Heute war es endlich so weit: Urlaubsbeginn. Allein dieses Wort klingt schon deutlich angenehmer als Büro, Hotelübernachtung oder Autobahn Richtung Grevenmacher. Entsprechend habe ich den Tag erst einmal entspannt begonnen und bis neun Uhr geschlafen. Nach den letzten Wochen mit Dienstreisen, Vorlesungen, Podcasts, Erbschaftsangelegenheiten und allerlei anderen Projekten war das genau die richtige Entscheidung.
Am Vormittag habe ich noch ein paar Kleinigkeiten erledigt. Die letzten Handgriffe vor einer Reise sind ja immer ähnlich: hier noch etwas kontrollieren, dort noch etwas weglegen, vielleicht noch eine Nachricht beantworten und prüfen, ob wirklich alles im Koffer gelandet ist. Irgendwann war dann aber alles erledigt und gegen elf Uhr ging es auf die Autobahn.
Ziel des Tages war die Zwischenübernachtung in Rendsburg, bevor morgen die eigentliche Reise weitergeht. Bis Hamburg lief die Fahrt erstaunlich gut. Fast schon verdächtig gut. Doch danach zeigte die Autobahn wieder ihr wahres Gesicht. Ein Stau nach dem anderen sorgte dafür, dass sich die letzten Kilometer deutlich länger anfühlten als geplant. Irgendwann fragt man sich bei solchen Fahrten nicht mehr, wann man ankommt, sondern nur noch, welcher Stau der nächste sein wird.
Trotzdem kamen wir schließlich gegen halb sieben in Rendsburg an. Und das Warten hat sich gelohnt. Das Hotel liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal und macht schon beim Ankommen einen richtig guten Eindruck. Nach dem Einchecken wurden die Koffer ausgepackt und zum ersten Mal hatte ich wirklich das Gefühl: Jetzt beginnt der Urlaub.
Lange im Zimmer geblieben sind wir allerdings nicht. Stattdessen ging es direkt durch den Tunnel auf die andere Seite des Kanals zum Griechen. Allein der Weg dorthin hatte schon etwas Besonderes. Und das Essen war dann genauso gut wie erhofft. Nach mehreren Stunden Autofahrt schmeckt ein ordentliches Abendessen ohnehin doppelt gut. Und wenn dann noch alles passt, ist das der perfekte Start in die Urlaubswoche.
Nach dem Essen haben wir noch ein paar Fotos gemacht. Gerade am Nord-Ostsee-Kanal gibt es genug Motive, die man festhalten möchte. Schiffe, Wasser, Abendstimmung – und vor allem das Gefühl, endlich nicht mehr unterwegs sein zu müssen.
Zurück im Hotelzimmer gab es dann noch einen gemütlichen Tagesausklang mit einem Getränk. Keine Termine mehr, keine Koffer mehr schleppen, keine E-Mails, keine Vorlesungsunterlagen. Einfach sitzen, entspannen und den ersten Urlaubstag ausklingen lassen.
Wenn ich auf den Tag zurückblicke, dann war die Anreise zwar länger und stauanfälliger als gewünscht, aber am Ende zählt das Ergebnis: Wir sind angekommen, das Hotel gefällt, das Essen war hervorragend und morgen geht die Reise weiter Richtung Hallig Hooge.
Der Urlaub hat begonnen. Und das fühlt sich ziemlich gut an.
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