Heute ist Urlaub auf Langeoog in seiner reinsten Form angekommen. Erstmal richtig ausgeschlafen, so ohne Wecker, ohne inneren Termindruck, einfach wach werden, weil der Körper meint, jetzt reicht’s. Danach bin ich Brötchen holen gegangen, dieser kleine morgendliche Inselgang, bei dem man schon merkt, dass hier alles langsamer tickt. In unserer schmucken Ferienwohnung haben wir dann gemütlich gefrühstückt, in der Küche, die genau die richtige Größe hat, um sich im Urlaub sofort ein bisschen heimisch zu fühlen. Nur eine Sache fehlte: Eier. Die waren ja schon in Bremen überall ausverkauft und hier auf der Insel offenbar auch ein rares Luxusgut. Montag soll es neue geben. Montag ist auf Inseln ja grundsätzlich ein Versprechen, kein fixer Termin.
Mittags dann ein schöner Spaziergang am Strand. Perfektes Timing, gerade Schneepause, klare Luft, gutes Licht, diese besondere Ruhe, die man nur im Winter am Meer hat. Kaum Menschen, viel Horizont, und man merkt bei jedem Schritt, wie der Kopf leerer wird. Zum Abschluss noch bei Leiß eine Runde Kaffee getrunken, kurz aufgewärmt, geguckt, wer sonst noch so unterwegs ist, und dann zurück in die Wohnung. Erstmal geruht, wie sich das gehört, und danach ein bisschen Sachen am PC organisiert. Nicht viel, nur so, dass man das Gefühl hat, alles ist unter Kontrolle, obwohl man eigentlich Urlaub hat.
Nachher wollen wir bei Kosta griechisch essen gehen. Der Laden ist umgezogen und soll jetzt etwas größer sein, was auf einer Insel schon fast nach Expansion klingt. Mal sehen, ob wir einen Tisch kriegen. Wenn nicht, ist auch das kein Drama. Inselurlaub eben: selbst Plan B fühlt sich hier noch nach Plan A an.
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