Heute war Tag eins unserer kleinen Urlaubsreise, und der begann gleich mit einer ausgesprochen positiven Überraschung: Wir sind die rund 570 Kilometer nach Dresden tatsächlich richtig gut und praktisch staufrei durchgekommen. Bei einer solchen Strecke rechne ich inzwischen automatisch mit Baustellen, stockendem Verkehr und irgendeiner Vollsperrung, die natürlich genau dann auftaucht, wenn man selbst unterwegs ist. Heute wollte die Autobahn aber offenbar einmal nett zu uns sein.
So kamen Kerstin und ich entspannt in Dresden an. Und wie eigentlich jedes Mal war mein erster Gedanke wieder: Schön ist es hier. Dresden gehört einfach zu den Städten, in die ich gerne zurückkomme. Man kennt schon einiges, entdeckt trotzdem immer wieder etwas Neues und fühlt sich schnell wieder wohl.
Nach der langen Autofahrt ging es zunächst zum Einchecken ins Hotel. Anschließend mussten wir natürlich nicht sofort zum touristischen Großangriff übergehen. Nach 570 Kilometern darf der erste Programmpunkt ruhig etwas überschaubarer ausfallen. Also sind wir erst einmal gemütlich einen Kaffee trinken gegangen. Genau das Richtige, um endgültig vom Autobahn- in den Urlaubsmodus umzuschalten.
Inzwischen sind wir wieder im Hotel und ich habe den Koffer ausgepackt. Das ist bei mir mittlerweile ein erstaunlich routinierter Vorgang. Noch vor wenigen Tagen wurde derselbe Koffer für Grevenmacher gepackt, anschließend wieder ausgepackt und gestern gleich wieder für Dresden und Plauen gefüllt. Der Koffer führt derzeit wahrscheinlich das abwechslungsreichere Leben von uns beiden.
Jetzt ist für heute erst einmal Ruhe eingekehrt. Wir warten auf Kerstins Schwester, und anschließend wollen wir gemeinsam lecker essen gehen. Damit braucht der erste Urlaubstag eigentlich auch gar kein großes Besichtigungsprogramm mehr. Die Strecke ist geschafft, wir sind entspannt angekommen, Dresden sieht immer noch so schön aus wie beim letzten Mal und für den Abend wartet nette Gesellschaft mit gutem Essen.
Besser kann eine Reise eigentlich kaum anfangen. Und 570 Kilometer ohne Stau nehme ich vorsichtshalber als kleines Urlaubswunder mit – man weiß schließlich nicht, ob die deutschen Autobahnen morgen schon wieder zu ihrem normalen Geschäftsmodell zurückkehren.
Sonntag, 6. September 2026
6.9.2026: 570 Kilometer ohne Stau – Urlaub kann offenbar doch funktionieren
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