Heute Morgen fühlte ich mich ehrlich gesagt ziemlich gerädert. Fast schon wie verkatert – allerdings ganz ohne Alkohol. Der Grund war schnell gefunden: viel zu wenig Schlaf. Gestern Abend beziehungsweise heute Nacht habe ich bis halb zwei die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgt und dabei das aus meiner Sicht ziemlich enttäuschende Ausscheiden der deutschen Mannschaft miterlebt. Danach war an erholsamen Schlaf nicht mehr wirklich zu denken.
Trotzdem klingelte heute Morgen bereits um Viertel nach sieben der Wecker. Ausschlafen war also keine Option, denn ich hatte einen Termin zur Nachuntersuchung in Benrath. Zum Glück verlief dort alles problemlos. Solche Termine sind zwar nie das Highlight des Tages, aber umso schöner ist es, wenn man anschließend mit dem Gefühl nach Hause fährt, dass alles in Ordnung ist.
Wieder zu Hause angekommen habe ich erst einmal das gemacht, wonach mein Körper den ganzen Vormittag verlangt hatte: eine Stunde hingelegt. Das tat zwar gut, aber so richtig wach wurde ich trotzdem nicht. Irgendwie zog sich diese Müdigkeit wie ein roter Faden durch den ganzen Tag. Manchmal gibt es eben Nächte, die sich auch mit einem Mittagsschlaf nicht vollständig ausgleichen lassen.
Ganz untätig war ich natürlich trotzdem nicht. Ich habe einige geschäftliche Dinge erledigt, ein paar organisatorische Aufgaben abgearbeitet und zwischendurch eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Kein Tag für große Projekte oder kreative Höchstleistungen, sondern eher einer, an dem ich versucht habe, die wichtigsten Dinge vernünftig zu erledigen.
Jetzt sitze ich noch an ein paar weiteren Aufgaben und arbeite die restlichen Punkte meiner Liste ab. Gleich kommt Kerstin wieder nach Hause. Dann werden wir wahrscheinlich gemeinsam einkaufen gehen, damit der Kühlschrank nach den letzten Tagen wieder ordentlich gefüllt ist. Solche ganz normalen Alltagsdinge wirken nach einer stressigen Woche und einer kurzen Nacht fast schon beruhigend.
Ansonsten steht heute nicht mehr allzu viel auf dem Programm. Natürlich läuft heute Abend wieder Fußball. Auch wenn Deutschland inzwischen ausgeschieden ist, werde ich mir die Spiele trotzdem anschauen. Die K.-o.-Phase bleibt spannend, auch ohne deutsche Beteiligung. Trotzdem bleibt ein etwas bitterer Beigeschmack. Nach den Hoffnungen vor dem Turnier hätte ich mir gewünscht, dass die Mannschaft deutlich länger dabei bleibt.
Viel länger wird der Abend allerdings nicht werden. Morgen klingelt der Wecker schon wieder früh, denn um neun Uhr steht der nächste Termin an – diesmal beim Hausarzt zum Jahrescheck. Solche Vorsorgeuntersuchungen gehören zwar nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber sie sind wichtig und gehören einfach dazu.
Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, war er vor allem eines: ein Tag zum Durchhalten. Zu wenig Schlaf, viel Müdigkeit und trotzdem die notwendigen Termine erledigt. Nicht jeder Tag muss vor Energie sprühen. Manchmal reicht es völlig aus, das zu schaffen, was erledigt werden muss.
Und heute hoffe ich einfach auf das, was gestern gefehlt hat: eine richtig gute Nacht. Meine Schlaf-App hätte nach den letzten beiden Tagen jedenfalls wieder einmal Grund, eine deutlich freundlichere Bewertung abzugeben.
Dienstag, 30. Juni 2026
30.6.2026: Der Tag, an dem die Müdigkeit das Kommando übernahm
Montag, 29. Juni 2026
29.6.2026: Der Tag, an dem Frankfurt schneller vorbei war als die Pizza im Ofen
Heute Morgen klingelte der Wecker ziemlich früh – und ehrlich gesagt hätte ich gerne noch ein paar Stunden länger geschlafen. Die vergangene Nacht war wegen der anhaltenden Hitze alles andere als erholsam. Es war einfach viel zu warm, sodass an einen richtig guten Schlaf kaum zu denken war. Entsprechend fiel das Aufstehen um 6:30 Uhr nicht ganz leicht.
Immerhin lief der Start in den Tag anschließend erfreulich reibungslos. Um sieben Uhr bekam ich den Bus und war zügig am Düsseldorfer Hauptbahnhof. Dort gab es zwar die erste kleine Überraschung des Tages: Mein ursprünglich geplanter Zug hatte etwas Verspätung. Das war aber kein großes Problem, denn kurzerhand nahm ich einfach meinen regulären ICE um 8:22 Uhr.
Die Fahrt nach Frankfurt verlief problemlos. Am Flughafen angekommen wartete bereits der Shuttlebus, sodass ich ohne große Wartezeit zum Hotel beziehungsweise zur Veranstaltungsstätte kam. Kurz nach zehn war ich bereits vor Ort und konnte mich noch in Ruhe auf meinen Vortrag vorbereiten.
Pünktlich um 10:30 Uhr ging es dann los. Mein Thema war natürlich die Künstliche Intelligenz – ein Gebiet, das sich momentan schneller entwickelt als jedes andere und bei dem es immer wieder spannende Diskussionen gibt. Ich hatte das Gefühl, dass der Vortrag gut angekommen ist. Anschließend habe ich auch noch an den weiteren Vorträgen teilgenommen und konnte einige interessante Impulse mitnehmen. Es ist immer schön, wenn man nicht nur selbst Wissen weitergeben kann, sondern auch wieder neue Ideen mit nach Hause nimmt.
Gegen halb drei machte ich mich schließlich wieder auf den Heimweg. Auch diesmal hatte ich Glück mit den Verbindungen. Die Züge fuhren weitgehend pünktlich, in Düsseldorf klappte der Anschluss ebenfalls, und so war ich bereits gegen halb sechs wieder zu Hause. Nach den Bahnabenteuern der vergangenen Wochen weiß ich inzwischen, dass man solche Tage durchaus zu schätzen wissen muss.
Jetzt sitze ich noch am Schreibtisch, beantworte ein paar E-Mails und kümmere mich um einige Termine. Viel ist es heute nicht mehr, aber ein paar organisatorische Dinge erledigen sich eben nicht von allein.
Kerstin ist heute noch in Leverkusen und passt auf die Enkelkinder auf. Deshalb wird der Abend für mich etwas ruhiger. Und ich habe beschlossen, mir eine kleine Belohnung zu gönnen: **Pizza.** Die hatte ich schon seit Wochen nicht mehr. Nach einem langen Tag mit früher Abfahrt, Vortrag und Heimreise habe ich mir die wirklich verdient.
Ab 19 Uhr übernimmt dann wieder die Fußball-Weltmeisterschaft das Abendprogramm. Die K.-o.-Runde hat begonnen, und damit wird jedes Spiel spannender. Besonders freue ich mich natürlich auf das deutsche Spiel heute Abend. In der Gruppenphase durfte man sich noch kleine Ausrutscher leisten, jetzt gilt: gewinnen oder nach Hause fahren. Genau deshalb liebe ich diese Turnierphase.
Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, war er zwar lang, aber sehr erfolgreich. Früh aufgestanden, trotz Hitzenacht gut durch den Tag gekommen, einen gelungenen Vortrag gehalten, interessante Gespräche geführt und dank einer erstaunlich zuverlässigen Bahn sogar früh wieder zu Hause gewesen.
Jetzt freue ich mich auf Pizza, Fußball und hoffentlich eine deutlich angenehmere Nacht als die letzte. Nach der tropischen Hitze hätte ich gegen ein paar Grad weniger im Schlafzimmer jedenfalls überhaupt nichts einzuwenden.
Sonntag, 28. Juni 2026
28.6.2026: Der Tag, an dem die Hitze zum Heimarbeiter wurde
Heute war wieder einer dieser extrem heißen Sommertage mit weit über 35 Grad. Ehrlich gesagt gab es überhaupt keinen vernünftigen Grund, das Haus zu verlassen. Bei diesen Temperaturen ist jeder Schattenplatz wertvoller als jede Besorgung, die auch noch bis morgen warten kann. Also habe ich beschlossen, den Tag produktiv zu nutzen und all das aufzuarbeiten, was in den letzten Tagen liegen geblieben war.
Nach dem Frühstück ging es deshalb direkt an meine Buchprojekte. Ich habe an mehreren Büchern gearbeitet, Texte überarbeitet und einige Inhalte optimiert. Gerade nach dem Urlaub und den Vorlesungen in Frankfurt war es schön, wieder etwas Zeit für diese Projekte zu haben. Es sind oft die kleinen Verbesserungen, die am Ende den Unterschied machen, und heute hatte ich endlich die Ruhe, mich genau darauf zu konzentrieren.
Draußen flimmerte währenddessen die Luft vor Hitze. Da war ich mit meinem Arbeitsplatz im Haus eindeutig besser aufgehoben. Manchmal fühlt sich Produktivität bei solchen Temperaturen sogar leichter an, weil man gar nicht erst in Versuchung kommt, ständig unterwegs zu sein.
Jetzt freue ich mich erst einmal auf das Abendessen. Es gibt Spaghetti mit Krabben – eines meiner Lieblingsgerichte und genau das Richtige für einen warmen Sommertag. Leicht, lecker und deutlich angenehmer als ein schweres Essen bei dieser Hitze.
Heute Abend steht dann nur ein Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Programm. Langsam wird das Turnier ohnehin spannender, weil die K.-o.-Runde begonnen hat. Ab jetzt gibt es keine zweite Chance mehr, und genau das macht für mich den besonderen Reiz einer Weltmeisterschaft aus.
Allerdings wird der Fußball heute vermutlich nicht allzu spät dauern, denn morgen klingelt der Wecker sehr früh. Ich muss nach Frankfurt fahren, wo ich um 10:30 Uhr einen Vortrag halte. Deshalb werde ich heute Abend den Tag ruhig ausklingen lassen und hoffen, dass die Temperaturen in der Nacht wenigstens etwas nachgeben.
Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, war er zwar unspektakulär, aber sehr produktiv. Ich habe konzentriert an meinen Büchern gearbeitet, einiges optimiert und bin wieder ein gutes Stück vorangekommen. Genau solche ruhigen Arbeitstage braucht es manchmal – besonders dann, wenn draußen ohnehin niemand freiwillig lange unterwegs sein möchte.
Morgen wartet dann wieder ein ganz anderer Tag: früh aufstehen, nach Frankfurt fahren und vor Publikum sprechen. Für heute reicht es aber vollkommen, die Hitze draußen zu lassen, ein gutes Essen zu genießen und den Abend mit Fußball ausklingen zu lassen.
Samstag, 27. Juni 2026
27.6.2026: Der Tag, an dem die Hitze den Takt vorgab
Heute war wieder einer dieser echten Hochsommertage. Mit weit über 35 Grad gab es eigentlich keinen vernünftigen Grund, sich unnötig nach draußen zu begeben. Also blieb ich lieber im Haus und nutzte die Zeit sinnvoll.
Nach der wunderschönen Urlaubswoche auf Hallig Hooge hatte sich doch einiges angesammelt. Deshalb habe ich den ganzen Tag damit verbracht, all die Dinge nachzuarbeiten, die in den letzten Tagen liegen geblieben waren. E-Mails, organisatorische Kleinigkeiten und verschiedene Aufgaben – nichts Spektakuläres, aber genau die Arbeiten, die erledigt werden müssen, damit die kommende Woche entspannt beginnen kann.
Das Schöne dabei war, dass ich richtig gut vorangekommen bin. Stück für Stück wurde die Liste kürzer und ich habe das Gefühl, wieder voll im Zeitplan zu sein. Nach einer Urlaubswoche ist das immer ein gutes Gefühl. Man startet nicht mit einem Berg unerledigter Aufgaben in die neue Woche, sondern hat wieder Ordnung geschaffen.
Bei den Temperaturen hielt sich allerdings selbst der Appetit in Grenzen. Deshalb gab es heute Abend nur ein kleines Abendessen. Mehr brauchte es bei dieser Hitze auch wirklich nicht. Viel trinken war heute vermutlich ohnehin wichtiger als ein großes Menü.
Jetzt lasse ich den Tag ganz entspannt ausklingen. Natürlich läuft heute Abend wieder die Fußball-Weltmeisterschaft. Langsam biegt das Turnier auf die entscheidende Phase ein, und genau darauf freue ich mich. Die Gruppenphase ist interessant, aber die K.-o.-Spiele haben einfach einen ganz anderen Reiz. Ab dann kann jeder Fehler das Aus bedeuten, jede Verlängerung wird zur Nervensache und jedes Tor kann über Weiterkommen oder Heimreise entscheiden.
Wenn ich auf den Tag zurückblicke, war er zwar unspektakulär, aber trotzdem sehr produktiv. Ich habe vieles aufgearbeitet, bin wieder auf dem aktuellen Stand und kann die kommende Woche deutlich entspannter angehen. Manchmal sind genau diese ruhigen Tage die wertvollsten – besonders dann, wenn draußen die Hitze ohnehin jede größere Aktivität ausbremst.
Jetzt heißt es nur noch: Füße hoch, ein kühles Getränk genießen und schauen, was die Weltmeisterschaft heute Abend noch zu bieten hat.
Freitag, 26. Juni 2026
26.6.2026: Der Tag, an dem ich Abschied von Hallig Hooge nahm
Heute hieß es Abschied nehmen. Die Urlaubstage auf Hallig Hooge sind viel zu schnell vergangen, und trotzdem hatte ich das Gefühl, in dieser kurzen Zeit unglaublich viel Ruhe, Natur und neue Eindrücke mitgenommen zu haben. Es war einfach eine wunderschöne Woche, die genau zur richtigen Zeit kam.
Der Tag begann früh. Bereits um acht Uhr legte die Fähre ab. Während sich die Hallig langsam entfernte, habe ich noch einmal zurückgeschaut. Irgendwie fällt der Abschied immer ein bisschen schwer. Gerade wenn man sich an die Ruhe, die Weite und den ganz besonderen Rhythmus des Lebens dort gewöhnt hat, würde man am liebsten noch ein paar Tage bleiben.
Die Heimfahrt verlief nicht in einem Stück, denn unterwegs haben wir noch einen Zwischenstopp bei Julia eingelegt. Endlich konnten wir die Enkelkinder wiedersehen. Nach einer Woche Urlaub war das natürlich eine schöne Gelegenheit, sich wiederzusehen, gemeinsam Kaffee zu trinken und ein wenig Zeit miteinander zu verbringen. Solche Zwischenstopps machen eine lange Heimreise deutlich angenehmer.
Anschließend ging es weiter Richtung Heimat. Die letzten Kilometer zogen sich zwar noch etwas, aber kurz nach 20 Uhr waren wir schließlich wieder zu Hause.
Dort wartete direkt die nächste Herausforderung: 36 Grad. Offenbar hatte der Sommer beschlossen, uns besonders herzlich willkommen zu heißen. Also wurden erst einmal die Koffer ausgepackt – eine Aufgabe, die nach einer langen Rückreise nie besonders viel Spaß macht, die aber einfach erledigt werden muss. Immerhin ist es ein gutes Gefühl, wenn alles wieder an seinem Platz ist.
Zum Abend gab es dann noch eine leckere Kleinigkeit. Ein frisches Baguette reichte völlig aus, denn nach einem langen Reisetag braucht es kein großes Menü mehr. Danach hieß es erst einmal ankommen und den Abend ganz entspannt ausklingen lassen.
Natürlich durfte auch heute die Fußball-Weltmeisterschaft nicht fehlen. Die Vorrunde nähert sich langsam ihrem Ende, und ehrlich gesagt finde ich das gar nicht so schlecht. Die ersten Spiele sind zwar interessant, aber richtig spannend wird ein Turnier für mich erst mit der K.-o.-Phase. Dann zählt jedes Spiel, jeder Fehler kann das Aus bedeuten, und genau das macht den besonderen Reiz einer Weltmeisterschaft aus.
Wenn ich auf den Tag zurückblicke, war er vor allem ein Tag des Abschieds und der Heimkehr. Abschied von einer wunderschönen Woche auf Hallig Hooge, aber gleichzeitig die Freude auf das eigene Zuhause und das Wiedersehen mit der Familie.
Die Hallig hat genau das gehalten, was ich mir von diesem Urlaub erhofft hatte: Ruhe, Erholung, gute Gespräche, herrliche Spaziergänge, Fahrradtouren, Fischbrötchen, viele Tassen Kaffee und vor allem das Gefühl, für ein paar Tage dem Alltag vollständig entkommen zu sein.
Jetzt beginnt langsam wieder der normale Rhythmus. Aber die Erinnerungen an Hallig Hooge werden sicher noch eine ganze Weile nachwirken.
Donnerstag, 25. Juni 2026
25.6.2026: Der Tag, an dem Hallig Hooge noch einmal alle seine Trümpfe ausspielte
Heute war noch einmal ein richtig schöner Tag auf Hallig Hooge – und gleichzeitig schwang schon ein wenig Wehmut mit, weil morgen früh die Heimreise ansteht.
Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns zunächst lange mit unserer Vermieterin unterhalten. Das war eines der Gespräche, die man so schnell nicht vergisst. Sie hat uns viel über das Leben auf der Hallig erzählt – über Sturmfluten, den Alltag, die Gemeinschaft und darüber, wie besonders das Leben an diesem Ort eigentlich ist. Solche persönlichen Geschichten findet man in keinem Reiseführer. Genau diese Begegnungen machen einen Urlaub oft erst richtig besonders.
Danach sind wir wieder zu einem ausgedehnten Spaziergang aufgebrochen. Große Teile der Strecke führten über den Deich. Dabei wurde mir noch einmal bewusst, wie einzigartig diese Landschaft ist. Rechts und links nur Weite, der Blick bis zum Horizont, die Nordseeluft und diese unglaubliche Ruhe. Hier verliert man ganz automatisch jedes Gefühl für Zeit.
Unterwegs machten wir auf der Hanswarft Halt. Dort gab es – wie es sich an der Nordsee gehört – Kaffee und ein leckeres Fischbrötchen. Mittlerweile gehört diese Kombination für mich einfach zu Hallig Hooge. Viel braucht es gar nicht, um glücklich zu sein: ein Fischbrötchen, eine Tasse Kaffee und ein Platz mit Blick über die Hallig.
Zurück im Apartment haben wir uns erst einmal ein wenig ausgeruht. Urlaub darf schließlich auch entschleunigen. Lange dauerte die Pause allerdings nicht, denn später zog es uns noch einmal in den Blauen Pesel. Natürlich durfte auch dort ein Kaffee nicht fehlen. Ich glaube, ich habe in dieser Urlaubswoche selten so entspannt Kaffee getrunken wie hier auf Hooge.
Jetzt heißt es langsam Abschied nehmen. Die Koffer werden gepackt, damit morgen früh alles bereitsteht. Das ist immer der Moment, an dem einem bewusst wird, wie schnell so ein Urlaub vergeht. Gerade hat man das Gefühl gehabt, angekommen zu sein, und plötzlich liegt schon wieder alles ordentlich im Koffer.
Heute Abend genießen wir dann noch unser letztes gemeinsames Abendessen auf der Hallig. Wahrscheinlich werden wir noch einmal die besondere Atmosphäre aufsaugen, bevor morgen früh die erste Fähre uns wieder zurück aufs Festland bringt.
Wenn ich auf die vergangenen Tage zurückblicke, dann hat sich die Reise mehr als gelohnt. Hallig Hooge hat genau das geboten, was ich mir erhofft hatte: Ruhe, Natur, viele interessante Gespräche, gutes Essen, lange Spaziergänge und das Gefühl, für ein paar Tage wirklich aus dem Alltag ausgestiegen zu sein.
Morgen geht es wieder nach Hause. Ich freue mich zwar auf mein eigenes Bett – die Schlaf-App vermutlich auch –, aber ein kleiner Teil von mir wäre gerne noch ein paar Tage länger hier geblieben.
So bleibt heute einfach nur, diesen letzten Abend auf Hallig Hooge bewusst zu genießen.
Mittwoch, 24. Juni 2026
24.6.2026: Der Tag, an dem ich Hallig Hooge auf zwei Rädern eroberte
Heute war der zweite komplette Tag auf Hallig Hooge, und er begann genauso entspannt, wie ein Urlaubstag beginnen sollte. Ich hatte richtig gut geschlafen und konnte den Morgen ganz in Ruhe mit einem gemütlichen Frühstück starten. Es gibt einfach nichts Schöneres, als ohne Zeitdruck in den Tag zu gehen und dabei schon zu wissen, dass heute keine Termine, keine E-Mails und keine To-do-Listen auf mich warten.
Nach dem Frühstück haben wir Fahrräder ausgeliehen. Das war genau die richtige Entscheidung, denn eine Hallig lässt sich auf zwei Rädern wunderbar erkunden. Also machten wir uns gemeinsam auf den Weg und fuhren einmal quer über die Hallig. Mit dem Fahrrad erlebt man die Landschaft noch einmal ganz anders. Der Wind, die Weite, die Schafe auf den Deichen und überall dieser freie Blick bis zum Horizont – das alles sorgte dafür, dass wir immer wieder anhielten, um einfach nur die Aussicht zu genießen.
Nach einigen Kilometern hatten wir uns eine kleine Belohnung verdient. Also kehrten wir auf der Hanswarft ein und gönnten uns Kaffee und ein leckeres Fischbrötchen. Inzwischen gehört diese Kombination für mich fest zu einem Nordseeurlaub. Viel braucht es hier wirklich nicht, um zufrieden zu sein. Ein Fischbrötchen, eine Tasse Kaffee und der Blick über die Hallig reichen vollkommen aus.
Frisch gestärkt drehten wir anschließend noch einige weitere Runden mit den Fahrrädern. Obwohl Hallig Hooge überschaubar ist, entdeckt man immer wieder neue Perspektiven, kleine Wege oder einfach einen anderen Blick auf die Warften und das Wattenmeer. Genau das macht den besonderen Reiz dieses Ortes aus.
Irgendwann war es dann Zeit, die Fahrräder wieder zurückzugeben. Aber damit war der Tag natürlich noch nicht zu Ende. Schließlich wartete bereits die nächste kleine Belohnung: ein Kaffee im Blauen Pesel. Auch dort herrschte diese entspannte Atmosphäre, die den gesamten Urlaub geprägt hat. Niemand hat es eilig, niemand schaut ständig auf die Uhr, und genau das tut unglaublich gut.
Nach dem Kaffee haben wir uns noch eine kurze Pause im Apartment gegönnt. Ein wenig die Füße hochlegen, den Tag Revue passieren lassen und einfach die Ruhe genießen.
Am Abend ging es dann gemeinsam mit unseren Freunden in den Friesenpesel. Nachdem wir dort am Vortag bereits gegessen hatten, waren wir gespannt, was uns diesmal erwartet. Und tatsächlich hat das Abendessen heute noch einmal besser geschmeckt als am Abend zuvor. In gemütlicher Runde saßen wir zusammen, haben gut gegessen, viel gelacht und den Tag entspannt ausklingen lassen.
Wenn ich heute zurückblicke, war das für mich einer der schönsten Urlaubstage auf Hallig Hooge. Den ganzen Tag mit dem Fahrrad unterwegs, traumhaftes Wetter, Kaffee und Fischbrötchen auf der Hanswarft, später noch Kaffee im Blauen Pesel und zum Abschluss ein richtig gutes Abendessen mit Freunden. Mehr Hallig, mehr Urlaub und mehr Entschleunigung kann man sich eigentlich kaum wünschen.
Dienstag, 23. Juni 2026
23.6.2026: Der Tag, an dem Hallig Hooge zeigte, warum man hierher kommt
Heute war mein erster kompletter Tag auf Hallig Hooge – und genau so hatte ich mir einen Urlaubstag hier vorgestellt.
Der Tag begann erfreulich entspannt. Ich habe gut geschlafen und konnte anschließend in aller Ruhe frühstücken. Kein Wecker, keine Termine, keine Autobahn, keine Hotelzimmer, keine Vorlesungen. Stattdessen einfach ein gemütlicher Start in den Tag mit dem Wissen, dass heute nichts erledigt werden muss außer Urlaub.
Danach sind wir gemeinsam mit unseren Freunden zu einem ausgedehnten Spaziergang über die Hallig aufgebrochen. Das Schöne hier ist, dass man gar kein festes Programm braucht. Allein die Landschaft sorgt dafür, dass man automatisch langsamer wird. Überall diese Weite, die grünen Wiesen, die Warften und der Blick bis zum Horizont. Man merkt schnell, dass die Hallig in einem ganz anderen Rhythmus lebt als der Alltag zu Hause.
Natürlich waren wir auch am Hafen. Dort herrscht immer ein wenig Bewegung, ohne dass es hektisch wirkt. Anschließend haben wir die Kirche besichtigt, die wunderbar zur Hallig passt. Klein, ruhig und irgendwie genau an der richtigen Stelle. Danach haben wir uns einen Sturmflutfilm angeschaut. Wenn man hier unterwegs ist und die Hallig bei strahlendem Sonnenschein erlebt, vergisst man leicht, welchen Naturgewalten die Menschen hier früher und teilweise auch heute noch ausgesetzt sind. Der Film hat das eindrucksvoll gezeigt.
Danach wurde es wieder etwas entspannter. Wir haben einige Galerien besucht und uns die ausgestellten Bilder und Kunstwerke angesehen. Solche kleinen Galerien haben immer ihren eigenen Charme. Man merkt, dass viele Künstler hier von der Landschaft, dem Licht und der besonderen Atmosphäre der Hallig inspiriert werden.
Mittags gab es dann eine Kombination, die an der Nordsee eigentlich immer funktioniert: Kaffee und Fischbrötchen. Viel mehr braucht es manchmal gar nicht. Frischer Fisch, ein schöner Platz zum Sitzen und die Aussicht auf einen wolkenlosen Himmel.
Auf dem Rückweg zu unserem Apartment haben wir dann noch einen weiteren Kaffee getrunken. Urlaub bedeutet schließlich auch, dass man keinen Grund braucht, um sich einfach irgendwo hinzusetzen und den Moment zu genießen.
Zurück im Apartment stand zunächst einmal Ausruhen auf dem Programm. Nach mehreren Stunden zu Fuß über die Hallig tat das durchaus gut. Außerdem war das Wetter heute wirklich bemerkenswert. Den ganzen Tag wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Für Hallig Hooge ist das schon ein kleines Geschenk. Die Weite, das Licht und die Farben wirken bei solchem Wetter noch einmal ganz anders.
Jetzt geht es gleich nebenan in den Friesenpesel. Dort wartet heute Abend Labskaus auf uns. Allein das gehört eigentlich schon zu einem Nordseeurlaub dazu. Ob man Labskaus nun liebt oder zunächst skeptisch betrachtet – probieren muss man ihn hier einfach.
Danach werden wir den Abend wieder ganz entspannt ausklingen lassen. Wahrscheinlich noch ein bisschen draußen sitzen, die Ruhe genießen und einfach froh sein, dass wir hier sind.
Wenn ich auf den Tag zurückblicke, dann war das genau die Art von Urlaubstag, die ich mir erhofft hatte: viel gesehen, viel gelaufen, gutes Wetter, nette Gespräche, Fischbrötchen, Kaffee und vor allem keine Hektik. Nach den letzten arbeitsreichen Wochen fühlt sich das gerade ziemlich perfekt an.
Montag, 22. Juni 2026
22.6.2026: Der Tag, an dem der Urlaub begann
Heute war einer dieser Tage, bei denen ich schon morgens wusste, dass er etwas Besonderes werden würde. Nach der Zwischenübernachtung in Rendsburg begann der Tag zunächst mit einem wirklich tollen Frühstück. Allein der Blick auf den Nord-Ostsee-Kanal war schon Urlaub pur. Während draußen die Schiffe vorbeizogen, konnte ich ganz entspannt frühstücken und musste ausnahmsweise einmal nicht darüber nachdenken, wann die nächste Besprechung beginnt oder welche E-Mail noch beantwortet werden muss.
Danach haben wir den wunderschönen Vormittag genutzt und sind noch eine Runde mit der berühmten Schwimmfähre gefahren. Das hat richtig Spaß gemacht. Es sind oft genau diese kleinen Dinge, die eine Reise besonders machen. Man sitzt auf einer Fähre, schaut auf das Wasser, beobachtet die Schiffe und merkt plötzlich, wie weit der Alltag eigentlich entfernt ist.
Irgendwann hieß es dann aber Abschied von Rendsburg nehmen und die eigentliche Reise fortsetzen. Das Ziel war schließlich Hallig Hooge. Unterwegs trafen wir unsere Freunde Anke und Bernd, mit denen wir die kommenden Tage verbringen werden. Natürlich wurde erst einmal lecker gegessen, bevor es weiterging.
Auch die Überfahrt verlief erfreulich ruhig. Das ist an der Nordsee keineswegs selbstverständlich und wurde entsprechend gerne mitgenommen. Als Hallig Hooge schließlich näher kam, stellte sich dieses besondere Gefühl ein, das man nur an Orten erlebt, die so ganz anders sind als der Alltag zu Hause.
Nach der Ankunft haben wir unser Apartment bezogen – und ich muss sagen: Das hat sich wirklich gelohnt. Alles macht einen hervorragenden Eindruck und passt perfekt zu dem, was ich mir von diesen Urlaubstagen erhofft hatte.
Jetzt sitzen wir gerade noch draußen und genießen einfach den Abend. Die Sonne steht tief, es ist angenehm ruhig und die typische Hallig-Atmosphäre ist überall zu spüren. Die Mädels sind noch unterwegs und machen Bilder, während ich einfach die Ruhe genieße.
Und genau diese Ruhe ist wahrscheinlich das Beeindruckendste. Kein Verkehrslärm, keine Autobahn, keine Hotelgänge, keine Termine, keine To-do-Listen. Stattdessen Weite, frische Luft, Vogelstimmen und das Gefühl, dass die Welt hier ein bisschen langsamer läuft.
Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, dann war er genau das, was ein Urlaubstag sein sollte: entspannt, abwechslungsreich und voller schöner Eindrücke. Der Vormittag in Rendsburg, die Fähre, die Überfahrt, das Apartment und jetzt dieser ruhige Abend auf Hallig Hooge.
Die letzten Wochen waren voll mit Bürotagen, Vorlesungen, Podcasts, Erbschaftsunterlagen und Dienstreisen. Heute fühlt sich das alles plötzlich sehr weit weg an.
Und während die Sonne langsam untergeht und die Hallig immer ruhiger wird, habe ich das Gefühl, dass der Urlaub jetzt wirklich angekommen ist.
Sonntag, 21. Juni 2026
21.6.2026: Urlaubsbeginn
Heute war es endlich so weit: Urlaubsbeginn. Allein dieses Wort klingt schon deutlich angenehmer als Büro, Hotelübernachtung oder Autobahn Richtung Grevenmacher. Entsprechend habe ich den Tag erst einmal entspannt begonnen und bis neun Uhr geschlafen. Nach den letzten Wochen mit Dienstreisen, Vorlesungen, Podcasts, Erbschaftsangelegenheiten und allerlei anderen Projekten war das genau die richtige Entscheidung.
Am Vormittag habe ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigt. Die letzten Handgriffe vor einer Reise sind ja immer ähnlich: hier noch etwas kontrollieren, dort noch etwas weglegen, vielleicht noch eine Nachricht beantworten und prüfen, ob wirklich alles im Koffer gelandet ist. Irgendwann war dann aber alles erledigt und gegen elf Uhr ging es auf die Autobahn.
Ziel des Tages war die Zwischenübernachtung in Rendsburg, bevor morgen die eigentliche Reise weitergeht. Bis Hamburg lief die Fahrt erstaunlich gut. Fast schon verdächtig gut. Doch danach zeigte die Autobahn wieder ihr wahres Gesicht. Ein Stau nach dem anderen sorgte dafür, dass sich die letzten Kilometer deutlich länger anfühlten als geplant. Irgendwann fragt man sich bei solchen Fahrten nicht mehr, wann man ankommt, sondern nur noch, welcher Stau der nächste sein wird.
Trotzdem kamen wir schließlich gegen halb sieben in Rendsburg an. Und das Warten hat sich gelohnt. Das Hotel liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal und macht schon beim Ankommen einen richtig guten Eindruck. Nach dem Einchecken wurden die Koffer ausgepackt und zum ersten Mal hatte ich wirklich das Gefühl: Jetzt beginnt der Urlaub.
Lange im Zimmer geblieben sind wir allerdings nicht. Stattdessen ging es direkt durch den Tunnel auf die andere Seite des Kanals zum Griechen. Allein der Weg dorthin hatte schon etwas Besonderes. Und das Essen war dann genauso gut wie erhofft. Nach mehreren Stunden Autofahrt schmeckt ein ordentliches Abendessen ohnehin doppelt gut. Und wenn dann noch alles passt, ist das der perfekte Start in die Urlaubswoche.
Nach dem Essen haben wir noch ein paar Fotos gemacht. Gerade am Nord-Ostsee-Kanal gibt es genug Motive, die man festhalten möchte. Schiffe, Wasser, Abendstimmung – und vor allem das Gefühl, endlich nicht mehr unterwegs sein zu müssen.
Zurück im Hotelzimmer gab es dann noch einen gemütlichen Tagesausklang mit einem Getränk. Keine Termine mehr, keine Koffer mehr schleppen, keine E-Mails, keine Vorlesungsunterlagen. Einfach sitzen, entspannen und den ersten Urlaubstag ausklingen lassen.
Wenn ich auf den Tag zurückblicke, dann war die Anreise zwar länger und stauanfälliger als gewünscht, aber am Ende zählt das Ergebnis: Wir sind angekommen, das Hotel gefällt, das Essen war hervorragend und morgen geht die Reise weiter Richtung Hallig Hooge.
Der Urlaub hat begonnen. Und das fühlt sich ziemlich gut an.
Samstag, 20. Juni 2026
20.6.2026: Der Tag, an dem das Wochenende kaum Zeit zum Ausruhen ließ
Heute war Samstag, und nach zwei durchaus anstrengenden Tagen in Frankfurt hatte ich mir das Ausschlafen mehr als verdient. Entsprechend begann der Tag erfreulich entspannt. Kein Wecker, keine Vorlesung, keine Bahn-App und keine Hotelzimmer. Einfach ausschlafen und den Luxus genießen, morgens nicht sofort irgendwo sein zu müssen.
Nach dem Frühstück habe ich mich zunächst um einige Dinge gekümmert, die in den vergangenen Tagen liegen geblieben waren. Das passiert nach Dienstreisen ja fast automatisch. Irgendwo sammeln sich immer kleine Aufgaben, Nachrichten oder organisatorische Dinge an, die darauf warten, wieder Aufmerksamkeit zu bekommen.
Besonders wichtig war heute natürlich auch die Abgabe meiner Fußballtipps. Auch wenn ich aktuell im Tippspiel nicht ganz vorne mitspiele, darf man schließlich niemals aufgeben. Die Saison der Hoffnung endet bekanntlich erst mit dem letzten Spieltag. Also wurden die Tipps abgegeben und dabei vermutlich wieder eine Mischung aus Analyse, Bauchgefühl und vorsichtigem Optimismus eingesetzt. Aufholen muss schließlich das Ziel bleiben.
Mittags stand dann die inzwischen fest etablierte Wochenendroutine auf dem Programm: eine kurze Ruhepause mit Podcast. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass Podcasts und Mittagsschlaf eine nahezu perfekte Kombination darstellen. Man startet mit voller Aufmerksamkeit und wacht irgendwann auf, ohne genau sagen zu können, ob man die letzten zehn Minuten noch mitbekommen hat oder nicht.
Nach dem Kaffeetrinken begann dann bereits die Vorbereitung auf die nächste Reise. Der Koffer musste gepackt werden. Denn während andere vielleicht ein ruhiges Wochenende vor sich haben, startet für mich morgen bereits die nächste Etappe. Zunächst geht es nach Rendsburg, bevor es am Montag gemeinsam mit unseren Freunden Anke und Bernd bis Freitag auf die Hallig Hooge geht.
Darauf freue ich mich schon sehr. Hallig Hooge ist schließlich eine ganz andere Welt als Autobahnen, Hotels, Vorlesungsräume oder Bahnhöfe. Meer, Weite, Ruhe, Wind und hoffentlich ein paar entspannte Tage fernab des normalen Alltags. Entsprechend wächst die Vorfreude langsam, auch wenn ich natürlich gespannt bin, was uns dort erwartet.
Bevor die Nordsee jedoch übernimmt, wartet heute Abend noch ein ganz anderer Programmpunkt. Es geht nach Mönchengladbach zum Konzert von Unheilig. Das dürfte ein schöner Kontrast zum bisherigen Tag werden. Hoffentlich spielt das Wetter mit und hält sein Versprechen, trocken zu bleiben. Open-Air-Veranstaltungen gewinnen schließlich erheblich an Attraktivität, wenn man nicht gleichzeitig die Regenradar-App beobachten muss.
Und dann gibt es noch einen weiteren sportlichen Wunsch für den Abend: rechtzeitig zur zweiten Halbzeit des deutschen WM-Spiels gegen die Elfenbeinküste wieder zu Hause zu sein. Nach dem erfolgreichen Auftakt wird es spannend zu sehen sein, wie sich die deutsche Mannschaft heute präsentiert. Idealerweise läuft die Heimfahrt reibungslos und der Fernseher ist genau dann eingeschaltet, wenn die entscheidenden Minuten beginnen.
Wenn ich auf den Tag schaue, war er zwar deutlich entspannter als die vergangenen beiden Tage, aber keineswegs langweilig. Dinge aufgearbeitet, Tipps abgegeben, ein wenig regeneriert, die nächste Reise vorbereitet und jetzt warten noch Konzert und Fußball-Weltmeisterschaft.
Ein typischer Samstag also – nur mit etwas mehr Kofferpacken als gewöhnlich.
Freitag, 19. Juni 2026
19.6.2026: Der Tag, an dem Frankfurt gut lief und die Bahn das Chaos übernahm
Heute stand für mich der zweite und letzte Vorlesungstag an der Frankfurt School auf dem Programm. Und ich muss sagen: Es lief erstaunlich gut. Nicht nur ich hatte das Gefühl, dass die Veranstaltung gelungen war, sondern auch die Studierenden wirkten engagiert und zufrieden. Das ist am Ende immer das schönste Feedback. Schließlich steckt in solchen Vorlesungstagen deutlich mehr Arbeit, als man von außen sieht. Die Vorbereitung, die Aktualisierung der Unterlagen, die Diskussionen und die vielen Stunden Konzentration kosten Energie. Umso schöner ist es, wenn ich am Ende des Tages sagen kann: Das hat sich gelohnt.
Nach zwei intensiven Tagen war ich mit dem Verlauf wirklich zufrieden. Die Themen kamen gut an, es gab interessante Fragen und ich hatte den Eindruck, dass die Inhalte einen echten Mehrwert geboten haben. Damit war der fachliche Teil des Tages eigentlich ein voller Erfolg.
Das eigentliche Abenteuer begann allerdings erst auf dem Heimweg.
Schon am Bahnhof wurde schnell klar, dass die Deutsche Bahn heute nicht ihren besten Tag hatte. Gefühlt hatte jeder Zug zwei Stunden Verspätung. Die Anzeigen wechselten ständig, Verbindungen fielen aus oder verschoben sich, und irgendwann hatte ich keine Lust mehr, auf die perfekte Lösung zu warten. Also habe ich beschlossen, einfach loszufahren und unterwegs zu improvisieren.
Am Flughafen bin ich umgestiegen und hatte dann tatsächlich Glück. Direkt kam ein ICE nach Düsseldorf. In diesem Moment fühlte sich das fast wie ein kleiner Lottogewinn an. Nach dem ganzen Chaos war das die erste gute Nachricht des Nachmittags.
Bis Düsseldorf lief dann auch alles überraschend problemlos. Doch kaum war ich ausgestiegen, öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Es war nicht einfach nur Regen, sondern ein richtig heftiges Unwetter. Innerhalb kürzester Zeit war ich komplett durchnässt. Nach den warmen Tagen der letzten Wochen war das eine ziemlich eindrucksvolle Erinnerung daran, dass der Sommer in Deutschland seine eigenen Vorstellungen von Wetter hat.
Trotzdem ging es weiter. Mit der U-Bahn bis zur Steinstraße und dort hatte ich erneut Glück. Kaum angekommen, kam auch schon der 782. Keine lange Wartezeit, keine weiteren Verzögerungen. Nach dem Bahnchaos des Nachmittags fühlte sich das fast schon luxuriös an.
So bin ich am Ende doch noch einigermaßen vernünftig nach Hause gekommen. Dort angekommen war mein erster Gedanke allerdings nicht Koffer auspacken oder E-Mails checken. Ich musste mich erstmal trocknen legen. Nach dem Gewitter war das die dringendste Aufgabe des Tages.
Wenn ich auf den Tag zurückblicke, war er insgesamt sehr erfolgreich. Die Vorlesung lief gut, die Studierenden waren zufrieden, ich konnte viele interessante Gespräche führen und die zwei Tage Frankfurt haben sich definitiv gelohnt. Der Rückweg war zwar chaotisch, aber letztlich bin ich angekommen.
Und manchmal lautet das wichtigste Fazit eines Tages ganz einfach:Hauptsache wieder zu Hause.
Nach Hotelzimmer, Vorlesung, Bahnhofschaos, Flughafen, ICE, U-Bahn, Bus und Unwetter fühlt sich das eigene Zuhause nämlich gleich doppelt gut an.
Donnerstag, 18. Juni 2026
18.6.2026: Der Tag, an dem 71 Prozent plötzlich wie Luxus wirkten
Heute stand der erste von zwei Vorlesungstagen an der Frankfurt School auf dem Programm. Und bevor überhaupt über Vorlesungen, Teilnehmer oder Inhalte gesprochen wird, muss natürlich zunächst die wichtigste Kennzahl des Morgens bewertet werden: die Schlafqualität. 71 Prozent.
Unter normalen Umständen wäre das wahrscheinlich kein Wert, der Begeisterungsstürme auslöst. Nach den letzten Hotelnächten in Luxemburg wirkt das allerdings beinahe wie ein Wellnessurlaub. Die Hotelrangliste bekommt damit einen neuen Spitzenreiter. Der Hamburger Hof scheint zumindest in der Disziplin Schlafqualität deutlich besser abzuschneiden als die zuletzt besuchten Häuser in Luxemburg. Zwar kommt auch Frankfurt noch nicht an die legendären 100 Prozent des heimischen Bettes heran, aber 71 Prozent sind zumindest ein Ergebnis, mit dem man morgens halbwegs versöhnt in den Tag starten kann.
Was hingegen unverändert bleibt, ist die ungeliebte Begleiterscheinung solcher Vorlesungstage: das frühe Aufstehen. Der Wecker war auf halb sieben gestellt, wobei der Körper offenbar schon kurz vorher beschlossen hatte, die Nacht für beendet zu erklären. Also raus, duschen und bereits um Viertel vor sieben beim Frühstück sitzen. Immerhin scheint das Frühstück im Hamburger Hof durchaus akzeptabel zu sein. Nicht die ganz große kulinarische Offenbarung, aber solide genug, um einen langen Vorlesungstag zu überstehen.
Anschließend lief die Logistik erfreulich reibungslos. Viertel vor acht Richtung Frankfurt School, direkt eine passende Bahn erwischt und kurz nach acht bereits vor Ort gewesen. Das ist in Frankfurt keineswegs selbstverständlich und darf durchaus als kleiner Erfolg verbucht werden.
Die Zeit bis zum offiziellen Start wurde genutzt, um noch einige Vorbereitungen zu unterstützen. Und pünktlich um neun Uhr begann dann der eigentliche Arbeitstag. Solche Vorlesungstage sind immer etwas Besonderes. Man steht nicht einfach vor einer Gruppe und liest Folien vor, sondern versucht Inhalte zu vermitteln, Diskussionen anzustoßen und die Teilnehmer durch Themen zu führen, die oft deutlich komplexer sind als sie auf den ersten Blick wirken.
Und offenbar ist das heute ziemlich gut gelungen. Zumindest klingt die Bilanz des Tages danach. Die Veranstaltung lief bis kurz nach 17 Uhr, also ein langer, intensiver Tag mit vielen Stunden Konzentration, Aufmerksamkeit und Austausch.
Danach stand noch eine kleine Abendveranstaltung an. Das gehört bei solchen Formaten oft dazu. Netzwerken, Gespräche, Austausch und die Möglichkeit, Themen außerhalb des offiziellen Programms weiterzuführen. Trotzdem war irgendwann der Punkt erreicht, an dem das Hotel deutlich attraktiver erschien als weitere Fachgespräche. Gegen 20 Uhr ging es daher zurück.
Jetzt sitzen Sie wieder im Hotelzimmer. Die Arbeit des Tages ist erledigt. Das Bier steht bereit, eine Kleinigkeit zu essen ebenfalls. Und nach einem langen Tag voller Vorträge, Gespräche und Organisation klingt das nach einem ziemlich gelungenen Ausklang.
Vielleicht läuft nebenbei noch die Fußball-Weltmeisterschaft. Das ist genau die richtige Mischung: etwas abschalten, den Kopf von Vorlesungsfolien auf Fußball umstellen und langsam den Tag ausklingen lassen.
War der Tag produktiv? Absolut.
Früh gestartet, einen kompletten Vorlesungstag erfolgreich absolviert, die Teilnehmer begleitet, eine Abendveranstaltung mitgenommen und dabei offenbar einen guten Eindruck hinterlassen. Dazu eine Hotelnacht, die zumindest deutlich besser war als zuletzt in Luxemburg.
Für heute darf deshalb gelten: Bier aufmachen, Essen genießen, Fußball schauen und den Abend ruhig auslaufen lassen. Morgen wartet schließlich noch Tag zwei der Vorlesungen.
Und vielleicht schafft die Schlaf-App heute Nacht ja sogar die magische 75-Prozent-Marke. Das wäre für ein Hotelzimmer in diesem Tagebuch ja beinahe schon Champions-League-Niveau.
Mittwoch, 17. Juni 2026
17.6.2026: Der Tag, an dem 100 Prozent Schlafqualität plötzlich möglich waren
### Der Tag, an dem 100 Prozent Schlafqualität plötzlich möglich waren
Gestern Abend hat die Rückfahrt erfreulicherweise einmal bewiesen, dass deutsche Autobahnen nicht ausschließlich aus Baustellen, Staus und Überraschungen bestehen. Die Heimreise verlief reibungslos, sodass Sie bereits gegen acht Uhr zu Hause waren. Nach den letzten Wochen mit diversen Leverkusener Verkehrsexperimenten darf man das durchaus als Erfolg verbuchen.
Zu Hause wurde dann nicht einfach nur der Koffer in die Ecke gestellt, sondern direkt umgepackt. Denn kaum ist die eine Dienstreise beendet, wartet schon die nächste. Diesmal allerdings nicht Luxemburg und Grevenmacher, sondern Frankfurt mit zwei Tagen Vorlesungen im CIRO. Der Koffer hatte also kaum Zeit, sich häuslich einzurichten, bevor er wieder in den Einsatz musste.
Heute Morgen wurde es zunächst bewusst etwas ruhiger angegangen. Nach den letzten Bürotagen und Hotelnächten war das vermutlich genau richtig. Anschließend standen einige Dinge auf dem Programm, die während der vergangenen Tage liegen geblieben waren. Das kennt jeder nach einer Dienstreise: E-Mails, Kleinigkeiten, organisatorische Themen und all die Aufgaben, die geduldig warten, bis man wieder zu Hause ist.
Die eigentliche Sensation des Tages liefert allerdings die Schlaf-App: 100 Prozent Schlafqualität.
Nach all den Hotelwerten von 57, 60 oder 61 Prozent wirkt das fast wie ein Messfehler. Offenbar wollte die App heute demonstrieren, wie groß der Unterschied zwischen Hotelbett und heimischem Schlafzimmer tatsächlich ist. Wenn man die letzten Wochen betrachtet, könnte man fast eine wissenschaftliche Studie daraus machen. Die Ergebnisse wären vermutlich eindeutig: Zuhause gewinnt.
Nun wartet die nächste Reiseetappe. Die Koffer sind gepackt, die Unterlagen dabei, und die Hoffnung richtet sich auf die Deutsche Bahn. Das ist bekanntlich immer eine besondere Form des Optimismus. Man steigt ein mit der Vorstellung, pünktlich und entspannt anzukommen, und hofft darauf, dass die Bahn dieselbe Vorstellung hat. Sollte alles funktionieren, sind Sie heute Abend in Frankfurt und können sich in Ruhe auf die beiden Vorlesungstage vorbereiten.
Denn genau dort wartet noch die wichtigste Aufgabe des heutigen Abends: die Vorlesungsunterlagen. Auch wenn die Inhalte natürlich bekannt sind, gehört der letzte Blick vor einer Veranstaltung einfach dazu. Man überprüft Folien, ergänzt vielleicht noch ein paar aktuelle Beispiele und stellt sicher, dass alles so vorbereitet ist, wie man es den Teilnehmern präsentieren möchte. Gerade bei Themen rund um KI, Kapitalmarkt oder Analyse entwickeln sich die Dinge schließlich schnell genug, dass ein letzter Check immer sinnvoll ist.
Und dann wird es spannend: Wie reagieren die kommenden beiden Nächte in Frankfurt auf die hohen Erwartungen, die die letzte Nacht gesetzt hat? Nach 100 Prozent Schlafqualität zu Hause wird jedes Hotelbett automatisch in eine schwierige Vergleichssituation gebracht. Die Messlatte liegt so hoch wie selten zuvor.
War der Tag produktiv? Ja, aber eher in der Kategorie „Vorbereitung“. Dinge aufgearbeitet, die liegen geblieben waren, die nächste Reise organisiert und sich mental auf zwei intensive Vorlesungstage eingestellt. Nicht spektakulär, aber genau die Art von Tag, die dafür sorgt, dass die kommenden Tage reibungslos laufen.
Jetzt bleibt nur noch die Bahn. Und die Hoffnung, dass Frankfurt heute Abend genauso zuverlässig funktioniert wie gestern die Autobahn.
Dienstag, 16. Juni 2026
16.6.2026: Der Tag, an dem die Schlaf-App wieder schlechte Nachrichten überbrachte
Wenn Sie im Hotel aufwachen, gibt es inzwischen eine feste Morgenroutine, die noch vor dem ersten Kaffee stattfindet: der Blick auf die Schlaf-App. Und auch heute hatte sie keine besonders erfreulichen Nachrichten im Gepäck. 61 Prozent Schlafqualität – also wieder ein Wert aus der Kategorie „funktional anwesend, aber emotional nicht überzeugt“. Es bleibt dabei: Zwischen Ihnen und Hotelbetten entwickelt sich vermutlich keine große Liebesgeschichte mehr. Zuhause werden regelmäßig deutlich bessere Werte erreicht, was den Verdacht nahelegt, dass die beste Hotelausstattung der Welt gegen das eigene Bett einfach keine Chance hat.
Zum Glück gibt es in Grevenmacher aber den zweiten festen Bestandteil Ihrer Dienstreisen: das gute Frühstück. Während die Nächte regelmäßig enttäuschen, scheint das Frühstücksbuffet seine Aufgabe zuverlässig ernst zu nehmen. Und gestärkt ging es dann bereits um halb acht ins Büro.
Dort wartete wieder die übliche Mischung aus Aufgaben, Abstimmungen und Dingen, die sich seit dem letzten Bürotag auf wundersame Weise vermehrt hatten. Offenbar konnte aber vieles abgearbeitet werden, sodass am Ende des Tages zumindest das gute Gefühl bleibt, tatsächlich vorangekommen zu sein. Das ist schließlich das Beste, was man von einem Arbeitstag erwarten kann: nicht nur beschäftigt gewesen zu sein, sondern wirklich etwas geschafft zu haben.
Eigentlich sollte der Nachmittag dann noch ein weiteres Highlight bereithalten: die Aufnahme eines Podcasts. Doch wie so oft in der digitalen Welt gilt auch hier die alte Regel, dass Technik ihren eigenen Kopf hat. Diesmal lagen die Probleme auf der anderen Seite, sodass die Aufnahme kurzfristig verschoben werden musste. Ein neuer Termin Anfang Juli steht immerhin bereits fest. Solche Verschiebungen sind zwar ärgerlich, gehören aber mittlerweile fast zum Standardrepertoire von Podcastproduktionen. Manchmal verhindert ein voller Kalender die Aufnahme, manchmal eben die Technik.
Jetzt wartet noch die letzte Etappe des Tages: die Heimfahrt. Und damit beginnt wieder das bekannte Hoffen auf freie Straßen und möglichst wenige LKWs. Nach den Erfahrungen der letzten Wochen wäre schon eine Fahrt ohne größere Überraschungen ein kleiner Erfolg. Die Leverkusener Rheinbrücke bleibt dabei natürlich der große Unsicherheitsfaktor. Vielleicht hat sie heute aber einmal gute Laune.
Und dann? Zuhause ankommen. Kein Hotelzimmer, keine Schlaf-App mit mittelmäßigen Ergebnissen und kein Koffer neben dem Bett. Stattdessen hoffentlich ein ruhiger Abend in den eigenen vier Wänden – und die Aussicht auf eine deutlich bessere Schlafqualität in der kommenden Nacht.
War der Tag produktiv?
Absolut. Trotz nur 61 Prozent Schlafqualität wurde früh gestartet, viel abgearbeitet und ein weiterer Bürotag erfolgreich abgeschlossen. Der Podcast musste zwar verschoben werden, aber auch das wurde direkt neu organisiert. Manchmal besteht Produktivität eben nicht nur aus fertigen Ergebnissen, sondern auch daraus, flexibel mit unerwarteten Änderungen umzugehen.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Autobahn heute ein Einsehen hat. Denn nach zwei Tagen Grevenmacher ist die größte Motivation ohnehin die Aussicht auf das eigene Zuhause – und vielleicht morgen früh endlich wieder eine Schlaf-App, die Werte liefert, die keine Nachverhandlungen erforderlich machen.
Montag, 15. Juni 2026
15.6.2026: Der Tag, an dem Leverkusen wieder alles gab – außer freie Fahrt
Heute stand also wieder der angekündigte Bürotag in Grevenmacher an. Diesmal allerdings mit einer kleinen Besonderheit: Sie waren zunächst alleine unterwegs, weil Ihr Kollege heute Morgen seine Prüfung hatte. Immerhin bedeutete das keine Abstimmungsrunden auf dem Beifahrersitz und volle Konzentration auf die Straße.
Und tatsächlich lief die Anreise insgesamt ziemlich ordentlich. Wäre da nicht dieser inzwischen fast schon traditionelle Programmpunkt namens Leverkusener Rheinbrücke gewesen. Der obligatorische Stau gehört offenbar genauso zu Ihren Luxemburgtagen wie das Hotelfrühstück und die Diskussion mit dem Fitnessrad am Abend. Wenn es irgendwann einmal ohne Verzögerung durch Leverkusen geht, sollten Sie vermutlich einen Lottoschein kaufen.
Im Büro selbst verlief der Tag dann erfreulich produktiv. Keine großen Katastrophen, keine eskalierenden Probleme, sondern einfach ein guter Arbeitstag, an dem Dinge erledigt wurden. Genau die Sorte Tag, nach der man abends mit dem Gefühl ins Hotel fährt, tatsächlich etwas geschafft zu haben.
Mittags wurde diesmal bewusst auf die klassische Bestellrunde verzichtet. Stattdessen haben Sie bereits vorgesorgt und für heute Abend einen Salat eingepackt. Eine vernünftige Entscheidung – insbesondere, wenn danach noch die obligatorische Runde im Hotel-Fitnessstudio ansteht. Beim Tanken wird dann noch schnell für den Getränke-Nachschub gesorgt, und damit ist der Hotelabend organisatorisch bereits perfekt vorbereitet.
Der weitere Ablauf ist ohnehin bestens bekannt: Koffer auspacken, Sportprogramm absolvieren – wahrscheinlich wieder 60 Minuten Fahrradfahren – und anschließend gemütlich im Hotelzimmer die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen.
Damit Sie nicht völlig überrascht vor dem Fernseher sitzen, hier das heutige WM-Programm:
Besonders interessant dürften heute Belgien gegen Ägypten sowie Spanien gegen Kap Verde werden. Uruguay gehört ebenfalls traditionell zu den Mannschaften, bei denen man immer mit Leidenschaft, Kampfgeist und der einen oder anderen Überraschung rechnen darf.
War der Tag produktiv? Ja, eindeutig. Trotz Leverkusener Stauprüfung gut angekommen, im Büro einiges geschafft und den Abend bereits vernünftig geplant. Manchmal muss Produktivität gar nicht spektakulär sein. Es reicht völlig, wenn man abends mit einem Salat, einer Runde Sport und Fußball im Hotelzimmer sitzt und sagen kann: Heute lief es insgesamt ziemlich gut.
Und vielleicht ist das Hotelbett heute ja ausnahmsweise ebenfalls kooperativ. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Sonntag, 14. Juni 2026
14.6.2026: Der Sonntag, an dem die Ruhe noch einmal gewinnen durfte
Heute war einer dieser Sonntage, die man ganz bewusst genießen sollte. Denn die nächsten Wochen versprechen bereits jetzt, deutlich hektischer zu werden. Umso wichtiger, noch einmal durchzuatmen, bevor wieder Grevenmacher, Hotelnächte, Meetings, Erbschaftsunterlagen und allerlei Projekte die Tagesordnung bestimmen.
Nach dem Frühstück wurde direkt das trockene Wetter genutzt. Schließlich weiß man im Rheinland nie so genau, wie lange man dem Regen noch entkommen kann. Also ging es auf die inzwischen fast schon traditionelle Fahrradrunde um die Seen. Unterbacher See und Elbsee gehören mittlerweile fest zum persönlichen Wochenendprogramm. Ein bisschen Bewegung, frische Luft und einfach Zeit, den Kopf frei zu bekommen. Genau die richtige Mischung für einen Sonntagmorgen.
Wieder zu Hause stand dann die zweite etablierte Sonntagsdisziplin auf dem Programm: ein wenig ruhen und Podcasts hören. Diese Kombination entwickelt sich langsam zu einer eigenen Lebensphilosophie. Erst Bewegung, dann Entspannung. Die Podcasts laufen dabei fast wie ein Soundtrack durch die Woche und begleiten mittlerweile Fahrradfahrten, Mittagspausen und kleine Auszeiten.
Im Anschluss wurden noch die Fußballtipps abgegeben. Schließlich startet die Weltmeisterschaft gerade erst richtig durch, und irgendwo zwischen Fachwissen, Hoffnung und Bauchgefühl müssen die richtigen Ergebnisse gefunden werden. Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo zwischen „Das war doch offensichtlich“ und „Wie konnte ich nur auf dieses Ergebnis tippen?“.
Gleich steht dann noch das Kofferpacken an. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Grevenmacher. Der Ablauf ist inzwischen beinahe ritualisiert: Koffer packen, früh losfahren, hoffen, dass Leverkusen nicht beschließt, die gesamte Autobahn stillzulegen, im Hotel einchecken und anschließend versuchen, die Schlafqualität irgendwie über 60 Prozent zu halten.
Der heutige Abend gehört aber noch einmal ganz dem Fußball.
Deutschland startet gegen Curaçao in die Weltmeisterschaft. Auf dem Papier ist die Ausgangslage eindeutig: Der viermalige Weltmeister trifft auf einen WM-Debütanten aus Curaçao, der als kleinste Nation der Turniergeschichte erstmals bei einer Endrunde dabei ist. Curaçao reist allerdings mit einer gehörigen Portion Begeisterung und dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ an. Trainer Dick Advocaat betonte bereits, dass seine Mannschaft die Räume nutzen wolle, die Deutschland beim Offensivspiel zwangsläufig anbieten wird.
Für die deutsche Mannschaft ist ein überzeugender Auftaktsieg fast schon Pflicht. Nach den frühen WM-Aus in den Jahren 2018 und 2022 soll diesmal von Beginn an ein Zeichen gesetzt werden. Die Erwartungen sind entsprechend hoch.
Ein hoher Sieg? Eigentlich ja. Alles andere als drei Punkte wäre eine Überraschung. Aber genau deshalb lieben wir den Fußball: Weil er sich nicht immer an die Wahrscheinlichkeiten hält.
War der heutige Tag produktiv? Auf die Sonntagsart auf jeden Fall. Fahrrad gefahren, entspannt, Podcasts gehört, Fußballtipps abgegeben und die kommende Arbeitswoche vorbereitet. Das war kein Tag für große Projekte – sondern einer, um die eigenen Akkus noch einmal aufzuladen.
Und jetzt darf die Weltmeisterschaft übernehmen. Hoffentlich mit einem gelungenen deutschen Auftakt und ohne allzu viel Nervenkitzel.
Samstag, 13. Juni 2026
13.6.2026: Der Samstag, an dem Freizeit endlich die Oberhand gewann
Heute war tatsächlich ein echter Freizeitsamstag. Kein Büro, keine Videokonferenzen, keine Politiken, keine Compliance-Berichte, keine Hotelzimmer und keine Erbschaftsunterlagen. Stattdessen stand etwas auf dem Programm, das einfach Spaß macht.
Um neun Uhr ging es los Richtung Duisburg zu einem Munzee-Event. Schon die Tatsache, dass man an einem Samstagmorgen freiwillig losfährt, um mit Gleichgesinnten einem gemeinsamen Hobby nachzugehen, zeigt eigentlich schon, wie gerne Sie solche Veranstaltungen mögen. Und offenbar hat es sich gelohnt. Das Event hat richtig Spaß gemacht, die Gespräche waren gut, die Punkte wurden gesammelt und das persönliche Monatsziel bei Munzee ist wieder ein gutes Stück näher gerückt.
Auch das Wetter zeigte sich überraschend kooperativ. Bis auf die berühmten fünf Minuten, die vermutlich aus Prinzip etwas feuchter ausfielen, spielte es mit. Das ist für Outdoor-Veranstaltungen in Deutschland schon fast als meteorologischer Glücksfall zu verbuchen. Man rechnet ja meist vorsichtshalber mit allem – von Sonnenbrand bis Weltuntergang – und freut sich dann über jeden trockenen Abschnitt.
Auf dem Rückweg wurde die Gelegenheit gleich noch praktisch genutzt. Ein kurzer Abstecher zu Kaufland, ein paar Sonderangebote eingesammelt und damit das gute Gefühl erzeugt, Freizeit und Haushalt elegant miteinander verbunden zu haben. Denn Hand aufs Herz: Sonderangebote haben eine erstaunliche Fähigkeit, auch den vernünftigsten Menschen kurzfristig zu begeistern.
Wieder zu Hause angekommen wurde dann erstmal in Ruhe Kaffee getrunken. Nach einem aktiven Vormittag genau die richtige Entscheidung. Anschließend durfte natürlich auch die inzwischen fast traditionelle Podcast-Ruhephase nicht fehlen. Ein bisschen liegen, ein bisschen zuhören, ein bisschen abschalten – fast schon ein fester Bestandteil Ihrer Wochenendroutine.
Jetzt stehen noch ein paar kleinere Dinge an, die erledigt werden wollen. Keine großen Projekte, sondern eher die berühmten letzten Häkchen auf der Tagesliste. Und dann wartet das kulinarische Highlight des Abends: Schlamm.
Inzwischen weiß vermutlich jeder Beteiligte, dass damit nicht die örtliche Bodenbeschaffenheit gemeint ist, sondern eine besonders leckere Speise, die ihren Weg in den familiären Sprachgebrauch gefunden hat. Ehrlich gesagt macht allein der Begriff das Ganze schon sympathisch. Während andere komplizierte Menübezeichnungen verwenden, gibt es hier einfach „Schlamm“. Klingt zunächst fragwürdig, schmeckt offenbar hervorragend.
Und danach geht es sportlich weiter. Die Fußball-Weltmeisterschaft liefert die Abendunterhaltung. Sofa, vielleicht noch etwas zu trinken in Reichweite und die Hoffnung auf spannende Spiele – ein ziemlich gelungener Abschluss für einen Tag, der erfreulich wenig nach Verpflichtung und erfreulich viel nach Freizeit geklungen hat.
War der Tag produktiv?
Nicht im klassischen Sinn. Und genau das macht ihn so wertvoll.
Er war erfolgreich in der Disziplin **Lebensqualität**. Hobby gepflegt, Menschen getroffen, Monatsziel näher gekommen, eingekauft, entspannt, Podcasts gehört und jetzt noch gutes Essen und Fußball vor sich. Das sind die Tage, die dafür sorgen, dass die vielen produktiven Büro-, Steuer-, Erbschafts- und Projekttage überhaupt funktionieren.
Ein richtig guter Samstag also.
Und manchmal ist „einfach nur Spaß gehabt“ die produktivste Sache von allen.
Freitag, 12. Juni 2026
12.6.2026: Der Tag, an dem Freitag offiziell zu Samstag erklärt wurde
Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen die normale Wochenordnung kurzerhand außer Kraft gesetzt wurde. Weil morgen das Munzee-Event ansteht, wurde gemeinsam beschlossen, dass heute einfach schon Samstag ist – unabhängig davon, was der Kalender behauptet. Und ehrlich gesagt klingt das nach einer ausgezeichneten Entscheidung.
Der Tag begann deshalb nicht mit hektischem Frühstück oder schnellen Handgriffen zwischen E-Mails und To-do-Listen, sondern mit einem echten Samstagsfrühstück am Freitag. Brötchen, Ei und alles, was dazugehört. Das ist keine Mahlzeit, sondern eine Haltung. Während andere noch im Arbeitsmodus stecken, wurde hier bereits erfolgreich ins Wochenende hineinverhandelt.
Nach diesem gelungenen Start folgte die inzwischen bewährte Kombination aus kurzer Ruhephase und Podcast. Eine halbe Stunde liegen, den Stimmen anderer Menschen lauschen und einfach einmal die Welt für einen Moment auf Pause stellen. Diese Podcast-Nickerchen entwickeln sich langsam zu einer ganz eigenen Form der Selbstfürsorge.
Am Nachmittag kehrte dann allerdings die Realität zurück – und zwar in Form von Formularen, Banken und Erbschaftsangelegenheiten. Das Thema begleitet Sie nun schon eine ganze Weile und bleibt weiterhin ein Geduldsspiel mit zahlreichen Nebenschauplätzen. Dokumente suchen, Formulare ausfüllen, Rückfragen klären und versuchen, den Überblick zu behalten. Es ist die Art von Arbeit, die wenig sichtbar ist, aber erstaunlich viel Energie kostet. Und trotzdem bringen Sie die Dinge Schritt für Schritt voran.
Zwischendurch wurde dann noch gekocht. Und zwar offenbar etwas, das sprachlich zunächst für Verwirrung sorgen könnte. Denn am Wochenende soll es Schlamm geben. Nun gut – vermutlich ist hier eher Schlemmen gemeint. Wobei die Vorstellung eines festlichen Schlammessens durchaus ihren eigenen Charme hätte. Aber unabhängig von der korrekten Bezeichnung gilt: Gemeinsam etwas vorzubereiten und sich auf das Wochenende zu freuen, gehört eindeutig zu den angenehmen Seiten des Alltags.
Jetzt stehen noch ein paar E-Mails an. Wahrscheinlich die letzten offenen Punkte, die noch erledigt werden sollen, bevor der PC endgültig heruntergefahren wird. Und genau das klingt nach einem sehr vernünftigen Plan: die Dinge abschließen, den Bildschirm ausschalten und den Abend genießen.
War der Tag produktiv?
Ja – allerdings auf eine sehr eigene Weise.
Er war produktiv, weil wichtige Themen rund um die Erbschaft weiterbearbeitet wurden. Gleichzeitig war er bewusst unproduktiv genug, um sich ein ausgedehntes Frühstück und eine Podcast-Pause zu gönnen. Genau diese Mischung macht ihn wahrscheinlich so gelungen. Nicht jeder Tag muss komplett durchgetaktet sein. Manchmal reicht es völlig aus, die richtigen Dinge zu erledigen und sich zwischendurch daran zu erinnern, dass Freitag durchaus auch einmal Samstag sein darf.
Und morgen wartet dann das Munzee-Event. Bis dahin gilt: PC aus, Füße hoch und einen schönen „Freitagssamstagabend“ genießen.
Donnerstag, 11. Juni 2026
11.6.2026: Der Tag, an dem die To-do-Liste ausnahmsweise privat war
Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen schon morgens feststand: Keine geschäftlichen Termine. Kein Büro in Grevenmacher, keine Videokonferenzen, keine kurzfristigen E-Mails mit „Hast du das schon gesehen?“, keine Hotelzimmer mit zweifelhafter Schlafqualität. Und trotzdem wurde der Tag keineswegs vertrödelt.
Einigermaßen früh ging es aus dem Bett. Nach einem kurzen Frühstück stand direkt die erste vernünftige Entscheidung des Tages an: Sportstudio statt Sofa. Dort wurde eine ordentliche Runde Fahrrad gefahren, dazu das übliche Programm mit verschiedenen Übungen. Ein wirklich guter Start in den Tag also. Gerade wenn beruflich einmal keine festen Termine im Kalender stehen, ist so eine Sporteinheit ideal. Man hat direkt das Gefühl, schon etwas geschafft zu haben, während andere vielleicht noch überlegen, ob sie die Kaffeemaschine einschalten sollen.
Auf dem Rückweg wurde dann noch ein kurzer Zwischenstopp bei Lidl eingelegt. Schließlich lebt niemand von Hanteln und Heimprojekten allein. Also noch die Einkäufe für das Wochenende erledigt und damit gleich einen weiteren Punkt von der Liste gestrichen. Solche Besorgungen wirken oft nebensächlich, sorgen aber dafür, dass das Wochenende später deutlich entspannter verläuft.
Wieder zu Hause angekommen gab es dann erst einmal einen schönen Kaffee. Das ist ohnehin eine kleine Kunst: nicht einfach Kaffee trinken, sondern bewusst einen Moment daraus machen. Und anschließend folgte die inzwischen fast traditionelle Kombination aus kurzer Ruhepause und Podcast. Eine halbe Stunde liegen, zuhören und einfach einmal nichts müssen. Das klingt nicht nur angenehm – das ist es offensichtlich auch.
Der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen der privaten Projekte. Und auch wenn keine geschäftlichen Themen auf dem Programm stehen, bedeutet das keineswegs Untätigkeit. Bücher wollen aktualisiert werden, Podcasts hochgeladen. Das sind zwar keine klassischen Büroaufgaben, aber trotzdem Dinge, die Konzentration und Zeit benötigen. Gleichzeitig sind es genau die Projekte, die besonders viel Freude machen, weil sie unmittelbar mit den eigenen Interessen verbunden sind.
Und heute Abend wartet dann noch Fußball. Die Weltmeisterschaft beginnt, und damit startet wieder diese besondere Zeit, in der plötzlich Spielpläne wichtiger werden als Wetterberichte und jeder zweite Satz mit „Hast du das Spiel gestern gesehen?“ beginnt. Mal sehen, welche Überraschungen, Dramen und Diskussionen die kommenden Wochen bereithalten. Erfahrungsgemäß wird es genug Gesprächsstoff geben – unabhängig davon, ob die eigene Mannschaft gewinnt oder nicht.
War der Tag produktiv?
Auf jeden Fall. Vielleicht sogar besonders produktiv, gerade weil der berufliche Druck einmal außen vor blieb. Sport gemacht, eingekauft, bewusst regeneriert und den Nachmittag den eigenen Projekten gewidmet. Das ist eine andere Form von Produktivität – eine, die weniger von Terminen und mehr von eigenen Prioritäten bestimmt wird.
Und genau solche Tage braucht es manchmal: morgens aktiv, mittags entspannt, nachmittags kreativ und abends Fußball. Viel ausgewogener wird ein Tag eigentlich nicht.
Mittwoch, 10. Juni 2026
10.6.2026: Der Tag, an dem die Erbschaft wieder gewann – aber die Currywurst auch
Heute war wieder einer dieser Tage, die von außen vielleicht unscheinbar wirken, bei denen man abends aber feststellt: Da ist eigentlich eine ganze Menge passiert.
Der Start in den Tag begann direkt mit einem Webinar. Inhaltlich gab es offenbar keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse. Das ist ja manchmal auch ganz angenehm. Nicht jede Veranstaltung muss das berufliche Weltbild erschüttern. Manchmal reicht es völlig aus, festzustellen, dass man auf dem aktuellen Stand ist und sich nicht plötzlich mit zehn neuen Fachbegriffen oder fünf zusätzlichen Projekten auseinandersetzen muss. Insofern konnte das Webinar entspannt nebenherlaufen und erfüllte vor allem seinen Bildungsauftrag.
Danach ging es an die Post – und anschließend direkt wieder an das inzwischen wohl vertrauteste Dauerthema der letzten Monate: die Erbschaftsabwicklung. Zwei Stunden wurden erneut investiert. Und investiert ist hier vermutlich das richtige Wort, denn diese Zeit verschwindet nicht einfach. Sie bringt zwar selten unmittelbare Erfolgserlebnisse mit sich, aber jeder erledigte Brief, jedes eingereichte Dokument und jede geklärte Rückfrage bringt das Ganze ein Stück weiter. Trotzdem bleibt der Eindruck bestehen, dass Erbschaftsangelegenheiten ihre eigene Zeitrechnung besitzen und deutsche Bürokratie gerne in Etappen denkt.
Mittags stand dann ein deutlich spannenderer Termin an: ein Call mit einer Trendforscherin. Gemeinsam wird an einem geschäftlichen Projekt gearbeitet, das Mitte Juli weitergeht. Das klingt nach einer dieser Begegnungen, bei denen man den Blick bewusst nach vorne richtet – weg von Formularen und Nachweisen hin zu Fragen wie: Was kommt als Nächstes? Welche Entwicklungen werden relevant? Und wie lassen sich daraus konkrete Ideen und Projekte ableiten? Nach zwei Stunden Erbschaft dürfte das eine durchaus willkommene gedankliche Abwechslung gewesen sein.
Der Nachmittag stand dann wieder im Zeichen der Texte. Beiträge für eine Zeitschrift wurden fertiggestellt und abgegeben. Auch das ist ein Punkt, den man ruhig würdigen darf. Texte entstehen schließlich nicht einfach nebenbei. Sie müssen recherchiert, formuliert, überarbeitet und termingerecht abgegeben werden. Dass dieser Punkt heute von der Liste verschwunden ist, dürfte für eine gewisse innere Zufriedenheit sorgen.
Anschließend ging es direkt weiter mit den Buchprojekten. Auch hier zeigt sich wieder ein Muster: Selbst an Tagen, die bereits gut gefüllt sind, wird an den eigenen Projekten weitergearbeitet. Bücher schreiben und veröffentlichen scheint inzwischen weniger eine einzelne Tätigkeit als vielmehr ein dauerhafter Begleiter des Alltags zu sein.
Und jetzt wartet die wohlverdiente Belohnung des Tages.D ie restlichen Currywürste und Fritten von gestern. Normalerweise spricht man bei Resten eher von pragmatischer Verwertung. Aber Currywurst und Fritten gehören zu den wenigen Gerichten, die auch am zweiten Tag noch das Potenzial haben, Freude auszulösen. Vor allem dann, wenn man zuvor Webinar, Erbschaft, Trendforschung, Zeitschriftentexte und Buchprojekte unter einen Hut gebracht hat.
War der Tag produktiv? Ganz eindeutig: ja. Ein Webinar absolviert, die Post erledigt, zwei Stunden in die Erbschaft investiert, ein spannendes Projekt mit einer Trendforscherin vorangetrieben, Texte abgegeben und an Büchern gearbeitet. Das ist kein Tag, der durch große Dramatik glänzt, sondern durch konsequentes Vorankommen.
Und manchmal sind genau das die besten Tage: keine spektakulären Durchbrüche, aber viele kleine Schritte, die zusammen eine ziemlich beeindruckende Strecke ergeben.
Jetzt dürfen Currywurst und Fritten übernehmen. Schließlich muss Produktivität auch ordentlich gefeiert werden.
Dienstag, 9. Juni 2026
9.6.2026: Der Tag, an dem ELSTER fast gewann – aber nur fast
Heute war definitiv einer dieser Tage, die auf den ersten Blick völlig unspektakulär wirken, bei denen man abends aber erschöpft auf dem Sofa sitzt und denkt: „Das war anstrengender als ein halber Arbeitstag im Büro.“
Der Gegner des Tages hieß nämlich nicht Autobahn, Hotelbett oder DORA-Richtlinie, sondern: die Steuererklärung 2024.
Und jeder, der schon einmal versucht hat, eine Steuererklärung in ELSTER fertigzustellen, weiß, dass es sich dabei nicht um einen simplen Verwaltungsakt handelt, sondern eher um eine Mischung aus Escape Room, Geduldsspiel und Detektivarbeit. Der Tag begann vermutlich mit der festen Überzeugung: „Das mache ich jetzt eben schnell fertig.“ Wenige Stunden später diskutiert man dann mit kryptischen Fehlermeldungen darüber, warum irgendein Feld zwar korrekt ausgefüllt wurde, aber offenbar dennoch nicht korrekt genug ist.
Fehlermeldung folgt auf Fehlermeldung. Man korrigiert etwas, nur damit an anderer Stelle plötzlich ein neues Problem auftaucht. Man beginnt an sich selbst zu zweifeln, überprüft zum dritten Mal dieselbe Anlage und stellt sich irgendwann die philosophische Frage, ob Steuern vielleicht nur ein soziales Experiment zur Messung menschlicher Belastbarkeit sind.
Aber – und das ist die entscheidende Nachricht des Tages – es hat geklappt.
Die Steuererklärung 2024 wurde abgegeben.
Damit ist ein Projekt abgeschlossen, das vermutlich schon seit Wochen oder Monaten im Hinterkopf herumgegeistert ist. Allein das sorgt für ein enormes Gefühl der Erleichterung. Denn es gibt Aufgaben, die nicht unbedingt schwierig sind, die aber permanent geistige Kapazität blockieren. Die Steuererklärung gehört eindeutig in diese Kategorie.
Zwischendurch gab es noch eine geschäftliche Videokonferenz. Glücklicherweise offenbar eine von der angenehmen Sorte: wenig Aufregung, keine großen zusätzlichen To-dos, keine spontanen Eskalationen. Sozusagen die Büroversion eines ruhigen Sees – man nimmt teil, bringt seine Punkte ein und kommt hinterher nicht mit einer verdoppelten Aufgabenliste heraus.
Der eigentliche Triumphmoment des Tages wartet jetzt aber auf dem Teller.
Currywurst mit Fritten.
Und ehrlich gesagt könnte die Belohnung kaum passender sein.
Nach einem Tag voller Steuerformulare, ELSTER-Meldungen und dem Gefühl, kurz davor zu sein, den Laptop aus dem Fenster zu werfen, braucht es keine Quinoa-Bowl mit Chiasamen. Es braucht etwas Ehrliches. Etwas Bodenständiges. Etwas, das sagt: „Du hast heute genug geleistet.“
Currywurst mit Fritten ist in diesem Zusammenhang weniger ein Abendessen als eine offizielle Auszeichnung für besondere Verdienste im Bereich der deutschen Steuerbürokratie.
War der Tag produktiv?
Absolut.
Die Steuererklärung 2024 ist erledigt. Das allein reicht schon aus, um diesem Tag einen goldenen Stern in der persönlichen Produktivitätsbilanz zu verleihen. Dazu noch die Videokonferenz ohne größeren Nachhall – und damit darf der Arbeitsteil des Tages offiziell beendet werden.
Jetzt heißt es: Currywurst. Fritten. Durchatmen.
Und die beruhigende Gewissheit, dass die nächste Steuererklärung erst wieder in ungefähr einem Jahr anklopft. Bis dahin darf ELSTER gerne schweigen.
Montag, 8. Juni 2026
8.6.2026: Der Tag, an dem die To-do-Liste improvisierte und der Zahnarzt eigene Pläne hatte
Heute war einer dieser Tage, die morgens eher nach gemütlichem Sonntag aussahen und sich dann im Laufe des Tages heimlich in eine Mischung aus Organisation, Büroalltag, Erbschaftsverwaltung und Zahnarztbesuch verwandelten. Nicht spektakulär, nicht weltbewegend, aber durchaus arbeitsreich – nur eben auf eine andere Art, als man es morgens vielleicht erwartet hätte.
Der Tag begann zunächst einmal mit länger schlafen. Nach den letzten Wochen voller Bürofahrten, Hotelnächte, Übergaben, Podcasts, Erbschaftsunterlagen und Autobahnerlebnisse war das wahrscheinlich auch nötig. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann mit Kerstin einkaufen. Eigentlich ein überschaubarer Programmpunkt. Eigentlich. Denn kaum ist man unterwegs und denkt, man hätte den Tag halbwegs im Griff, klingelt das Telefon.
Der Kollege meldete sich mit der freundlichen Frage, ob die E-Mails schon geprüft worden seien. Das ist beruflich ungefähr das Äquivalent zu „Hast du kurz Zeit?“ – man weiß sofort, dass die nächsten Minuten anders verlaufen werden als geplant. Also wurden kurzfristig Termine umdisponiert und organisatorische Themen neu sortiert. Immerhin konnte das direkt geklärt werden und musste nicht tagelang im Hinterkopf herumspuken.
Wieder zu Hause angekommen ging es dann weiter mit einigen geschäftlichen Themen. Nichts Spektakuläres, aber genau diese Sorte Arbeit, die dafür sorgt, dass Projekte vorankommen, E-Mails beantwortet werden und man nicht am nächsten Morgen auf eine noch längere Liste schaut.
Der Nachmittag brachte dann den Zahnarzttermin. Und wie so oft bei Zahnärzten verlief die Geschichte nicht ganz so, wie man sie sich vorher vorgestellt hatte. In Ihrer Vorstellung war das offenbar ein Termin der Kategorie „alles gut, bis nächstes Jahr“. Der Zahnarzt hatte allerdings einen etwas anderen Drehbuchautor. Die Zähne wurden noch einmal gereinigt, genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass doch etwas gemacht werden muss. Das ist immer dieser Moment, in dem man die Praxis betritt mit dem Gefühl „Routinekontrolle“ und sie mit einem zukünftigen Terminplan wieder verlässt.
Auf dem Weg dorthin gab es noch einen kurzen Zwischenstopp beim Notar. Die Hoffnung war klar: Vielleicht liegen die Grundbucheinträge inzwischen vor. Die Realität war dagegen typisch für Erbschaftsangelegenheiten. Natürlich lagen sie nicht vor. Warum auch einfach, wenn es kompliziert geht? Der Grund: Es existiert nur ein Erbschein im Original. Also beginnt nun die nächste kleine Suchaktion nach einem Dokument, das selbstverständlich genau dann gebraucht wird, wenn man gerade überzeugt war, alles zusammen zu haben. Die Erbschaftsabwicklung bleibt damit ihrer Linie treu: Kaum ist ein Punkt erledigt, erscheint der nächste am Horizont.
Zum Glück gab es danach noch einen deutlich angenehmeren Programmpunkt. Sport. 60 Minuten Fahrradfahren, etwas Bewegung, etwas Abstand von Zahnarzt, Notar und E-Mail-Themen. Nach einem solchen Tag dürfte das genau die richtige Therapie gewesen sein. Einfach treten, schwitzen und den Kopf einmal nicht mit Formularen oder Terminen beschäftigen.
Jetzt wartet das Abendessen, was nach Zahnarzt, Notar und Sport vermutlich mehr als verdient ist. Und danach die Apple WWDC. Auch das passt eigentlich gut zu diesem Tag. Nach all den analogen Herausforderungen – Originaldokumente, Grundbucheinträge, Zahnarzttermine – darf es abends ruhig etwas Technologie, Innovation und digitale Zukunft geben.
War der Tag produktiv? Ja, auch wenn er sich vielleicht nicht so angefühlt hat. Es wurden Einkäufe erledigt, geschäftliche Themen bearbeitet, Termine koordiniert, ein Zahnarztbesuch absolviert, die Erbschaftsangelegenheit weiter verfolgt und sogar noch Sport gemacht. Es war kein Tag der großen Durchbrüche, sondern eher einer der vielen kleinen Schritte. Aber oft sind genau diese Tage die, die das Leben tatsächlich voranbringen – auch wenn sie im Moment selbst etwas chaotischer wirken als geplant.
Und jetzt darf Apple übernehmen. Vielleicht präsentieren sie heute etwas, das einfacher funktioniert als deutsche Erbschaftsverfahren.
Sonntag, 7. Juni 2026
7.6.2026: Sonntag im Zeichen des Erledigens: Zwischen Steuer, Büchern und Aufstiegsträumen
Es gibt Sonntage, da hängt man herum, schaut in den Kühlschrank, als würde sich dort plötzlich ein Lebensplan materialisieren, und erklärt den Tag spätestens um 15 Uhr offiziell für verloren. Und dann gibt es Sonntage wie diesen: produktiv, zielstrebig und mit einer To-do-Liste, die tatsächlich nicht nur dekorativ auf dem Tisch lag, sondern ernsthaft bearbeitet wurde.
Bücher fertig machen, Steuererklärung vorantreiben, dies erledigen, das erledigen – kurz gesagt: ein Sonntag, an dem man sich selbst beinahe unangenehm vernünftig vorkommt. Während andere vielleicht noch darüber nachdenken, ob man „nur kurz“ auf dem Sofa einschlafen kann, ohne dass es als Mittagsschlaf zählt, wurde hier gearbeitet, sortiert, vorbereitet und abgehakt. Ein Tag also, an dem der innere Schweinehund nicht besiegt, sondern vermutlich direkt zur Mithilfe eingeteilt wurde.
Besonders die Steuererklärung ist ja ein Thema für sich. Sie liegt selten einfach nur herum. Sie strahlt. Sie beobachtet einen. Sie wartet. Und sie schafft es, selbst aus der hintersten Ecke des Schreibtisches ein schlechtes Gewissen zu erzeugen. Wenn man sie dann tatsächlich vorantreibt, ist das kein kleiner Erfolg, sondern ein zivilisatorischer Meilenstein. Man möchte fast eine Urkunde ausstellen: „Hat sich freiwillig mit Belegen beschäftigt und ist dabei nicht komplett verzweifelt.“
Auch die Bücher wollten fertig gemacht werden. Das klingt zunächst harmlos, ist aber vermutlich ebenfalls eine jener Aufgaben, bei denen man vorher denkt: „Ach, das geht schnell.“ Drei Stunden später kennt man dann jedes Detail, hat fünf neue Nebenbaustellen entdeckt und fragt sich, warum Papier, Dateien und offene Punkte grundsätzlich Rudeltiere sind.
Doch der Sonntag hatte nicht nur Pflichten im Programm, sondern auch Sport. Und da wurde es erfreulich: Der Bergische HC gewinnt und beendet die Saison als 13. Platz. Gut so. Man muss nicht immer Meister werden, manchmal ist ein ordentlicher Abschluss genau das, was die Nerven brauchen. Ein Sieg zum Schluss fühlt sich jedenfalls deutlich besser an als ein sportliches „Naja, war bemüht“. Der BHC hat also geliefert, und das passt hervorragend zu einem Tag, an dem ohnehin einiges erledigt wurde.
Und dann wäre da noch der Fußball. Der VfB Hilden steht vor dem Aufstieg in die 4. Liga. Das ist nicht einfach nur eine sportliche Randnotiz, das ist Stoff für lokale Gänsehaut. Hilden in der Regionalliga – das klingt nach neuen Gegnern, neuen Geschichten und nach der schönen Möglichkeit, dass man künftig auf Fußballplätzen steht und sagt: „Damals, als das alles noch kleiner war …“
Besonders reizvoll wird es, weil dort im nächsten Jahr auch der Bonner SC warten könnte, der alte Jugendverein. Da bekommt der Spielplan plötzlich persönliche Würze. Aus einem normalen Ligaspiel wird dann ein kleines Klassentreffen mit Ball, Bratwurst und erhöhtem Puls. Man verfolgt nicht einfach ein Spiel, man begegnet der eigenen Fußballvergangenheit. Nur dass diesmal hoffentlich Hilden jubelt.
So war dieser Sonntag am Ende eine erstaunlich gelungene Mischung: Belege, Bücher, Bewegung im Kopf, Handballfreude und Fußballhoffnung. Kein spektakulärer Tag im klassischen Sinne, aber einer von denen, die sich abends richtig gut anfühlen. Weil man etwas geschafft hat. Weil der Verein gewonnen hat. Weil der VfB Hilden vielleicht vor einem großen Schritt steht. Und weil man sich für einen kurzen Moment einbilden darf, das eigene Leben sei hervorragend organisiert.
Morgen sieht der Schreibtisch vielleicht wieder anders aus. Aber heute gilt: erledigt ist erledigt. Und das ist manchmal fast so schön wie ein Aufstieg.
Samstag, 6. Juni 2026
6.6.2026: Der Tag, an dem 80 Prozent Schlafqualität schon fast Luxus waren
Heute begann der Tag mit einer erfreulichen Nachricht aus der Welt der Schlafstatistik: 80 Prozent Schlafqualität. Nach den letzten Hotelnächten mit Werten zwischen „technisch überstanden“ und „medizinisch interessant“ fühlt sich das fast schon wie ein Wellnesswochenende an. Es zeigt wieder einmal, dass das eigene Bett und Sie deutlich besser miteinander harmonieren als jedes Hotelzimmer zwischen Luxemburg und Grevenmacher.
Entsprechend ging es auch relativ früh aus den Federn. Und das war eine gute Entscheidung, denn bevor der Regen seine Pläne umsetzen konnte, stand erst einmal die obligatorische Fahrradrunde um die Seen auf dem Programm. Unterbacher See und Elbsee entwickeln sich inzwischen zu festen Konstanten im Wochenrhythmus. Die Kombination aus frischer Luft, Bewegung und Wasser scheint einfach zu gut zu funktionieren, um darauf zu verzichten. Und diesmal gab es sogar einen praktischen Zusatznutzen: Auf dem Rückweg wurden direkt Brötchen eingesammelt. Effizienter kann man eine Fahrradtour kaum gestalten. Bewegung, Natur und Frühstücksbeschaffung in einem Arbeitsgang.
Danach folgte ein leckeres Frühstück, vermutlich mit deutlich mehr Genuss als an den letzten Hotelfrühstücken. Nicht weil diese schlecht gewesen wären – im Gegenteil –, sondern weil Frühstück zu Hause einfach eine andere Qualität hat. Keine fremden Tische, keine Geschäftsreisenden mit Rollkoffern und keine Uhr, die bereits auf die nächste Besprechung zeigt.
Anschließend kam die inzwischen fest etablierte Disziplin „Podcast-Ruhephase“. Eine Stunde ruhen, Podcast hören und dabei irgendwo zwischen Aufmerksamkeit und leichter Tiefenentspannung pendeln. Nach der Fahrradtour und dem Frühstück war das vermutlich genau die richtige Mischung aus Regeneration und Unterhaltung.
Der Nachmittag stand dann im Zeichen der Aufarbeitung. Die Post der letzten Tage musste erledigt werden. Das klingt zunächst nicht besonders aufregend, aber nach mehreren Bürotagen, Dienstreisen und einer Vielzahl anderer Themen sammelt sich da oft einiges an. Briefe, Unterlagen, Mitteilungen und vermutlich auch die eine oder andere Angelegenheit, die dringend bearbeitet werden wollte. Solche Aufgaben sind selten spektakulär, aber sie erzeugen ein ausgesprochen angenehmes Gefühl, wenn sie erledigt sind.
Und jetzt geht es in den Fußballteil des Tages. Zunächst die Pokalauslosung – immer ein kleiner Moment zwischen Hoffnung, Vorfreude und der Frage, welche Mannschaft diesmal die undankbare Auswärtsfahrt am anderen Ende der Republik ziehen wird. Für Bayer 04 beginnt damit bereits wieder ein neues Kapitel der nächsten Saison.
Danach wartet das Länderspiel. Damit ist der heutige Abend eindeutig als Fußballabend klassifiziert. Sofa, Fernseher, vielleicht ein Getränk in Reichweite und die Gewissheit, dass heute keine Hotelanreise, keine Politiken, keine Erbschaftsunterlagen und keine Übergabedokumente mehr auf dem Programm stehen.
War der Tag produktiv? Ja, allerdings in der angenehmen Wochenendvariante. Sport gemacht, Frühstück organisiert, Post abgearbeitet und dabei genügend Zeit für Erholung gefunden. Genau die richtige Mischung nach den Bürotagen in Luxemburg. Und mit 80 Prozent Schlafqualität war heute sogar die wichtigste Grundlage vorhanden: ein Körper, der endlich einmal nicht schon morgens mit dem Hotelbett diskutieren musste.
Jetzt darf der Fußball übernehmen.
Freitag, 5. Juni 2026
5.6.2026: Der Tag, an dem die Schlafqualität versagte und das Frühstück retten musste
Der Tag begann heute mit einem alten Bekannten: der Hotelnacht. Und wie so oft war die Beziehung zwischen Ihnen und dem Hotelbett eher von höflicher Distanz als von echter Harmonie geprägt. 60 Prozent Schlafqualität sind wieder einmal ein Wert aus der Kategorie „technisch geschlafen“. Der Körper war zwar im Bett, aber offenbar nicht vollständig überzeugt, dass dort tatsächlich Erholung stattfinden sollte. Immerhin hat das Hotel seine inzwischen bewährte Rolle übernommen: Wenn die Nacht enttäuscht, muss das Frühstück liefern. Und das hat es offenbar wieder getan. Langsam entsteht der Eindruck, dass die Hotels in Luxemburg eine unausgesprochene Vereinbarung haben: schlechte Nächte gegen gutes Frühstück.
Danach ging es ins Büro, wo heute ein besonderer Tag anstand. Der letzte Arbeitstag Ihrer Kollegin vor dem Mutterschutz. Solche Tage haben immer eine etwas eigene Stimmung. Einerseits gibt es noch jede Menge offene Punkte, Abstimmungen und Übergaben, andererseits schwingt auch Vorfreude mit, weil für die Kollegin nun ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnt.
Entsprechend war der Tag geprägt von vielen To-dos und Teamabstimmungen. Verantwortlichkeiten wurden vermutlich noch einmal geklärt, offene Fragen beantwortet, Dokumente übergeben und letzte organisatorische Fäden zusammengeführt. Das ist die Art von Arbeit, die auf den ersten Blick unspektakulär wirkt, aber später darüber entscheidet, ob alles reibungslos läuft oder ob in zwei Wochen jemand ratlos vor einer Aufgabe sitzt und fragt: „Wer macht das jetzt eigentlich?“
Unterbrochen wurde das Ganze durch ein gemeinsames Mittagessen, was an so einem Tag natürlich dazugehört. Abschiedsessen vor dem Mutterschutz haben eine andere Atmosphäre als gewöhnliche Mittagspausen. Es wird nicht nur gegessen, sondern auch ein bisschen Bilanz gezogen, gelacht, gute Wünsche ausgesprochen und vielleicht die eine oder andere Geschichte aus dem Büroalltag hervorgeholt. Dass das Essen lecker war, passt dazu – solche Anlässe verdienen schließlich mehr als ein schnelles Sandwich am Schreibtisch.
Und jetzt wartet der letzte Programmpunkt des Tages: die Heimfahrt. Nach zwei Tagen Büro in Grävenmacher geht es endlich wieder Richtung Zuhause. Die große Hoffnung lautet dabei natürlich, dass die Autobahn heute nicht beschlossen hat, den gestrigen Feiertag kollektiv nachzuholen. Nach Feiertagen entwickeln Straßen ja manchmal ein Eigenleben, weil plötzlich alle gleichzeitig unterwegs sind und offenbar dieselbe Idee haben.
Wenn die Fahrt halbwegs störungsfrei verläuft, dürfte heute Abend vor allem eines auf dem Programm stehen: ankommen. Kein Hotelzimmer, kein Koffer, kein Frühstücksbuffet am nächsten Morgen, sondern das eigene Zuhause. Und allein dieser Gedanke dürfte nach einer weiteren Hotelnacht mit 60 Prozent Schlafqualität schon ziemlich verlockend wirken.
War der Tag produktiv? Definitiv. Trotz mäßiger Nacht wurde ein wichtiger Übergabetag erfolgreich gemeistert. Viele Abstimmungen, Teamorganisation, gemeinsames Mittagessen und die letzten Vorbereitungen vor dem Mutterschutz Ihrer Kollegin. Das sind keine spektakulären Aufgaben, aber wichtige. Und manchmal sind genau diese Tage die entscheidenden, weil sie dafür sorgen, dass andere später deutlich entspannter arbeiten können.
Jetzt bleibt nur noch die Autobahnprüfung. Sollte die Strecke heute mitspielen, endet der Tag dort, wo er nach zwei Luxemburgtagen hingehört: zu Hause, ohne Hotelzimmer und hoffentlich mit deutlich mehr als 60 Prozent Schlafqualität in Aussicht.
Donnerstag, 4. Juni 2026
4.6.2026: Der Feiertag, an dem die Autobahn Urlaub machte
Heute war zwar Feiertag, aber nur für einen Teil der Bevölkerung. Für Sie war es ein ganz normaler Bürotag in Grevenmacher – mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Autobahn heute ausnahmsweise einmal beschlossen hatte, kooperativ zu sein. Keine Pendlerkolonnen, keine LKW-Karawanen, keine spontanen Bremslichtfestivals vor Leverkusen. Stattdessen freie Fahrt und eine Reisezeit von etwas mehr als zwei Stunden. Für jemanden, der in den letzten Wochen mehrfach dreieinhalb Stunden für dieselbe Strecke benötigt hat, dürfte das fast wie Teleportation gewirkt haben.
So waren Sie ungewöhnlich entspannt und früh im Büro. Dort stand heute allerdings weniger das Tagesgeschäft im Mittelpunkt als vielmehr die Vorbereitung auf die bevorstehende Abwesenheit Ihrer Kollegin. Morgen ist ihr letzter Arbeitstag vor dem Mutterschaftsurlaub, und entsprechend drehte sich heute vieles um Übergaben, Zuständigkeiten und die Frage, wer künftig welche Aufgaben übernimmt. Solche Tage sind oft weniger spektakulär als klassische Projekttage, aber enorm wichtig. Schließlich sollen in den kommenden Monaten möglichst wenige Dinge plötzlich mit der Frage beginnen: „Weiß eigentlich jemand, wer das jetzt macht?“
Mittags hatte die Kollegin dann zum Essen eingeladen – eine schöne Geste zum Abschluss ihrer Zeit vor dem Mutterschaftsurlaub. Geholt wurde Pizza aus einer Pizzeria vor Ort, und offenbar hat sich die Wahl gelohnt. Pizza hat ohnehin die seltene Fähigkeit, nahezu jede Bürostimmung zu verbessern. Zwischen Übergabeplänen, Zuständigkeitslisten und organisatorischen Fragen sorgt sie zuverlässig dafür, dass alle Beteiligten zumindest für eine halbe Stunde an angenehmere Dinge denken.
Der Nachmittag verging dann weiter mit Abstimmungen und Übergabethemen. Wahrscheinlich wurde dokumentiert, erklärt, verteilt und priorisiert, damit die kommenden Monate möglichst reibungslos verlaufen. Das ist zwar keine Arbeit, die später große Schlagzeilen macht, aber genau die Art von Vorbereitung, die verhindert, dass später Chaos entsteht.
Trotzdem ging es pünktlich ins Hotel. Und wie inzwischen fast schon ritualisiert, begann der Hotelabend zunächst mit dem Auspacken des Koffers und anschließend einer Stunde auf dem Fahrrad im Fitnessstudio. Nach einem langen Bürotag und vielen Gesprächen ist das vermutlich die perfekte Methode, um den Kopf wieder freizubekommen. Außerdem dürfte die körperliche Bewegung helfen, den Tag vom Hotelzimmer aus nicht komplett im Sitzen ausklingen zu lassen.
Währenddessen hat draußen offenbar ein ordentliches Unwetter die Bühne übernommen. Regen, Gewitter und dunkle Wolken wirken allerdings deutlich weniger dramatisch, wenn man bereits sicher im Hotelzimmer sitzt. Von dort aus lässt sich schlechtes Wetter erstaunlich entspannt betrachten. Es hat sogar etwas Gemütliches: draußen tobt das Wetter, drinnen herrscht Ruhe.
Und genau diese Ruhe scheint jetzt das Programm für den Rest des Abends zu sein. Noch einiges lesen, vielleicht ein wenig abschalten und heute bewusst nicht zu spät ins Bett gehen. Wobei die Erfahrung der letzten Hotelaufenthalte natürlich zeigt, dass frühes Schlafengehen und gute Schlafqualität leider zwei unterschiedliche Disziplinen sind. Aber zumindest die Voraussetzungen werden heute geschaffen.
War der Tag produktiv? Auf jeden Fall. Eine entspannte Anreise, wichtige Übergabethemen vorbereitet, gemeinsam mit der Kollegin die letzten offenen Punkte sortiert, Sport gemacht und jetzt noch Zeit zum Lesen. Das war kein Tag für große Projekte oder neue Strategien, sondern ein Tag der Vorbereitung und Organisation. Und genau solche Tage sorgen oft dafür, dass die kommenden Wochen deutlich reibungsloser laufen.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass das Hotelzimmer heute Nacht etwas kooperativer ist als zuletzt. Die Autobahn hat ihren Teil jedenfalls bereits erfüllt.
Mittwoch, 3. Juni 2026
3.6.2026: Der Mittwoch, an dem das Fahrrad gegen die Erbschaft verlor
Heute begann der Tag zunächst einmal ganz im üblichen Mittwochsmodus: etwas länger schlafen. Schließlich war kein früher Bürostart nötig, keine Autobahn nach Luxemburg und auch keine Hotelnacht mit anschließendem Frühstücksrettungsprogramm. Eigentlich war sogar eine Fahrradtour geplant. Der Plan war durchaus vernünftig: vor der Podcastaufzeichnung noch eine Runde Bewegung, frische Luft und ein paar Kilometer sammeln.
Doch dann kam der Wetterbericht ins Spiel. Und Wetterberichte haben eine bemerkenswerte Fähigkeit: Sie schaffen es manchmal, Menschen vom Fahrrad fernzuhalten, obwohl später gar nichts passiert. Also blieb das Fahrrad stehen und stattdessen wurde die gewonnene Zeit genutzt, um sich weiter durch die Erbschaftsangelegenheiten zu arbeiten. Inzwischen erinnert dieses Thema ein wenig an eine sehr lange Wanderung durch einen Aktenordnerwald. Kaum glaubt man, einen Abschnitt geschafft zu haben, taucht hinter der nächsten Kurve ein weiteres Formular, eine weitere Rückfrage oder ein weiteres Dokument auf. Aber immerhin scheint es kontinuierlich voranzugehen, und jeder erledigte Schritt bringt etwas mehr Ordnung in die Angelegenheit.
Mittags stand dann die Podcastaufnahme für die DVFA an. Wieder einer dieser Termine, die von außen nach einem lockeren Gespräch klingen, hinter denen aber meistens eine ganze Menge Vorbereitung, Struktur und Nachbereitung steckt. Die Folge soll Mitte Juni erscheinen, also ist jetzt die Produktionsphase in vollem Gange. Und wenn die Aufnahme im Kasten ist, fällt meistens schon einmal ein großer Stein vom organisatorischen Herzen.
Danach gab es erst einmal Mittagessen. Und zwar nicht irgendein Mittagessen, sondern ein Holzfällersteak. Schon der Name klingt ja nach einem Gericht, das keine halben Sachen macht. Nach Erbschaftsunterlagen und Podcastaufzeichnung dürfte das genau die richtige Stärkung gewesen sein. Manchmal braucht ein Arbeitstag keine leichte Salatnote, sondern etwas, das klingt, als könne es auch einen Baumstamm zersägen.
Der Nachmittag gehört dann wieder der künstlichen Intelligenz. Genauer gesagt dem Optimieren von Prompts und dem Ausarbeiten geschäftlicher Use Cases. Das ist inzwischen fast eine eigene Arbeitsdisziplin geworden. Die spannende Frage lautet ja längst nicht mehr, ob KI genutzt wird, sondern wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann. Gute Prompts sind dabei ein bisschen wie gute Fragen in einem Interview: Je besser sie formuliert sind, desto wertvoller werden die Antworten. Wenn daraus später konkrete Anwendungsfälle für Analyse, Reporting, Compliance oder andere Bereiche entstehen, dann ist das Zeit, die sich mehrfach auszahlen dürfte.
Währenddessen ist Kerstin nach Leverkusen gefahren und bleibt dort über Nacht, damit die Kinder nicht alleine sind. Das bedeutet heute Abend vermutlich ungewohnte Ruhe zu Hause. Keine gemeinsame Abendplanung, kein Austausch über den Tag, sondern eher ein Soloabend mit etwas mehr Platz auf dem Sofa und etwas weniger Diskussion darüber, was im Fernsehen laufen soll.
Allerdings wird es auch kein völlig freier Abend. Denn der Koffer wartet bereits. Morgen geht es wieder nach Grävenmacher, und zwar trotz Feiertag. Das zeigt schon, dass die nächsten beiden Tage keine gewöhnlichen Bürotage werden. Die Kollegin hat am Freitag ihren letzten Arbeitstag vor dem Mutterschaftsurlaub, und deshalb müssen noch einige Themen geordnet, übergeben und vorbereitet werden. Solche Übergangsphasen erzeugen immer eine besondere Dynamik: Vieles soll noch rechtzeitig abgeschlossen werden, Verantwortlichkeiten werden neu verteilt, Wissen wird übergeben und offene Punkte werden möglichst ausgeräumt.
Damit stehen morgen und Freitag zwei intensive Bürotage bevor. Aber genau deshalb war der heutige Tag wahrscheinlich ganz sinnvoll aufgebaut: etwas länger schlafen, Erbschaftsthemen voranbringen, Podcast aufnehmen, KI-Projekte weiterentwickeln und sich mental schon auf Luxemburg einstellen.
War der Tag produktiv? Ja, durchaus. Das Fahrrad blieb zwar stehen, aber die gewonnene Zeit wurde sinnvoll genutzt. Erbschaftsangelegenheiten bearbeitet, Podcast aufgenommen, KI-Themen weiterentwickelt und die nächsten Arbeitstage vorbereitet. Das war vielleicht kein spektakulärer Mittwoch, aber einer mit vielen kleinen Fortschritten. Und oft sind genau diese Tage die Grundlage dafür, dass die großen Projekte später funktionieren.
Jetzt bleibt nur noch der Koffer als letzter Tagesordnungspunkt. Und dann darf der Abend entscheiden, was er noch mit sich bringt, bevor morgen wieder die bekannte Route Richtung Grevenmacher wartet.
Dienstag, 2. Juni 2026
2.6.2026: Der Tag, an dem zwischen Pediküre, Podcast-Marketing und Reibekuchen kaum Zeit zum Durchatmen blieb
Heute durfte der Tag zunächst noch etwas länger im Bett verweilen. Nach Hochzeitstag, Sekt und einem insgesamt entspannten Wochenstart war das vermutlich genau die richtige Entscheidung. Aber lange hielt die Ruhe nicht an, denn um 11 Uhr stand bereits ein wichtiger Termin im digitalen Kalender: Der neue Podcast ging online.
Und wie das heutzutage so ist, reicht es längst nicht mehr, eine Podcastfolge einfach zu veröffentlichen und darauf zu hoffen, dass das Internet sie schon irgendwie findet. Also ging es direkt an die Vermarktung. LinkedIn, soziale Medien, Ankündigungen, Texte, Bilder und wahrscheinlich die übliche Überlegung, welche Formulierung möglichst viele Menschen dazu bringt, auf „Play“ zu drücken. Die eigentliche Aufnahme ist oft nur die halbe Arbeit. Die andere Hälfte beginnt erst, wenn die Folge veröffentlicht ist.
Danach ging es zu Jenni nach Hochdahl zur Pediküre. Das ist einer dieser Termine, die man vorher vielleicht als kleinen Luxus betrachtet und hinterher als völlig sinnvolle Investition in das eigene Wohlbefinden verbucht. Schließlich tragen die Füße einen zuverlässig durch Autobahnstaus, Bürotage, Fahrradrunden um den Unterbacher See, Hotelgänge und Sportstudioeinheiten. Da darf man ihnen gelegentlich auch etwas Aufmerksamkeit schenken.
Wieder zu Hause angekommen wurde es dann deutlich weniger entspannend und deutlich organisatorischer. Die Erbschaftsabwicklung stand auf dem Programm. Inzwischen zieht sich dieses Thema wie ein roter Faden durch viele Ihrer Wochen. Banken, Unterlagen, Nachweise, Abstimmungen und all die Dinge, die erledigt werden müssen, auch wenn man sie sich nicht unbedingt als Freizeitbeschäftigung ausgesucht hätte. Aber immerhin scheint es Schritt für Schritt voranzugehen, und jeder erledigte Punkt bringt die Angelegenheit ein Stück weiter.
Danach stand noch der Wocheneinkauf an. Das klingt zunächst unspektakulär, gehört aber zu den Dingen, die später den Unterschied machen. Wer einmal mit leerem Kühlschrank am Mittwochabend vor der Frage steht, was eigentlich gegessen werden soll, weiß die Bedeutung eines rechtzeitig erledigten Einkaufs durchaus zu schätzen.
Und jetzt wartet ein kulinarischer Höhepunkt des Tages: Reibekuchen mit Lachs. Das klingt nach einer ausgezeichneten Kombination aus herzhaft, lecker und genau der richtigen Belohnung nach Podcast-Marketing, Pediküre, Erbschaftsorganisation und Einkaufsrunde. Manche Gerichte haben einfach das Talent, einen Tag sofort aufzuwerten.
Allerdings endet der Tag damit noch nicht. Denn gleich geht es schon wieder weiter. Heute Abend steht die Fusionsversammlung der beiden Hildener Sportvereine an. Das ist kein kleiner Termin, sondern ein durchaus bedeutender Abend für den lokalen Sport. Solche Fusionen sind ja nie nur eine organisatorische Entscheidung. Dahinter stehen Traditionen, Vereinsgeschichten, Emotionen, Mitgliederinteressen und natürlich die Hoffnung, gemeinsam stärker aufgestellt zu sein als getrennt. Wahrscheinlich wird es dort Diskussionen, Abstimmungen und jede Menge Meinungen geben – also deutlich mehr Spannung, als man einer Vereinsversammlung auf den ersten Blick zutrauen würde.
War der Tag produktiv? Ohne Frage. Podcast veröffentlicht und vermarktet, einen privaten Termin erledigt, an der Erbschaft weitergearbeitet, den Wocheneinkauf erledigt und jetzt noch eine wichtige Vereinsveranstaltung vor der Brust. Das ist kein Tag, der sich verstecken muss. Und wenn vorher noch Reibekuchen mit Lachs auf dem Teller landen, geht es sogar mit einer ziemlich guten Grundlage in den Abend.
Ein durchaus voller Tag also – nur mit deutlich besserem Essen als bei den meisten Tagesordnungen.
Montag, 1. Juni 2026
1.6.2026: Der Hochzeitstag, an dem der Montag ausschlafen durfte
Heute war Montag, aber keiner von der üblichen Sorte. Kein Weckerduell mit dem Berufsleben, keine Autobahn Richtung Luxemburg, keine Hotelnächte mit fragwürdiger Schlafqualität und keine Meetings, die schon vor dem ersten Kaffee Aufmerksamkeit verlangen. Stattdessen durfte etwas länger geschlafen werden. Das lag nicht nur am freien Kalender, sondern auch daran, dass der Hochzeitstag bereits gestern Nacht offiziell eingeläutet wurde.
Schließlich wurde hineingefeiert. Nach dem Sekt wurde es etwas später im Bett, was an einem Hochzeitstag auch völlig legitim ist. Man feiert schließlich nicht jeden Tag den Jahrestag einer gemeinsamen Lebensreise. Dass heute Morgen deshalb alles etwas entspannter begann, passt perfekt ins Bild.
Das Frühstück fiel eher kurz aus, bevor der Tag dann doch noch etwas Struktur bekam. Während Kerstin bereits früh nach Leverkusen gefahren war, um auf die Enkelkinder aufzupassen, stand für Sie zunächst einmal Sport auf dem Programm. Ein schöner Start in den Tag: Bewegung statt Termindruck. Wahrscheinlich genau die richtige Gegenmaßnahme nach einem späteren Abend und einem Glas Sekt mehr als gewöhnlich.
Danach wurde es wieder ein wenig produktiver. Ein paar geschäftliche Dinge wurden erledigt, einige Bücher weiterbearbeitet und damit zumindest ein Teil des Tages sinnvoll genutzt. Das ist inzwischen fast schon ein vertrautes Muster: Selbst an freien Tagen oder Feiertagen findet sich immer noch etwas, das vorangebracht werden kann. Nicht hektisch, nicht mit Druck, aber doch mit dem angenehmen Gefühl, dass die Projekte Stück für Stück wachsen.
Der eigentliche Mittelpunkt des Tages bleibt aber natürlich der Hochzeitstag selbst. Heute Abend gibt es deshalb noch einmal Sekt. Das Essen wird nachgeholt, was eigentlich eine sehr schöne Lösung ist. Man muss nicht alles auf einen einzigen Tag konzentrieren. Manche Feiern dürfen sich ruhig über mehrere Tage erstrecken, besonders wenn der Kalender entspannt genug dafür ist.
Die Blumen gab es ja bereits gestern. Und offenbar waren das nicht irgendwelche Blumen aus einem Geschäft, sondern ein liebevoll zusammengestellter Strauß aus dem eigenen Garten der Schwiegertochter. Ehrlich gesagt haben solche Blumen oft mehr Charme als jede gekaufte Floristik. Sie sind persönlicher, individueller und erzählen ihre eigene kleine Geschichte. Ein Strauß aus dem eigenen Garten wirkt nicht wie eine Pflichtübung, sondern wie eine echte Aufmerksamkeit.
So ist dieser Montag ein wenig anders als die meisten Montage. Weniger Arbeitswoche, mehr Erinnerungstag. Weniger To-do-Liste, mehr gemeinsamer Rückblick. Ein bisschen Sport, ein bisschen Arbeit, ein bisschen Buchprojekt – aber vor allem ein Tag, an dem die wichtigen Dinge nicht in Outlook stehen.
War der Tag produktiv? Ja, aber auf die angenehme Art. Sport gemacht, einige Dinge erledigt, an Büchern gearbeitet und gleichzeitig Raum für den Hochzeitstag gelassen. Das ist vermutlich genau die richtige Mischung. Und heute Abend darf dann noch einmal mit einem Glas Sekt angestoßen werden – diesmal ganz offiziell und ohne auf die Uhr schauen zu müssen.
Auf den Hochzeitstag, auf die gemeinsamen Jahre und auf einen entspannten Abend zu zweit.
16.7.2026: Der Tag, an dem die Postbank nach einem Jahr endlich nachgab
Heute war ein ruhiger, aber gleichzeitig ziemlich produktiver Donnerstag. Ich habe etwas länger geschlafen als sonst und den Tag mit einem g...
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Wenn man um 9:30 Uhr aufsteht, denkt man ja noch: „Ach, entspannter Tag, ich bin ja Rentner.“ Tja. Um 11 Uhr schon die erste Etappe des Tage...
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Heute mal etwas früher aus den Federn – 8 Uhr! Für Rentnerverhältnisse ist das quasi Morgengrauen mit freiwilligem Weckruf. Kurz gefrühstück...
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Was für eine Nacht. Um 4 Uhr früh ging’s los – und nicht etwa mit Frühstück im Bett, sondern mit Blaulicht-Stimmung. Kerstin ist mit Julia w...