Dienstag, 30. Juni 2026

30.6.2026: Der Tag, an dem die Müdigkeit das Kommando übernahm

Heute Morgen fühlte ich mich ehrlich gesagt ziemlich gerädert. Fast schon wie verkatert – allerdings ganz ohne Alkohol. Der Grund war schnell gefunden: viel zu wenig Schlaf. Gestern Abend beziehungsweise heute Nacht habe ich bis halb zwei die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgt und dabei das aus meiner Sicht ziemlich enttäuschende Ausscheiden der deutschen Mannschaft miterlebt. Danach war an erholsamen Schlaf nicht mehr wirklich zu denken.

Trotzdem klingelte heute Morgen bereits um Viertel nach sieben der Wecker. Ausschlafen war also keine Option, denn ich hatte einen Termin zur Nachuntersuchung in Benrath. Zum Glück verlief dort alles problemlos. Solche Termine sind zwar nie das Highlight des Tages, aber umso schöner ist es, wenn man anschließend mit dem Gefühl nach Hause fährt, dass alles in Ordnung ist.

Wieder zu Hause angekommen habe ich erst einmal das gemacht, wonach mein Körper den ganzen Vormittag verlangt hatte: eine Stunde hingelegt. Das tat zwar gut, aber so richtig wach wurde ich trotzdem nicht. Irgendwie zog sich diese Müdigkeit wie ein roter Faden durch den ganzen Tag. Manchmal gibt es eben Nächte, die sich auch mit einem Mittagsschlaf nicht vollständig ausgleichen lassen.

Ganz untätig war ich natürlich trotzdem nicht. Ich habe einige geschäftliche Dinge erledigt, ein paar organisatorische Aufgaben abgearbeitet und zwischendurch eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Kein Tag für große Projekte oder kreative Höchstleistungen, sondern eher einer, an dem ich versucht habe, die wichtigsten Dinge vernünftig zu erledigen.

Jetzt sitze ich noch an ein paar weiteren Aufgaben und arbeite die restlichen Punkte meiner Liste ab. Gleich kommt Kerstin wieder nach Hause. Dann werden wir wahrscheinlich gemeinsam einkaufen gehen, damit der Kühlschrank nach den letzten Tagen wieder ordentlich gefüllt ist. Solche ganz normalen Alltagsdinge wirken nach einer stressigen Woche und einer kurzen Nacht fast schon beruhigend.

Ansonsten steht heute nicht mehr allzu viel auf dem Programm. Natürlich läuft heute Abend wieder Fußball. Auch wenn Deutschland inzwischen ausgeschieden ist, werde ich mir die Spiele trotzdem anschauen. Die K.-o.-Phase bleibt spannend, auch ohne deutsche Beteiligung. Trotzdem bleibt ein etwas bitterer Beigeschmack. Nach den Hoffnungen vor dem Turnier hätte ich mir gewünscht, dass die Mannschaft deutlich länger dabei bleibt.

Viel länger wird der Abend allerdings nicht werden. Morgen klingelt der Wecker schon wieder früh, denn um neun Uhr steht der nächste Termin an – diesmal beim Hausarzt zum Jahrescheck. Solche Vorsorgeuntersuchungen gehören zwar nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber sie sind wichtig und gehören einfach dazu.

Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, war er vor allem eines: ein Tag zum Durchhalten. Zu wenig Schlaf, viel Müdigkeit und trotzdem die notwendigen Termine erledigt. Nicht jeder Tag muss vor Energie sprühen. Manchmal reicht es völlig aus, das zu schaffen, was erledigt werden muss.

Und heute hoffe ich einfach auf das, was gestern gefehlt hat: eine richtig gute Nacht. Meine Schlaf-App hätte nach den letzten beiden Tagen jedenfalls wieder einmal Grund, eine deutlich freundlichere Bewertung abzugeben.

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