Freitag, 19. Juni 2026

19.6.2026: Der Tag, an dem Frankfurt gut lief und die Bahn das Chaos übernahm

Heute stand für mich der zweite und letzte Vorlesungstag an der Frankfurt School auf dem Programm. Und ich muss sagen: Es lief erstaunlich gut. Nicht nur ich hatte das Gefühl, dass die Veranstaltung gelungen war, sondern auch die Studierenden wirkten engagiert und zufrieden. Das ist am Ende immer das schönste Feedback. Schließlich steckt in solchen Vorlesungstagen deutlich mehr Arbeit, als man von außen sieht. Die Vorbereitung, die Aktualisierung der Unterlagen, die Diskussionen und die vielen Stunden Konzentration kosten Energie. Umso schöner ist es, wenn ich am Ende des Tages sagen kann: Das hat sich gelohnt.

Nach zwei intensiven Tagen war ich mit dem Verlauf wirklich zufrieden. Die Themen kamen gut an, es gab interessante Fragen und ich hatte den Eindruck, dass die Inhalte einen echten Mehrwert geboten haben. Damit war der fachliche Teil des Tages eigentlich ein voller Erfolg.

Das eigentliche Abenteuer begann allerdings erst auf dem Heimweg.

Schon am Bahnhof wurde schnell klar, dass die Deutsche Bahn heute nicht ihren besten Tag hatte. Gefühlt hatte jeder Zug zwei Stunden Verspätung. Die Anzeigen wechselten ständig, Verbindungen fielen aus oder verschoben sich, und irgendwann hatte ich keine Lust mehr, auf die perfekte Lösung zu warten. Also habe ich beschlossen, einfach loszufahren und unterwegs zu improvisieren.

Am Flughafen bin ich umgestiegen und hatte dann tatsächlich Glück. Direkt kam ein ICE nach Düsseldorf. In diesem Moment fühlte sich das fast wie ein kleiner Lottogewinn an. Nach dem ganzen Chaos war das die erste gute Nachricht des Nachmittags.

Bis Düsseldorf lief dann auch alles überraschend problemlos. Doch kaum war ich ausgestiegen, öffnete der Himmel sämtliche Schleusen. Es war nicht einfach nur Regen, sondern ein richtig heftiges Unwetter. Innerhalb kürzester Zeit war ich komplett durchnässt. Nach den warmen Tagen der letzten Wochen war das eine ziemlich eindrucksvolle Erinnerung daran, dass der Sommer in Deutschland seine eigenen Vorstellungen von Wetter hat.

Trotzdem ging es weiter. Mit der U-Bahn bis zur Steinstraße und dort hatte ich erneut Glück. Kaum angekommen, kam auch schon der 782. Keine lange Wartezeit, keine weiteren Verzögerungen. Nach dem Bahnchaos des Nachmittags fühlte sich das fast schon luxuriös an.

So bin ich am Ende doch noch einigermaßen vernünftig nach Hause gekommen. Dort angekommen war mein erster Gedanke allerdings nicht Koffer auspacken oder E-Mails checken. Ich musste mich erstmal trocknen legen. Nach dem Gewitter war das die dringendste Aufgabe des Tages.

Wenn ich auf den Tag zurückblicke, war er insgesamt sehr erfolgreich. Die Vorlesung lief gut, die Studierenden waren zufrieden, ich konnte viele interessante Gespräche führen und die zwei Tage Frankfurt haben sich definitiv gelohnt. Der Rückweg war zwar chaotisch, aber letztlich bin ich angekommen.

Und manchmal lautet das wichtigste Fazit eines Tages ganz einfach:Hauptsache wieder zu Hause.

Nach Hotelzimmer, Vorlesung, Bahnhofschaos, Flughafen, ICE, U-Bahn, Bus und Unwetter fühlt sich das eigene Zuhause nämlich gleich doppelt gut an.

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