Das Winterwetter hält sich auf Langeoog so zuverlässig wie schlechte Witze über Inselstürme. Schnee fällt immer wieder, der Wind legt nach, und langsam merkt man: Das hier ist kein romantisches „ach, wie hübsch“, sondern eher die norddeutsche Version von „wir meinen das ernst“. Eigentlich war geplant, erst am Freitag nach Hause zu fahren, ganz entspannt, ohne Eile, mit dem guten Gefühl, noch einen Puffertag zu haben. Tja, der Wetterbericht hatte andere Ideen. Unsichere Fährverbindungen, für Freitag ein angekündigter Schneesturm in Norddeutschland, und plötzlich wird aus Gelassenheit Pragmatismus. Also entschieden: Wir reisen schon morgen ab.
Die Fähre habe ich heute Mittag am Bahnhof umgebucht, was erstaunlich unkompliziert ging und mir dieses beruhigende Gefühl gegeben hat, zumindest logistisch wieder Herr der Lage zu sein, während draußen der Schnee macht, was er will.
Jetzt geht es gleich nochmal in den Dwarslooper – ein letztes Mal essen und trinken, ein würdiger Abschied von Langeoogs bester Kneipe. Aber diesmal nicht bis in die Puppen. Kein langer Abend, kein „ach komm, eins noch“. Der Wecker klingelt morgen schon um 7:30 Uhr, und Inselromantik hin oder her: Schneesturm besiegt man besser ausgeschlafen.
Mittwoch, 7. Januar 2026
7.1.2026: Winter bleibt hartnäckig – Abreise mit Vorverlegung
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