früher war das alles einfacher“, bevor dann doch aufmerksam zugehört wurde. Dass Sie dort zugesagt haben, passt jedenfalls ziemlich gut – Kapitalmarkt, Analyse und verständliche Einordnung gehören inzwischen fast schon zum natürlichen Lebensraum.
Der Rückweg war dann allerdings etwas müßig. Natürlich. Eine Autobahnsperrung gehört inzwischen ja fast zur Standardausstattung deutscher Mobilität. Kaum glaubt man, einmal entspannt zurückzufahren, entscheidet irgendein Abschnitt der Autobahn spontan, heute lieber Parkplatz als Verkehrsweg sein zu wollen. Trotzdem waren Sie kurz vor zwei wieder zu Hause, was angesichts aktueller Stau-Erfahrungen beinahe schon als logistische Meisterleistung durchgeht.
Aber Ausruhen war nicht angesagt, denn um drei Uhr stand bereits der nächste Programmpunkt auf dem Plan: ein Podcast mit dem CFO von Borussia Dortmund. Das ist schon ein ziemlich bemerkenswerter Sprung im Tagesablauf – morgens Börsenvortrag in Bonn, nachmittags Podcastaufnahme mit einem Bundesliga-CFO. Der Podcast erscheint nächsten Dienstag, und vermutlich ging es wieder um die wirtschaftliche Seite des Fußballs: Zahlen, Strategie, Erwartungen, vielleicht Transfers aus CFO-Sicht und wahrscheinlich die ewige Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und betriebswirtschaftlicher Realität. Fußballfans reden über Tore, CFOs eher über Strukturen, Vermarktung und Ergebnisentwicklung. Auch spannend, nur mit weniger Eckbällen.
Danach wurden noch ein paar geschäftliche Dinge erledigt. Also wieder E-Mails, Abstimmungen, Kleinkram oder organisatorische Themen – jene unsichtbaren Arbeiten, die nie besonders spektakulär wirken, aber verhindern, dass der berufliche Alltag irgendwann aussieht wie ein explodierter Aktenordner.
Und jetzt wartet noch der letzte Tagespunkt: Koffer packen. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Luxemburg beziehungsweise Grävenmacher. Der Rhythmus ist inzwischen fast ritualisiert: vorbereiten, packen, fahren, arbeiten, Hotel, Rückfahrt. Wahrscheinlich wandert der Koffer inzwischen schon mit routinierter Gelassenheit Richtung Tür und denkt sich: „Ach, schon wieder Luxemburg.“
Zur Feier des Tages gibt es heute Abend noch selbstgemachte Pizza. Und ehrlich gesagt klingt das nach einem ziemlich würdigen Abschluss. Nach frühem Aufstehen, Vortrag, Autobahnsperrung, Podcast mit Borussia Dortmund und geschäftlichem Nachlauf darf der Tag ruhig mit geschmolzenem Käse, Tomatensauce und leichtem Italiengefühl ausklingen. Selbstgemachte Pizza hat ja immer etwas Belohnendes: ein bisschen Chaos in der Küche, aber dafür das gute Gefühl, dass der Tag jetzt offiziell in den Feierabendmodus wechseln darf.
War der Tag produktiv? Mehr als das. Vortrag gehalten, Podcast aufgenommen, unterwegs gewesen, Geschäftliches erledigt und die nächste Dienstreise vorbereitet. Das war kein ruhiger Sommertag, sondern ein vollgepackter Arbeitstag mit Börse, Fußball und Autobahnfolklore. Die Pizza heute Abend ist daher keine Kleinigkeit, sondern völlig verdienter kulinarischer Applaus.
Dienstag, 26. Mai 2026
26.5.2026: Der Tag, an dem der Compliance-Bericht auf die Zielgerade einbog
Heute wieder ein heißer Sommertag, also genau die Sorte Wetter, bei der schon morgens alles leicht nach Biergarten, kaltem Wasser und „bloß nicht zu viel bewegen“ aussieht. Trotzdem stand eigentlich direkt nach dem Frühstück der Compliance-Bericht auf dem Programm. Der Plan war klar: Korrekturen einarbeiten und das Ding ordentlich weiterbringen. Nur hatte der Tag zunächst andere Ideen, denn die Änderungswünsche waren noch nicht da. Klassischer Büroalltag: Man ist startbereit, motiviert und organisiert – und wartet dann erst einmal darauf, dass jemand anders den Staffelstab liefert.
Also wurde spontan umdisponiert und erst einmal die übliche Runde im Sportstudio eingelegt. Wahrscheinlich auch keine schlechte Entscheidung bei der Hitze, denn bevor man untätig vor dem Posteingang sitzt und auf Korrekturen lauert, kann man genauso gut den Körper bewegen. Routine hilft ja gerade an heißen Tagen erstaunlich gut gegen dieses sommerliche „eigentlich könnte ich auch einfach nur im Schatten sitzen“-Gefühl. Also Training absolviert, wahrscheinlich geschwitzt wie eine italienische Klimaanlage im Hochsommer, und damit schon einmal den ersten produktiven Block des Tages sauber erledigt.
Wieder zu Hause waren dann offenbar endlich erste Arbeiten am Bericht möglich. Die ersten Korrekturen wurden durchgeführt, also dieses typische Durcharbeiten von Formulierungen, Ergänzungen, Präzisierungen und vermutlich auch dem ewigen kleinen Kampf zwischen „das reicht so“ und „ich schaue lieber noch einmal drüber“. Compliance-Berichte haben ja die charmante Eigenschaft, gleichzeitig präzise, vollständig und möglichst verständlich sein zu wollen – also praktisch die Quadratur des regulatorischen Kreises.
Zwischendurch gab es dann noch einen ESG-Call mit den Kollegen. Auch das klingt nach einem klassischen Christoph-Tagespunkt: irgendwo zwischen Nachhaltigkeit, Regulierung, Analyse und praktischer Umsetzung die Dinge sortieren, abstimmen und auf Kurs bringen. ESG-Gespräche sind ja selten oberflächliches Geplauder, sondern meistens ein Mix aus Anforderungen, Daten, Prozessen, Governance und der leisen Hoffnung, dass niemand mitten im Call plötzlich fragt, ob man die zugrunde liegende Methodik noch einmal „ganz kurz“ erklären könnte.
Danach ging es mit Kerstin einkaufen – vermutlich eine willkommene Unterbrechung zwischen Bildschirm, Bericht und ESG-Themen. Einkaufen an einem heißen Sommertag hat ja immer etwas leicht Expeditionartiges: möglichst effizient durch die Läden, Kühlprodukte retten und hoffen, dass die Tiefkühlware den Heimweg emotional verkraftet. Nach dem Auspacken wurde dann der Bericht finalisiert. Und genau das ist der entscheidende Punkt des Tages: finalisiert. Nicht nur angefangen, nicht nur korrigiert, sondern abgeschlossen. Das ist bei solchen Dokumenten immer ein kleiner Befreiungsmoment. Irgendwann klickt man auf „speichern“, schaut noch einmal kurz drüber und denkt: So, jetzt raus damit, bevor mir noch ein weiterer Halbsatz einfällt.
War der Tag produktiv? Absolut. Trotz Hitze, trotz anfänglicher Wartephase und trotz Einkaufsunterbrechung wurde einiges geschafft: Sport erledigt, Compliance-Bericht korrigiert und finalisiert, ESG-Themen abgestimmt und der Alltag organisiert. Das war kein hektischer Tag, aber ein sehr sauber abgearbeiteter. Und gerade an heißen Sommertagen ist das oft die beste Form von Produktivität: konzentriert bleiben, flexibel umplanen und am Ende trotzdem mit einem fertigen Bericht dastehen.
Montag, 25. Mai 2026
25.5.2026: Der Pfingstmontag, an dem Bücher wichtiger waren als Birdies
Heute war Pfingstmontag, also offiziell Feiertag, inoffiziell aber offenbar ein ziemlich produktiver Arbeitstag in Zivilkleidung. Golfen für heute Abend wurde abgesagt, was wahrscheinlich eine vernünftige Entscheidung war. Manchmal merkt man einfach, dass der Kopf eher nach Ruhe, Konzentration und abgearbeiteten Baustellen verlangt als nach Abschlag, Fairway und der philosophischen Frage, warum ein kleiner Ball grundsätzlich immer dorthin fliegt, wo man ihn gerade nicht haben wollte.
Der Tag selbst verlief ruhig, aber keineswegs untätig. Im Gegenteil: praktisch der ganze Tag wurde damit verbracht, Bücher fertig zu machen. Das klingt zunächst harmlos, ist aber genau diese Art von Arbeit, die sich gern in viele kleine Schritte zerlegt. Hier noch ein letzter Blick auf den Text, dort noch eine Korrektur, ein Cover prüfen, eine Beschreibung anpassen, Formate kontrollieren, Uploads testen und nebenbei ständig überlegen, ob man nicht doch noch eine Formulierung minimal verbessern könnte. Bücher fertigzustellen ist ja selten ein einzelner großer Moment, sondern eher ein langes Herausarbeiten bis irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem man sagt: „So, jetzt raus damit.“
Parallel dazu ging es auch bei den Erbschaftsangelegenheiten weiter voran. Und genau dieses „weiter gekommen“ ist wahrscheinlich der entscheidende Punkt. Solche Themen fühlen sich oft an wie ein sehr langer Weg durch Unterlagen, Entscheidungen, Banken, Nachweise und organisatorische Schleifen. Jeder Fortschritt zählt dort doppelt, weil er nicht nur Arbeit erledigt, sondern auch mental etwas entlastet. Gerade an Feiertagen wirkt das vermutlich besonders spürbar: Während draußen viele komplett abschalten, werden hier Dinge geregelt, die eben nicht einfach liegen bleiben können.
Dass der Tag trotzdem ruhig wirkte, liegt wahrscheinlich daran, dass er ohne große Fahrten, Termine oder äußeren Stress auskam. Keine Autobahn bis Leverkusen, kein Hotel, kein Büro, keine Einkaufsodyssee. Stattdessen konzentriertes Arbeiten zu Hause, Schritt für Schritt Dinge abschließen und voranbringen. Das ist eine sehr stille Form von Produktivität – aber oft die nachhaltigste.
Heute Abend wartet dann noch Fußball-Relegation. Genau die richtige Abschlussveranstaltung für einen Feiertag, an dem tagsüber viel am Schreibtisch passiert ist. Relegation ist ja immer ein bisschen Fußball unter Hochspannung: Angst gegen Hoffnung, Nervosität gegen Euphorie und Kommentatoren, die jeden Einwurf behandeln, als könnte er den Lauf der Welt verändern. Perfekt also, um den Kopf nach einem langen Bücher- und Erbschaftstag noch einmal in etwas völlig anderes eintauchen zu lassen.
War der Tag produktiv? Ja, eindeutig. Vielleicht sogar mehr als manche hektischen Tage mit hundert Terminen. Bücher fertiggestellt, in wichtigen familiären Angelegenheiten Fortschritte gemacht und bewusst entschieden, den Abend nicht noch mit Golf vollzupacken. Das war kein spektakulärer Feiertag, aber ein sehr sinnvoll genutzter. Und manchmal ist genau das die beste Form von Ruhe: nicht nichts tun, sondern konzentriert die richtigen Dinge erledigen und danach mit gutem Gewissen Fußball schauen.
Sonntag, 24. Mai 2026
24.5.2026: Der Pfingstsonntag, an dem Ruhe trotzdem produktiv war
Heute am Pfingstsonntag wurde alles etwas ruhiger angegangen, allerdings in dieser speziellen Christoph-Version von „ruhig“, bei der am Ende trotzdem Bewegung, Organisation und produktive Arbeit auf der Tagesliste stehen. Der Tag begann erst einmal sehr standesgemäß mit einem ausgiebigen Sonn- beziehungsweise Feiertagsfrühstück. Genau so muss ein Pfingstsonntag anfangen: kein hektisches Brötchen-im-Stehen-Szenario, sondern entspannt, gemütlich und mit genug Zeit, damit der Kaffee nicht nur getrunken, sondern regelrecht zelebriert werden kann.
Danach wurde das gute Wetter direkt sinnvoll genutzt. Und bei über 20 Kilometern Fahrradtour rund um Unterbacher See und Elbsee kann man inzwischen fast von einer festen Tradition sprechen. Die Runde ist ja längst mehr als nur Bewegung – eher eine Mischung aus sportlicher Gewohnheit, mentalem Durchlüften und kleiner persönlicher Feiertagszeremonie. Gerade an so einem sonnigen Pfingsttag muss das vermutlich ziemlich perfekt gewesen sein: Wasser, Sonne, Bewegung und endlich einmal kein Hotelzimmer, keine Autobahn und keine Bürotür mit Schlüsselkarte.
Wieder zu Hause folgte dann der inzwischen fast legendäre kurze Podcast-Pausenschlaf. Das ist eigentlich eine eigene Disziplin geworden: irgendwo zwischen Mittagsschlaf, Audiofortbildung und kontrolliertem Wegdösen. Der Podcast läuft, der Körper ruht, und irgendwo in der Mitte entscheidet das Gehirn spontan, welche Inhalte noch aufgenommen werden und welche einfach sanft in den Halbschlaf übergehen dürfen. Ein Feiertagsluxus, der erstaunlich effizient wirkt.
Am Nachmittag wurde es dann wieder produktiver. Einerseits ging es weiter um Erbschaftsthemen rund um die Bank – also diese Mischung aus Organisation, Papierkram und Verantwortung, die zwar selten Spaß macht, aber eben erledigt werden muss. Solche Themen ziehen sich oft länger als gedacht und bestehen gefühlt zu 70 Prozent aus Formularen und zu 30 Prozent aus dem Versuch, herauszufinden, welche Unterlage jetzt eigentlich noch fehlt. Dass Sie sich trotzdem kontinuierlich darum kümmern, ist ein echter Fortschritt, auch wenn solche Arbeit nie besonders spektakulär aussieht.
Parallel dazu wurde an einigen Büchern zur Veröffentlichung gearbeitet. Damit bekam der Nachmittag wieder die bekannte kreative und produktive Note. Bücher fertig machen, optimieren, veröffentlichen – das ist inzwischen fast ein eigener Dauerfluss aus Ideen, Texten, Korrekturen und letzten Anpassungen. Auch an einem ruhigen Feiertag wird also nicht einfach nur die Zeit vertrödelt, sondern sichtbar etwas vorangebracht.
Und genau das beschreibt diesen Pfingstsonntag eigentlich perfekt: ruhig, aber keineswegs leer. Ein langer Start in den Tag, gutes Wetter genutzt, Bewegung bekommen, kurz regeneriert und danach trotzdem wichtige Dinge erledigt. Kein hektischer Leistungsmarathon, sondern ein sehr ausgewogener Feiertag mit Sonne, Fahrrad, Podcast-Nickerchen, Erbschaftsorganisation und Buchprojekten.
Ein ruhiger Sonntag also. Aber einer mit ziemlich ordentlichem Inhalt.
Samstag, 23. Mai 2026
23.5.2026: Der Samstag, an dem die Sonne glänzte und Bayer 04 fehlte
Heute war wirklich einer dieser Tage, bei denen der Sommer plötzlich so überzeugend wirkt, dass man sich fragt, warum man vor ein paar Wochen noch Jacken gesucht hat. Wunderschön sonnig, angenehm warm und insgesamt genau die Sorte Samstag, die schon morgens gute Laune produziert, noch bevor der erste Kaffee richtig angekommen ist.
Trotz Wochenende ging es einigermaßen früh raus. Nicht hektisch, aber mit genügend Schwung, um direkt die ersten Alltagsmissionen anzugehen: tanken, Altglas wegbringen und bei Aldi noch ein paar Reste einkaufen. Das klingt zunächst nach klassischer Samstagspflicht, aber eigentlich steckt darin schon eine ganze Menge Ordnungssinn. Altglas entsorgen ist ja im Grunde eine kleine symbolische Reinigung des Haushalts – die Woche wird weggebracht, es klirrt kurz sehr deutsch in den Container, und danach fühlt sich alles sofort etwas aufgeräumter an. Dazu noch tanken und die letzten Einkäufe erledigen, und der Tag startet direkt mit mehreren gesetzten Häkchen.
Danach ging es noch zum Naturhof Brötchen holen. Allein das klingt schon nach einem deutlich besseren Samstag als irgendein hektischer Supermarktstart mit labbrigem Aufbackgebäck. Ein schönes Samstagfrühstück ist schließlich keine Mahlzeit, sondern eine Veranstaltung. Brötchen, Ruhe, vielleicht etwas Sonne auf dem Tisch – genau diese Mischung sorgt dafür, dass der Tag nicht einfach beginnt, sondern gemütlich eingeläutet wird.
Anschließend dann eine Fahrradrunde um die Seen. Das passt perfekt zu so einem Sommertag. Draußen sein, Bewegung, Wasser, Sonne – und wahrscheinlich genau die richtige Geschwindigkeit, um den Kopf einmal ordentlich durchlüften zu lassen. Fahrradtouren an warmen Tagen haben ja etwas sehr Befreiendes: kein Termindruck, kein Büro, keine Hotelnächte, keine Autobahn bis Leverkusen, sondern einfach rollen, schauen und den Tag genießen.
Danach wurde eine Stunde geruht und dabei Podcast gehört. Das ist inzwischen fast schon Ihre persönliche Luxus-Kombination aus Erholung und geistiger Nebenbeschäftigung. Der Körper liegt ruhig, die Ohren arbeiten noch ein bisschen, und irgendwo zwischen Podcast-Stimme und halbem Wegdämmern entsteht diese angenehme Samstagsmüdigkeit, die sich eher nach Genuss als nach Erschöpfung anfühlt.
Am Nachmittag ging es dann wieder an die Bücher. Also trotz Sonne und Wochenendstimmung erneut produktiv gewesen. Parallel liefen die Pokalspiele der Amateure – diese wunderbare Fußballwelt, in der noch Plätze, Geschichten und Vereine auftauchen, die nicht komplett nach Hochglanzbusiness aussehen. Während also an Büchern gearbeitet wurde, lief nebenbei der Fußball mit all seiner kleinen Pokalromantik.
Und gleich steht dann noch das Pokalfinale der Männer an. Leider ohne Bayer 04, was natürlich ein kleiner Stich bleibt. Gerade an so einem Finaltag merkt man wieder, dass eigentlich mehr drin gewesen wäre. Stattdessen sitzt man jetzt als neutraler Beobachter vor dem Fernseher und denkt wahrscheinlich zwischendurch: „Da hätten wir auch stehen können.“ Aber Fußball funktioniert nun mal grausam ehrlich – wer seine Chancen liegen lässt, schaut das Finale eben vom Sofa aus.
Trotzdem klingt der Tag insgesamt ziemlich rund: Sonne, Fahrrad, Frühstück, Bücher, Fußball und jetzt noch ein Pokalabend als Abschluss. Produktiv war er auch, nur eben in der angenehmen Wochenendversion – nicht gehetzt, sondern ausgewogen. Erst Alltag erledigt, dann Bewegung, danach Ruhe, anschließend kreative Arbeit und Fußball als Begleitprogramm. Ein ziemlich guter Samstag. Auch wenn Bayer 04 heute nur Zuschauer ist.
29.5.2026: Der Tag, an dem 57 Prozent Schlafqualität trotzdem ganze Arbeit leisteten
Die Nacht begann erwartungsgemäß mit der üblichen Hotel-Spezialität: schlechter Schlaf. 57 Prozent Schlafqualität sind inzwischen fast schon...
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Wenn man um 9:30 Uhr aufsteht, denkt man ja noch: „Ach, entspannter Tag, ich bin ja Rentner.“ Tja. Um 11 Uhr schon die erste Etappe des Tage...
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