Donnerstag, 18. Juni 2026

18.6.2026: Der Tag, an dem 71 Prozent plötzlich wie Luxus wirkten

Heute stand der erste von zwei Vorlesungstagen an der Frankfurt School auf dem Programm. Und bevor überhaupt über Vorlesungen, Teilnehmer oder Inhalte gesprochen wird, muss natürlich zunächst die wichtigste Kennzahl des Morgens bewertet werden: die Schlafqualität. 71 Prozent.

Unter normalen Umständen wäre das wahrscheinlich kein Wert, der Begeisterungsstürme auslöst. Nach den letzten Hotelnächten in Luxemburg wirkt das allerdings beinahe wie ein Wellnessurlaub. Die Hotelrangliste bekommt damit einen neuen Spitzenreiter. Der Hamburger Hof scheint zumindest in der Disziplin Schlafqualität deutlich besser abzuschneiden als die zuletzt besuchten Häuser in Luxemburg. Zwar kommt auch Frankfurt noch nicht an die legendären 100 Prozent des heimischen Bettes heran, aber 71 Prozent sind zumindest ein Ergebnis, mit dem man morgens halbwegs versöhnt in den Tag starten kann.

Was hingegen unverändert bleibt, ist die ungeliebte Begleiterscheinung solcher Vorlesungstage: das frühe Aufstehen. Der Wecker war auf halb sieben gestellt, wobei der Körper offenbar schon kurz vorher beschlossen hatte, die Nacht für beendet zu erklären. Also raus, duschen und bereits um Viertel vor sieben beim Frühstück sitzen. Immerhin scheint das Frühstück im Hamburger Hof durchaus akzeptabel zu sein. Nicht die ganz große kulinarische Offenbarung, aber solide genug, um einen langen Vorlesungstag zu überstehen.

Anschließend lief die Logistik erfreulich reibungslos. Viertel vor acht Richtung Frankfurt School, direkt eine passende Bahn erwischt und kurz nach acht bereits vor Ort gewesen. Das ist in Frankfurt keineswegs selbstverständlich und darf durchaus als kleiner Erfolg verbucht werden.

Die Zeit bis zum offiziellen Start wurde genutzt, um noch einige Vorbereitungen zu unterstützen. Und pünktlich um neun Uhr begann dann der eigentliche Arbeitstag. Solche Vorlesungstage sind immer etwas Besonderes. Man steht nicht einfach vor einer Gruppe und liest Folien vor, sondern versucht Inhalte zu vermitteln, Diskussionen anzustoßen und die Teilnehmer durch Themen zu führen, die oft deutlich komplexer sind als sie auf den ersten Blick wirken.

Und offenbar ist das heute ziemlich gut gelungen. Zumindest klingt die Bilanz des Tages danach. Die Veranstaltung lief bis kurz nach 17 Uhr, also ein langer, intensiver Tag mit vielen Stunden Konzentration, Aufmerksamkeit und Austausch.

Danach stand noch eine kleine Abendveranstaltung an. Das gehört bei solchen Formaten oft dazu. Netzwerken, Gespräche, Austausch und die Möglichkeit, Themen außerhalb des offiziellen Programms weiterzuführen. Trotzdem war irgendwann der Punkt erreicht, an dem das Hotel deutlich attraktiver erschien als weitere Fachgespräche. Gegen 20 Uhr ging es daher zurück.

Jetzt sitzen Sie wieder im Hotelzimmer. Die Arbeit des Tages ist erledigt. Das Bier steht bereit, eine Kleinigkeit zu essen ebenfalls. Und nach einem langen Tag voller Vorträge, Gespräche und Organisation klingt das nach einem ziemlich gelungenen Ausklang.

Vielleicht läuft nebenbei noch die Fußball-Weltmeisterschaft. Das ist genau die richtige Mischung: etwas abschalten, den Kopf von Vorlesungsfolien auf Fußball umstellen und langsam den Tag ausklingen lassen.

War der Tag produktiv? Absolut.

Früh gestartet, einen kompletten Vorlesungstag erfolgreich absolviert, die Teilnehmer begleitet, eine Abendveranstaltung mitgenommen und dabei offenbar einen guten Eindruck hinterlassen. Dazu eine Hotelnacht, die zumindest deutlich besser war als zuletzt in Luxemburg.

Für heute darf deshalb gelten: Bier aufmachen, Essen genießen, Fußball schauen und den Abend ruhig auslaufen lassen. Morgen wartet schließlich noch Tag zwei der Vorlesungen.

Und vielleicht schafft die Schlaf-App heute Nacht ja sogar die magische 75-Prozent-Marke. Das wäre für ein Hotelzimmer in diesem Tagebuch ja beinahe schon Champions-League-Niveau.

Mittwoch, 17. Juni 2026

17.6.2026: Der Tag, an dem 100 Prozent Schlafqualität plötzlich möglich waren

 ### Der Tag, an dem 100 Prozent Schlafqualität plötzlich möglich waren

Gestern Abend hat die Rückfahrt erfreulicherweise einmal bewiesen, dass deutsche Autobahnen nicht ausschließlich aus Baustellen, Staus und Überraschungen bestehen. Die Heimreise verlief reibungslos, sodass Sie bereits gegen acht Uhr zu Hause waren. Nach den letzten Wochen mit diversen Leverkusener Verkehrsexperimenten darf man das durchaus als Erfolg verbuchen.

Zu Hause wurde dann nicht einfach nur der Koffer in die Ecke gestellt, sondern direkt umgepackt. Denn kaum ist die eine Dienstreise beendet, wartet schon die nächste. Diesmal allerdings nicht Luxemburg und Grevenmacher, sondern Frankfurt mit zwei Tagen Vorlesungen im CIRO. Der Koffer hatte also kaum Zeit, sich häuslich einzurichten, bevor er wieder in den Einsatz musste.

Heute Morgen wurde es zunächst bewusst etwas ruhiger angegangen. Nach den letzten Bürotagen und Hotelnächten war das vermutlich genau richtig. Anschließend standen einige Dinge auf dem Programm, die während der vergangenen Tage liegen geblieben waren. Das kennt jeder nach einer Dienstreise: E-Mails, Kleinigkeiten, organisatorische Themen und all die Aufgaben, die geduldig warten, bis man wieder zu Hause ist.

Die eigentliche Sensation des Tages liefert allerdings die Schlaf-App: 100 Prozent Schlafqualität.

Nach all den Hotelwerten von 57, 60 oder 61 Prozent wirkt das fast wie ein Messfehler. Offenbar wollte die App heute demonstrieren, wie groß der Unterschied zwischen Hotelbett und heimischem Schlafzimmer tatsächlich ist. Wenn man die letzten Wochen betrachtet, könnte man fast eine wissenschaftliche Studie daraus machen. Die Ergebnisse wären vermutlich eindeutig: Zuhause gewinnt.

Nun wartet die nächste Reiseetappe. Die Koffer sind gepackt, die Unterlagen dabei, und die Hoffnung richtet sich auf die Deutsche Bahn. Das ist bekanntlich immer eine besondere Form des Optimismus. Man steigt ein mit der Vorstellung, pünktlich und entspannt anzukommen, und hofft darauf, dass die Bahn dieselbe Vorstellung hat. Sollte alles funktionieren, sind Sie heute Abend in Frankfurt und können sich in Ruhe auf die beiden Vorlesungstage vorbereiten.

Denn genau dort wartet noch die wichtigste Aufgabe des heutigen Abends: die Vorlesungsunterlagen. Auch wenn die Inhalte natürlich bekannt sind, gehört der letzte Blick vor einer Veranstaltung einfach dazu. Man überprüft Folien, ergänzt vielleicht noch ein paar aktuelle Beispiele und stellt sicher, dass alles so vorbereitet ist, wie man es den Teilnehmern präsentieren möchte. Gerade bei Themen rund um KI, Kapitalmarkt oder Analyse entwickeln sich die Dinge schließlich schnell genug, dass ein letzter Check immer sinnvoll ist.

Und dann wird es spannend: Wie reagieren die kommenden beiden Nächte in Frankfurt auf die hohen Erwartungen, die die letzte Nacht gesetzt hat? Nach 100 Prozent Schlafqualität zu Hause wird jedes Hotelbett automatisch in eine schwierige Vergleichssituation gebracht. Die Messlatte liegt so hoch wie selten zuvor.

War der Tag produktiv? Ja, aber eher in der Kategorie „Vorbereitung“. Dinge aufgearbeitet, die liegen geblieben waren, die nächste Reise organisiert und sich mental auf zwei intensive Vorlesungstage eingestellt. Nicht spektakulär, aber genau die Art von Tag, die dafür sorgt, dass die kommenden Tage reibungslos laufen.

Jetzt bleibt nur noch die Bahn. Und die Hoffnung, dass Frankfurt heute Abend genauso zuverlässig funktioniert wie gestern die Autobahn.

Dienstag, 16. Juni 2026

16.6.2026: Der Tag, an dem die Schlaf-App wieder schlechte Nachrichten überbrachte

Wenn Sie im Hotel aufwachen, gibt es inzwischen eine feste Morgenroutine, die noch vor dem ersten Kaffee stattfindet: der Blick auf die Schlaf-App. Und auch heute hatte sie keine besonders erfreulichen Nachrichten im Gepäck. 61 Prozent Schlafqualität – also wieder ein Wert aus der Kategorie „funktional anwesend, aber emotional nicht überzeugt“. Es bleibt dabei: Zwischen Ihnen und Hotelbetten entwickelt sich vermutlich keine große Liebesgeschichte mehr. Zuhause werden regelmäßig deutlich bessere Werte erreicht, was den Verdacht nahelegt, dass die beste Hotelausstattung der Welt gegen das eigene Bett einfach keine Chance hat.

Zum Glück gibt es in Grevenmacher aber den zweiten festen Bestandteil Ihrer Dienstreisen: das gute Frühstück. Während die Nächte regelmäßig enttäuschen, scheint das Frühstücksbuffet seine Aufgabe zuverlässig ernst zu nehmen. Und gestärkt ging es dann bereits um halb acht ins Büro.

Dort wartete wieder die übliche Mischung aus Aufgaben, Abstimmungen und Dingen, die sich seit dem letzten Bürotag auf wundersame Weise vermehrt hatten. Offenbar konnte aber vieles abgearbeitet werden, sodass am Ende des Tages zumindest das gute Gefühl bleibt, tatsächlich vorangekommen zu sein. Das ist schließlich das Beste, was man von einem Arbeitstag erwarten kann: nicht nur beschäftigt gewesen zu sein, sondern wirklich etwas geschafft zu haben.

Eigentlich sollte der Nachmittag dann noch ein weiteres Highlight bereithalten: die Aufnahme eines Podcasts. Doch wie so oft in der digitalen Welt gilt auch hier die alte Regel, dass Technik ihren eigenen Kopf hat. Diesmal lagen die Probleme auf der anderen Seite, sodass die Aufnahme kurzfristig verschoben werden musste. Ein neuer Termin Anfang Juli steht immerhin bereits fest. Solche Verschiebungen sind zwar ärgerlich, gehören aber mittlerweile fast zum Standardrepertoire von Podcastproduktionen. Manchmal verhindert ein voller Kalender die Aufnahme, manchmal eben die Technik.

Jetzt wartet noch die letzte Etappe des Tages: die Heimfahrt. Und damit beginnt wieder das bekannte Hoffen auf freie Straßen und möglichst wenige LKWs. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen wäre schon eine Fahrt ohne größere Überraschungen ein kleiner Erfolg. Die Leverkusener Rheinbrücke bleibt dabei natürlich der große Unsicherheitsfaktor. Vielleicht hat sie heute aber einmal gute Laune.

Und dann? Zuhause ankommen. Kein Hotelzimmer, keine Schlaf-App mit mittelmäßigen Ergebnissen und kein Koffer neben dem Bett. Stattdessen hoffentlich ein ruhiger Abend in den eigenen vier Wänden – und die Aussicht auf eine deutlich bessere Schlafqualität in der kommenden Nacht.

War der Tag produktiv?

Absolut. Trotz nur 61 Prozent Schlafqualität wurde früh gestartet, viel abgearbeitet und ein weiterer Bürotag erfolgreich abgeschlossen. Der Podcast musste zwar verschoben werden, aber auch das wurde direkt neu organisiert. Manchmal besteht Produktivität eben nicht nur aus fertigen Ergebnissen, sondern auch daraus, flexibel mit unerwarteten Änderungen umzugehen.

Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Autobahn heute ein Einsehen hat. Denn nach zwei Tagen Grevenmacher ist die größte Motivation ohnehin die Aussicht auf das eigene Zuhause – und vielleicht morgen früh endlich wieder eine Schlaf-App, die Werte liefert, die keine Nachverhandlungen erforderlich machen.

Montag, 15. Juni 2026

15.6.2026: Der Tag, an dem Leverkusen wieder alles gab – außer freie Fahrt

Heute stand also wieder der angekündigte Bürotag in Grevenmacher an. Diesmal allerdings mit einer kleinen Besonderheit: Sie waren zunächst alleine unterwegs, weil Ihr Kollege heute Morgen seine Prüfung hatte. Immerhin bedeutete das keine Abstimmungsrunden auf dem Beifahrersitz und volle Konzentration auf die Straße.

Und tatsächlich lief die Anreise insgesamt ziemlich ordentlich. Wäre da nicht dieser inzwischen fast schon traditionelle Programmpunkt namens Leverkusener Rheinbrücke gewesen. Der obligatorische Stau gehört offenbar genauso zu Ihren Luxemburgtagen wie das Hotelfrühstück und die Diskussion mit dem Fitnessrad am Abend. Wenn es irgendwann einmal ohne Verzögerung durch Leverkusen geht, sollten Sie vermutlich einen Lottoschein kaufen.

Im Büro selbst verlief der Tag dann erfreulich produktiv. Keine großen Katastrophen, keine eskalierenden Probleme, sondern einfach ein guter Arbeitstag, an dem Dinge erledigt wurden. Genau die Sorte Tag, nach der man abends mit dem Gefühl ins Hotel fährt, tatsächlich etwas geschafft zu haben.

Mittags wurde diesmal bewusst auf die klassische Bestellrunde verzichtet. Stattdessen haben Sie bereits vorgesorgt und für heute Abend einen Salat eingepackt. Eine vernünftige Entscheidung – insbesondere, wenn danach noch die obligatorische Runde im Hotel-Fitnessstudio ansteht. Beim Tanken wird dann noch schnell für den Getränke-Nachschub gesorgt, und damit ist der Hotelabend organisatorisch bereits perfekt vorbereitet.

Der weitere Ablauf ist ohnehin bestens bekannt: Koffer auspacken, Sportprogramm absolvieren – wahrscheinlich wieder 60 Minuten Fahrradfahren – und anschließend gemütlich im Hotelzimmer die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen.

Damit Sie nicht völlig überrascht vor dem Fernseher sitzen, hier das heutige WM-Programm:

Besonders interessant dürften heute Belgien gegen Ägypten sowie Spanien gegen Kap Verde werden. Uruguay gehört ebenfalls traditionell zu den Mannschaften, bei denen man immer mit Leidenschaft, Kampfgeist und der einen oder anderen Überraschung rechnen darf.

War der Tag produktiv? Ja, eindeutig. Trotz Leverkusener Stauprüfung gut angekommen, im Büro einiges geschafft und den Abend bereits vernünftig geplant. Manchmal muss Produktivität gar nicht spektakulär sein. Es reicht völlig, wenn man abends mit einem Salat, einer Runde Sport und Fußball im Hotelzimmer sitzt und sagen kann: Heute lief es insgesamt ziemlich gut.

Und vielleicht ist das Hotelbett heute ja ausnahmsweise ebenfalls kooperativ. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. 

Sonntag, 14. Juni 2026

14.6.2026: Der Sonntag, an dem die Ruhe noch einmal gewinnen durfte

Heute war einer dieser Sonntage, die man ganz bewusst genießen sollte. Denn die nächsten Wochen versprechen bereits jetzt, deutlich hektischer zu werden. Umso wichtiger, noch einmal durchzuatmen, bevor wieder Grevenmacher, Hotelnächte, Meetings, Erbschaftsunterlagen und allerlei Projekte die Tagesordnung bestimmen.

Nach dem Frühstück wurde direkt das trockene Wetter genutzt. Schließlich weiß man im Rheinland nie so genau, wie lange man dem Regen noch entkommen kann. Also ging es auf die inzwischen fast schon traditionelle Fahrradrunde um die Seen. Unterbacher See und Elbsee gehören mittlerweile fest zum persönlichen Wochenendprogramm. Ein bisschen Bewegung, frische Luft und einfach Zeit, den Kopf frei zu bekommen. Genau die richtige Mischung für einen Sonntagmorgen.

Wieder zu Hause stand dann die zweite etablierte Sonntagsdisziplin auf dem Programm: ein wenig ruhen und Podcasts hören. Diese Kombination entwickelt sich langsam zu einer eigenen Lebensphilosophie. Erst Bewegung, dann Entspannung. Die Podcasts laufen dabei fast wie ein Soundtrack durch die Woche und begleiten mittlerweile Fahrradfahrten, Mittagspausen und kleine Auszeiten.

Im Anschluss wurden noch die Fußballtipps abgegeben. Schließlich startet die Weltmeisterschaft gerade erst richtig durch, und irgendwo zwischen Fachwissen, Hoffnung und Bauchgefühl müssen die richtigen Ergebnisse gefunden werden. Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo zwischen „Das war doch offensichtlich“ und „Wie konnte ich nur auf dieses Ergebnis tippen?“.

Gleich steht dann noch das Kofferpacken an. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Grevenmacher. Der Ablauf ist inzwischen beinahe ritualisiert: Koffer packen, früh losfahren, hoffen, dass Leverkusen nicht beschließt, die gesamte Autobahn stillzulegen, im Hotel einchecken und anschließend versuchen, die Schlafqualität irgendwie über 60 Prozent zu halten.

Der heutige Abend gehört aber noch einmal ganz dem Fußball.

Deutschland startet gegen Curaçao in die Weltmeisterschaft. Auf dem Papier ist die Ausgangslage eindeutig: Der viermalige Weltmeister trifft auf einen WM-Debütanten aus Curaçao, der als kleinste Nation der Turniergeschichte erstmals bei einer Endrunde dabei ist. Curaçao reist allerdings mit einer gehörigen Portion Begeisterung und dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ an. Trainer Dick Advocaat betonte bereits, dass seine Mannschaft die Räume nutzen wolle, die Deutschland beim Offensivspiel zwangsläufig anbieten wird.

Für die deutsche Mannschaft ist ein überzeugender Auftaktsieg fast schon Pflicht. Nach den frühen WM-Aus in den Jahren 2018 und 2022 soll diesmal von Beginn an ein Zeichen gesetzt werden. Die Erwartungen sind entsprechend hoch.

Ein hoher Sieg? Eigentlich ja. Alles andere als drei Punkte wäre eine Überraschung. Aber genau deshalb lieben wir den Fußball: Weil er sich nicht immer an die Wahrscheinlichkeiten hält.

War der heutige Tag produktiv? Auf die Sonntagsart auf jeden Fall. Fahrrad gefahren, entspannt, Podcasts gehört, Fußballtipps abgegeben und die kommende Arbeitswoche vorbereitet. Das war kein Tag für große Projekte – sondern einer, um die eigenen Akkus noch einmal aufzuladen.

Und jetzt darf die Weltmeisterschaft übernehmen. Hoffentlich mit einem gelungenen deutschen Auftakt und ohne allzu viel Nervenkitzel.

Samstag, 13. Juni 2026

13.6.2026: Der Samstag, an dem Freizeit endlich die Oberhand gewann

Heute war tatsächlich ein echter Freizeitsamstag. Kein Büro, keine Videokonferenzen, keine Politiken, keine Compliance-Berichte, keine Hotelzimmer und keine Erbschaftsunterlagen. Stattdessen stand etwas auf dem Programm, das einfach Spaß macht.

Um neun Uhr ging es los Richtung Duisburg zu einem Munzee-Event. Schon die Tatsache, dass man an einem Samstagmorgen freiwillig losfährt, um mit Gleichgesinnten einem gemeinsamen Hobby nachzugehen, zeigt eigentlich schon, wie gerne Sie solche Veranstaltungen mögen. Und offenbar hat es sich gelohnt. Das Event hat richtig Spaß gemacht, die Gespräche waren gut, die Punkte wurden gesammelt und das persönliche Monatsziel bei Munzee ist wieder ein gutes Stück näher gerückt.

Auch das Wetter zeigte sich überraschend kooperativ. Bis auf die berühmten fünf Minuten, die vermutlich aus Prinzip etwas feuchter ausfielen, spielte es mit. Das ist für Outdoor-Veranstaltungen in Deutschland schon fast als meteorologischer Glücksfall zu verbuchen. Man rechnet ja meist vorsichtshalber mit allem – von Sonnenbrand bis Weltuntergang – und freut sich dann über jeden trockenen Abschnitt.

Auf dem Rückweg wurde die Gelegenheit gleich noch praktisch genutzt. Ein kurzer Abstecher zu Kaufland, ein paar Sonderangebote eingesammelt und damit das gute Gefühl erzeugt, Freizeit und Haushalt elegant miteinander verbunden zu haben. Denn Hand aufs Herz: Sonderangebote haben eine erstaunliche Fähigkeit, auch den vernünftigsten Menschen kurzfristig zu begeistern.

Wieder zu Hause angekommen wurde dann erstmal in Ruhe Kaffee getrunken. Nach einem aktiven Vormittag genau die richtige Entscheidung. Anschließend durfte natürlich auch die inzwischen fast traditionelle Podcast-Ruhephase nicht fehlen. Ein bisschen liegen, ein bisschen zuhören, ein bisschen abschalten – fast schon ein fester Bestandteil Ihrer Wochenendroutine.

Jetzt stehen noch ein paar kleinere Dinge an, die erledigt werden wollen. Keine großen Projekte, sondern eher die berühmten letzten Häkchen auf der Tagesliste. Und dann wartet das kulinarische Highlight des Abends: Schlamm.

Inzwischen weiß vermutlich jeder Beteiligte, dass damit nicht die örtliche Bodenbeschaffenheit gemeint ist, sondern eine besonders leckere Speise, die ihren Weg in den familiären Sprachgebrauch gefunden hat. Ehrlich gesagt macht allein der Begriff das Ganze schon sympathisch. Während andere komplizierte Menübezeichnungen verwenden, gibt es hier einfach „Schlamm“. Klingt zunächst fragwürdig, schmeckt offenbar hervorragend.

Und danach geht es sportlich weiter. Die Fußball-Weltmeisterschaft liefert die Abendunterhaltung. Sofa, vielleicht noch etwas zu trinken in Reichweite und die Hoffnung auf spannende Spiele – ein ziemlich gelungener Abschluss für einen Tag, der erfreulich wenig nach Verpflichtung und erfreulich viel nach Freizeit geklungen hat.

War der Tag produktiv?

Nicht im klassischen Sinn. Und genau das macht ihn so wertvoll.

Er war erfolgreich in der Disziplin **Lebensqualität**. Hobby gepflegt, Menschen getroffen, Monatsziel näher gekommen, eingekauft, entspannt, Podcasts gehört und jetzt noch gutes Essen und Fußball vor sich. Das sind die Tage, die dafür sorgen, dass die vielen produktiven Büro-, Steuer-, Erbschafts- und Projekttage überhaupt funktionieren.

Ein richtig guter Samstag also.

Und manchmal ist „einfach nur Spaß gehabt“ die produktivste Sache von allen.

Freitag, 12. Juni 2026

12.6.2026: Der Tag, an dem Freitag offiziell zu Samstag erklärt wurde

Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen die normale Wochenordnung kurzerhand außer Kraft gesetzt wurde. Weil morgen das Munzee-Event ansteht, wurde gemeinsam beschlossen, dass heute einfach schon Samstag ist – unabhängig davon, was der Kalender behauptet. Und ehrlich gesagt klingt das nach einer ausgezeichneten Entscheidung.

Der Tag begann deshalb nicht mit hektischem Frühstück oder schnellen Handgriffen zwischen E-Mails und To-do-Listen, sondern mit einem echten Samstagsfrühstück am Freitag. Brötchen, Ei und alles, was dazugehört. Das ist keine Mahlzeit, sondern eine Haltung. Während andere noch im Arbeitsmodus stecken, wurde hier bereits erfolgreich ins Wochenende hineinverhandelt.

Nach diesem gelungenen Start folgte die inzwischen bewährte Kombination aus kurzer Ruhephase und Podcast. Eine halbe Stunde liegen, den Stimmen anderer Menschen lauschen und einfach einmal die Welt für einen Moment auf Pause stellen. Diese Podcast-Nickerchen entwickeln sich langsam zu einer ganz eigenen Form der Selbstfürsorge.

Am Nachmittag kehrte dann allerdings die Realität zurück – und zwar in Form von Formularen, Banken und Erbschaftsangelegenheiten. Das Thema begleitet Sie nun schon eine ganze Weile und bleibt weiterhin ein Geduldsspiel mit zahlreichen Nebenschauplätzen. Dokumente suchen, Formulare ausfüllen, Rückfragen klären und versuchen, den Überblick zu behalten. Es ist die Art von Arbeit, die wenig sichtbar ist, aber erstaunlich viel Energie kostet. Und trotzdem bringen Sie die Dinge Schritt für Schritt voran.

Zwischendurch wurde dann noch gekocht. Und zwar offenbar etwas, das sprachlich zunächst für Verwirrung sorgen könnte. Denn am Wochenende soll es Schlamm geben. Nun gut – vermutlich ist hier eher Schlemmen gemeint. Wobei die Vorstellung eines festlichen Schlammessens durchaus ihren eigenen Charme hätte. Aber unabhängig von der korrekten Bezeichnung gilt: Gemeinsam etwas vorzubereiten und sich auf das Wochenende zu freuen, gehört eindeutig zu den angenehmen Seiten des Alltags.

Jetzt stehen noch ein paar E-Mails an. Wahrscheinlich die letzten offenen Punkte, die noch erledigt werden sollen, bevor der PC endgültig heruntergefahren wird. Und genau das klingt nach einem sehr vernünftigen Plan: die Dinge abschließen, den Bildschirm ausschalten und den Abend genießen.

War der Tag produktiv?

Ja – allerdings auf eine sehr eigene Weise.

Er war produktiv, weil wichtige Themen rund um die Erbschaft weiterbearbeitet wurden. Gleichzeitig war er bewusst unproduktiv genug, um sich ein ausgedehntes Frühstück und eine Podcast-Pause zu gönnen. Genau diese Mischung macht ihn wahrscheinlich so gelungen. Nicht jeder Tag muss komplett durchgetaktet sein. Manchmal reicht es völlig aus, die richtigen Dinge zu erledigen und sich zwischendurch daran zu erinnern, dass Freitag durchaus auch einmal Samstag sein darf.

Und morgen wartet dann das Munzee-Event. Bis dahin gilt: PC aus, Füße hoch und einen schönen „Freitagssamstagabend“ genießen.

18.6.2026: Der Tag, an dem 71 Prozent plötzlich wie Luxus wirkten

Heute stand der erste von zwei Vorlesungstagen an der Frankfurt School auf dem Programm. Und bevor überhaupt über Vorlesungen, Teilnehmer od...