Heute habe ich als Strohwitwer Geburtstag gefeiert, was bedeutet: viel Kommunikation, wenig Organisation und erstaunlich wenig Kuchen. Punkt zwölf habe ich erst einmal mit Kerstin telefoniert, um halbwegs stilvoll in den Geburtstag reinzufeiern. Danach bin ich allerdings komplett entgleist und habe bis zwei Uhr nachts YouTube-Videos geschaut, an irgendwelchen Buchprojekten herumgeschraubt und neue Ideen konzipiert, die sich nachts grundsätzlich alle genial anfühlen. Entsprechend war der Schlaf eher theoretischer Natur.
Um halb zehn klingelte dann das Telefon, mein Bruder war dran und hat mich offiziell aus dem Schlaf geholt. Aber gut, ein Geburtstag muss ja anfangen, irgendwo. Danach folgte eine Art kommunikative Dauerbeschallung: gefühlt vier oder fünf Stunden Telefonate, mal mobil, mal Festnetz, mit Freunden, Bekannten und vielen ehemaligen Kollegen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Sehr schön, sehr wertschätzend, aber zwischendurch wusste ich gar nicht mehr, wer gerade dran war und wem ich schon was erzählt hatte.
Mittags bin ich dann kurz bei Edeka gewesen, ein bisschen einkaufen fürs Wochenende, nichts Wildes, eher Selbstversorgung als Feierlaune. Danach habe ich mir dann bewusst etwas Gutes getan und 60 Minuten auf dem Hometrainer verbracht. Bewegung als Gegengewicht zu Kuchen, den es ja ohnehin nicht gab.
Jetzt sitze ich noch an einem Buch für meine Kollegin, weil selbst am Geburtstag ein bisschen produktiv sein offenbar nicht schadet. Zum Abendessen gibt es für mich eine leckere, selbstgemachte Pizza, ganz ohne Diskussion über Belag oder Portionsgröße. Danach wird die Couch erobert, Eishockey und Fußball laufen parallel, und so klingt dieser Geburtstag aus: ruhig, gemütlich, ein bisschen müde, aber sehr rund.
Freitag, 23. Januar 2026
23.1.2026: Geburtstag im Strohwitwer-Modus
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