Heute war mein erster kompletter Tag auf Hallig Hooge – und genau so hatte ich mir einen Urlaubstag hier vorgestellt.
Der Tag begann erfreulich entspannt. Ich habe gut geschlafen und konnte anschließend in aller Ruhe frühstücken. Kein Wecker, keine Termine, keine Autobahn, keine Hotelzimmer, keine Vorlesungen. Stattdessen einfach ein gemütlicher Start in den Tag mit dem Wissen, dass heute nichts erledigt werden muss außer Urlaub.
Danach sind wir gemeinsam mit unseren Freunden zu einem ausgedehnten Spaziergang über die Hallig aufgebrochen. Das Schöne hier ist, dass man gar kein festes Programm braucht. Allein die Landschaft sorgt dafür, dass man automatisch langsamer wird. Überall diese Weite, die grünen Wiesen, die Warften und der Blick bis zum Horizont. Man merkt schnell, dass die Hallig in einem ganz anderen Rhythmus lebt als der Alltag zu Hause.
Natürlich waren wir auch am Hafen. Dort herrscht immer ein wenig Bewegung, ohne dass es hektisch wirkt. Anschließend haben wir die Kirche besichtigt, die wunderbar zur Hallig passt. Klein, ruhig und irgendwie genau an der richtigen Stelle. Danach haben wir uns einen Sturmflutfilm angeschaut. Wenn man hier unterwegs ist und die Hallig bei strahlendem Sonnenschein erlebt, vergisst man leicht, welchen Naturgewalten die Menschen hier früher und teilweise auch heute noch ausgesetzt sind. Der Film hat das eindrucksvoll gezeigt.
Danach wurde es wieder etwas entspannter. Wir haben einige Galerien besucht und uns die ausgestellten Bilder und Kunstwerke angesehen. Solche kleinen Galerien haben immer ihren eigenen Charme. Man merkt, dass viele Künstler hier von der Landschaft, dem Licht und der besonderen Atmosphäre der Hallig inspiriert werden.
Mittags gab es dann eine Kombination, die an der Nordsee eigentlich immer funktioniert: Kaffee und Fischbrötchen. Viel mehr braucht es manchmal gar nicht. Frischer Fisch, ein schöner Platz zum Sitzen und die Aussicht auf einen wolkenlosen Himmel.
Auf dem Rückweg zu unserem Apartment haben wir dann noch einen weiteren Kaffee getrunken. Urlaub bedeutet schließlich auch, dass man keinen Grund braucht, um sich einfach irgendwo hinzusetzen und den Moment zu genießen.
Zurück im Apartment stand zunächst einmal Ausruhen auf dem Programm. Nach mehreren Stunden zu Fuß über die Hallig tat das durchaus gut. Außerdem war das Wetter heute wirklich bemerkenswert. Den ganzen Tag wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. Für Hallig Hooge ist das schon ein kleines Geschenk. Die Weite, das Licht und die Farben wirken bei solchem Wetter noch einmal ganz anders.
Jetzt geht es gleich nebenan in den Friesenpesel. Dort wartet heute Abend Labskaus auf uns. Allein das gehört eigentlich schon zu einem Nordseeurlaub dazu. Ob man Labskaus nun liebt oder zunächst skeptisch betrachtet – probieren muss man ihn hier einfach.
Danach werden wir den Abend wieder ganz entspannt ausklingen lassen. Wahrscheinlich noch ein bisschen draußen sitzen, die Ruhe genießen und einfach froh sein, dass wir hier sind.
Wenn ich auf den Tag zurückblicke, dann war das genau die Art von Urlaubstag, die ich mir erhofft hatte: viel gesehen, viel gelaufen, gutes Wetter, nette Gespräche, Fischbrötchen, Kaffee und vor allem keine Hektik. Nach den letzten arbeitsreichen Wochen fühlt sich das gerade ziemlich perfekt an.
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