Heute war Samstag, und nach zwei durchaus anstrengenden Tagen in Frankfurt hatte ich mir das Ausschlafen mehr als verdient. Entsprechend begann der Tag erfreulich entspannt. Kein Wecker, keine Vorlesung, keine Bahn-App und keine Hotelzimmer. Einfach ausschlafen und den Luxus genießen, morgens nicht sofort irgendwo sein zu müssen.
Nach dem Frühstück habe ich mich zunächst um einige Dinge gekümmert, die in den vergangenen Tagen liegen geblieben waren. Das passiert nach Dienstreisen ja fast automatisch. Irgendwo sammeln sich immer kleine Aufgaben, Nachrichten oder organisatorische Dinge an, die darauf warten, wieder Aufmerksamkeit zu bekommen.
Besonders wichtig war heute natürlich auch die Abgabe meiner Fußballtipps. Auch wenn ich aktuell im Tippspiel nicht ganz vorne mitspiele, darf man schließlich niemals aufgeben. Die Saison der Hoffnung endet bekanntlich erst mit dem letzten Spieltag. Also wurden die Tipps abgegeben und dabei vermutlich wieder eine Mischung aus Analyse, Bauchgefühl und vorsichtigem Optimismus eingesetzt. Aufholen muss schließlich das Ziel bleiben.
Mittags stand dann die inzwischen fest etablierte Wochenendroutine auf dem Programm: eine kurze Ruhepause mit Podcast. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass Podcasts und Mittagsschlaf eine nahezu perfekte Kombination darstellen. Man startet mit voller Aufmerksamkeit und wacht irgendwann auf, ohne genau sagen zu können, ob man die letzten zehn Minuten noch mitbekommen hat oder nicht.
Nach dem Kaffeetrinken begann dann bereits die Vorbereitung auf die nächste Reise. Der Koffer musste gepackt werden. Denn während andere vielleicht ein ruhiges Wochenende vor sich haben, startet für mich morgen bereits die nächste Etappe. Zunächst geht es nach Rendsburg, bevor es am Montag gemeinsam mit unseren Freunden Anke und Bernd bis Freitag auf die Hallig Hooge geht.
Darauf freue ich mich schon sehr. Hallig Hooge ist schließlich eine ganz andere Welt als Autobahnen, Hotels, Vorlesungsräume oder Bahnhöfe. Meer, Weite, Ruhe, Wind und hoffentlich ein paar entspannte Tage fernab des normalen Alltags. Entsprechend wächst die Vorfreude langsam, auch wenn ich natürlich gespannt bin, was uns dort erwartet.
Bevor die Nordsee jedoch übernimmt, wartet heute Abend noch ein ganz anderer Programmpunkt. Es geht nach Mönchengladbach zum Konzert von Unheilig. Das dürfte ein schöner Kontrast zum bisherigen Tag werden. Hoffentlich spielt das Wetter mit und hält sein Versprechen, trocken zu bleiben. Open-Air-Veranstaltungen gewinnen schließlich erheblich an Attraktivität, wenn man nicht gleichzeitig die Regenradar-App beobachten muss.
Und dann gibt es noch einen weiteren sportlichen Wunsch für den Abend: rechtzeitig zur zweiten Halbzeit des deutschen WM-Spiels gegen die Elfenbeinküste wieder zu Hause zu sein. Nach dem erfolgreichen Auftakt wird es spannend zu sehen sein, wie sich die deutsche Mannschaft heute präsentiert. Idealerweise läuft die Heimfahrt reibungslos und der Fernseher ist genau dann eingeschaltet, wenn die entscheidenden Minuten beginnen.
Wenn ich auf den Tag schaue, war er zwar deutlich entspannter als die vergangenen beiden Tage, aber keineswegs langweilig. Dinge aufgearbeitet, Tipps abgegeben, ein wenig regeneriert, die nächste Reise vorbereitet und jetzt warten noch Konzert und Fußball-Weltmeisterschaft.
Ein typischer Samstag also – nur mit etwas mehr Kofferpacken als gewöhnlich.
Samstag, 20. Juni 2026
20.6.2026: Der Tag, an dem das Wochenende kaum Zeit zum Ausruhen ließ
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