Montag, 1. Juni 2026

1.6.2026: Der Hochzeitstag, an dem der Montag ausschlafen durfte

Heute war Montag, aber keiner von der üblichen Sorte. Kein Weckerduell mit dem Berufsleben, keine Autobahn Richtung Luxemburg, keine Hotelnächte mit fragwürdiger Schlafqualität und keine Meetings, die schon vor dem ersten Kaffee Aufmerksamkeit verlangen. Stattdessen durfte etwas länger geschlafen werden. Das lag nicht nur am freien Kalender, sondern auch daran, dass der Hochzeitstag bereits gestern Nacht offiziell eingeläutet wurde.

Schließlich wurde hineingefeiert. Nach dem Sekt wurde es etwas später im Bett, was an einem Hochzeitstag auch völlig legitim ist. Man feiert schließlich nicht jeden Tag den Jahrestag einer gemeinsamen Lebensreise. Dass heute Morgen deshalb alles etwas entspannter begann, passt perfekt ins Bild.

Das Frühstück fiel eher kurz aus, bevor der Tag dann doch noch etwas Struktur bekam. Während Kerstin bereits früh nach Leverkusen gefahren war, um auf die Enkelkinder aufzupassen, stand für Sie zunächst einmal Sport auf dem Programm. Ein schöner Start in den Tag: Bewegung statt Termindruck. Wahrscheinlich genau die richtige Gegenmaßnahme nach einem späteren Abend und einem Glas Sekt mehr als gewöhnlich.

Danach wurde es wieder ein wenig produktiver. Ein paar geschäftliche Dinge wurden erledigt, einige Bücher weiterbearbeitet und damit zumindest ein Teil des Tages sinnvoll genutzt. Das ist inzwischen fast schon ein vertrautes Muster: Selbst an freien Tagen oder Feiertagen findet sich immer noch etwas, das vorangebracht werden kann. Nicht hektisch, nicht mit Druck, aber doch mit dem angenehmen Gefühl, dass die Projekte Stück für Stück wachsen.

Der eigentliche Mittelpunkt des Tages bleibt aber natürlich der Hochzeitstag selbst. Heute Abend gibt es deshalb noch einmal Sekt. Das Essen wird nachgeholt, was eigentlich eine sehr schöne Lösung ist. Man muss nicht alles auf einen einzigen Tag konzentrieren. Manche Feiern dürfen sich ruhig über mehrere Tage erstrecken, besonders wenn der Kalender entspannt genug dafür ist.

Die Blumen gab es ja bereits gestern. Und offenbar waren das nicht irgendwelche Blumen aus einem Geschäft, sondern ein liebevoll zusammengestellter Strauß aus dem eigenen Garten der Schwiegertochter. Ehrlich gesagt haben solche Blumen oft mehr Charme als jede gekaufte Floristik. Sie sind persönlicher, individueller und erzählen ihre eigene kleine Geschichte. Ein Strauß aus dem eigenen Garten wirkt nicht wie eine Pflichtübung, sondern wie eine echte Aufmerksamkeit.

So ist dieser Montag ein wenig anders als die meisten Montage. Weniger Arbeitswoche, mehr Erinnerungstag. Weniger To-do-Liste, mehr gemeinsamer Rückblick. Ein bisschen Sport, ein bisschen Arbeit, ein bisschen Buchprojekt – aber vor allem ein Tag, an dem die wichtigen Dinge nicht in Outlook stehen.

War der Tag produktiv? Ja, aber auf die angenehme Art. Sport gemacht, einige Dinge erledigt, an Büchern gearbeitet und gleichzeitig Raum für den Hochzeitstag gelassen. Das ist vermutlich genau die richtige Mischung. Und heute Abend darf dann noch einmal mit einem Glas Sekt angestoßen werden – diesmal ganz offiziell und ohne auf die Uhr schauen zu müssen.

Auf den Hochzeitstag, auf die gemeinsamen Jahre und auf einen entspannten Abend zu zweit. 

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