Montag, Wochenbeginn – und ich nenne das ja gerne den „Rentner-Montag“, auch wenn ich gefühlt mehr organisiere als mancher Vollzeitplaner. Nach dem Frühstück habe ich erst mal den Wocheneinkauf erledigt und vor allem Altglas weggebracht. Das ist immer so eine unscheinbare, aber extrem befriedigende Aufgabe: Flaschen weg, Platz frei, und für einen kurzen Moment habe ich das Gefühl, mein Leben sei komplett strukturiert.
Den Nachmittag habe ich dann damit verbracht, Termine zu koordinieren – also wieder ein bisschen Kalender-Tetris gespielt – und drei kurze Podcasts aufgenommen, geschnitten und direkt online gestellt. Das ist so eine dieser Phasen, in denen alles ineinandergreift: aufnehmen, schneiden, hochladen – und am Ende steht etwas Fertiges da. Genau diese Effizienz macht dann auch Spaß, weil ich sehe, dass ich wirklich etwas geschafft habe.
Am Abend ging’s dann nach Düsseldorf zum Treffen mit meinem alten Freund Frank Müller. Wie immer waren wir im Brauerei Zum Uerige, also quasi unser Standard-Treffpunkt. Ich mag solche Routinen, weil sie Verlässlichkeit haben: Ort klar, Gesellschaft gut, Gespräche sowieso. Nur eine Sache hat heute gestört – unser „Salat rustikal“ ist inzwischen deutlich zu teuer geworden. Das ist genau dieser Moment, in dem ich beim Blick auf die Rechnung kurz denke: „War das jetzt der Salat oder schon eine Beteiligung am Laden?“
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir beim nächsten Mal eine Alternative testen werden. Ein bisschen Veränderung schadet ja nicht, vor allem wenn sie sich auch finanziell wieder etwas normaler anfühlt. Trotzdem: gutes Treffen, gute Gespräche – und am Ende zählt das mehr als der Preis des Salats.
Montag, 20. April 2026
20.4.2026: Montag für Fortgeschrittene: Ich entsorge Altglas, produziere Podcasts und diskutiere Preise bei De Uel
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