Heute stand mal wieder ein Bürotag in Grevenmacher auf dem Programm. Eigentlich weiß ich inzwischen ziemlich genau, was mich auf der Strecke erwartet – aber die Autobahn schafft es trotzdem immer wieder, mich zu überraschen.
Der Morgen begann nämlich alles andere als entspannt. Bereits in Leverkusen war Schluss mit freier Fahrt. Offenbar war die Autobahn über die Rheinbrücke gesperrt, sodass ich einen größeren Umweg über Köln-Süd und Brühl fahren musste. Aus den üblichen gut zwei Stunden wurden am Ende rund drei Stunden Fahrzeit. Irgendwann kennt man zwar alle Ausweichstrecken, aber Spaß macht es trotzdem nicht. Immerhin blieb genügend Zeit, Podcasts zu hören – man muss den Stau schließlich irgendwie sinnvoll nutzen.
Als kleine Entschädigung wartete mittags dann etwas deutlich Angenehmeres. Gemeinsam mit meinem Kollegen haben wir beim Chinesen Essen bestellt. Und das war wirklich lecker. Nach der langen Anreise tat eine ordentliche Mittagspause richtig gut, bevor es am Nachmittag wieder konzentriert weiterging.
Der restliche Arbeitstag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung. Für das morgige Meeting mussten noch zahlreiche Dokumente zusammengestellt, geprüft und vorbereitet werden. Daneben gab es natürlich auch wieder die üblichen To-dos, die sich im Laufe eines Bürotages ganz automatisch ansammeln. Insgesamt war es ein produktiver Tag, an dem ich vieles erledigen konnte und gut vorangekommen bin.
Jetzt geht es gleich ins Hotel. Auch dort läuft inzwischen alles nach einem festen Ritual ab. Zuerst noch schnell tanken, anschließend einchecken und dann direkt in den Fitnessraum. Die Stunde auf dem Fahrrad gehört mittlerweile fast genauso zu meinen Dienstreisen wie die Fahrt nach Grevenmacher selbst. Danach wartet der mitgebrachte Salat als Abendessen. Nach dem chinesischen Mittagessen passt das heute auch ganz gut.
Und wenn Sport und Essen erledigt sind, beginnt der gemütliche Teil des Abends. Natürlich läuft wieder die Fußball-Weltmeisterschaft. Die K.-o.-Runde ist inzwischen in vollem Gange, und auch ohne deutsche Beteiligung schaue ich mir die Spiele gerne an. Jetzt entscheidet jeder Fehler über Weiterkommen oder Ausscheiden – genau das macht diese Phase des Turniers so spannend.
Wenn ich auf den heutigen Tag zurückblicke, dann war die Anreise zwar wieder einmal der größte Gedulds-Test des Tages. Drei Stunden für den Weg ins Büro sind alles andere als ideal. Dafür lief der Arbeitstag selbst umso besser. Die wichtigen Unterlagen für morgen sind vorbereitet, viele Aufgaben sind erledigt und jetzt kann ich den Abend entspannt ausklingen lassen.
Bleibt nur die Hoffnung, dass die Rückfahrt morgen etwas weniger kreativ verläuft als die Hinfahrt heute. Wobei ich inzwischen gelernt habe: Auf der Strecke nach Grevenmacher sollte man lieber mit allem rechnen.
Donnerstag, 2. Juli 2026
2.7.2026: Der Tag, an dem Leverkusen wieder einen neuen Umweg erfand
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