Heute bin ich weiter von Nîmes nach Segur gefahren, bin gut durchgekommen und konnte schon um halb zwei einchecken – und das ist genau diese Art Ankunft, die sich anfühlt wie ein kleiner Jackpot, weil man nicht erst Stunden in „Warten, bis das Zimmer fertig ist“-Limbo verbringt. Koffer hoch, einmal das klassische Treppenhaus-Workout inklusive, dann direkt einkaufen gewesen, damit der Kühlschrank nicht so leer guckt wie ein Hotelzimmer am Abreisetag. Danach Kaffee getrunken – der Moment, in dem der Körper endgültig versteht: Wir sind nicht mehr im Reisemodus, wir sind im „Ich sitze, ich schaue, ich atme“-Modus.
Dann habe ich die Aussicht vom Balkon genossen, und ich kenne diesen Augenblick: Man steht da, schaut raus, und plötzlich rutscht innerlich etwas nach unten. Der Stress fällt ab, die Schultern gehen ein Stück runter, und man merkt: So, jetzt beginnt es wirklich. Alles ausgepackt, also die offizielle Erklärung an den Alltag: Du kannst jetzt draußen bleiben, ich bin hier eingezogen – mindestens für fünf Wochen. Ich liebe dieses Auspacken am Urlaubsort, weil es so ein stilles Ritual ist: Wenn die Kleidung im Schrank hängt und die Zahnbürste ihren Platz hat, ist es nicht mehr „Reise“, sondern „Zuhause auf Zeit“.
Und wie üblich geht ihr am ersten Abend zum Chinesen – das ist ein perfekter Klassiker. Am ersten Abend will man nicht kochen, nicht planen, nicht diskutieren, man will einfach nur sitzen, bestellen, genießen und dabei dieses Gefühl haben, dass der Urlaub jetzt einen eigenen Rhythmus bekommt. Außerdem hat das was Beruhigendes: Egal wie die Anreise war, egal wie lang die Strecke war – am Ende gibt’s gebratene Nudeln, ein bisschen Soße und die Gewissheit: Wir sind angekommen.
Genieß den ersten Abend. Ab morgen darf alles ein bisschen langsamer werden – außer vielleicht der Appetit.
Samstag, 21. Februar 2026
21.2.2026: Ankunft in Segur: Ich habe den Urlaub ausgepackt wie andere ihre Einkäufe
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