Heute Morgen hat sich endgültig gezeigt, dass eine Rundreise mit Erholungsurlaub nur bedingt etwas zu tun hat. Um halb sieben klingelte der Wecker, um sieben saßen Kerstin und ich beim Frühstück und um acht begann offiziell unsere Busrundreise durch Irland. Ausschlafen wird offenbar völlig überschätzt.
Zum Auftakt blieben wir zunächst noch in Dublin und machten eine ausführliche Bustour durch die Stadt. Gestern hatten wir uns ja schon auf eigene Faust ein wenig umgesehen, heute bekamen wir nun die Erklärungen dazu. Vom Bus aus sieht man eine Stadt noch einmal ganz anders – und vor allem erfährt man, woran man am Vortag möglicherweise vollkommen ahnungslos vorbeigelaufen ist.
Zum Programm gehörte auch der Besuch einer Whiskey-Destillerie. Wenn man schon in Irland unterwegs ist, gehört das schließlich fast zur kulturellen Grundausbildung. Auf jeden Fall eine interessante Abwechslung zur klassischen Stadtrundfahrt und ein ziemlich passender Einstieg in unsere Reise.
Mittags hieß es dann Abschied nehmen von Dublin. Der Bus setzte sich Richtung Westküste in Bewegung, unser heutiges Ziel ist Oranmore bei Galway. Damit begann für mich eigentlich erst das richtige Rundreisegefühl: im Bus sitzen, aus dem Fenster schauen und beobachten, wie sich die Landschaft verändert. Genau darauf hatte ich mich gefreut.
Ungefähr auf halber Strecke legten wir noch einen Zwischenstopp bei einem alten Kloster ein. Das ist ja einer der Vorteile einer solchen Rundreise: Man fährt nicht einfach von A nach B, sondern hält unterwegs an Orten, an denen man alleine möglicherweise vorbeigefahren wäre.
Jetzt sind wir fast am Tagesziel. Gleich im Hotel einchecken, Zimmer beziehen und anschließend gemeinsam Abendessen. Danach entscheidet wahrscheinlich weniger unser kultureller Ehrgeiz als vielmehr die Uhrzeit darüber, wie es weitergeht.
Denn etwa einen Kilometer vom Hotel entfernt liegt das Dorf – und dort natürlich auch ein Pub. Sollte es nach dem Abendessen noch nicht zu spät sein, werden Kerstin und ich uns diesen Kilometer wohl noch zumuten müssen.
Schließlich sind wir in Irland. Da wäre es geradezu unhöflich, einen Pub in fußläufiger Entfernung einfach zu ignorieren.
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