Donnerstag, 5. Februar 2026

5.2.2026: Hotel-Schlaf: dünn wie eine Economy-Decke, Konferenz-Frühstück: Rettung vor dem 26-Euro-Schock, Bahn: Tür-Drama light

Wie immer habe ich im Hotel schlecht geschlafen – das ist ja diese merkwürdige Hotelmagie: Das Bett sieht aus wie ein Versprechen, die Kissen sind aufgeschüttelt wie im Katalog, aber sobald ich drin liege, verhält sich mein Gehirn, als müsste es die komplette Woche noch einmal nachrechnen. Und dann das Frühstücksthema: 26 Euro im Hotel – da frühstücke ich nicht, da investiere ich. Für 26 Euro erwarte ich eigentlich, dass das Croissant meinen Namen kennt, der Kaffee mich „Chef“ nennt und ein freundlicher Mitarbeiter mir erklärt, dass die Butter handmassiert wurde. Also habe ich in Hamburg auf der Konferenz gefrühstückt – absolut richtig. Das ist nicht nur preislich vernünftig, das ist auch psychologisch clever: Man startet den Tag gleich mit dem Gefühl, schon einen kleinen Sieg errungen zu haben, bevor die erste Folie überhaupt geladen ist.

Der Tag selbst klingt dann nach dem, was man sich wünscht, wenn man schon unterwegs ist: viele Meetings, aber gut. Dieses „gut“ ist ja der entscheidende Punkt – nicht nur Termine absitzen, sondern echte Substanz, ordentliche Gespräche, ein paar neue Eindrücke, vielleicht auch hier und da ein Satz, bei dem man innerlich kurz denkt: „Aha, da steckt Musik drin.“ Genau so muss das.

Und die Rückreise: Erst sah alles nach einer pünktlichen Verbindung aus – diese seltene Hoffnung, die man bei der Bahn nur vorsichtig anfasst, damit sie nicht erschrickt. Und dann in Dammtor: Tür beim vorausfahrenden Zug schließt nicht. Das ist so typisch, dass es fast schon wieder lustig ist, weil es die kleinste technische Kleinigkeit ist, die sofort das große Räderwerk aus dem Takt bringt. Ergebnis: 10 Minuten Verspätung. Und du hast völlig recht: Hätte schlimmer kommen können. 10 Minuten sind im Bahn-Kosmos praktisch „wir waren quasi pünktlich, nur mit Charakter“.

Wenn du das Ganze in einem Satz zusammenfasst, ist es eigentlich ein ziemlich rundes Paket: Schlaf mies, Frühstück klug gelöst, Arbeit gut, Bahn nur leicht dramatisch. Und genau das ist vermutlich die realistischste Form eines erfolgreichen Konferenztags.

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