Heute stand die große Rückreise an – Abschied von Baabe, dem Meer, der Bäderbahn und dem Fischbrötchen-Glück. Zum Glück hatten wir gestern schon alles gut gepackt, sodass der Morgen erstaunlich stressfrei verlief. Punkt acht aufgestanden, kurz nach neun schon unterwegs – ein fast professioneller Abreisetakt. Schlüssel abgegeben, letzter Blick auf die Ostsee, dann hieß es: Asphalt statt Sandstrand.
Die 711 Kilometer Heimweg fühlten sich an wie eine Mischung aus Langstreckenprüfung und Geduldstraining. Staus in Rostock, Hamburg, Münster und Unna – die heilige Vierfaltigkeit des deutschen Autobahnchaos. Zwischendurch Kaffee aus dem Becher, Snacks aus der Kühlbox und das leise Mantra: „Bald sind wir da.“ Nach zehn Stunden war es dann endlich geschafft – zu Hause!
Bevor die Koffer überhaupt geöffnet wurden, noch schnell zu Edeka – schließlich ruft der Kühlschrank nach Zivilisation. Zum Abendessen gab’s Pizza, heiß, lecker und so sehr das Gegenteil von allem, was man im Urlaub gekocht hat, dass sie fast als Willkommensritual durchging.
Jetzt läuft der Fernseher, der Stapel Post sieht mich streng an, und das Sofa fühlt sich an wie das wahre Urlaubsziel. Der Alltag klopft schon, aber heute darf er noch draußen warten.
Ostsee-Lektion des Tages: 711 Kilometer Heimfahrt vergehen schneller, wenn man weiß, dass am Ende Pizza wartet.
Samstag, 18. Oktober 2025
18.10.2025: 711 Kilometer Sehnsucht: Von der Ostsee ins Postchaos
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