Freitage haben ja so eine ganz eigene Magie. Man schleppt sich morgens an den Schreibtisch (oder ins Home Office, was nur ein anderer Begriff für „Schreibtisch mit Kaffeemaschine in Reichweite“ ist) und denkt sich: „Nur noch heute durchhalten, dann ist Wochenende!“ Leider hält sich die Arbeit selten an meine inneren Motivationssprüche und schaufelt mir trotzdem fleißig Aufgaben auf den virtuellen Schreibtisch.
Der Tag verlief also im üblichen Muster: Morgens hochmotiviert starten, gegen Mittag erste Erschöpfung spüren, nachmittags mental aus dem Fenster starren und hoffen, dass der Laptop sich spontan abschaltet. Tat er natürlich nicht. Technik ist in den entscheidenden Momenten immer zuverlässig.
Nach der finalen E-Mail, die mit einem müden „Schönes Wochenende!“ endete, schwang ich mich voller Tatendrang auf meinen Home-Trainer. Eine Stunde Treten gegen die Trägheit, während ich mir einredete, dass das meine Fitness revolutionieren würde. Tatsächlich revolutionierte es vor allem meinen Durst auf ein isotonisches Kaltgetränk – in Form einer Apfelschorle. Oder war es doch ein Bier? Man weiß es nicht mehr so genau.
Der krönende Abschluss: Ein Abendessen, das alle Food-Trends verhöhnt und sich in seiner bodenständigen Perfektion sonnt – Mettbrötchen. Frisch, deftig, unwiderstehlich. Während andere sich Avocado-Toasts schmieren, genieße ich die pure Wahrheit auf Brot. Vielleicht ist das der wahre Höhepunkt eines gelungenen Freitags?
Freitag, 31. Januar 2025
31.1.2025: Mett, Muskeln und Meetings – Ein ganz normaler Freitag in Hilden
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