Donnerstag, 1. Oktober 2026

1.10.2026: Irland, Tag 4 – Erst ein platter Reifen, dann ganz große Kulisse

Heute begann unser nächster Reisetag durch Irland erst einmal mit einer kleinen Zwangspause. Eigentlich sollte es pünktlich losgehen, aber unser Bus hatte andere Pläne: platter Reifen. Also hieß es warten, bis der Schaden repariert war. Irgendwie gehört so etwas zu einer Rundreise wohl auch dazu – solange der Reifen morgens am Hotel schlappmacht und nicht irgendwo mitten im irischen Nirgendwo, kann man vermutlich noch von gutem Timing sprechen.

Mit etwas Verspätung ging es dann aber los, und am Vormittag wartete gleich einer der Höhepunkte unserer Reise: die Cliffs of Moher. Schon beeindruckend, wenn man oben an diesen gewaltigen Klippen steht und weit unten der Atlantik gegen die Felsen schlägt. Das ist definitiv einer dieser Orte, bei denen Fotos zwar schön sind, aber die Dimensionen kaum richtig wiedergeben können. Und natürlich musste dort auch noch ein bisschen Geocaching beziehungsweise EarthCaching sein – Urlaub ist schließlich Urlaub, aber gewisse Pflichten bleiben.

Anschließend ging unsere Fahrt weiter Richtung Süden. Dabei mussten wir auch über den Shannon, und statt einer langen Strecke über Straßen und Brücken nahmen wir die Fähre. Bus auf die Fähre, einmal über den Fluss und auf der anderen Seite wieder runter – eine schöne Abwechslung zu den vielen Kilometern auf irischen Straßen.

Unser Tagesziel war Killarney. Nach der Ankunft hieß es wieder das inzwischen bestens bekannte Programm: einchecken, Zimmer beziehen, kurz ankommen und dann zum Abendessen.

Jetzt sitzen wir nach dem Essen noch mit einigen aus unserer Reisegruppe in der Bar. Nach den ersten Tagen kennt man sich inzwischen ein bisschen besser, und so wird aus einer Busladung fremder Menschen langsam eine ganz nette Truppe. Ein Getränk geht also noch – aber wahrscheinlich auch nicht viel mehr.

Morgen dürfen wir immerhin fast ausschlafen: Abfahrt ist erst um neun Uhr.

Nach den vergangenen Tagen fühlt sich neun Uhr inzwischen beinahe wie Langschläferurlaub an.

Mittwoch, 30. September 2026

30.9.2026: Irland, Tag 3 – Wild Atlantic Way, Kylemore Abbey und ziemlich müde Füße

Heute war einer dieser Urlaubstage, an denen man abends ganz genau weiß, was man gemacht hat: ziemlich viel. Kurz vor neun ging es in Oranmore mit dem Bus los, und diesmal führte uns die Strecke hinaus an die Küste. Schon der Name unserer Route klang nach Irland aus dem Bilderbuch: Wild Atlantic Way.

Und genau so präsentierte sich die Landschaft dann auch. Küste, Berge, Wasser und immer wieder diese typisch irische Landschaft, bei der man eigentlich ständig aus dem Busfenster schauen möchte. Zwischendurch merkt man allerdings auch, dass so eine Rundreise kein gemütlicher Strandurlaub ist. Es gibt viel zu sehen – und das bedeutet eben auch viele Kilometer.

Unser großes Ziel war die Kylemore Abbey. Dort hatten wir rund zwei Stunden Zeit, um uns die Abtei und die weitläufigen Gärten anzuschauen. Zwei Stunden klingen zunächst nach reichlich Zeit, sind aber erstaunlich schnell vorbei, wenn man nicht nur einmal kurz durchlaufen, sondern auch wirklich etwas sehen möchte. Die Anlage ist beeindruckend und liegt wunderschön – genau so ein Ort, den man mit Irland verbindet.

Danach ging es weiter nach Galway. Dort standen noch einmal rund 90 Minuten Sightseeing auf dem Programm. Also wieder raus aus dem Bus und hinein ins Stadtleben. Nach der vielen Landschaft war das ein schöner Kontrast, auch wenn sich inzwischen langsam bemerkbar machte, dass wir seit dem Morgen unterwegs waren.

Gegen 18 Uhr waren wir schließlich wieder im Hotel. Damit waren fast neun Stunden Rundreise geschafft, und die Aussicht auf das Abendessen um 19 Uhr kam genau richtig.

Ein besonders langer Abend wird es heute ganz sicher nicht mehr. Dafür war der Tag einfach zu voll und anstrengend. Außerdem erinnert uns der morgige Zeitplan bereits daran, dass eine Busrundreise keine Rücksicht auf müde Urlauber nimmt: Um 8.15 Uhr ist schon wieder Abfahrt. Dann verlassen wir die Gegend um Galway und fahren weiter Richtung Süden.

Heute dürfte deshalb nach dem Abendessen ziemlich schnell Schluss sein.

Irland ist wunderschön – aber ausschlafen gehört offenbar nicht zum Reiseprogramm.

Dienstag, 29. September 2026

29.9.2026: Früh raus, weit nach Westen – und am Ende wartet hoffentlich ein Pub

Heute Morgen hat sich endgültig gezeigt, dass eine Rundreise mit Erholungsurlaub nur bedingt etwas zu tun hat. Um halb sieben klingelte der Wecker, um sieben saßen Kerstin und ich beim Frühstück und um acht begann offiziell unsere Busrundreise durch Irland. Ausschlafen wird offenbar völlig überschätzt.

Zum Auftakt blieben wir zunächst noch in Dublin und machten eine ausführliche Bustour durch die Stadt. Gestern hatten wir uns ja schon auf eigene Faust ein wenig umgesehen, heute bekamen wir nun die Erklärungen dazu. Vom Bus aus sieht man eine Stadt noch einmal ganz anders – und vor allem erfährt man, woran man am Vortag möglicherweise vollkommen ahnungslos vorbeigelaufen ist.

Zum Programm gehörte auch der Besuch einer Whiskey-Destillerie. Wenn man schon in Irland unterwegs ist, gehört das schließlich fast zur kulturellen Grundausbildung. Auf jeden Fall eine interessante Abwechslung zur klassischen Stadtrundfahrt und ein ziemlich passender Einstieg in unsere Reise.

Mittags hieß es dann Abschied nehmen von Dublin. Der Bus setzte sich Richtung Westküste in Bewegung, unser heutiges Ziel ist Oranmore bei Galway. Damit begann für mich eigentlich erst das richtige Rundreisegefühl: im Bus sitzen, aus dem Fenster schauen und beobachten, wie sich die Landschaft verändert. Genau darauf hatte ich mich gefreut.

Ungefähr auf halber Strecke legten wir noch einen Zwischenstopp bei einem alten Kloster ein. Das ist ja einer der Vorteile einer solchen Rundreise: Man fährt nicht einfach von A nach B, sondern hält unterwegs an Orten, an denen man alleine möglicherweise vorbeigefahren wäre.

Jetzt sind wir fast am Tagesziel. Gleich im Hotel einchecken, Zimmer beziehen und anschließend gemeinsam Abendessen. Danach entscheidet wahrscheinlich weniger unser kultureller Ehrgeiz als vielmehr die Uhrzeit darüber, wie es weitergeht.

Denn etwa einen Kilometer vom Hotel entfernt liegt das Dorf – und dort natürlich auch ein Pub. Sollte es nach dem Abendessen noch nicht zu spät sein, werden Kerstin und ich uns diesen Kilometer wohl noch zumuten müssen.

Schließlich sind wir in Irland. Da wäre es geradezu unhöflich, einen Pub in fußläufiger Entfernung einfach zu ignorieren.

Montag, 28. September 2026

28.9.2026: Jetzt beginnt der Irland-Teil des Tagebuchs – und erfreulicherweise zunächst ohne Flughafenchaos.

Heute ging es endlich los. Unsere Rundreise durch Irland beginnt – und dafür war die Nacht entsprechend früh vorbei. Um sechs Uhr hieß es aufstehen, fertig machen, letzte Kontrolle der Koffer und hoffen, dass wirklich alles drin ist. Um sieben saßen Kerstin und ich bereits in der 782 und anschließend ging es mit der U-Bahn weiter zum Flughafen.

Dort passierte etwas, womit ich an einem Reisetag eigentlich nicht gerechnet hatte: Es lief einfach. Beim Check-in war niemand vor uns, sodass wir unser Gepäck direkt abgeben konnten. Auch die Sicherheitskontrolle war nach ungefähr zehn Minuten erledigt. Kein Schlangestehen, kein hektisches Umpacken und keine Diskussion darüber, warum ausgerechnet jetzt irgendwo ein technisches Problem auftritt. Fast schon verdächtig.

Auch der Flug nach Dublin verlief angenehm ruhig. Damit hätte der Start eigentlich kaum besser laufen können. Irgendwo musste sich allerdings noch eine kleine Reiseverzögerung verstecken – und die wartete dann in Dublin auf uns. Dort mussten wir rund 90 Minuten auf weitere Gäste unserer Reisegruppe warten. Nicht dramatisch, aber lang genug, um schon einmal festzustellen, dass eine organisierte Rundreise eben erst dann weitergeht, wenn wirklich alle da sind.

Schließlich war die Gruppe komplett und wir wurden gemeinsam mit dem Transfer zum Hotel gebracht. Einchecken, Koffer abstellen und erst einmal die Geräte ans Ladegerät hängen. Nach dem frühen Start waren Handy und Co. offenbar fast genauso urlaubsreif wie wir.

Lange im Hotel sitzen wollten wir trotzdem nicht. Also sind Kerstin und ich noch eine Runde durch Dublin gelaufen und haben uns bei einem Kaffee schon einmal ein bisschen auf die Stadt eingestimmt. Genau das mag ich am ersten Tag: noch kein großes Besichtigungsprogramm, sondern einfach loslaufen, schauen, wo man gelandet ist, und langsam im Urlaub ankommen.

Gleich steht das gemeinsame Abendessen mit der Reisegruppe an. Da werden wir vermutlich auch diejenigen kennenlernen, auf die wir heute Nachmittag 90 Minuten gewartet haben. Ich werde versuchen, ihnen das nicht sofort vorzuwerfen.

Morgen wird es dann ernst: Um acht Uhr startet unsere eigentliche Busreise mit einer Citytour durch Dublin.

Der Wecker darf also wieder ran. Urlaub kann manchmal erstaunlich wenig mit Ausschlafen zu tun haben.

Sonntag, 27. September 2026

27.9.2026: Noch einmal Alltag - morgen wartet Irland

Und heute bekommt die Irland-Vorfreude schon deutlich mehr Platz – schließlich ist der Koffer jetzt fast wichtiger als die To-do-Liste.

Sonntag – und eigentlich könnte man meinen, dass heute langsam Urlaubsmodus angesagt wäre. Schließlich fliegen Kerstin und ich morgen nach Irland. Mein Schreibtisch hatte allerdings offenbar andere Vorstellungen davon.

Nach dem Ausschlafen und Frühstück habe ich mich direkt an die üblichen Dinge gesetzt, die vor einer Reise natürlich unbedingt noch erledigt werden wollen. Als Erstes war die Nebenkostenabrechnung dran. Sicherlich keine Beschäftigung, bei der sofort Urlaubsgefühle aufkommen, aber immerhin kann ich jetzt auch dahinter einen Haken machen. Anschließend habe ich noch einige Blogbeiträge vorbereitet und damit ein bisschen dafür gesorgt, dass während unserer Irland-Woche nicht alles komplett zum Stillstand kommt.

Mittags habe ich mir dann einen kurzen Mittagsschlaf gegönnt. Schließlich muss man seine Kräfte einteilen – besonders dann, wenn anschließend wieder der PC wartet. Danach ging es tatsächlich weiter. Nebenbei liefen Fußball und Eishockey, sodass wenigstens etwas Unterhaltung im Hintergrund geboten war, während ich mich wieder mit der Erbschaftsabwicklung beschäftigt habe. Auch dieses Thema begleitet mich nun schon eine ganze Weile, und jeder weitere erledigte Punkt ist einer weniger, der irgendwann wieder auf meinem Schreibtisch landet.

Heute Abend wird es dann aber endlich deutlich angenehmer. Der Koffer muss gepackt werden, denn morgen geht es los. Eine Woche Rundreise durch Irland – darauf freue ich mich inzwischen richtig. Vorher wird heute Abend noch das Länderspiel geschaut, und dann sollte es das mit Arbeit, Abrechnungen und Erbschaft für eine Weile gewesen sein.

Spätestens wenn der Koffer zu ist, erkläre ich den Urlaub offiziell für eröffnet. Irland, wir kommen.

Samstag, 26. September 2026

26.9.2026: Erst die Steuer, dann das Guinness – Irland kann kommen!

Samstag – und damit erst einmal ausschlafen und anschließend mit Kerstin in Ruhe frühstücken. Viel schöner war heute Morgen allerdings das Telefonat mit Julia und der ganzen Familie. Einfach hören, was es bei ihnen Neues gibt, ein bisschen erzählen und für eine Weile den eigenen Terminkalender vergessen. Solche Gespräche sind mir inzwischen wichtiger als mancher Termin, der im Kalender mit drei Ausrufezeichen versehen ist.

Danach musste Bewegung her. Also rauf aufs Fahrrad und meine Runde um Unterbacher See und Elbsee gefahren. Anschließend folgte die inzwischen obligatorische Podcast-Ruhe: hinlegen, Kopfhörer auf und einfach zuhören. Eine ausgesprochen angenehme Form der Regeneration, bei der ich mir sogar einreden kann, dass sie irgendwie produktiv ist.

Am Nachmittag war es mit der Ruhe allerdings vorbei. Ich habe einige Podcasts vorbereitet, an einem Vortrag gearbeitet und verschiedene Texte fertig gemacht und weggeschickt. Wieder ein paar Dinge weniger auf der Liste, und das ist gerade besonders wichtig. Denn über allem schwebt inzwischen der Montag.

Dann fliegen wir nämlich für eine Woche nach Irland und starten dort zu unserer Rundreise. Darauf freue ich mich richtig. Vorher gibt es allerdings noch einen Gegner, der sich weder durch gute Vorbereitung noch durch sportlichen Ehrgeiz beeindrucken lässt: die Steuererklärung. Die muss bis zum 30. September raus, und da wir dann irgendwo in Irland unterwegs sind, lautet meine heutige Abendunterhaltung folgerichtig nicht Netflix, sondern Finanzamt.

Also jetzt noch einmal konzentrieren, Zahlen zusammensuchen, eintragen, prüfen und hoffentlich einen Haken dahintersetzen. Denn ich möchte am Montag lieber mit Kerstin und einem Koffer nach Irland fliegen als mit dem Gedanken, dass zu Hause eine halb fertige Steuererklärung auf mich wartet.

Guinness statt Steuerformular – für dieses Ziel lohnt sich sogar ein Samstagabend mit dem Finanzamt.

Freitag, 25. September 2026

25.9.2026: Podcast erledigt, Fisch in Sicht – Freitag kann ich

Heute war einer dieser Freitage, bei denen ich am Nachmittag das angenehme Gefühl habe, einiges geschafft zu haben, ohne dass der Tag dabei in Arbeit ausgeartet ist. Diese Mischung gefällt mir inzwischen ausgesprochen gut – und dürfte von mir aus gerne häufiger im Kalender stehen.

Angefangen hat alles so, wie ein Freitag beginnen sollte, wenn man morgens keinen zwingenden Termin hat: lange schlafen. Danach haben Kerstin und ich in Ruhe gefrühstückt, und erst dann habe ich mich an die Dinge gemacht, die noch erledigt werden mussten. Ein bisschen Geschäftliches hier, ein paar Kleinigkeiten dort – nichts Spektakuläres, aber am Ende verschwindet doch einiges von der To-do-Liste.

Mittags stand dann der wichtigste Termin des Tages an: eine neue Podcast-Aufzeichnung für die DVFA. Auch die ist gut über die Bühne gegangen. Mikrofon an, Gespräch geführt, Mikrofon aus – und wieder ein Punkt erledigt. So mag ich Termine besonders gerne: Man bereitet sie vor, macht sie und hat anschließend nicht das Gefühl, dass daraus plötzlich sieben neue Aufgaben entstanden sind.

Jetzt muss ich nur noch ein paar Termine für die kommenden Wochen koordinieren. Wobei „nur noch ein paar Termine koordinieren“ bei mir bekanntlich eine gefährliche Formulierung ist. Mein Kalender besitzt die erstaunliche Fähigkeit, aus einer kleinen Terminabstimmung innerhalb kürzester Zeit ein mittleres Logistikprojekt zu machen. Deshalb werde ich versuchen, mich heute rechtzeitig davon loszureißen.

Denn heute Abend wartet eindeutig der angenehmere Teil des Tages. Wir treffen uns mit unseren Bonner Freunden im Fischhaus in Hilden. Darauf freue ich mich. Schön essen, zusammensitzen, erzählen und einen entspannten Abend verbringen – nach einer Woche mit Grevenmacher, Hotel, Sitzungen, Politiken und Podcasts ist das genau das richtige Freitagsprogramm.

Und heute Abend wird garantiert nichts mehr aktualisiert.

Höchstens mein Getränk.

8.10.2026: Wenig Termine, viel Bewegung – und ein bisschen gepflegtes Nichtstun

Heute war endlich mal wieder einer dieser Tage, an denen mein Terminkalender erfreulich wenig von mir wollte. Ein ziemlich angenehmer Zustan...