Eigentlich hatte ich mir den heutigen Dienstag ganz angenehm vorgestellt. Den Morgen erst einmal ruhig angehen lassen, ein paar Dinge erledigen und mich langsam auf die nächsten Arbeitstage vorbereiten. Bis elf Uhr funktionierte das sogar erstaunlich gut. Dann hatten offenbar gleich mehrere Leute gleichzeitig die Idee, dass ich dringend noch etwas für sie erledigen könnte. Innerhalb kurzer Zeit trudelten verschiedene Mails mit neuen To-dos ein, und aus meinem gemütlichen Vormittag wurde plötzlich wieder ein ganz normaler Arbeitstag.
Also habe ich mich an den Rechner gesetzt, Nachrichten beantwortet, Aufgaben sortiert und versucht, möglichst viel direkt vom Tisch zu bekommen. Ganz fertig geworden bin ich natürlich nicht, aber ich habe mein Bestes gegeben. Manchmal habe ich wirklich den Eindruck, dass meine Aufgabenliste ein Eigenleben führt. Kaum streiche ich zwei Punkte, stehen irgendwo schon wieder drei neue. Und das alles, obwohl ich eigentlich gerade dabei bin, mich auf die nächsten Tage in Luxemburg vorzubereiten.
Mittags stand dann allerdings ein Termin an, auf den ich mich deutlich weniger gefreut hatte: meine Parodontosebehandlung beim Zahnarzt. Es gibt ja angenehmere Möglichkeiten, seine Mittagszeit zu verbringen, als mit offenem Mund auf einem Behandlungsstuhl zu liegen und darauf zu warten, dass jemand mit diversen Instrumenten im Zahnfleisch arbeitet.
Immerhin war die Behandlung längst nicht so schlimm, wie ich vorher befürchtet hatte. Die Betäubung hat ihren Job offenbar ausgesprochen gründlich gemacht. So gründlich sogar, dass mein Kiefer vier Stunden später immer noch ziemlich taub ist. Ein merkwürdiges Gefühl, wenn man zwar weiß, dass das eigene Gesicht vollständig vorhanden ist, aber nicht überall eine entsprechende Rückmeldung bekommt. Angeblich soll die Wirkung gleich nachlassen. Ich hoffe es jedenfalls, denn irgendwann würde ich meinen Mund gerne wieder ganz normal benutzen können.
Jetzt steht noch das Kofferpacken auf dem Programm. Morgen früh geht es für drei Tage nach Luxemburg ins Büro. Diesmal wird es dort allerdings etwas intensiver als bei meinen üblichen Besuchen, denn am Donnerstag und Freitag steht die Interne Revision an. Morgen muss dafür noch einiges vorbereitet werden, damit wir möglichst gut durch die beiden Prüfungstage kommen.
Immerhin sind die wichtigsten Themen bereits besprochen, und ich hoffe, dass sich die Vorbereitung auszahlt. Ein bisschen Anspannung gehört bei solchen Terminen natürlich dazu, aber ich gehe die Sache einigermaßen gelassen an. Schließlich habe ich in meinem Berufsleben schon genügend Prüfungen erlebt.
Für heute möchte ich allerdings nur noch meinen Koffer fertig packen und einen ruhigen Abend mit Kerstin verbringen.
Und falls mein Kiefer bis morgen früh immer noch betäubt sein sollte, hätte das zumindest einen Vorteil: Bei der Internen Revision könnte ich dann endlich einmal behaupten, mir fehlen die Worte.
Dienstag, 13. Oktober 2026
13.10.2026: Erst die Mail-Flut, dann der Zahnarzt – ein Dienstag mit taubem Kiefer
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
14.10.2026: Vier Stunden bis Grevenmacher – und die wichtigste Frage war trotzdem das Mittagessen
Heute Morgen hätte ich eigentlich schon nach einer halben Stunde wieder umdrehen können. Nicht weil ich keine Lust auf Grevenmacher hatte, s...
-
Heute Morgen habe ich erst einmal richtig ausgeschlafen. Nach den beiden Tagen in Hamburg, der Konferenz, der Abendveranstaltung und natürli...
-
Was für eine Nacht. Um 4 Uhr früh ging’s los – und nicht etwa mit Frühstück im Bett, sondern mit Blaulicht-Stimmung. Kerstin ist mit Julia w...
-
Wenn man um 9:30 Uhr aufsteht, denkt man ja noch: „Ach, entspannter Tag, ich bin ja Rentner.“ Tja. Um 11 Uhr schon die erste Etappe des Tage...
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen