Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen die normale Wochenordnung kurzerhand außer Kraft gesetzt wurde. Weil morgen das Munzee-Event ansteht, wurde gemeinsam beschlossen, dass heute einfach schon Samstag ist – unabhängig davon, was der Kalender behauptet. Und ehrlich gesagt klingt das nach einer ausgezeichneten Entscheidung.
Der Tag begann deshalb nicht mit hektischem Frühstück oder schnellen Handgriffen zwischen E-Mails und To-do-Listen, sondern mit einem echten Samstagsfrühstück am Freitag. Brötchen, Ei und alles, was dazugehört. Das ist keine Mahlzeit, sondern eine Haltung. Während andere noch im Arbeitsmodus stecken, wurde hier bereits erfolgreich ins Wochenende hineinverhandelt.
Nach diesem gelungenen Start folgte die inzwischen bewährte Kombination aus kurzer Ruhephase und Podcast. Eine halbe Stunde liegen, den Stimmen anderer Menschen lauschen und einfach einmal die Welt für einen Moment auf Pause stellen. Diese Podcast-Nickerchen entwickeln sich langsam zu einer ganz eigenen Form der Selbstfürsorge.
Am Nachmittag kehrte dann allerdings die Realität zurück – und zwar in Form von Formularen, Banken und Erbschaftsangelegenheiten. Das Thema begleitet Sie nun schon eine ganze Weile und bleibt weiterhin ein Geduldsspiel mit zahlreichen Nebenschauplätzen. Dokumente suchen, Formulare ausfüllen, Rückfragen klären und versuchen, den Überblick zu behalten. Es ist die Art von Arbeit, die wenig sichtbar ist, aber erstaunlich viel Energie kostet. Und trotzdem bringen Sie die Dinge Schritt für Schritt voran.
Zwischendurch wurde dann noch gekocht. Und zwar offenbar etwas, das sprachlich zunächst für Verwirrung sorgen könnte. Denn am Wochenende soll es Schlamm geben. Nun gut – vermutlich ist hier eher Schlemmen gemeint. Wobei die Vorstellung eines festlichen Schlammessens durchaus ihren eigenen Charme hätte. Aber unabhängig von der korrekten Bezeichnung gilt: Gemeinsam etwas vorzubereiten und sich auf das Wochenende zu freuen, gehört eindeutig zu den angenehmen Seiten des Alltags.
Jetzt stehen noch ein paar E-Mails an. Wahrscheinlich die letzten offenen Punkte, die noch erledigt werden sollen, bevor der PC endgültig heruntergefahren wird. Und genau das klingt nach einem sehr vernünftigen Plan: die Dinge abschließen, den Bildschirm ausschalten und den Abend genießen.
War der Tag produktiv?
Ja – allerdings auf eine sehr eigene Weise.
Er war produktiv, weil wichtige Themen rund um die Erbschaft weiterbearbeitet wurden. Gleichzeitig war er bewusst unproduktiv genug, um sich ein ausgedehntes Frühstück und eine Podcast-Pause zu gönnen. Genau diese Mischung macht ihn wahrscheinlich so gelungen. Nicht jeder Tag muss komplett durchgetaktet sein. Manchmal reicht es völlig aus, die richtigen Dinge zu erledigen und sich zwischendurch daran zu erinnern, dass Freitag durchaus auch einmal Samstag sein darf.
Und morgen wartet dann das Munzee-Event. Bis dahin gilt: PC aus, Füße hoch und einen schönen „Freitagssamstagabend“ genießen.
Freitag, 12. Juni 2026
12.6.2026: Der Tag, an dem Freitag offiziell zu Samstag erklärt wurde
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