Urlaub heißt bei mir erst mal lange schlafen und ruhig frühstücken, und genau so muss das sein: kein Wecker, kein „ich muss“, sondern dieses gemütliche Anrollen in den Tag, bei dem die Zeit nicht drängelt, sondern höflich am Rand steht. Danach waren wir einkaufen, um die Ferienwohnung auszustatten – also die klassische Phase „Wir werden jetzt hier nicht nur wohnen, wir werden hier funktionieren“. Das ist immer ein bisschen wie Nestbau: Man kauft Dinge, die man zu Hause hundertmal hat, aber hier plötzlich wie einen Schatz behandelt, weil ohne sie alles improvisiert wäre. Und das WLAN funktioniert wieder – großer Sieg. Wenn das WLAN läuft, fühlt sich die Wohnung sofort doppelt so „angekommen“ an, weil man dann nicht mehr das Gefühl hat, man wäre im Urlaub gleichzeitig offline und im digitalen Niemandsland.
Mittags dann zwei Stunden Strand – und das ist eigentlich der Moment, wo der Kopf endgültig umschaltet. Strand ist nicht nur Strand, das ist eine kleine Reparaturwerkstatt für die Seele: ein bisschen Sonne, ein bisschen Wind, dieses monotone Geräusch, das alles im Kopf glattbügelt. Zwei Stunden sind da perfekt: lang genug, um runterzukommen, kurz genug, um danach nicht wie eine gestrandete Robbe wieder nach Hause zu wanken.
Und dann die Technik-Abteilung: Alexa angeschlossen und Amazon Fire am TV. Ich liebe das, weil es so ein typischer Urlaubsmove ist: Man schafft sich erst die Infrastruktur, damit man später so richtig entspannt faul sein kann. Das ist keine Spielerei, das ist strategische Gemütlichkeit. Jetzt noch schnell ein paar Dinge erledigen – so ein kleines Restprogramm, damit der Kopf nicht noch offene Tabs im Hintergrund hat – und dann gleich schauen, wo ihr essen geht. Das ist sowieso eine der schönsten Urlaubsentscheidungen: nicht „was ist da“, sondern „worauf haben wir Lust“, und dabei das angenehme Gefühl, dass heute wirklich nur eine Frage zählt: Wo schmeckt’s gut und wie schnell sitze ich da?
Montag, 23. Februar 2026
23.2.2026: Urlaub bedeutet: Ich schlafe aus, richte mein neues Hauptquartier ein und gehe zur Qualitätskontrolle an den Strand
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