Freitag, 9. Januar 2026

9.1.2026: Sturmtief mit Ankündigung, aber ohne Auftritt

Das groß angekündigte Sturmtief Elli hat sich in Hilden eher wie ein höflicher Gast benommen, der kurz klingelt, einmal winkt und dann doch lieber weiterzieht. Ja, in der Nacht hat es kräftig geregnet, aber bei rund fünf Grad war der Schnee der letzten Tage genauso schnell verschwunden, wie er gekommen war. Von Sturm keine Spur, von Drama erst recht nicht. Trotzdem war heute eindeutig kein Wetter, um freiwillig herauszugehen. Grau, nass, unerquicklich – genau die Sorte Tag, bei der man froh ist, keinen zwingenden Außentermin zu haben.

Nach dem Urlaub stand ohnehin erst einmal die große innere und äußere Rücksortierung an. Geschäftliche Dinge neu ordnen, Mails sichten, To-dos sortieren und sich langsam wieder in den Alltagsmodus einfädeln. Dieses Gefühl, dass alles irgendwie gleichzeitig wichtig ist, aber nichts sofort brennt, kennt man nur zu gut nach ein paar Tagen Insel und Winterluft.

Zwischendurch habe ich dann noch 60 Minuten auf dem Hometrainer verbracht. Nicht aus Euphorie, sondern aus Vernunft – Bewegung gegen Trägheit, Pflicht gegen Sofa. Hat gut getan, auch wenn der Blick dabei eher nach innen als nach draußen ging.

Jetzt bleibt noch die Frage des Abends: Was gibt die Küche an Resten her? Eine kulinarische Überraschungstüte, bei der man nie genau weiß, ob sie eher nach Improvisation oder nach genialer Resteverwertung schmeckt. Aber auch das passt eigentlich ganz gut zu diesem Tag: unspektakulär, bodenständig und völlig in Ordnung.

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