Nach dem gestrigen Sieg von Bayer 04 in Kreta wurde es gestern Abend doch etwas später. So ein Erfolg will schließlich noch ein bisschen genossen werden, und entsprechend habe ich heute Morgen auch länger geschlafen. Freitag eben, da darf man sich nach einer erfolgreichen europäischen Fußballnacht ruhig etwas mehr Zeit lassen. Ganz ohne Verpflichtungen war der Vormittag allerdings nicht, denn um elf Uhr hatte ich einen Call mit Volker zu verschiedenen Themen vereinbart.
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass wir die offenen Punkte in einer halben Stunde erledigt hätten. Ein bisschen besprechen, ein paar Entscheidungen treffen und fertig. Daraus wurden dann allerdings anderthalb Stunden. Offenbar hatten sich die Themen nicht an unsere ursprüngliche Zeitplanung gehalten. Immerhin war das Gespräch ausgesprochen konstruktiv und effizient, sodass die zusätzliche Stunde gut investiert war. Trotzdem finde ich es bemerkenswert, wie optimistisch ich bei solchen Terminen immer wieder bin. Nach all den Jahren müsste ich eigentlich wissen, dass aus einer halben Stunde ganz schnell neunzig Minuten werden können.
Anschließend ging es ins Sportstudio. Heute habe ich mir allerdings etwas mehr Zeit genommen als sonst. Nach den üblichen 60 Minuten Training habe ich den Freitag genutzt, um endlich mal wieder in die Sauna zu gehen. Das war richtig angenehm und eine schöne Abwechslung zu meinem sonst eher sportlich durchgetakteten Programm. Die letzte Ruhephase habe ich dann allerdings nach Hause verlegt. Schließlich kann man auch auf dem heimischen Sofa ganz hervorragend entspannen, ohne dafür noch länger im Fitnessstudio bleiben zu müssen.
Als ich wieder richtig zu Hause angekommen war, wurde es draußen schon dunkel. Die Tage werden inzwischen merklich kürzer, und irgendwie hat man das Gefühl, dass der Nachmittag kaum angefangen hat, bevor schon wieder der Abend vor der Tür steht. Ein paar geschäftliche Aufgaben und Kleinigkeiten am PC habe ich trotzdem noch erledigt. Ganz ohne Arbeit geht es bei mir offenbar selbst an einem Freitag nicht.
Heute Abend ist Kerstin mit ihren Freundinnen in der Stadt unterwegs, sodass ich gewissermaßen sturmfreie Bude habe. Wobei das bei mir natürlich etwas anders aussieht als früher. Statt großer Party, lauter Musik und jeder Menge Besuch gibt es einen gemütlichen Fernsehabend. Ich werde gleich den PC ausschalten, vorher aber noch einen Agenten losschicken, der sich um die Aktualisierung meiner Blogbeiträge kümmern soll. Wenn die Technik schon arbeiten kann, während ich auf dem Sofa sitze, wäre es ja geradezu fahrlässig, diese Möglichkeit nicht zu nutzen.
Danach stehen Eishockey und Fußball auf dem Programm, und zum Abendessen gibt es einen leckeren Salat. Ein durchaus vernünftiges Programm für einen Freitagabend allein zu Hause.
Freitag, 23. Oktober 2026
23.10.2026: Anderthalb Stunden statt dreißig Minuten
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