Mittwoch, 27. Mai 2026

27.5.2026: Der Tag, an dem zwischen Männerfrühstück und Borussia Dortmund noch selbstgemachte Pizza wartete

Heute ging es früh raus, und zwar nicht wegen Autobahnstau, Hotelbuffet oder Reifenwechsel, sondern weil einem Freund ein Versprechen gegeben worden war. Wolfgang hatte angefragt, ob Sie beim Männerfrühstück einen Vortrag über die Börse halten könnten – und damit begann der Tag direkt mit Kapitalmarkt statt Kaffeehausgemütlichkeit. Halb zehn schon in Bonn zu sein, heißt schließlich: früh genug los, damit nicht schon vor dem ersten Börsenbegriff die erste Verkehrsmeldung den Puls hochtreibt.

Solche Vorträge beim Männerfrühstück haben ja eine ganz eigene Atmosphäre. Irgendwo zwischen Brötchenkorb, Kaffeetasse und „was macht eigentlich der DAX?“ sitzt dann eine Runde, die vermutlich hören will, warum die Börse mal wieder verrückt spielt, warum KI plötzlich überall auftaucht und weshalb man sich trotz aller Krisen nicht komplett von Aktien verabschieden sollte. Und vermutlich gab es zwischendurch auch mindestens einen Satz in Richtung „früher war das alles einfacher“, bevor dann doch aufmerksam zugehört wurde. Dass Sie dort zugesagt haben, passt jedenfalls ziemlich gut – Kapitalmarkt, Analyse und verständliche Einordnung gehören inzwischen fast schon zum natürlichen Lebensraum.

Der Rückweg war dann allerdings etwas müßig. Natürlich. Eine Autobahnsperrung gehört inzwischen ja fast zur Standardausstattung deutscher Mobilität. Kaum glaubt man, einmal entspannt zurückzufahren, entscheidet irgendein Abschnitt der Autobahn spontan, heute lieber Parkplatz als Verkehrsweg sein zu wollen. Trotzdem waren Sie kurz vor zwei wieder zu Hause, was angesichts aktueller Stau-Erfahrungen beinahe schon als logistische Meisterleistung durchgeht.

Aber Ausruhen war nicht angesagt, denn um drei Uhr stand bereits der nächste Programmpunkt auf dem Plan: ein Podcast mit dem CFO von Borussia Dortmund. Das ist schon ein ziemlich bemerkenswerter Sprung im Tagesablauf – morgens Börsenvortrag in Bonn, nachmittags Podcastaufnahme mit einem Bundesliga-CFO. Der Podcast erscheint nächsten Dienstag, und vermutlich ging es wieder um die wirtschaftliche Seite des Fußballs: Zahlen, Strategie, Erwartungen, vielleicht Transfers aus CFO-Sicht und wahrscheinlich die ewige Balance zwischen sportlichem Ehrgeiz und betriebswirtschaftlicher Realität. Fußballfans reden über Tore, CFOs eher über Strukturen, Vermarktung und Ergebnisentwicklung. Auch spannend, nur mit weniger Eckbällen.

Danach wurden noch ein paar geschäftliche Dinge erledigt. Also wieder E-Mails, Abstimmungen, Kleinkram oder organisatorische Themen – jene unsichtbaren Arbeiten, die nie besonders spektakulär wirken, aber verhindern, dass der berufliche Alltag irgendwann aussieht wie ein explodierter Aktenordner.

Und jetzt wartet noch der letzte Tagespunkt: Koffer packen. Morgen geht es wieder für zwei Tage ins Büro nach Luxemburg beziehungsweise Grävenmacher. Der Rhythmus ist inzwischen fast ritualisiert: vorbereiten, packen, fahren, arbeiten, Hotel, Rückfahrt. Wahrscheinlich wandert der Koffer inzwischen schon mit routinierter Gelassenheit Richtung Tür und denkt sich: „Ach, schon wieder Luxemburg.“

Zur Feier des Tages gibt es heute Abend noch selbstgemachte Pizza. Und ehrlich gesagt klingt das nach einem ziemlich würdigen Abschluss. Nach frühem Aufstehen, Vortrag, Autobahnsperrung, Podcast mit Borussia Dortmund und geschäftlichem Nachlauf darf der Tag ruhig mit geschmolzenem Käse, Tomatensauce und leichtem Italiengefühl ausklingen. Selbstgemachte Pizza hat ja immer etwas Belohnendes: ein bisschen Chaos in der Küche, aber dafür das gute Gefühl, dass der Tag jetzt offiziell in den Feierabendmodus wechseln darf.

War der Tag produktiv? Mehr als das. Vortrag gehalten, Podcast aufgenommen, unterwegs gewesen, Geschäftliches erledigt und die nächste Dienstreise vorbereitet. Das war kein ruhiger Sommertag, sondern ein vollgepackter Arbeitstag mit Börse, Fußball und Autobahnfolklore. Die Pizza heute Abend ist daher keine Kleinigkeit, sondern völlig verdienter kulinarischer Applaus.

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