Heute war Hamburg Teil 3, und der Tag hatte wieder genau die richtige Mischung aus „cool“, „klassisch hamburgisch“ und „am Ende einfach satt sein“. Nach dem Frühstück ging’s ins Paradox Museum, und das war wirklich richtig cool. Ich mag solche Orte, weil sie gleichzeitig Spielplatz fürs Gehirn, Fotofalle und kleine Herausforderung für den Gleichgewichtssinn sind. Da läuft man durch und denkt ständig: Das kann doch so nicht sein – und genau deshalb macht es Spaß. Man kommt sich zwischendurch vor wie in einer Mischung aus Physikunterricht, Jahrmarkt und optischer Täuschung mit Eintrittskarte.
Danach ging’s weiter mit einer Hafenrundfahrt – nur eben auf meine Art, nämlich mit dem Nahverkehr bis Finkenwerder und wieder zurück. Das finde ich sowieso eine der besten Hamburg-Varianten: nicht die große Touri-Show, sondern einfach Fähre fahren, sitzen, gucken und dabei trotzdem Hafenfeeling pur bekommen. Gerade auf dem Wasser sieht Hamburg ja nochmal anders aus – offener, rauer, größer. Ich mag dieses langsame Vorbeiziehen von Kränen, Schiffen und Uferkanten, weil es gleichzeitig nach Stadt und nach Weltreise im Kleinformat aussieht.
An den Landungsbrücken gab’s dann noch ein Fischbrötchen, und das gehört ja eigentlich schon fast unter Denkmalschutz. Wenn ich in Hamburg bin und kein Fischbrötchen esse, fühlt sich das ein bisschen so an, als hätte ich eine Pflichtübung ausgelassen. Auf dem Weg zurück zum Hotel gab’s dann nochmal eine Shoppingpause in der Stadt – also noch ein bisschen schauen, laufen, vielleicht hier und da kurz stehen bleiben und so tun, als würde ich nur „mal eben“ gucken.
Heute Abend haben wir dann Pizza geholt und im Hostel gegessen. War okay. Nicht die Sorte Essen, über die ich morgen noch poetisch spreche, aber genau richtig für den Abend: unkompliziert, sättigend, keine große Inszenierung mehr nach einem Tag, der schon genug Programm hatte. Unterm Strich also wieder ein gelungener Hamburg-Tag: erst Kopf verdrehen im Museum, dann Hafenluft, dann Fischbrötchen, ein bisschen Stadt und am Ende Pizza auf die entspannte Art.
Donnerstag, 9. April 2026
9.4.2026: Hamburg Teil 3: Ich lasse mich im Paradox Museum verwirren, fahre mit der Fähre durch den Hafen und lande am Ende bei Pizza im Hostel
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