Heute war ein produktiver Sonntag, und zwar so einer, der heimlich versucht, sich als Werktag zu tarnen, nur mit längerem Frühstück und weniger schlechtem Gewissen. Ich habe erst mal ausgedehnt gefrühstückt – dieses gemütliche „Ich starte langsam, aber dafür richtig“, bei dem man sich mit jeder Tasse und jedem Bissen ein bisschen mehr in den Tag hineinrollt. Und dann ging’s direkt in den Arbeitsmodus: einige Bücher hochgeladen, Blogs aktualisiert. Das ist ja genau diese Sorte Produktivität, die man sofort merkt, weil sie nicht nur „ich habe was gemacht“ ist, sondern „es ist jetzt draußen“. Hochladen heißt: fertig, abgeschlossen, abgehakt – und das ist in der Content-Welt ungefähr so befriedigend wie ein perfekt eingerasteter Klickverschluss.
Danach 60 Minuten Hometrainer, also einmal die körperliche Versicherung abgeschlossen, dass ich nicht komplett in Tastatur und Kaffeetasse aufgehen werde. Das ist wie eine kleine Abgabe an den inneren Fitness-Finanzminister: „Hier, ich habe investiert, bitte lass mich den Rest des Tages in Ruhe arbeiten.“ Kurz geruht, Podcasts gehört und Kaffee getrunken – im Prinzip mein persönliches Dreieck aus Erholung, Input und Antrieb. Und dann weiter an Büchern gearbeitet, weil ich offenbar beschlossen habe, dass auch Sonntage bei mir eine Produktionslinie haben dürfen.
Jetzt ist aber Schluss für heute, völlig richtig. Es gibt diesen Punkt, da ist nicht mehr „noch schnell was“, da ist nur noch „ich will morgen nicht so tun, als hätte ich heute zu viel getan“. Und die Erkenntnis „Morgen ist auch noch ein Tag“ ist ja die erwachsene Version von „Ich muss nicht alles heute gewinnen“. In 30 Minuten ruft dann das Abendessen – das ist perfekt, weil es wie eine offizielle Durchsage klingt: Arbeit beendet, jetzt Genuss, bitte nehmen Sie Platz und lassen Sie sich bedienen.
Sonntag, 8. Februar 2026
8.2.2026: Sonntag, der sich wie Montag benimmt: Bücher hochgeladen, Blogs gefüttert und der Hometrainer als Gewissenspolizei
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