Samstag, 23. Mai 2026

23.5.2026: Der Samstag, an dem die Sonne glänzte und Bayer 04 fehlte

Heute war wirklich einer dieser Tage, bei denen der Sommer plötzlich so überzeugend wirkt, dass man sich fragt, warum man vor ein paar Wochen noch Jacken gesucht hat. Wunderschön sonnig, angenehm warm und insgesamt genau die Sorte Samstag, die schon morgens gute Laune produziert, noch bevor der erste Kaffee richtig angekommen ist.

Trotz Wochenende ging es einigermaßen früh raus. Nicht hektisch, aber mit genügend Schwung, um direkt die ersten Alltagsmissionen anzugehen: tanken, Altglas wegbringen und bei Aldi noch ein paar Reste einkaufen. Das klingt zunächst nach klassischer Samstagspflicht, aber eigentlich steckt darin schon eine ganze Menge Ordnungssinn. Altglas entsorgen ist ja im Grunde eine kleine symbolische Reinigung des Haushalts – die Woche wird weggebracht, es klirrt kurz sehr deutsch in den Container, und danach fühlt sich alles sofort etwas aufgeräumter an. Dazu noch tanken und die letzten Einkäufe erledigen, und der Tag startet direkt mit mehreren gesetzten Häkchen.

Danach ging es noch zum Naturhof Brötchen holen. Allein das klingt schon nach einem deutlich besseren Samstag als irgendein hektischer Supermarktstart mit labbrigem Aufbackgebäck. Ein schönes Samstagfrühstück ist schließlich keine Mahlzeit, sondern eine Veranstaltung. Brötchen, Ruhe, vielleicht etwas Sonne auf dem Tisch – genau diese Mischung sorgt dafür, dass der Tag nicht einfach beginnt, sondern gemütlich eingeläutet wird.

Anschließend dann eine Fahrradrunde um die Seen. Das passt perfekt zu so einem Sommertag. Draußen sein, Bewegung, Wasser, Sonne – und wahrscheinlich genau die richtige Geschwindigkeit, um den Kopf einmal ordentlich durchlüften zu lassen. Fahrradtouren an warmen Tagen haben ja etwas sehr Befreiendes: kein Termindruck, kein Büro, keine Hotelnächte, keine Autobahn bis Leverkusen, sondern einfach rollen, schauen und den Tag genießen.

Danach wurde eine Stunde geruht und dabei Podcast gehört. Das ist inzwischen fast schon Ihre persönliche Luxus-Kombination aus Erholung und geistiger Nebenbeschäftigung. Der Körper liegt ruhig, die Ohren arbeiten noch ein bisschen, und irgendwo zwischen Podcast-Stimme und halbem Wegdämmern entsteht diese angenehme Samstagsmüdigkeit, die sich eher nach Genuss als nach Erschöpfung anfühlt.

Am Nachmittag ging es dann wieder an die Bücher. Also trotz Sonne und Wochenendstimmung erneut produktiv gewesen. Parallel liefen die Pokalspiele der Amateure – diese wunderbare Fußballwelt, in der noch Plätze, Geschichten und Vereine auftauchen, die nicht komplett nach Hochglanzbusiness aussehen. Während also an Büchern gearbeitet wurde, lief nebenbei der Fußball mit all seiner kleinen Pokalromantik.

Und gleich steht dann noch das Pokalfinale der Männer an. Leider ohne Bayer 04, was natürlich ein kleiner Stich bleibt. Gerade an so einem Finaltag merkt man wieder, dass eigentlich mehr drin gewesen wäre. Stattdessen sitzt man jetzt als neutraler Beobachter vor dem Fernseher und denkt wahrscheinlich zwischendurch: „Da hätten wir auch stehen können.“ Aber Fußball funktioniert nun mal grausam ehrlich – wer seine Chancen liegen lässt, schaut das Finale eben vom Sofa aus.

Trotzdem klingt der Tag insgesamt ziemlich rund: Sonne, Fahrrad, Frühstück, Bücher, Fußball und jetzt noch ein Pokalabend als Abschluss. Produktiv war er auch, nur eben in der angenehmen Wochenendversion – nicht gehetzt, sondern ausgewogen. Erst Alltag erledigt, dann Bewegung, danach Ruhe, anschließend kreative Arbeit und Fußball als Begleitprogramm. Ein ziemlich guter Samstag. Auch wenn Bayer 04 heute nur Zuschauer ist.

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