Im eigenen Bett schläft es sich einfach immer besser als irgendwo anders, das hat sich auch heute wieder bestätigt. Egal wie ordentlich ein Hotelbett aussieht und wie geschniegelt die Kissen daliegen, am Ende gewinnt doch immer das eigene Bett mit Heimvorteil und Matratzenroutine. Nach dem Frühstück habe ich dann versucht, Termine für Reifenwechsel und TÜV zu machen, aber da zeigte sich mal wieder die feine Ironie des Alltags: Genau dann, wenn ich motiviert bin, etwas Vernünftiges zu organisieren, haben die Autohändler meines Vertrauens samstags natürlich geschlossen. Also stand ich da mit meinem guten Willen wie mit einem frisch gebügelten Hemd im Regen – nützt nur nichts, wenn keiner aufmacht.
Weil das Wetter gut war, habe ich dann lieber das getan, was deutlich mehr Freude macht: eine Runde mit dem Fahrrad um die Seen. Das war richtig cool, genau die richtige Mischung aus Bewegung, frischer Luft und diesem Gefühl, dass man den Tag sinnvoll nutzt, ohne sich dabei zu sehr nach Pflicht anzufühlen. Wieder zu Hause habe ich erst mal ein bisschen Podcasts gehört, also den Kopf wieder in seinen gewohnten Wohlfühlmodus gebracht, bevor es sportlich im Sitzen weiterging.
Dann habe ich Bayer 04 in Dortmund geguckt, und dieses 1:0 war ein richtig wichtiger Sieg. Kein wildes Spektakel, kein Schützenfest, sondern genau die Art Ergebnis, die am Ende zählt und sich gut anfühlt. In Dortmund zu gewinnen ist ja ohnehin nichts, was man mal eben so nebenbei einsammelt, und deshalb schmeckt so ein knapper Sieg oft fast besser als ein lockeres 4:0 gegen irgendwen, der sowieso schon halb auf dem Zahnfleisch geht. Ich war jedenfalls zufrieden, und so ein Sieg hebt die Stimmung zuverlässig auf ein Niveau, bei dem selbst offene To-dos plötzlich weniger frech wirken.
Kerstin ist jetzt zum Babysitten in Leverkusen, sodass ich bis morgen Mittag Strohwitwer bin. Aber ich denke, ich werde das überstehen. Es ist ja nur eine überschaubare Phase, keine Robinson-Crusoe-Situation. Ich werde vermutlich heldenhaft allein überleben, mir vielleicht noch irgendwas Essbares organisieren, ein bisschen fernsehen, ein bisschen rumwurschteln und dabei so tun, als wäre ich ein Musterbeispiel männlicher Selbstversorgung. Bis morgen Mittag halte ich durch – zur Not mit Podcasts, Resten aus dem Kühlschrank und dem guten Gefühl, dass Bayer in Dortmund gewonnen hat.
Samstag, 11. April 2026
11.4.2026: Eigenes Bett, wichtiger Auswärtssieg und jetzt Strohwitwer
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