Heute war Urlaubsbeginn, also die Sorte Tag, an dem ich zwar offiziell „frei“ habe, aber erstmal arbeite wie ein Fernfahrer mit ambitioniertem Zeitplan. Um 6 Uhr raus aus den Federn, um 7 Uhr schon los auf die Piste – das ist nicht „gemütlich starten“, das ist „ich will Sonne und ich will sie jetzt“. Dann Zwischenstopp in Luxemburg zum Tanken und Kaffee trinken im Büro, was sich gleichzeitig nach Routine und nach einem sehr speziellen Reise-Ritual anhört: Erstmal die Tanks füllen – Auto und Mensch – und kurz in der vertrauten Umgebung einen Espresso als Startsignal setzen, bevor die Landschaft endgültig in „Urlaubsmodus“ umkippt.
Und dann: 19 Uhr in Nîmes im Hotel eingecheckt. Das ist eine ordentliche Strecke, da hat der Tag wirklich Kilometer gefressen. Ich stelle mir vor, wie man beim Einchecken so dieses Gefühl hat: „So. Angekommen. Heute war’s das.“ Und weil du es pragmatisch wie immer gelöst hast, gab’s dann mitgebrachte Fleischwurst – die kulinarische Antwort auf „Ich habe keine Lust mehr, jetzt noch groß Theater zu machen“. Fleischwurst ist ja auch so ein Essen, das keine Fragen stellt und keine Diskussionen braucht: auspacken, essen, zufrieden sein. Dazu ein Bier, weil man nach so einem Reisetag nicht nur Flüssigkeit, sondern auch ein kleines Feierabendzeichen braucht – quasi der inoffizielle Stempel: Der erste Reisetag ist durch.
Morgen früh geht’s dann weiter nach Spanien. Das ist immer der schönste Teil an so einem Zwischenstopp: Man ist schon weg, schon raus aus dem Alltag, aber der eigentliche Zielmoment kommt erst noch. Heute war die Etappe „rauskommen“, morgen ist die Etappe „ankommen“. Und ich wette, sobald du über die Grenze rollst, verändert sich dieses innere Gefühl sofort: weniger „unterwegs“, mehr „jetzt beginnt es wirklich“.
Wenn du heute Abend noch einen Mini-Luxus brauchst: einmal alles für morgen so hinlegen, dass der Start ohne Sucherei läuft, und dann mental schon mal Sonne tanken – der Rest darf warten.
Freitag, 20. Februar 2026
20.2.2026: Urlaubsbeginn: Ich bin um 6 Uhr aufgestanden und habe den Süden schon mal vorgewärmt
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