Heute ist Silvester in Bremen gewesen, aber der Tag begann ganz anders, als man es sich für den Jahresabschluss wünscht. Am Morgen erst einmal große Sorge: Tim musste ins Krankenhaus. Diagnose: Bauchgewebe eingeklemmt. Keine dieser Diagnosen, bei denen man ruhig den Kaffee austrinkt. Er wurde noch heute operiert, und zum Glück ist alles soweit gut gelaufen. Zur Sicherheit bleibt er bis morgen zur Überwachung auf der Intensivstation. Keine schöne Situation, aber eine mit erleichterndem Zwischenstand.
Der Tag stand damit emotional unter einer ganz anderen Überschrift als geplant. Viel Warten, viel Nachdenken, viel Hoffen. Am Abend haben wir dann trotzdem, so gut es ging, mit Julia, den beiden Enkeln und zwei Freunden ein wenig Silvester gefeiert. Kein großes Tamtam, kein lautes Feiern, eher ein bewusstes Zusammensein.
Gerade deshalb hatte der Abend etwas Besonderes. Dankbarkeit, dass alles gut gegangen ist. Nähe, weil man merkt, was wirklich zählt. Und dieses stille Gefühl, dass das neue Jahr hoffentlich ruhiger beginnt, als das alte endet.
Ein Silvester, das man so nicht plant, das man aber trotzdem nicht vergisst.