Sonntag, 14. Juni 2026

14.6.2026: Der Sonntag, an dem die Ruhe noch einmal gewinnen durfte

Heute war einer dieser Sonntage, die man ganz bewusst genießen sollte. Denn die nächsten Wochen versprechen bereits jetzt, deutlich hektischer zu werden. Umso wichtiger, noch einmal durchzuatmen, bevor wieder Grevenmacher, Hotelnächte, Meetings, Erbschaftsunterlagen und allerlei Projekte die Tagesordnung bestimmen.

Nach dem Frühstück wurde direkt das trockene Wetter genutzt. Schließlich weiß man im Rheinland nie so genau, wie lange man dem Regen noch entkommen kann. Also ging es auf die inzwischen fast schon traditionelle Fahrradrunde um die Seen. Unterbacher See und Elbsee gehören mittlerweile fest zum persönlichen Wochenendprogramm. Ein bisschen Bewegung, frische Luft und einfach Zeit, den Kopf frei zu bekommen. Genau die richtige Mischung für einen Sonntagmorgen.

Wieder zu Hause stand dann die zweite etablierte Sonntagsdisziplin auf dem Programm: ein wenig ruhen und Podcasts hören. Diese Kombination entwickelt sich langsam zu einer eigenen Lebensphilosophie. Erst Bewegung, dann Entspannung. Die Podcasts laufen dabei fast wie ein Soundtrack durch die Woche und begleiten mittlerweile Fahrradfahrten, Mittagspausen und kleine Auszeiten.

Im Anschluss wurden noch die Fußballtipps abgegeben. Schließlich startet die Weltmeisterschaft gerade erst richtig durch, und irgendwo zwischen Fachwissen, Hoffnung und Bauchgefühl müssen die richtigen Ergebnisse gefunden werden. Die Wahrheit liegt bekanntlich irgendwo zwischen „Das war doch offensichtlich“ und „Wie konnte ich nur auf dieses Ergebnis tippen?“.

Gleich steht dann noch das Kofferpacken an. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Grevenmacher. Der Ablauf ist inzwischen beinahe ritualisiert: Koffer packen, früh losfahren, hoffen, dass Leverkusen nicht beschließt, die gesamte Autobahn stillzulegen, im Hotel einchecken und anschließend versuchen, die Schlafqualität irgendwie über 60 Prozent zu halten.

Der heutige Abend gehört aber noch einmal ganz dem Fußball.

Deutschland startet gegen Curaçao in die Weltmeisterschaft. Auf dem Papier ist die Ausgangslage eindeutig: Der viermalige Weltmeister trifft auf einen WM-Debütanten aus Curaçao, der als kleinste Nation der Turniergeschichte erstmals bei einer Endrunde dabei ist. Curaçao reist allerdings mit einer gehörigen Portion Begeisterung und dem Motto „Wir haben nichts zu verlieren“ an. Trainer Dick Advocaat betonte bereits, dass seine Mannschaft die Räume nutzen wolle, die Deutschland beim Offensivspiel zwangsläufig anbieten wird.

Für die deutsche Mannschaft ist ein überzeugender Auftaktsieg fast schon Pflicht. Nach den frühen WM-Aus in den Jahren 2018 und 2022 soll diesmal von Beginn an ein Zeichen gesetzt werden. Die Erwartungen sind entsprechend hoch.

Ein hoher Sieg? Eigentlich ja. Alles andere als drei Punkte wäre eine Überraschung. Aber genau deshalb lieben wir den Fußball: Weil er sich nicht immer an die Wahrscheinlichkeiten hält.

War der heutige Tag produktiv? Auf die Sonntagsart auf jeden Fall. Fahrrad gefahren, entspannt, Podcasts gehört, Fußballtipps abgegeben und die kommende Arbeitswoche vorbereitet. Das war kein Tag für große Projekte – sondern einer, um die eigenen Akkus noch einmal aufzuladen.

Und jetzt darf die Weltmeisterschaft übernehmen. Hoffentlich mit einem gelungenen deutschen Auftakt und ohne allzu viel Nervenkitzel.

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