Ich habe wie immer im Hotel schlecht geschlafen – das ist inzwischen fast schon eine Tradition, nur leider keine, die man mit Stolz erzählt. Kurz nach sechs war ich raus, nicht weil ich so unfassbar ausgeschlafen war, sondern weil mein Kopf offenbar beschlossen hatte, dass Hotelbett und er heute keine Freunde mehr werden. Um halb sieben war ich dann immerhin lecker frühstücken, und das ist ja im Hotelalltag die erste echte Rettung: Kaffee, irgendwas Warmes, ein bisschen Normalität, damit der Tag nicht schon vor dem ersten Termin nach „Durchhalten“ schmeckt. Halb acht stand ich dann im Büro, schön früh, schön ruhig, und weil meine Kollegin erst um zwölf kam, hatte ich diese seltene Luxusphase: Ruhe. Keine Unterbrechungen, keine spontanen Fragen, kein „Hast du mal kurz?“, sondern einfach konzentriertes Arbeiten, so wie man es sich immer wünscht und dann im Alltag viel zu selten bekommt.
Um 15 Uhr habe ich dann entschieden, Feierabend zu machen – und das war eine dieser richtig guten Entscheidungen, die sich nicht nach Flucht anfühlen, sondern nach kluger Selbststeuerung. Ergebnis: um 18 Uhr zu Hause. Das ist perfekt, weil man den Tag nicht komplett verbrannt hat, sondern ihn sauber abgeschlossen und sich den Abend gerettet hat. Jetzt Koffer auspacken, dieses kleine Ritual, das sagt: „So, ich bin wieder im Zuhause-Modus“, und den Abend ruhig angehen – genau richtig. Nach Hotel-Schlaf und frühem Start ist Ruhe heute keine Faulheit, sondern die verdiente Rückzahlung an den eigenen Akku.
Freitag, 13. Februar 2026
13.2.2026: Hotel-Schlaf: wie immer unerquicklich, dafür Büro-Idylle und früher Feierabend mit Heimkehrbonus
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13.2.2026: Hotel-Schlaf: wie immer unerquicklich, dafür Büro-Idylle und früher Feierabend mit Heimkehrbonus
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