Freitag, 21. Februar 2025

21.2.2025: RIP Michael

Heute fehlen mir die richtigen Worte. Mein guter Freund Michael Müller ist gestern verstorben. Ein Mensch, mit dem ich unzählige Gespräche geführt, Bücher geschrieben, Gedanken ausgetauscht und viele Stunden auf dem Golfplatz verbracht habe.

Michael war nicht nur ein Freund, sondern ein Weggefährte, ein Sparringspartner für Ideen und ein Mensch, mit dem ich das Leben teilen konnte – in all seinen Facetten. Sein scharfer Verstand, sein Humor und seine Leidenschaft für das, was ihn bewegte, werden mir fehlen.

Es ist schwer zu begreifen, dass unsere Gespräche nun Erinnerungen sind. Doch diese Erinnerungen bleiben – an das Lachen, die Diskussionen, die geteilten Momente.

Ruhe in Frieden, Michael. Du wirst fehlen.

Donnerstag, 20. Februar 2025

20.2.2025: Der dritte Tag nach der OP – oder: Das große Liegenbleiben

Drei Tage nach meiner OP kann ich stolz verkünden: Ich habe fantastisch geschlafen! So gut, dass ich mich beim Aufwachen fast gefragt habe, ob die Ärzte mir heimlich ein Upgrade verpasst haben – vielleicht auf eine De-luxe-Version von mir selbst mit Schlafkomfort-Boost?

Motiviert startete ich in den Tag und bereitete sogar das Frühstück. Ein echter Power-Move, wenn man bedenkt, dass ich noch vor Kurzem den Bewegungsradius einer Topfpflanze hatte. Doch dann, als ob mein Körper sagen wollte: „Zu viel Motivation, mein Freund!“, meldete sich die Narbe mit einem dezenten Zwick… gefolgt von einem deutlich unhöflicheren Stechen. Gut, dann eben wieder hinlegen.

Aber keine Sorge, ich hatte ja einen Podcast. Ich lernte irgendetwas über die Welt, das ich in zwei Tagen wieder vergessen haben werde. Dann gab’s eine kurze Mittagspause mit Essen – was ich als ein Zeichen von Disziplin und Durchhaltevermögen werte – und anschließend das logische Programm: Wieder hinlegen. Neuer Podcast. Wieder ein bisschen schlauer (theoretisch).

Manchmal frage ich mich, warum mein Arzt mich eigentlich zwei Wochen krankgeschrieben hat. Aber dann fällt mir ein: Wenn ich heute schon wieder herumspringen könnte, hätte er mir wohl nur vier Tage gegeben. Also, alles gut! Es wird besser, Schritt für Schritt. Oder in meinem Fall: Liegeposition für Liegeposition.

Mittwoch, 19. Februar 2025

19.2.2025: Freiheit, Drainage und andere Abenteuer

Man glaubt ja immer, im Krankenhaus gibt es keine guten Nächte. Aber siehe da, ich habe tatsächlich mal gut geschlafen! Natürlich gibt es da ein winziges Detail: Die verdammte Regel, dass man um 7 Uhr aufstehen muss. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht damit wir alle kollektiv feststellen, dass unser Körper morgens um diese Zeit einfach noch nicht bereit für die Welt ist.

Dann die Visite – dieses tägliche Event, bei dem man mit Spannung darauf wartet, was der Arzt über einen zu sagen hat. Und heute? Trommelwirbel! „Drainage kann raus, Patient kann raus.“ Ein Satz wie Musik in meinen Ohren! Ich stelle mir vor, wie Engel singen und irgendwo im Hintergrund ein Film-Abspann läuft.

Gegen 10 Uhr kam dann Kerstin und holte mich ab. Heimfahrt! Endlich wieder raus aus dem Krankenhaus und rein in mein Reich. Natürlich sind meine Bauchmuskeln noch im Streik – sie haben anscheinend beschlossen, jede Bewegung mit einer kleinen Protestnote zu quittieren. Aber egal, das wird schon. Immerhin habe ich zwei Wochen offiziell die Lizenz zum Faulenzen.

Zu Hause angekommen, war das Gefühl einfach unbeschreiblich. Eigene Couch, eigene Kissen, keine Krankenhaus-Geräusche mehr, keine nächtlichen Pieptöne von fremden Geräten. Ich könnte schwören, meine Wohnung hat mich mit offenen Armen empfangen.

Und jetzt? Jetzt werde ich meine zwei Wochen Krankmeldung auskosten, mich pflegen lassen und das große Ziel verfolgen: möglichst wenig Bewegung, maximaler Komfort!

Dienstag, 18. Februar 2025

18.2.2025: Krankenhaus-Chaos und Champions-League-Hoffnungen: Ein Tag nach der OP

Die erste Nacht nach der OP – naja, sagen wir mal, „suboptimal“. Schlaf? Fehlanzeige. Um 3:30 Uhr dann der absolute Höhepunkt: ein neuer Mitbewohner im Krankenzimmer. Und was für einer! Ein schmieriger Typ, der anscheinend die geheime Mission hatte, mir den letzten Nerv zu rauben. Zum Glück war dieser Albtraum um 7 Uhr beendet, denn ich wurde verlegt. Halleluja! Ein bisschen wie ein Krankenhaus-Lottogewinn – ein neues Zimmer, neue Hoffnung.

Der Morgen startete dann mit dem üblichen Krankenhaus-Wahnsinn. Die Reihenfolge? Unklar. Aber zwischen Visite, Frühstück, Blutdruck messen, Blutzucker messen und Blut abnehmen ging es mir ein bisschen vor wie ein VIP auf einem sehr seltsamen Wellness-Trip – nur ohne Wellness.

Schmerzen waren am zweiten Tag leider noch da, aber zum Glück kam am Nachmittag meine liebe Ehefrau Kerstin vorbei und brachte ein bisschen Normalität und Wärme in das sterile Krankenhausleben. Jetzt heißt es: ein bisschen schlafen, damit ich später fit bin für die Champions League. Denn Prioritäten müssen sein!

Und wer weiß – vielleicht winkt ja morgen schon die Entlassung. Krankenhaus ist ja nett und so, aber mein eigenes Bett klingt doch deutlich attraktiver.

Montag, 17. Februar 2025

17.2.2025: Die große Bettenlotterie im Krankenhaus

Morgens in aller Frühe um 5:30 Uhr aufgestanden – das allein wäre ja schon eine Heldentat. Aber nein, heute war OP-Tag! Also ab ins Krankenhaus, wo ich um 7 Uhr auf der Matte stehen sollte. Motiviert? Naja. Müde? Absolut.

Die OP-Vorbereitung verlief dann auch… sagen wir mal, nicht ganz nach Lehrbuch. Mein Bett hatte offenbar beschlossen, selbstständig eine Schräglage einzunehmen – und zwar immer wieder nach hinten. Ein bisschen wie ein Freizeitpark-Fahrgeschäft, nur ohne das Vergnügen. Aber hey, immerhin waren die Krankenhaus-Kolleginnen und -Kollegen supernett. Das gleicht ja vieles aus.

Viertel vor acht dann der große Moment: Ab in den OP-Raum. Danach? Schnitt. Szenenwechsel.

Um 11 Uhr wieder aufgewacht – leicht benebelt, aber am Leben. Immerhin! Dann wurde ich aufs Zimmer geschoben, wo ich den Rest des Tages einer sehr anspruchsvollen Tätigkeit nachging: Schlafen. Mit Unterbrechungen für Schmerzen. Tolle Kombi.

Nachmittags tauchte Kerstin auf und leistete mir zwei Stunden Gesellschaft. Gespräche? Möglich. Erinnerungen daran? Schwierig. Jedenfalls war es schön, nicht allein zu sein.

Die Schmerzen sind noch da, aber die Prognose lautet: Morgen wird’s besser. Und jetzt? Augen zu, Klappe zu, Montag vorbei. Gute Nacht.

Sonntag, 16. Februar 2025

16.2.2025: Der Sonntag zwischen Bett und Krankenhaus

Sonntag – das Synonym für Ausschlafen, entspanntes Frühstück und vielleicht ein bisschen in den Tag hineinleben. Also, theoretisch. Praktisch sieht das dann doch immer etwas anders aus.

Nach einer sehr angenehmen Morgensession mit meinem treuen Begleiter, dem Kopfkissen, wurde erstmal standesgemäß gefrühstückt. Schließlich muss man Kraft sammeln – nicht nur für den Tag, sondern auch für die realistische Einschätzung, dass man am PC „ein bisschen arbeiten“ wird. Ein bisschen? Na ja, eher so viel, dass man sich fragt, ob man den Sonntag nicht doch gegen einen zweiten Samstag eintauschen könnte.

Aber dann – auf nach Euskirchen! Mit Frau Kerstin als Co-Pilotin ging’s ins Krankenhaus, denn mein 95-jähriger Vater wartete dort auf einen Besuch. Eine Generation, die mehr erlebt hat als ich jemals googeln könnte. Gesprächsstoff also garantiert! Nach einem angenehmen Plausch und sicherlich der ein oder anderen Lebensweisheit ging es dann gegen halb vier wieder zurück nach Hilden.

Kaffeezeit! Der magische Moment, in dem die Welt für einen kurzen Augenblick stillsteht. Doch statt sich in dieser Idylle zu verlieren, stand eine sportliche Meisterleistung an: 60 Minuten auf dem Hometrainer. Während andere den Sonntag gemütlich mit Netflix und Kuscheldecke ausklingen lassen, mache ich mich fit für den neuen Tag. Irgendwo muss man Prioritäten setzen!

Dann noch ein leckeres Abendessen – das Pflichtprogramm für Körper und Seele – und der Plan für heute Abend steht fest: nicht zu spät ins Bett! Morgen um 5:30 Uhr klingelt der Wecker, weil ich bereits um 7 Uhr in Benrath im Krankenhaus sein muss. OP steht an. Nein, kein Konzertbesuch, sondern eine Prozedur, die hoffentlich weniger aufregend ist, als es klingt.

Sonntage sind eben nicht nur zum Entspannen da, sondern auch für ein bisschen Abenteuer – selbst wenn es nur der Spagat zwischen Krankenhausbesuch, Hometrainer und der nächsten Challenge am Montagmorgen ist!

Samstag, 15. Februar 2025

15.2.2025: Ein Tag voller Genuss, Fußball und die perfekte Stadionwurst

Es gibt Tage, die starten so perfekt, dass selbst das Universum anerkennend nickt und sich denkt: „Ja, heute gönn ich dir.“ Heute war so ein Tag.

Der Morgen begann mit der Königsdisziplin eines gelungenen Tages: ausschlafen. Nicht dieses „Ich bleibe fünf Minuten länger liegen und bereue es dann“-Ausschlafen, sondern das echte, erholsame Ausschlafen, bei dem man sich nach dem Aufstehen fühlt, als hätte man ein neues Leben geschenkt bekommen. Frisch, energiegeladen – na gut, halbwegs – und bereit für das nächste Highlight: Frühstück.

Und was für eins! Ein Frühstück, das selbst ein hipper Brunch-Laden in Berlin-Mitte nicht besser hinbekommen hätte. Alles, was das Herz begehrt, stand auf dem Tisch – und das Beste: Niemand hat mir den letzten Croissant-Stummel geklaut. Dazu ein gemütlicher Mix aus YouTube und Pinterest, denn Inspiration und Entertainment gehören bekanntlich zu einer guten Verdauung.

Am Nachmittag wurde es dann ernst: Fußball in Leverkusen. Natürlich nicht irgendein Kick, sondern das absolute Topspiel: Bayer 04 gegen Bayern München. Die Werkself dominierte nach allen Regeln der Kunst – Ballbesitz, Chancen, Spielkontrolle. Bayern lief hinterher, als hätten sie sich in der Kabine mit der falschen Schuhgröße ausgestattet. Doch am Ende stand ein 0:0, das sich mehr nach Sieg anfühlte als eine Steuererstattung. Zufriedenheit pur.

Zurück zu Hause wartete dann das letzte Highlight des Tages: die legendäre Stadionwurst – aber selbst gemacht! Grill an, Würstchen drauf, Senf bereitgestellt – ein kulinarischer Moment, bei dem sogar die Bundesliga-Übertragung noch ein bisschen epischer wirkte. Nochmal die Highlights geschaut, ein paar Fehlentscheidungen kritisch beäugt und am Ende gedacht: Ein perfekter Tag – auch ohne drei Punkte.

10.9.2026: 74 Prozent Schlaf, alte Wirkungsstätten und ein netter Nachmittag mit Onkel Siegmar

Heute Morgen hatte ich beim Aufwachen eigentlich nur ein Gefühl: So richtig gut war die Nacht nicht. Meine Schlaf-App sah das offenbar etwas...