Die Urlaubsvorfreude steigt – und ich merke, wie mein Kopf innerlich schon anfängt, in Spanien zu wohnen, während der Körper noch brav hier die letzten To-dos abarbeitet. Nach dem Frühstück war ich bei Jenni zur Pediküre, was ich immer als eine Art stilles Luxus-Ritual betrachte: Man tut etwas Vernünftiges für die Füße, aber fühlt sich gleichzeitig ein bisschen wie ein Mensch, der sein Leben im Griff hat. Und seien wir ehrlich: Wenn ich fünf Wochen Spanien vor mir habe, sollten die Füße nicht aussehen, als hätten sie den Winter persönlich bekämpft.
Zu Hause habe ich dann geschäftliches erledigt und nebenbei angefangen, den Koffer zu packen. Dieses „nebenbei packen“ ist ja die Königsdisziplin, weil es gleichzeitig produktiv und chaotisch ist: Ich lege Sachen bereit, überlege, verwerfe, lege wieder zurück, und plötzlich habe ich drei Stapel: „definitiv“, „vielleicht“ und „warum habe ich das überhaupt“. Und ja: Fünf Wochen Spanien um diese Zeit heißt eben auch, dass es hier und da kalt sein kann. Genau das ist der Klassiker: Man denkt an Sonne, und dann steht man abends doch mit Jacke da und merkt, dass Spanien im Frühling nicht automatisch „Sommerurlaub“ bedeutet, sondern eher „tagsüber fantastisch, abends mit Überraschung“. Also packe ich innerlich immer zwei Urlaube: den für die Sonne und den für die Realität.
Jetzt gleich steht noch ein Call mit FINNEX an, wo ich im Beirat bin – und ihr bereitet den Finance Day vor, auch wenn ich Ende März nicht selbst teilnehmen kann. Das ist genau diese Art Verpflichtung, die zeigt: Urlaubsvorfreude hin oder her, mein Kalender hat noch ein paar ernste Gespräche in der Hinterhand. Aber immerhin: vorbereiten geht auch aus der Distanz, und wenn es gut läuft, kannst du das Ganze so sauber aufgleisen, dass du später entspannt zuschauen darfst, wie es funktioniert, ohne dass du selbst vor Ort die Kabel ziehen musst.
Und weil heute Aschermittwoch ist, gibt’s heute Abend Bratkartoffeln mit Brathering – lecker. Das ist ja eigentlich die perfekte Aschermittwoch-Kombination: bodenständig, herzhaft, ein bisschen norddeutsch im Geiste, und gleichzeitig so gut, dass man kurz vergisst, dass jetzt offiziell „die Fastenzeit“ anfangen soll. Bratkartoffeln sind ohnehin die Art Essen, die nichts beweisen muss. Sie kommen, sie brutzeln, sie gewinnen.
Mittwoch, 18. Februar 2026
18.2.2026: Aschermittwoch mit Koffer-Kribbeln, Pediküre-Präzision und Brathering als kulinarischer Schlussakkord
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