Heute mal wieder nicht ausgeschlafen, aber der Kalender kannte keine Gnade. Um 11 Uhr stand noch eine Inhouse-Schulung zu Anlageformen am Kapitalmarkt an. Der letzte Vortrag für dieses Jahr – und man merkt förmlich, wie sich innerlich schon der Rollladen Richtung Jahresende senkt. Inhaltlich lief alles rund, routiniert, souverän, ein bisschen Autopilot, aber mit genug Fachlichkeit, damit niemand einschläft. Mission erfüllt.
Danach folgte dann auch wirklich der letzte Pflichttermin dieser Kategorie: das letzte Lobbyistenmeeting zur Finanzplatzstudie. Ein Termin, der sich mental schon beim Betreten des Raumes anfühlte wie der letzte Gang durch einen zu engen Flughafen-Gatebereich. Aber auch das: erledigt. Abgehakt. Für dieses Jahr abgeschlossen. Ein Moment innerer Ruhe, den man nicht unterschätzen sollte.
Im Anschluss noch einkaufen gewesen, ganz bodenständig, Alltag statt Kapitalmarkt. Zu Hause dann Kerstin die AirPods eingerichtet – ein kleiner technischer Akt mit überschaubarem Nervfaktor, aber am Ende funktionierte alles, was ja nicht selbstverständlich ist.
Und jetzt sitze ich hier und kümmere mich um den Rentenantrag von Kerstin. Formulare, Daten, Rückblicke auf Erwerbsbiografien und das Gefühl, dass der Staat sehr genau wissen möchte, was man in den letzten Jahrzehnten so getrieben hat. Kein glamouröser Abschluss des Tages, aber ein notwendiger.
Unterm Strich ein Tag mit vielen letzten Malen: letzter Vortrag, letztes Lobbymeeting – und jetzt endgültig im Modus „Jahresendverwaltung“.
Mittwoch, 17. Dezember 2025
17.12.2025: Letzter Vortrag, letzter Lobbyist und der ganz normale Behördenwahnsinn
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