Heute Morgen war die Nacht schon um sechs Uhr vorbei. Nicht weil der Wecker geklingelt hätte, sondern weil ich einfach nicht mehr schlafen konnte. Die Schlafqualität lag bei bescheidenen 67 Prozent. Hotel eben. Inzwischen erwarte ich dort auch gar keine Wunder mehr. Immerhin war ich dadurch bereits um halb sieben pünktlich beim Frühstück.
Das Frühstück war wirklich lecker, auch wenn ich es irgendwie geschafft habe, dabei ein bisschen herumzukleckern. Offenbar war ich noch nicht ganz wach. Aber satt geworden bin ich trotzdem, und kurz vor acht war ich bereits im Büro.
Dort hatte ich zunächst noch eine richtig angenehme Zeit für mich. Die Kollegen waren noch nicht da, also konnte ich ganz in Ruhe meinen Kaffee trinken, ein bisschen Podcast hören und mir auch noch eine Zigarette gönnen. Diese ruhigen Minuten am Morgen mag ich inzwischen besonders. Noch keine Fragen, keine spontanen Aufgaben und vor allem niemand, der dringend irgendein Dokument braucht. Ich wusste allerdings, dass dieser Zustand heute nicht besonders lange anhalten würde.
Kurz nach neun kam dann auch schon der Prüfer der Internen Revision, und damit war die Ruhe offiziell beendet. Den restlichen Tag waren wir damit beschäftigt, Unterlagen zusammenzustellen, Dokumente hochzuladen und verschiedene Fragen zu klären. Das lief insgesamt ordentlich, auch wenn solche Prüfungstage natürlich immer ihre eigene Dynamik entwickeln. Kaum ist eine Frage beantwortet, taucht irgendwo schon die nächste auf. Und natürlich musste ich parallel auch noch an einigen Protokollen arbeiten. Es wäre ja schließlich zu einfach, sich nur mit einer Sache gleichzeitig beschäftigen zu müssen.
Jetzt reicht es aber langsam, und ich werde mich gleich auf den Weg zurück ins Hotel machen. Morgen geht die Interne Revision in die nächste Runde, aber für heute habe ich erst einmal genug Dokumente gesehen.
Mein Abendprogramm wird diesmal etwas anders ablaufen als sonst. Normalerweise gehe ich direkt in den Fitnessraum und schaue anschließend Fußball. Heute drehe ich die Reihenfolge einfach um. Erst einmal gemütlich das Spiel in Posen im Fernsehen verfolgen und danach noch zum Abschluss ein bisschen Sport machen. Mal sehen, ob ich mich nach dem Fußball tatsächlich noch aufraffen kann. Der gute Wille ist jedenfalls vorhanden.
Und falls ich es tatsächlich noch in den Fitnessraum schaffe, wäre das immerhin ein erfolgreicher Abschluss des Tages.
Die Interne Revision prüft schließlich meine Unterlagen – meine Selbstdisziplin muss ich schon selbst überprüfen.
Donnerstag, 15. Oktober 2026
15.10.2026: 67 Prozent Schlaf, 100 Prozent Revision – und Fußball vor Fitness
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