Heute ging es endlich los. Unsere Rundreise durch Irland beginnt – und dafür war die Nacht entsprechend früh vorbei. Um sechs Uhr hieß es aufstehen, fertig machen, letzte Kontrolle der Koffer und hoffen, dass wirklich alles drin ist. Um sieben saßen Kerstin und ich bereits in der 782 und anschließend ging es mit der U-Bahn weiter zum Flughafen.
Dort passierte etwas, womit ich an einem Reisetag eigentlich nicht gerechnet hatte: Es lief einfach. Beim Check-in war niemand vor uns, sodass wir unser Gepäck direkt abgeben konnten. Auch die Sicherheitskontrolle war nach ungefähr zehn Minuten erledigt. Kein Schlangestehen, kein hektisches Umpacken und keine Diskussion darüber, warum ausgerechnet jetzt irgendwo ein technisches Problem auftritt. Fast schon verdächtig.
Auch der Flug nach Dublin verlief angenehm ruhig. Damit hätte der Start eigentlich kaum besser laufen können. Irgendwo musste sich allerdings noch eine kleine Reiseverzögerung verstecken – und die wartete dann in Dublin auf uns. Dort mussten wir rund 90 Minuten auf weitere Gäste unserer Reisegruppe warten. Nicht dramatisch, aber lang genug, um schon einmal festzustellen, dass eine organisierte Rundreise eben erst dann weitergeht, wenn wirklich alle da sind.
Schließlich war die Gruppe komplett und wir wurden gemeinsam mit dem Transfer zum Hotel gebracht. Einchecken, Koffer abstellen und erst einmal die Geräte ans Ladegerät hängen. Nach dem frühen Start waren Handy und Co. offenbar fast genauso urlaubsreif wie wir.
Lange im Hotel sitzen wollten wir trotzdem nicht. Also sind Kerstin und ich noch eine Runde durch Dublin gelaufen und haben uns bei einem Kaffee schon einmal ein bisschen auf die Stadt eingestimmt. Genau das mag ich am ersten Tag: noch kein großes Besichtigungsprogramm, sondern einfach loslaufen, schauen, wo man gelandet ist, und langsam im Urlaub ankommen.
Gleich steht das gemeinsame Abendessen mit der Reisegruppe an. Da werden wir vermutlich auch diejenigen kennenlernen, auf die wir heute Nachmittag 90 Minuten gewartet haben. Ich werde versuchen, ihnen das nicht sofort vorzuwerfen.
Morgen wird es dann ernst: Um acht Uhr startet unsere eigentliche Busreise mit einer Citytour durch Dublin.
Der Wecker darf also wieder ran. Urlaub kann manchmal erstaunlich wenig mit Ausschlafen zu tun haben.
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