Mittwoch, 3. Juni 2026

3.6.2026: Der Mittwoch, an dem das Fahrrad gegen die Erbschaft verlor

Heute begann der Tag zunächst einmal ganz im üblichen Mittwochsmodus: etwas länger schlafen. Schließlich war kein früher Bürostart nötig, keine Autobahn nach Luxemburg und auch keine Hotelnacht mit anschließendem Frühstücksrettungsprogramm. Eigentlich war sogar eine Fahrradtour geplant. Der Plan war durchaus vernünftig: vor der Podcastaufzeichnung noch eine Runde Bewegung, frische Luft und ein paar Kilometer sammeln.

Doch dann kam der Wetterbericht ins Spiel. Und Wetterberichte haben eine bemerkenswerte Fähigkeit: Sie schaffen es manchmal, Menschen vom Fahrrad fernzuhalten, obwohl später gar nichts passiert. Also blieb das Fahrrad stehen und stattdessen wurde die gewonnene Zeit genutzt, um sich weiter durch die Erbschaftsangelegenheiten zu arbeiten. Inzwischen erinnert dieses Thema ein wenig an eine sehr lange Wanderung durch einen Aktenordnerwald. Kaum glaubt man, einen Abschnitt geschafft zu haben, taucht hinter der nächsten Kurve ein weiteres Formular, eine weitere Rückfrage oder ein weiteres Dokument auf. Aber immerhin scheint es kontinuierlich voranzugehen, und jeder erledigte Schritt bringt etwas mehr Ordnung in die Angelegenheit.

Mittags stand dann die Podcastaufnahme für die DVFA an. Wieder einer dieser Termine, die von außen nach einem lockeren Gespräch klingen, hinter denen aber meistens eine ganze Menge Vorbereitung, Struktur und Nachbereitung steckt. Die Folge soll Mitte Juni erscheinen, also ist jetzt die Produktionsphase in vollem Gange. Und wenn die Aufnahme im Kasten ist, fällt meistens schon einmal ein großer Stein vom organisatorischen Herzen.

Danach gab es erst einmal Mittagessen. Und zwar nicht irgendein Mittagessen, sondern ein Holzfällersteak. Schon der Name klingt ja nach einem Gericht, das keine halben Sachen macht. Nach Erbschaftsunterlagen und Podcastaufzeichnung dürfte das genau die richtige Stärkung gewesen sein. Manchmal braucht ein Arbeitstag keine leichte Salatnote, sondern etwas, das klingt, als könne es auch einen Baumstamm zersägen.

Der Nachmittag gehört dann wieder der künstlichen Intelligenz. Genauer gesagt dem Optimieren von Prompts und dem Ausarbeiten geschäftlicher Use Cases. Das ist inzwischen fast eine eigene Arbeitsdisziplin geworden. Die spannende Frage lautet ja längst nicht mehr, ob KI genutzt wird, sondern wie sie sinnvoll eingesetzt werden kann. Gute Prompts sind dabei ein bisschen wie gute Fragen in einem Interview: Je besser sie formuliert sind, desto wertvoller werden die Antworten. Wenn daraus später konkrete Anwendungsfälle für Analyse, Reporting, Compliance oder andere Bereiche entstehen, dann ist das Zeit, die sich mehrfach auszahlen dürfte.

Währenddessen ist Kerstin nach Leverkusen gefahren und bleibt dort über Nacht, damit die Kinder nicht alleine sind. Das bedeutet heute Abend vermutlich ungewohnte Ruhe zu Hause. Keine gemeinsame Abendplanung, kein Austausch über den Tag, sondern eher ein Soloabend mit etwas mehr Platz auf dem Sofa und etwas weniger Diskussion darüber, was im Fernsehen laufen soll.

Allerdings wird es auch kein völlig freier Abend. Denn der Koffer wartet bereits. Morgen geht es wieder nach Grävenmacher, und zwar trotz Feiertag. Das zeigt schon, dass die nächsten beiden Tage keine gewöhnlichen Bürotage werden. Die Kollegin hat am Freitag ihren letzten Arbeitstag vor dem Mutterschaftsurlaub, und deshalb müssen noch einige Themen geordnet, übergeben und vorbereitet werden. Solche Übergangsphasen erzeugen immer eine besondere Dynamik: Vieles soll noch rechtzeitig abgeschlossen werden, Verantwortlichkeiten werden neu verteilt, Wissen wird übergeben und offene Punkte werden möglichst ausgeräumt.

Damit stehen morgen und Freitag zwei intensive Bürotage bevor. Aber genau deshalb war der heutige Tag wahrscheinlich ganz sinnvoll aufgebaut: etwas länger schlafen, Erbschaftsthemen voranbringen, Podcast aufnehmen, KI-Projekte weiterentwickeln und sich mental schon auf Luxemburg einstellen.

War der Tag produktiv? Ja, durchaus. Das Fahrrad blieb zwar stehen, aber die gewonnene Zeit wurde sinnvoll genutzt. Erbschaftsangelegenheiten bearbeitet, Podcast aufgenommen, KI-Themen weiterentwickelt und die nächsten Arbeitstage vorbereitet. Das war vielleicht kein spektakulärer Mittwoch, aber einer mit vielen kleinen Fortschritten. Und oft sind genau diese Tage die Grundlage dafür, dass die großen Projekte später funktionieren.

Jetzt bleibt nur noch der Koffer als letzter Tagesordnungspunkt. Und dann darf der Abend entscheiden, was er noch mit sich bringt, bevor morgen wieder die bekannte Route Richtung Grevenmacher wartet.

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