Heute im Hotel wie fast immer um 6:18 Uhr aufgewacht. Kein Wecker, kein Geräusch, einfach dieses innere Alarmsystem, das offenbar fest auf Geschäftsreise programmiert ist. Interessanterweise hatte ich sogar das Gefühl, besser geschlafen zu haben als sonst, was im Hotelkontext schon als kleine Sensation durchgeht. Frühstück war gut, solide, zuverlässig, genau das, was man braucht, um sich einzureden, der Tag könne nur produktiv werden.
Kurz danach ab ins Büro, wo ich schon um halb acht aufgeschlagen bin. Auch das fühlt sich inzwischen völlig normal an, obwohl es objektiv gesehen einfach viel zu früh ist. Der Tag selbst war dann überraschend rund. Keine großen Dramen, keine technischen Totalausfälle, keine endlosen Schleifen. Einfach produktiv gearbeitet, Themen vorangebracht, Dinge erledigt, Häkchen gesetzt. Genau diese Art von Tag, bei der man abends denkt: Ja, das hat sich gelohnt.
Jetzt geht es nach Hause. Google Maps sagt drei Stunden Fahrzeit. Eine Angabe, die man auf dieser Strecke immer mit einer gesunden Mischung aus Hoffnung, Skepsis und Galgenhumor betrachtet. Vielleicht klappt es, vielleicht auch nicht. Ich lasse mich überraschen, rolle los und denke mir: Wenn ich heute Abend auf der Couch sitze, war alles richtig.
Donnerstag, 22. Januar 2026
22.1.2026: Hotelwecker im Kopf und die große Rückfahrtlotterie
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