Sonntag, 31. Mai 2026

31.5.2026: Der Sonntag, an dem der Lachs seinen großen Auftritt bekam

Heute war Sonntag, und ein Sonntag hat bekanntlich gewisse Rechte. Ganz oben auf dieser Liste steht natürlich das Ausschlafen. Also wurde zunächst einmal das Bett ausgiebig genutzt, bevor der Tag überhaupt die Gelegenheit bekam, irgendwelche Ansprüche zu stellen. Danach gab es Frühstück, wobei der eigentliche Star des Morgens ursprünglich gar nicht für diesen Zweck vorgesehen war.

Der Lachs hatte nämlich eigentlich eine andere Karriere geplant. Er war als Teil des Besuchsprogramms für die Kinder eingekauft worden, die übernachten wollten. Da sich diese Pläne geändert hatten, saß der Lachs plötzlich ohne Aufgabe im Kühlschrank. Glücklicherweise wurde er nicht arbeitslos, sondern kurzerhand zum Frühstück befördert. Man könnte sagen: vom geplanten Abendgast zum Sonntagsfrühstückshelden. Keine schlechte Verwendung, denn Lachs am Morgen hat ja immer etwas leicht Feiertägliches.

Danach folgte der inzwischen fast legendäre Sonntagsteil des Tages: ein ausgedehnter Mittagsschlaf mit Podcastbegleitung. Diesmal sogar stolze 90 Minuten. Das ist kein Nickerchen mehr, das ist bereits ein ernstzunehmendes Regenerationsprojekt. Wahrscheinlich begann alles mit der Absicht, nur kurz die Augen zu schließen und einem Podcast zuzuhören, und endete mit einer kleinen Reise durch verschiedene Bewusstseinszustände. Podcasts und Mittagsschlaf scheinen inzwischen eine feste Allianz geschlossen zu haben.

Am Nachmittag ging es dann nach Leverkusen zu Daniel und seiner Familie. Anlass war Daniels Geburtstag, und ursprünglich war wohl nur ein gemütlicher Kaffeebesuch geplant. Wie so oft bei Familienfeiern hatten die Pläne allerdings nur begrenzte Haltbarkeit. Nach Kaffee und Kuchen stellte sich heraus, dass von Alberts Geburtstagsfeier vorgestern noch genügend Vorräte vorhanden waren, um daraus spontan eine zweite Veranstaltung zu machen.

Also wurde nicht nur Kaffee getrunken, sondern gleich noch gegrillt. Das ist die schönste Form von Resteverwertung: Man nennt es nicht „Reste essen“, sondern „spontanes Grillen“. Plötzlich verlängert sich der Nachmittag, die Gespräche gehen weiter, und ehe man sich versieht, ist aus einem kurzen Besuch ein halber Sonntag geworden. So waren Sie dann erst gegen sieben Uhr wieder zu Hause.

Und jetzt steht der ruhige Teil des Tages an. Kein Büro, keine Autobahn, keine Hotelübernachtung, keine Politiken und keine DORA-Themen. Einfach ein ruhiger Abend nach einem sehr entspannten Sonntag.

Das eigentliche Highlight wartet allerdings noch kurz nach Mitternacht. Um zwölf Uhr gibt es Sekt, denn morgen ist Hochzeitstag. Das ist doch ein schöner Übergang vom Sonntag in den Montag: nicht mit Wecker, Stau oder Kalendererinnerung, sondern mit einem Glas Sekt und dem Gedanken daran, dass es etwas zu feiern gibt.

War der Tag produktiv? Im klassischen Sinn eher nicht. Aber genau das musste er auch nicht sein. Er war erfolgreich in der Disziplin Sonntag: ausgeschlafen, gut gefrühstückt, ordentlich regeneriert, Zeit mit der Familie verbracht, Geburtstag gefeiert, gegrillt und jetzt einen ruhigen Abend vor sich. Manche Tage müssen keine To-do-Liste besiegen. Manchmal reicht es völlig, wenn sie einfach angenehm sind.

Und heute war offenbar genau so ein Tag.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

31.5.2026: Der Sonntag, an dem der Lachs seinen großen Auftritt bekam

Heute war Sonntag, und ein Sonntag hat bekanntlich gewisse Rechte. Ganz oben auf dieser Liste steht natürlich das Ausschlafen. Also wurde zu...