Donnerstag, 25. Juni 2026

25.6.2026: Der Tag, an dem Hallig Hooge noch einmal alle seine Trümpfe ausspielte

Heute war noch einmal ein richtig schöner Tag auf Hallig Hooge – und gleichzeitig schwang schon ein wenig Wehmut mit, weil morgen früh die Heimreise ansteht.

Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns zunächst lange mit unserer Vermieterin unterhalten. Das war eines der Gespräche, die man so schnell nicht vergisst. Sie hat uns viel über das Leben auf der Hallig erzählt – über Sturmfluten, den Alltag, die Gemeinschaft und darüber, wie besonders das Leben an diesem Ort eigentlich ist. Solche persönlichen Geschichten findet man in keinem Reiseführer. Genau diese Begegnungen machen einen Urlaub oft erst richtig besonders.

Danach sind wir wieder zu einem ausgedehnten Spaziergang aufgebrochen. Große Teile der Strecke führten über den Deich. Dabei wurde mir noch einmal bewusst, wie einzigartig diese Landschaft ist. Rechts und links nur Weite, der Blick bis zum Horizont, die Nordseeluft und diese unglaubliche Ruhe. Hier verliert man ganz automatisch jedes Gefühl für Zeit.

Unterwegs machten wir auf der Hanswarft Halt. Dort gab es – wie es sich an der Nordsee gehört – Kaffee und ein leckeres Fischbrötchen. Mittlerweile gehört diese Kombination für mich einfach zu Hallig Hooge. Viel braucht es gar nicht, um glücklich zu sein: ein Fischbrötchen, eine Tasse Kaffee und ein Platz mit Blick über die Hallig.

Zurück im Apartment haben wir uns erst einmal ein wenig ausgeruht. Urlaub darf schließlich auch entschleunigen. Lange dauerte die Pause allerdings nicht, denn später zog es uns noch einmal in den Blauen Pesel. Natürlich durfte auch dort ein Kaffee nicht fehlen. Ich glaube, ich habe in dieser Urlaubswoche selten so entspannt Kaffee getrunken wie hier auf Hooge.

Jetzt heißt es langsam Abschied nehmen. Die Koffer werden gepackt, damit morgen früh alles bereitsteht. Das ist immer der Moment, an dem einem bewusst wird, wie schnell so ein Urlaub vergeht. Gerade hat man das Gefühl gehabt, angekommen zu sein, und plötzlich liegt schon wieder alles ordentlich im Koffer.

Heute Abend genießen wir dann noch unser letztes gemeinsames Abendessen auf der Hallig. Wahrscheinlich werden wir noch einmal die besondere Atmosphäre aufsaugen, bevor morgen früh die erste Fähre uns wieder zurück aufs Festland bringt.

Wenn ich auf die vergangenen Tage zurückblicke, dann hat sich die Reise mehr als gelohnt. Hallig Hooge hat genau das geboten, was ich mir erhofft hatte: Ruhe, Natur, viele interessante Gespräche, gutes Essen, lange Spaziergänge und das Gefühl, für ein paar Tage wirklich aus dem Alltag ausgestiegen zu sein.

Morgen geht es wieder nach Hause. Ich freue mich zwar auf mein eigenes Bett – die Schlaf-App vermutlich auch –, aber ein kleiner Teil von mir wäre gerne noch ein paar Tage länger hier geblieben.

So bleibt heute einfach nur, diesen letzten Abend auf Hallig Hooge bewusst zu genießen. 

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