Heute Morgen begann der Tag natürlich wieder mit der inzwischen obligatorischen Frage eines jeden Hotelaufenthalts: Was sagt meine Schlaf-App? Diesmal lautete die Antwort 64 Prozent. Ob das jetzt ein guter oder ein schlechter Wert ist, weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht so genau. Für meine Hotelverhältnisse ist es wahrscheinlich gar nicht einmal so schlecht, im Vergleich zu meinen teilweise deutlich über 90 Prozent zu Hause allerdings eher ausbaufähig. Mein Körper scheint jedenfalls weiterhin ziemlich genau zu wissen, ob er im eigenen Bett oder irgendwo anders liegt.
Kurz nach Viertel nach sechs war die Nacht für mich ohnehin vorbei, und bereits kurz nach halb sieben saß ich beim Frühstück. Das war wie immer sehr lecker und gehört definitiv zu den besseren Seiten meiner regelmäßigen Übernachtungen hier.
Beim Auschecken gab es dann allerdings eine kleine Neuigkeit. Die Kollegin erklärte mir, dass wir im kommenden Jahr kein Firmenkontingent mehr bekommen können, weil wir die erforderlichen 50 Übernachtungen pro Jahr nicht erreichen. Damit werden die Übernachtungen künftig teurer. Besonders viel kann ich daran allerdings auch nicht ändern. Nur um den günstigeren Preis zu bekommen, werde ich schließlich kaum freiwillig zusätzliche Nächte im Hotel verbringen. Bei 64 Prozent Schlafqualität wäre das ohnehin ein eher fragwürdiges Geschäftsmodell.
Gegen halb acht war ich bereits im Büro und habe direkt angefangen, einige geschäftliche Dinge abzuarbeiten. Eigentlich stand um zehn Uhr noch ein persönliches Meeting mit einem unserer Verwaltungsräte auf dem Programm. Kurz vor zehn kam allerdings der Anruf: persönlicher Notfall. Wenn ich es richtig verstanden habe, hatte die Sache irgendetwas mit seinem Pferd zu tun. Mehr weiß ich auch nicht, aber ein Pferde-Notfall ist auf meiner Liste möglicher Gründe für eine kurzfristige Meetingabsage bislang jedenfalls noch nicht besonders häufig vorgekommen.
Damit fiel der Termin vor Ort heute aus. Ganz verschwunden ist er allerdings nicht, sondern lediglich auf morgen um 14 Uhr verschoben worden. Dann eben virtuell beziehungsweise von zu Hause aus. Die Themen laufen schließlich nicht weg – leider meistens genauso wenig wie die daraus entstehenden To-dos.
Die plötzlich freie Zeit habe ich heute sinnvoll genutzt. Ich habe verschiedene Monatskontrollen erledigt, einige Statistiken erstellt und mich um die obligatorischen Dinge gekümmert, die regelmäßig anstehen und irgendwann einfach gemacht werden müssen. Außerdem habe ich bereits ein paar Podcasts vorgearbeitet. Insgesamt war es damit trotz des ausgefallenen Meetings ein ziemlich produktiver Tag. Vielleicht sogar gerade deswegen, denn unverplante Zeit im Büro hat gelegentlich erstaunliche Auswirkungen auf die Länge meiner To-do-Liste.
Jetzt reicht es aber auch. Nachher geht es wieder Richtung Heimat, und meine größte Hoffnung für den Nachmittag ist ausgesprochen bescheiden: möglichst wenig Verkehr auf der Autobahn. Wenn die Rückfahrt einigermaßen vernünftig läuft, bin ich zufrieden.
Zu Hause wird dann der Koffer ausgepackt, und anschließend werden die Füße hochgelegt. Keine Monatskontrollen mehr, keine Statistiken und möglichst auch keine spontanen Pferde-Notfälle.
Morgen ist schließlich auch noch ein Tag – und um 14 Uhr wartet das verschobene Meeting ja bereits auf mich.
Donnerstag, 3. September 2026
3.9.2026: 64 Prozent Schlaf, ein Pferde-Notfall und ein überraschend meetingfreier Vormittag
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