Heute stand erst einmal emotionale Nachsorge auf dem Programm. Die Niederlage von Bayer gestern Abend wollte verdaut werden, und das braucht bekanntlich Zeit, innere Gespräche und gelegentlich auch eine Portion Verdrängung. Das Sonntagsfrühstück musste trotzdem sein – Rituale sind Rituale, selbst wenn die sportliche Großwetterlage unerquicklich ist. Danach ein paar der üblichen Tagesdinge erledigt, eher pflichtbewusst als enthusiastisch.
Bei minus fünf Grad war schnell klar: Das Sportstudio sieht mich heute nicht. Stattdessen eine Stunde auf dem Hometrainer, deutlich vernünftiger und vor allem wärmer. Währenddessen aktuelle Videos zum Thema KI geschaut und erstaunlich viel gelernt. Diese Momente, in denen man merkt, dass man gerade wirklich etwas mitnimmt und nicht nur konsumiert, sind im Sonntagsmodus besonders angenehm.
Anschließend wie üblich die sonntägliche Kernkompetenz gepflegt: 60 Minuten ruhen, Podcast hören, nichts entscheiden müssen. Danach Kaffee trinken und weiter an Büchern und Ideen gearbeitet, ganz entspannt, ohne Deadline-Druck, eher im kreativen Fluss als im Arbeitsmodus.
Gleich gibt es Abendbrot, bodenständig und unkompliziert. Und heute Abend steht noch eine wichtige Aufgabe an, die man gerne aufschiebt: die Zeitungen der letzten Tage lesen. Nachrichten aufholen, Weltlage sortieren, sich wundern, ärgern und gelegentlich nicken. Ein klassischer Sonntag also – zwischen Verarbeitung, Vernunftsport und dem leisen Gefühl, dass morgen wieder alles von vorne losgeht.
Sonntag, 11. Januar 2026
11.1.2026: Niederlagenverarbeitung bei minus fünf Grad
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