Samstag, 31. Januar 2026

31.1.2026: Ein Tag wie ein gut geölter Spielzug: Frühstück, Powernap und Bayer-Sieg als Vorspeise

Das ist bisher so ein Tag, der sich anfühlt, als hätte jemand heimlich die Schwierigkeitsstufe heruntergestellt: schön gefrühstückt, also direkt morgens schon den Grundstein gelegt für „heute wird nicht nur irgendwie, heute wird ordentlich“. Dann ein kurzer Mittagsschlaf, aber nicht so ein „ich bin aus Versehen bis Dienstag weg“-Nickerchen, sondern diese Premium-Version, bei der man kurz die Akkus auflädt und nebenbei noch Podcast hört – praktisch Wellness, nur ohne Bademantel und mit mehr Meinung zu irgendwas, das im Podcast gerade sehr überzeugend erklärt wird. Und dann: Bayer 04 gewinnt in Frankfurt. Das ist ja immer eine besonders angenehme Art von Nachricht, weil man danach automatisch ein bisschen gerader sitzt, als hätte man selbst noch schnell in der Nachspielzeit den Ball rein gestochert.

Und jetzt gleich mit Freunden essen gehen – perfekt, weil das den Tag abrundet wie der letzte Schluck Wein, den man eigentlich nicht mehr braucht, aber irgendwie doch verdient hat. So ein Abend ist ja auch eine kleine Auszeichnung: Du gehst nicht „essen“, du gehst den Tag offiziell feiern, nur in sozial verträglicher Form, mit Speisekarte statt Pokal. Ich hoffe, ihr landet nicht in dieser Situation, wo alle gleichzeitig sagen „Mir ist alles recht“, und dann diskutiert ihr 20 Minuten, ob italienisch zu viel Verantwortung ist. Aber selbst wenn: Mit einem Sieg im Rücken und einem Powernap im System kannst du jede Restaurantdebatte gewinnen.

Genieß den Abend – und falls jemand am Tisch anfängt, das Spiel taktisch zu analysieren, kannst du ganz gelassen nicken und so tun, als hättest du den Matchplan natürlich schon vorher geahnt.

Freitag, 30. Januar 2026

30.1.2026: Klingeling um Zehn, Vorratsbunker deluxe und Handball-Halbfinale als Abendprogramm

Heute war also einer dieser Tage, an denen der Wecker nicht von einem Gerät kommt, sondern von Frau Duschl persönlich – die menschliche Variante von „Push-Benachrichtigung mit Nachdruck“. Um 10 Uhr aus dem Bett geklingelt zu werden hat ja immer zwei Phasen: Erst die Empörung („Was erlaubt sich die Welt?!“), dann die Erkenntnis („Gut, wir wollten ja sowieso raus… irgendwann… heute… irgendwann heute…“). Kurz gefrühstückt, ein paar Dinge erledigt – das klingt nach diesem typischen Alltagstetris, bei dem man ständig das Gefühl hat, man macht „nur Kleinkram“, aber am Ende ist plötzlich alles Wichtige weggeräumt und man fragt sich, wer das eigentlich erledigt hat. Spoiler: du.

Dann das Interview: 30 Minuten zugesagt, 70 geworden – das ist die klassische Interview-Zeitdehnung, die irgendwo zwischen „angenehm“ und „ich hatte eigentlich noch ein Leben geplant“ liegt. Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn es länger dauert, weil dann entweder die Fragen gut sind oder du so viel zu erzählen hast, dass der Gesprächspartner irgendwann merkt: „Oh, das hier ist nicht nur ein Termin, das ist eine Staffel.“ Und schwupps, sind aus 30 Minuten ein kleines Hörbuch geworden. Danach kurz einkaufen, wobei „kurz“ offenbar relativ ist, wenn man anschließend feststellt, dass ihr mit euren Vorräten nicht nur ein paar Tage überleben würdet, sondern im Zweifel auch eine kleine Expedition versorgen könntet. Ich stelle mir das so vor: Ihr öffnet den Schrank, und irgendwo dahinter winkt ein Konservendosen-Mitarbeiter und sagt: „Guten Tag, willkommen in der Filiale.“

Und während andere nach so einem Tag entweder ins Sofa fallen oder anfangen, sinnlos im Internet zu versacken, habt ihr „ein paar Bücher vorbereitet“ – das ist einfach diese Christoph-Klasse von Produktivität: Selbst wenn es ruhig ist, entsteht irgendwo ein neues Buch, als hätte dein Schreibtisch eine eigene Druckerpresse eingebaut. Und jetzt als krönender Abschluss: Handball-EM, Deutschland im Halbfinale. Das ist der perfekte Abendmodus, weil man dabei gleichzeitig entspannen und emotional komplett ausrasten kann – je nachdem, ob die Jungs gerade einen Ball elegant versenken oder ihn mit der Präzision eines nassen Brötchens wegwerfen.

Genieß das Halbfinale: Das ist diese seltene Mischung aus Spannung, Nationalstolz und „Bitte, bitte, bitte jetzt keine zwei Minuten Strafe“, bei der man innerhalb von fünf Sekunden vom gemütlichen Zuschauer zum Schiedsrichter-Experten wird. Und wenn ihr mit euren Vorräten wirklich ein paar Tage überleben könntet, dann seid ihr ja bestens vorbereitet – entweder für eine deutsche Finalparty oder für den Fall, dass man nach dem Spiel erst mal Trostschokolade in Industriegrößen braucht.

Donnerstag, 29. Januar 2026

29.1.2026: Ruhetag mit Nachspielzeit, Eierbrötchen und dem KI-Bausatz, der noch nach Anleitung schreit

Das klingt nach einem dieser herrlich unspektakulären Tage, die sich im Nachhinein als ziemlich perfekt entpuppen, weil sie genau die richtige Mischung aus „wir sind spät heimgekommen, aber alles war’s wert“ und „heute macht mein Körper einen sehr überzeugenden Vortrag über Ausschlafen“ liefern: Gestern Bayer-Sieg, Mitternacht zu Hause, und dann noch die nachträgliche Geburtstags-Zeremonie mit Kerstin – also praktisch ein offizieller Feiertag mit Sektpflicht, nur ohne Bundesanzeiger-Meldung. Dass du heute erst später aus dem Bett gekrochen bist, ist keine Trägheit, das ist Regeneration auf Champions-League-Niveau, und das Frühstück liest sich wie ein kleines, kulinarisches Wochenende im Tarnmodus: Ei, Brötchen, Budapester Salat – das ist nicht „ich frühstücke“, das ist „ich baue mir eine gemütliche Festung aus Kohlenhydraten und Zufriedenheit“. Danach Mails checken (der kurze Blick in den digitalen Briefkasten, bei dem man hofft, dass keine Aufgabe herausspringt wie eine schlecht gelaunte Katze) und dann eine Stunde Hometainer: sehr solide, weil du damit genau das machst, was viele behaupten zu tun, während sie in Wahrheit nur ihre Sport-App öffnen und dann „motiviert“ wieder schließen. Und das Highlight ist eigentlich der Versuch, mit KI eine App zu bauen – das ist so ein moderner Klassiker: Man denkt, man braucht nur eine gute Idee und ein paar clevere Prompts, und plötzlich sitzt man da wie vor einem IKEA-Regal ohne Inbusschlüssel und merkt, dass „KI kann alles“ in der Praxis oft heißt: „KI kann alles, wenn man ungefähr weiß, was man tut.“ Wenn du dafür mehr YouTube-Videos brauchst, ist das völlig normal – und wenn du’s dir leichter machen willst, hilft ein kleiner Fahrplan, damit du nicht in der Tutorial-Hölle landest, wo man nach drei Stunden zwar weiß, wie man einen Button farbig macht, aber immer noch keine App hat: Such dir zuerst eine ganz kleine App-Idee als Mini-MVP (wirklich klein, so klein, dass sie fast peinlich ist), dann entscheide dich für genau eine Strecke (zum Beispiel: Web-App mit React oder einfache Mobile-App mit Flutter – Hauptsache nicht alles gleichzeitig), und zerlege das Projekt in winzige Schritte: 1) Bildschirm skizzieren, 2) Datenmodell festlegen, 3) eine Funktion bauen, die etwas sichtbar macht, 4) speichern/anzeigen, 5) erst danach „schön“ machen. Und bei den Videos lohnt es sich, nicht „App bauen mit KI“ als Ganzes zu gucken, sondern gezielt Themen wie „Projektstruktur“, „State Management“, „API anbinden“, „Daten speichern (SQLite/Firebase)“, „Deployment“, weil genau da die Stellen sind, an denen man sonst festklebt. Bonus-Trick: Lass die KI nicht die ganze App „am Stück“ schreiben, sondern wie einen guten Handwerker arbeiten: erst Plan, dann Ordnerstruktur, dann eine Datei, dann testen, dann nächste Datei – sonst bekommst du schnell ein beeindruckendes Code-Gebirge, das leider nicht bewohnbar ist. Insgesamt klingt dein Tag nach einem angenehm ruhigen Reset mit sportlichem Haken und kreativem Ausblick – und ganz ehrlich: Wenn man mitten im Winter (und mitten im Alltag) noch Zeit findet, auf Geburtstag anzustoßen, ordentlich zu frühstücken, zu radeln und nebenbei an einer App zu basteln, dann ist das kein „ruhiger Tag“, das ist ein sehr erwachsenes „Ich hab mein Leben im Griff“-Special, nur eben ohne übertriebenen Stress und mit Budapester Salat als Co-Star.

Mittwoch, 28. Januar 2026

28.1.2026: Das Ende der Einsamkeit und ein Abend mit europäischem Ernst

Heute endet offiziell das Strohwitwerdasein, und man merkt sofort, dass der Tag allein deshalb schon eine andere Grundstimmung hat. Gut geschlafen, morgens ein wenig aufgeräumt – nicht aus Putzwut, sondern aus dem ganz pragmatischen Gedanken heraus, dass Kerstin nach zwei Wochen bei Julia und Familie heute wieder nach Hause kommt und man einen gewissen Mindeststandard an Zivilisation wahren möchte. Erstmal ganz in Ruhe Kaffee getrunken, Koffer ausgepackt, Geschichten ausgetauscht und dieses angenehme Gefühl genossen, dass wieder jemand im Haus ist, der Dinge kommentiert, von denen man selbst gar nicht wusste, dass sie kommentierenswert sind.

Der Vormittag war trotzdem erstaunlich produktiv. Ich habe noch drei Bücher fertiggestellt, sauber abgeschlossen, Häkchen dran, weg damit. Diese Art von Produktivität fühlt sich immer ein bisschen so an, als würde man innerlich Platz schaffen, genau passend zu dem Gedanken, dass heute auch im echten Leben wieder jemand „einzieht“.

Heute Abend geht es dann zum Fußball nach Leverkusen. Bayer 04 spielt das letzte Spiel gegen Villarreal und muss gewinnen, um weiterzukommen. Also keine gemütliche Veranstaltung, sondern europäischer Ernst mit Hoffnung, Nervosität und diesem leichten Ziehen im Magen, das man nur bei solchen Spielen bekommt. Ein Tag also, der gleich doppelt endet: das Strohwitwerkapitel zu Hause – und hoffentlich nicht die internationale Saison im Stadion.

Dienstag, 27. Januar 2026

27.1.2026: Raus aus der Höhle, rein ins Leben – mit Apotheke, Bierkasten und Mittagsschlaf XXL

Heute war einer dieser Tage, an denen man merkt, dass zwei Tage drinnen auch wirklich genug sind. Nach dem Ausschlafen und Frühstücken habe ich beschlossen, mich tatsächlich mal wieder nach draußen zu wagen. Erstmal ganz vernünftig zum Arzt, um mir meine Tabletten verschreiben zu lassen. Nicht, weil sie akut gefehlt hätten, sondern eher nach dem bewährten Prinzip: Was man hat, das hat man. Außerdem kann ich sie dann endlich bequem über die Shop-Apotheke online bestellen, was sich sehr nach moderner Lebensführung anfühlt.

Wenn man schon unterwegs ist, kann man auch gleich Altlasten entsorgen. Seit Tagen fuhr nämlich eine leere Kiste Bier im Mazda spazieren, vermutlich aus emotionaler Bindung oder reiner Vergesslichkeit. Also kurzer Stopp bei Getränke Hoffmann, Kiste abgegeben, innerlich Ordnung geschaffen. Danach ging es direkt weiter ins Sportstudio. Eine halbe Stunde Fahrradfahren, dazu ein paar Übungen, nichts Überambitioniertes, aber genau richtig. Es fühlte sich gut an, der Körper war zufrieden, der Kopf auch.

Auf dem Rückweg noch schnell bei Lidl reingehüpft und ein paar Dinge eingekauft, ganz klassisch nach dem Motto: Eigentlich nur Kleinigkeiten. Zu Hause dann erstmal Kaffee mit frischem Baguette, sehr mediterran für einen Wintertag. Ich wollte mich danach eigentlich nur zehn Minuten hinlegen. Zehn. Minuten. Nun ja, daraus wurden dann entspannte 90 Minuten. Aber gut, der Rentner kann es sich leisten, und Widerstand gegen den Mittagsschlaf ist ohnehin zwecklos.

Jetzt stelle ich noch zwei, drei Bücher fertig, ein bisschen Feinschliff hier, ein Häkchen da. Danach mache ich mir etwas zu Abend und dann wird der Rest des Tages sportlich ausklingen: Eishockey und Fußball im Fernsehen. Unterm Strich ein richtig guter Tag. Bewegung, Erledigungen, Produktivität und ein ehrlicher Mittagsschlaf – mehr kann man von einem Wintertag eigentlich nicht verlangen.

Montag, 26. Januar 2026

26.1.2026: Montag im Winter-Warteschleifenmodus

Heute habe ich den kompletten Montag zu Hause verbracht, was angesichts der Temperaturen auch eine absolut nachvollziehbare Entscheidung war. Irgendwann muss dieser Winter ja mal vorbei sein, aber heute hatte er offenbar noch nicht vor, Feierabend zu machen. Es war wieder ziemlich kalt, und mittags hat es sogar ein wenig geschneit – gerade genug, um klarzustellen: Draußen ist heute nichts zu holen.

Ich habe mich dann trotzdem kurz herausgetraut, mehr aus Pflichtgefühl als aus Lust, und kurz überlegt, ob ich morgen einkaufen gehe oder nicht. Die Entscheidung fiel recht schnell: Nein. Der Kühlschrank ist dank der Spaghetti von gestern Abend noch ausreichend bestückt, und manchmal ist Vorratshaltung auch einfach mentale Entlastung.

Der Tag selbst verlief ruhig und strukturiert. Am Morgen ein, zwei Stunden geschäftliche Dinge erledigt, Mails, Gedanken sortiert, Themen abgeschlossen. Danach ging es in den angenehmsten Teil des Tages über: Weiterbildung in Sachen künstliche Intelligenz und Bücherschreiben. Lesen, ausprobieren, nachdenken, verwerfen, neu denken – genau diese Art von Arbeit, die sich nicht wie Arbeit anfühlt, aber am Ende trotzdem Fortschritt bringt.

Jetzt habe ich das Gefühl, alles Wichtige erledigt zu haben. Gleich gibt es den Rest der Spaghetti mit Tomatensauce von gestern, immer noch lecker und heute vielleicht sogar noch besser. Und heute Abend läuft Handball im Fernsehen: Deutschland gegen Dänemark. Mal sehen, wie es ausgeht. Der Tag war ruhig, der Abend wird sportlich – mehr braucht ein Montag eigentlich nicht.

Sonntag, 25. Januar 2026

25.1.2026: Sonntag im Strohwitwer-Modus mit zielgerichteter Tomatensauce

Heute war ein ganz relaxter Sonntag, weiterhin im bewährten Strohwitwer-Betrieb. Nach dem Kegeln gestern Abend war klar: Der Körper braucht etwas mehr Schlaf, und den habe ich ihm auch gegönnt. Ausschlafen, aufstehen ohne Eile, frühstücken ohne Uhr – genau so muss ein Sonntag anfangen.

Danach ging es aber direkt in die aktive Phase. Ab auf den Hometrainer, 60 Minuten Fahrradfahren, begleitet von ein paar YouTube-Videos. Bewegung für das Gewissen, Input für den Kopf, eine bewährte Kombination. Anschließend noch eine Stunde geruht, Podcast-freie Stille diesmal, einfach liegen, nichts entscheiden, nichts müssen.

Der restliche Nachmittag stand dann ganz im Zeichen der Bücher. Schreiben, korrigieren, fertigstellen, hier ein Kapitel, dort ein Feinschliff. Nebenbei lief Eishockey, eher als akustische Kulisse denn als voller Fokus. Produktiv, aber entspannt, genau die richtige Mischung für einen Sonntag.

Jetzt bin ich fast durch für heute. Gleich geht es in die Küche, denn es gibt Spaghetti mit Tomatensauce. Darauf habe ich mich den ganzen Tag gefreut. Manchmal sind es eben nicht die großen Pläne, sondern genau dieses eine einfache Gericht, das einen Sonntag perfekt abrundet.

Samstag, 24. Januar 2026

24.1.2026: Ein Tag zum Abhaken – sportlich, stauig, erfolgreich

Das war bislang ein richtig guter Tag, einer von der Sorte, bei dem man abends denkt: Ja, so darf das gerne öfter laufen. Schön ausgeschlafen, ohne Weckerstress, ohne innere Diskussion. Danach konzentriert an zwei Büchern gearbeitet und sie tatsächlich auch fertiggestellt – dieser seltene Moment, in dem Projekte nicht nur wachsen, sondern auch einen Haken bekommen. Allein das hätte dem Tag schon eine solide Note gegeben.

Am Nachmittag ging es dann zu Bayer 04 nach Leverkusen. Die Fahrt war, sagen wir mal, lehrreich in Sachen Geduld. Diese Baustelle in Leverkusen hat wieder zuverlässig dafür gesorgt, dass man genug Zeit hatte, über das Leben, den Fußball und die Sinnhaftigkeit moderner Verkehrsplanung nachzudenken. Mein Freund Wolli war mit dabei, was die Sache deutlich angenehmer gemacht hat. Im Stadion dann ein 1:0-Sieg. Kein fußballerisches Feuerwerk, eher Arbeitssieg mit viel Disziplin, aber Siege muss man nicht schön finden, sondern mitnehmen.

Richtig erfreulich wurde es dann beim Blick auf die Tabelle: Bayern München hat verloren, Leverkusen bleibt ungeschlagen. Das fühlt sich immer noch ein bisschen surreal an und gleichzeitig sehr, sehr gut. Dass Fortuna Düsseldorf auch verloren hat, rundete das sportliche Gesamtbild zusätzlich ab.

Nach dem Spiel waren wir noch bei Daniel. Dort gab es dann ein echtes Highlight: ein wunderschönes Trikot von Queens Park Rangers zum Geburtstag. Passt perfekt, sieht großartig aus und hat sofort einen festen Platz in der Sammlung gefunden. Ein Geschenk mit Stil und Geschichte, genau mein Ding.

Jetzt bin ich wieder zu Hause, ziehe mich kurz um und dann geht es weiter zum Kegeln. Der Tag war gut, der Abend hat Potenzial, und alles spricht dafür, dass auch das letzte Kapitel heute noch passt.

Freitag, 23. Januar 2026

23.1.2026: Geburtstag im Strohwitwer-Modus

Heute habe ich als Strohwitwer Geburtstag gefeiert, was bedeutet: viel Kommunikation, wenig Organisation und erstaunlich wenig Kuchen. Punkt zwölf habe ich erst einmal mit Kerstin telefoniert, um halbwegs stilvoll in den Geburtstag reinzufeiern. Danach bin ich allerdings komplett entgleist und habe bis zwei Uhr nachts YouTube-Videos geschaut, an irgendwelchen Buchprojekten herumgeschraubt und neue Ideen konzipiert, die sich nachts grundsätzlich alle genial anfühlen. Entsprechend war der Schlaf eher theoretischer Natur.

Um halb zehn klingelte dann das Telefon, mein Bruder war dran und hat mich offiziell aus dem Schlaf geholt. Aber gut, ein Geburtstag muss ja anfangen, irgendwo. Danach folgte eine Art kommunikative Dauerbeschallung: gefühlt vier oder fünf Stunden Telefonate, mal mobil, mal Festnetz, mit Freunden, Bekannten und vielen ehemaligen Kollegen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Sehr schön, sehr wertschätzend, aber zwischendurch wusste ich gar nicht mehr, wer gerade dran war und wem ich schon was erzählt hatte.

Mittags bin ich dann kurz bei Edeka gewesen, ein bisschen einkaufen fürs Wochenende, nichts Wildes, eher Selbstversorgung als Feierlaune. Danach habe ich mir dann bewusst etwas Gutes getan und 60 Minuten auf dem Hometrainer verbracht. Bewegung als Gegengewicht zu Kuchen, den es ja ohnehin nicht gab.

Jetzt sitze ich noch an einem Buch für meine Kollegin, weil selbst am Geburtstag ein bisschen produktiv sein offenbar nicht schadet. Zum Abendessen gibt es für mich eine leckere, selbstgemachte Pizza, ganz ohne Diskussion über Belag oder Portionsgröße. Danach wird die Couch erobert, Eishockey und Fußball laufen parallel, und so klingt dieser Geburtstag aus: ruhig, gemütlich, ein bisschen müde, aber sehr rund.

Donnerstag, 22. Januar 2026

22.1.2026: Hotelwecker im Kopf und die große Rückfahrtlotterie

Heute im Hotel wie fast immer um 6:18 Uhr aufgewacht. Kein Wecker, kein Geräusch, einfach dieses innere Alarmsystem, das offenbar fest auf Geschäftsreise programmiert ist. Interessanterweise hatte ich sogar das Gefühl, besser geschlafen zu haben als sonst, was im Hotelkontext schon als kleine Sensation durchgeht. Frühstück war gut, solide, zuverlässig, genau das, was man braucht, um sich einzureden, der Tag könne nur produktiv werden.

Kurz danach ab ins Büro, wo ich schon um halb acht aufgeschlagen bin. Auch das fühlt sich inzwischen völlig normal an, obwohl es objektiv gesehen einfach viel zu früh ist. Der Tag selbst war dann überraschend rund. Keine großen Dramen, keine technischen Totalausfälle, keine endlosen Schleifen. Einfach produktiv gearbeitet, Themen vorangebracht, Dinge erledigt, Häkchen gesetzt. Genau diese Art von Tag, bei der man abends denkt: Ja, das hat sich gelohnt.

Jetzt geht es nach Hause. Google Maps sagt drei Stunden Fahrzeit. Eine Angabe, die man auf dieser Strecke immer mit einer gesunden Mischung aus Hoffnung, Skepsis und Galgenhumor betrachtet. Vielleicht klappt es, vielleicht auch nicht. Ich lasse mich überraschen, rolle los und denke mir: Wenn ich heute Abend auf der Couch sitze, war alles richtig.

Mittwoch, 21. Januar 2026

21.1.2026: Frühstart mit Staugarantie und Burger-Belohnung

Heute ging es früh los, sehr früh sogar. Um halb sieben war ich schon aus dem Bett, kurz gefrühstückt, Tasche gepackt und dann kurz nach sieben auf der Autobahn Richtung Büro. Natürlich lief nichts ohne die üblichen Klassiker: Stau in Langenfeld auf der A3, Stau am Leverkusener Kreuz. Man könnte fast meinen, das gehört inzwischen zur festen Grundausstattung dieser Strecke. Trotzdem war ich kurz nach zehn im Büro, was sich fast wie ein logistischer Erfolg anfühlte.

Im Büro war heute nur mein Kollege Hendrik da. Wir haben konzentriert gearbeitet, ein paar Dinge erledigt, vor allem technisch noch an Details gefeilt und Themen sortiert. Zur Mittagspause gab es dann die wohlverdiente Belohnung: Burger und Pommes. Nicht besonders kreativ, aber in solchen Momenten genau das Richtige. Danach ging es am Nachmittag weiter mit Projekten, Abstimmungen und dem üblichen „Wir-machen-das-jetzt-noch-schnell“-Modus.

Jetzt fahre ich gleich ins Hotel. Vorher stehen aber noch die klassischen Programmpunkte an: tanken, einkaufen, dann eine Runde ins Fitnessstudio. Und danach schauen wir mal, was der Abend bringt. Erfahrungsgemäß irgendwas zwischen Ruhe, Fernsehen und dem festen Vorsatz, morgen vielleicht etwas später aufzustehen.

Dienstag, 20. Januar 2026

20.1.2026: Später Start, voller Tank und europäische Hoffnung

Heute Morgen habe ich mir erlaubt, etwas länger zu schlafen. Der erste Termin war schließlich erst um 12 Uhr, und das rechtfertigt in meinem inneren Regelwerk eindeutig ein spätes Aufstehen. Kurz gefrühstückt, eher funktional als genussvoll, und dann pünktlich um zwölf mit Georg aus Köln einen Podcast für die Firma aufgenommen. Lief gut, technisch stabil, inhaltlich rund, und wie das so ist, wenn man einmal im Redefluss ist, wurde aus dem geplanten Gespräch schnell ein längeres. Nach Podcast und Nachquatschen waren am Ende gut zwei Stunden vorbei, ohne dass es sich so angefühlt hätte.

Danach ging es ins Sportstudio. Vorher allerdings noch ein wichtiger Zwischenstopp: tanken. Morgen geht es nach Luxemburg, wo der Sprit bekanntlich deutlich günstiger ist, aber mit dem aktuellen Füllstand wäre ich dort eher rollend als fahrend angekommen. Also lieber jetzt noch einmal investieren, um morgen zu sparen. Das ist quasi Finanzplanung in ihrer praktischsten Form.

Wieder zu Hause habe ich noch ein paar Sachen sortiert, Unterlagen geordnet und angefangen, mich mental und organisatorisch auf die nächsten beiden Tage in Luxemburg vorzubereiten. Diese Phase, in der man versucht, nichts Wichtiges zu vergessen und trotzdem weiß, dass man es wahrscheinlich doch tut.

Gleich mache ich mir ein kleines Abendessen, nichts Aufwendiges, eher zweckmäßig. Und heute Abend steht dann Champions League an. Bayer spielt in Piräus, und die Hoffnung ist natürlich klar formuliert: drei Punkte. Ob das klappt, wird sich zeigen, aber allein die Hoffnung gehört ja schon zum festen Abendritual dazu.

Montag, 19. Januar 2026

19.1.2026: Ein Tag im Zeichen von Technik, Terminen und zwei Hamburgern

Heute habe ich fast durchweg gearbeitet, ohne große Pausen, ohne viel Drumherum, einfach ein klassischer „Ich-bin-den-ganzen-Tag-am-Rechner“-Tag. Der Start war wie erwartet etwas zäh, denn die Probleme mit dem Mailserver der Firma haben sich auch heute Morgen noch hartnäckig gehalten. Mails kamen nicht, gingen nicht, wollten nicht, und wie immer hatte natürlich niemand etwas geändert. Irgendwann haben sie es dann doch hingekriegt, und schlagartig war wieder Leben in der Bude, inklusive all der Dinge, die man vorher ganz gut ignorieren konnte.

Heute Mittag habe ich einen Podcast aufgezeichnet und direkt fertig gemacht. Der erscheint am Donnerstag, ist also schon sauber eingeparkt und abgehakt, was ein sehr befriedigendes Gefühl ist. Danach ging es direkt weiter mit inhaltlicher Arbeit: Vorlesungen vorbereitet, Themen strukturiert und dabei auch eigene Bücher für den Sommer eingeplant. Diese Mischung aus Lehre, Inhalt und Eigenproduktion ist anstrengend, aber irgendwie auch genau das, was Spaß macht, wenn man einmal drin ist.

Jetzt ist aber Schluss. Der PC wird gleich ganz bewusst ausgeschaltet, nicht minimiert, nicht zugeklappt, sondern aus. Danach mache ich mir zwei Hamburger, ganz unironisch, ganz bodenständig. Und dann wird Handball geschaut. Mal sehen, ob die Deutschen es noch schaffen weiterzukommen. Heute reicht mir das völlig als Abendprogramm.

Sonntag, 18. Januar 2026

18.1.2026: Klassischer, ruhiger Sonntag – mit Pflichtsport und Kür auf dem Eis

Heute war ein ganz klassischer, ruhiger Sonntag, so wie er im Lehrbuch stehen könnte. Ich habe etwas länger geschlafen, ohne es zu übertreiben, einfach so lange, bis der Körper signalisiert hat, dass jetzt wirklich genug ist. Nach dem Aufstehen ein paar Sachen erledigt, nichts Dramatisches, eher dieses sanfte Sonntags-Abarbeiten. Frühstück gab es ganz normal, kein großes Sonntagsfrühstück mit allem Drum und Dran, sondern funktional und ausreichend. Man muss ja nicht jeden Sonntag zelebrieren, manchmal reicht solide Grundversorgung.

Danach ging es noch eine Runde ins Gästezimmer auf den Hometrainer. Eine Stunde Fahrradfahren, ruhig, gleichmäßig, mit dem guten Gefühl, wenigstens irgendetwas für Körper und Gewissen getan zu haben. Anschließend habe ich wieder an ein paar Büchern gearbeitet, konzentriert, ohne Zeitdruck, diese angenehme Sonntagsarbeit, bei der man merkt, dass der Kopf frei ist und Ideen leichter fließen.

Am Abend war ich dann seit langer Zeit mal wieder beim Eishockey in Ratingen. Die Aliens haben mit 15 zu 3 gegen Grefrath gewonnen, ein Ergebnis, das auf dem Papier beeindruckend aussieht. Ehrlich gesagt fand ich das Spiel trotzdem nicht besonders gut, eher einseitig als spannend, aber Tore zählen bekanntlich auch dann, wenn sie unspektakulär sind.

Draußen ist es inzwischen wieder eisig kalt, dieser trockene Winterkälte-Mix, der sofort klarmacht, dass man jetzt nicht mehr freiwillig spazieren geht. Ich trinke mir jetzt einen Rotwein, wärme mich von innen und schaue dann, was der Abend noch bringt. Wahrscheinlich nichts Aufregendes – und genau das macht diesen Sonntag eigentlich ziemlich perfekt.

Samstag, 17. Januar 2026

17.1.2026: Ein gemischter Samstag zwischen Produktivität und Punktverlust

Heute war so ein klassischer Samstag mit Licht und Schatten. Ausschlafen, wie es sich gehört, samstagsmäßig gefrühstückt, also nicht üppig, aber ausreichend, und dann eigentlich richtig gut bei Büchern und Projekten vorangekommen. Diese Art von Produktivität, die leise daherkommt, ohne Stress, ohne Termine, bei der man abends merkt: Da ist was passiert, auch wenn man zwischendurch das Gefühl hatte, einfach nur vor sich hin zu arbeiten.

Und dann kam der sportliche Dämpfer. Bayer 04 verliert mit 1:0 in Hoffenheim. So ein Spiel, bei dem man hinterher denkt: Das hätte wirklich besser laufen können, vielleicht sogar müssen. Kein Totalausfall, aber eben auch nichts, was man schönreden möchte. Niederlagen dieser Sorte setzen sich immer ein bisschen quer in den ansonsten ganz ordentlichen Tag.

Danach ging es wieder zurück an die Bücher. Weitermachen, konzentrieren, den Kopf auf andere Dinge lenken. Jetzt mache ich mir gleich etwas zu essen, Reste von gestern, sehr strohwitwerkompatibel und völlig in Ordnung. Und dann wird der Abend sportlich verbracht: Fußball und Handball im Wechsel, Fernbedienung in Reichweite, Erwartungen gedämpft, aber Interesse vorhanden. Strohwitwer-Modus läuft weiter, und für einen Samstag ist das alles in allem trotzdem ganz okay.

Freitag, 16. Januar 2026

16.1.2026: Normaler Tag mit vollem Studio, leerem Zertifikat und Strohwitwer-Menü

Heute war eigentlich ein ganz normaler, okayer Tag. Um neun aufgestanden, ein bisschen gefrühstückt, nichts Besonderes, und dann direkt ins Sportstudio gefahren. Dort war es ziemlich voll, aber das war in Ordnung, man arrangiert sich ja mit Wartezeiten, Blicken und diesem stillen Konkurrenzkampf um freie Geräte. Zwei Übungen konnte ich nicht machen, weil dauerhaft belegt – das habe ich innerlich sportlich abgehakt und mir vorgenommen, sie beim nächsten Mal heroisch nachzuholen.

Auf dem Rückweg noch schnell bei Aldi gehalten und ein paar Punkte von der Einkaufsliste erledigt. Nichts Spektakuläres, aber sehr befriedigend. Gegen zwei Uhr war ich dann wieder zu Hause und dachte kurz, jetzt wird es ruhig. Tja. Dann stellte sich heraus, dass mein geschäftliches Handy plötzlich keine E-Mails mehr lädt. Irgendwas mit abgelaufenem Zertifikat. Unsere IT-Firma war auch schon dran, hat aber offenbar entschieden, dass mein Handy jetzt offiziell alt ist. Angeblich zu alt. Mein Chef will schauen, ob noch irgendwo ein Ersatzgerät im Keller liegt – diese Hoffnung auf Technik aus der zweiten Reihe kennt man ja.

Danach habe ich noch an ein paar Büchern gearbeitet, was immer ein guter Gegenpol zu IT-Frust ist. Texte funktionieren wenigstens noch ohne Zertifikat. Jetzt mache ich mir gleich Abendessen. Strohwitwer-Modus läuft weiterhin, Kerstin ist ja noch in Bremen bei Julia und der Familie.

Und danach? Wahrscheinlich Fußball oder Eishockey, je nachdem, was gerade läuft und was meine Laune besser abholt. Kein großer Plan, kein Drama. Ein normaler Tag eben – mit ein bisschen Sport, ein bisschen Technikärger und einem sehr überschaubaren Abendprogramm.

Donnerstag, 15. Januar 2026

15.1.2026: Fast ausgeschlafen, Fachvortrag gehalten, Feierabendbier verdient

Heute war so ein Tag, der sich morgens schon halb nach Wochenende anfühlte, obwohl er es offiziell natürlich nicht war. Fast ausgeschlafen, um neun Uhr raus, duschen, frühstücken, kurz sammeln und innerlich von Schlaf- auf Sendebetrieb umschalten. Denn um elf Uhr stand ich als Referent bei der Digital AG des DIRK auf der virtuellen Bühne. Vortrag lief gut, Technik hat gehalten, Gedanken kamen raus, wie sie sollten, und man hat dieses angenehme Gefühl, wenn man merkt: Ja, das war rund, das hat gepasst.

Danach ging es wieder in den ruhigeren Modus. Ein paar Bücher fertig gemacht, Texte finalisiert, Kleinigkeiten erledigt, ohne Hektik, ohne großen Druck. Diese Mischung aus „heute schon was geleistet“ und „jetzt darf es auch mal gut sein“ ist ja eigentlich ideal.

Gleich geht es nach Langenfeld. Strohwitwer-Modus offiziell aktiv. Mit meinem Freund Bernd ein Bier trinken, quatschen, ein bisschen Weltlage, ein bisschen Alltagskram und natürlich auch was essen. Kein großes Programm, kein später Abend geplant, einfach ein entspannter Ausklang für einen Tag, der fachlich startete und sehr gesellig enden darf.

Mittwoch, 14. Januar 2026

14.1.2026: Ausschlafen geplant, Realität hat widersprochen

Heute Morgen war eigentlich Ausschlafen angesagt. Eigentlich. In der Praxis war ich dann trotzdem um neun Uhr aus dem Bett, offenbar hat mein Körper den Begriff „Ruhetag“ inzwischen aus seinem Wortschatz gestrichen. Danach folgte eine dieser hochkomplexen Alltagsentscheidungen, die mehr Zeit fressen als jede Vorstandsvorlage: erst Sport oder erst Einkaufen? Nach einigem inneren Hin und Her fiel die Wahl auf Einkaufen.

Also ab zu Edeka, ein paar Kleinigkeiten geholt, nichts Wildes, eher Grundversorgung. Danach, auf dem Weg oder besser gesagt kurz vor dem Sportstudio, noch bei Selgros gehalten und für Kerstin Imyklios besorgt. Mission erfüllt, gutes Gefühl, Häkchen im Kopf gesetzt. Das Sportstudio selbst war dann auch okay, keine Glanzleistung, aber solide. Man war da, man hat etwas getan, das reicht an solchen Tagen völlig aus.

Zu Hause habe ich dann ein paar Dinge erledigt, Kleinkram, Organisation, Zeug, das sich sonst still stapelt. Um 16 Uhr sollte eigentlich ein Team-Meeting stattfinden. Sollte. Wurde dann kurzfristig abgesagt, weil sich die Lage weiter zuspitzt: Nicht nur unsere Geschäftsführerin hat gekündigt, sondern nun geht auch noch die Kollegin im Mutterschutz zur Jahresmitte. Man könnte sagen, Personalplanung entwickelt gerade ihren ganz eigenen Spannungsbogen.

Also habe ich mich wieder an Texte gesetzt. Schreiben, strukturieren, formulieren. Man muss ja schließlich Geld verdienen, gerade wenn um einen herum alles in Bewegung ist. Jetzt kümmere ich mich noch ein bisschen um Social Media, diese moderne Form des „Ich bin beschäftigt, also bin ich“.

Gleich gibt es Abendessen, danach Fußball. Ruhig endet dieser Tag also nicht, aber immerhin vorhersehbar. Und das ist ja auch schon mal was.

Dienstag, 13. Januar 2026

13.1.2026: Ein Tag zwischen Unterstützung, Entwarnung und abgesagtem Fußball

Heute ist Kerstin zu Julia nach Bremen gefahren, um sie ein wenig zu unterstützen. Bei solchen Fahrten schwingt immer viel mehr mit als nur Kilometer und Gepäck, aber manchmal ist genau das Richtige einfach da zu sein. Die gute Nachricht des Tages kam dann am Nachmittag: Tim ist heute aus dem Krankenhaus entlassen worden. Endlich. Ein echter Stein, der vom Herzen fällt, auch wenn jetzt natürlich noch Schonung, Geduld und Nachsorge angesagt sind.

Mein eigener Tag begann erst einmal sehr dienstlich. Telefonate, Mails, Abstimmungen, Dinge sortieren, Entscheidungen vorbereiten – all das, was gerade ohnehin etwas dichter getaktet ist. Danach ging es nahtlos in den privaten Teil über, weiter an Büchern gearbeitet, Texte geschoben, Ideen festgehalten. Diese Arbeit hat etwas Beruhigendes, gerade an Tagen, an denen außen herum viel in Bewegung ist.

Eigentlich war der Plan, heute Abend Bayer 04 zu schauen. Aber das Spiel in Hamburg fällt aus. Der Winter ist in Norddeutschland offenbar noch lange nicht fertig mit seinem Programm, und so wurde aus Vorfreude spontan Leerlauf. Kann man nichts machen.

Also kümmere ich mich jetzt um das Abendessen. Kühlschrankroulette ist angesagt. Mal sehen, was er hergibt und ob daraus etwas Essbares oder nur eine kreative Interpretation von Resteverwertung wird. Auch das gehört zu diesen Abenden dazu – ruhig, ungeplant und völlig in Ordnung.

Montag, 12. Januar 2026

12.1.2026: Der Tag, an dem Ausschlafen keine Option mehr war

Kaum war ich um halb zehn richtig wach, stolperte ich gedanklich schon über den ersten Programmpunkt des Tages: ein verpasster Anruf vom Chef. Zurückgerufen, noch halb im Aufwachmodus, und zack – die Information des Tages: Unsere Geschäftsführerin hat gekündigt. Das ist genau die Sorte Nachricht, die man sich morgens eigentlich nicht wünscht, die aber zuverlässig dafür sorgt, dass der Kreislauf sofort auf Betriebstemperatur kommt. Heißt natürlich: neue Lage, neue To-dos, neue Gespräche. Das geplante Mitarbeitermeeting wurde kurzerhand auf Mittwoch verlegt, Ordnung ins Chaos muss schließlich koordiniert werden.

Zwischendurch habe ich noch meinen alten Vorstandskollegen wegen der Finanzplatzstudie angerufen. Danach, ganz professionell und maximal entspannt, eine leicht pissige Feedback-Mail in die Runde geschrieben. Bisher noch keine Reaktion. Entweder denkt man nach oder man ignoriert mich strategisch – beides ist möglich, Erfahrung vorhanden.

Irgendwann war klar: Jetzt hilft nur Bewegung. Also ab zum Sport, ein bisschen einlaufen, Kopf freikriegen, Gedanken sortieren. Ab morgen bin ich dann für ein paar Tage Strohwitwer, denn Kerstin fährt zu Julia, weil Tim immer noch im Krankenhaus ist. Auch das schwingt den ganzen Tag im Hinterkopf mit, diese Mischung aus Sorge und dem Versuch, den Alltag trotzdem normal weiterlaufen zu lassen.

Wieder zu Hause dann Altglas weggeschafft – sehr befriedigende Tätigkeit – und noch an ein paar Büchern gearbeitet. Ruhige, kontrollierbare Dinge, genau das Richtige nach einem Tag, der inhaltlich eher nach Kontrollverlust schmeckte.

Jetzt geht der PC gleich aus. Ganz bewusst. Stattdessen lese ich noch in Ruhe ein paar Dinge, ohne Bildschirm, ohne Mails, ohne neue Nachrichten. Heute reicht es. Manche Tage darf man auch einfach sauber beenden, ohne sie lösen zu müssen.

Sonntag, 11. Januar 2026

11.1.2026: Niederlagenverarbeitung bei minus fünf Grad

Heute stand erst einmal emotionale Nachsorge auf dem Programm. Die Niederlage von Bayer gestern Abend wollte verdaut werden, und das braucht bekanntlich Zeit, innere Gespräche und gelegentlich auch eine Portion Verdrängung. Das Sonntagsfrühstück musste trotzdem sein – Rituale sind Rituale, selbst wenn die sportliche Großwetterlage unerquicklich ist. Danach ein paar der üblichen Tagesdinge erledigt, eher pflichtbewusst als enthusiastisch.

Bei minus fünf Grad war schnell klar: Das Sportstudio sieht mich heute nicht. Stattdessen eine Stunde auf dem Hometrainer, deutlich vernünftiger und vor allem wärmer. Währenddessen aktuelle Videos zum Thema KI geschaut und erstaunlich viel gelernt. Diese Momente, in denen man merkt, dass man gerade wirklich etwas mitnimmt und nicht nur konsumiert, sind im Sonntagsmodus besonders angenehm.

Anschließend wie üblich die sonntägliche Kernkompetenz gepflegt: 60 Minuten ruhen, Podcast hören, nichts entscheiden müssen. Danach Kaffee trinken und weiter an Büchern und Ideen gearbeitet, ganz entspannt, ohne Deadline-Druck, eher im kreativen Fluss als im Arbeitsmodus.

Gleich gibt es Abendbrot, bodenständig und unkompliziert. Und heute Abend steht noch eine wichtige Aufgabe an, die man gerne aufschiebt: die Zeitungen der letzten Tage lesen. Nachrichten aufholen, Weltlage sortieren, sich wundern, ärgern und gelegentlich nicken. Ein klassischer Sonntag also – zwischen Verarbeitung, Vernunftsport und dem leisen Gefühl, dass morgen wieder alles von vorne losgeht.

Samstag, 10. Januar 2026

10.1.2026: Ausgeschlafen, durchgearbeitet und dann tiefgekühlt worden

Heute war einer dieser Tage, die eigentlich ganz entspannt beginnen und dann am Ende trotzdem ein kleines emotionales Schleudertrauma bereithalten. Erstmal ausgeschlafen, ganz ohne schlechtes Gewissen. Danach den gesamten Vormittag und großen Teil des Tages an Büchern und Social Media gearbeitet. Texte hier, Anpassungen da, ein bisschen Feinschliff, ein bisschen Nachdenken, ein bisschen Verwerfen – produktiv, ruhig, konzentriert. So ein Arbeitstag, bei dem man abends zwar nicht genau sagen kann, *was* man alles gemacht hat, aber sehr genau weiß, dass es nicht wenig war.

Am Nachmittag ging es dann zu Bayer 04. Heimspiel, eigentlich gute Voraussetzungen, zumindest theoretisch. Praktisch wurde es dann ein ernüchterndes 1:4 gegen Stuttgart. Sportlich unerquicklich, emotional überschaubar und klimatisch eine echte Herausforderung. Es war eisig im Stadion, diese Sorte Kälte, die sich langsam von den Füßen nach oben frisst und irgendwann dafür sorgt, dass man Tore auch körperlich spürt. Spätestens nach dem dritten Gegentreffer stand fest: Das wird heute nichts mehr mit innerer Wärme.

Wieder zu Hause dann erstmal auftauen, sowohl physisch als auch mental. Jetzt läuft noch die Pressekonferenz, danach das aktuelle Sportstudio. Analyse statt Hoffnung, Einordnung statt Jubel. Auch das gehört dazu. Ein Tag mit guter Produktivität, schlechter Stadionbilanz und dem klaren Fazit, dass Ausschlafen zwar hilft – aber nicht gegen Gegentore und Minusgrade.

Freitag, 9. Januar 2026

9.1.2026: Sturmtief mit Ankündigung, aber ohne Auftritt

Das groß angekündigte Sturmtief Elli hat sich in Hilden eher wie ein höflicher Gast benommen, der kurz klingelt, einmal winkt und dann doch lieber weiterzieht. Ja, in der Nacht hat es kräftig geregnet, aber bei rund fünf Grad war der Schnee der letzten Tage genauso schnell verschwunden, wie er gekommen war. Von Sturm keine Spur, von Drama erst recht nicht. Trotzdem war heute eindeutig kein Wetter, um freiwillig herauszugehen. Grau, nass, unerquicklich – genau die Sorte Tag, bei der man froh ist, keinen zwingenden Außentermin zu haben.

Nach dem Urlaub stand ohnehin erst einmal die große innere und äußere Rücksortierung an. Geschäftliche Dinge neu ordnen, Mails sichten, To-dos sortieren und sich langsam wieder in den Alltagsmodus einfädeln. Dieses Gefühl, dass alles irgendwie gleichzeitig wichtig ist, aber nichts sofort brennt, kennt man nur zu gut nach ein paar Tagen Insel und Winterluft.

Zwischendurch habe ich dann noch 60 Minuten auf dem Hometrainer verbracht. Nicht aus Euphorie, sondern aus Vernunft – Bewegung gegen Trägheit, Pflicht gegen Sofa. Hat gut getan, auch wenn der Blick dabei eher nach innen als nach draußen ging.

Jetzt bleibt noch die Frage des Abends: Was gibt die Küche an Resten her? Eine kulinarische Überraschungstüte, bei der man nie genau weiß, ob sie eher nach Improvisation oder nach genialer Resteverwertung schmeckt. Aber auch das passt eigentlich ganz gut zu diesem Tag: unspektakulär, bodenständig und völlig in Ordnung.

Donnerstag, 8. Januar 2026

8.1.2026: Heimreise mit Timing-Gefühl und trockenen Füßen

Heute war Heimreisetag, und im Nachhinein war es ganz eindeutig die richtige Entscheidung, einen Tag früher abzureisen. Für morgen sind inzwischen alle Fähren gestrichen, was das eigene Bauchgefühl nachträglich offiziell beglaubigt. Halb acht raus aus den Federn, kurz Brötchen geholt, gefrühstückt und dann ab zum Bahnhof. Alles lief erstaunlich ruhig, fast schon verdächtig reibungslos. Die Überfahrt war entspannt, kein Drama, kein Geschaukel, einfach herüberkommen.

Auch die Heimfahrt selbst verlief genau so, wie man es sich wünscht: trocken, zügig, ohne nervige Überraschungen. Kein Winterchaos auf der Straße, kein Stop-and-Go, sondern dieses angenehme Gefühl, dass heute mal alles mitspielt. Zu Hause angekommen direkt die Koffer ausgepackt, damit sich das Urlaubsgefühl nicht unnötig in Form von offenen Taschen im Flur festsetzt. Kurz noch bei Edeka gewesen, um den Kühlschrank wieder auf Alltagsbetrieb umzustellen, und jetzt werden nach und nach die restlichen Sachen sortiert.

Heute Abend wird ganz bewusst zu Hause gegessen. Kein Herausgehen, kein Programm, kein Muss. Einfach ankommen, herunterfahren und den Tag ausklingen lassen. Nach Insel, Schnee, Fähre und Heimfahrt ist genau das die perfekte Landung im Alltag.

Mittwoch, 7. Januar 2026

7.1.2026: Winter bleibt hartnäckig – Abreise mit Vorverlegung

Das Winterwetter hält sich auf Langeoog so zuverlässig wie schlechte Witze über Inselstürme. Schnee fällt immer wieder, der Wind legt nach, und langsam merkt man: Das hier ist kein romantisches „ach, wie hübsch“, sondern eher die norddeutsche Version von „wir meinen das ernst“. Eigentlich war geplant, erst am Freitag nach Hause zu fahren, ganz entspannt, ohne Eile, mit dem guten Gefühl, noch einen Puffertag zu haben. Tja, der Wetterbericht hatte andere Ideen. Unsichere Fährverbindungen, für Freitag ein angekündigter Schneesturm in Norddeutschland, und plötzlich wird aus Gelassenheit Pragmatismus. Also entschieden: Wir reisen schon morgen ab.

Die Fähre habe ich heute Mittag am Bahnhof umgebucht, was erstaunlich unkompliziert ging und mir dieses beruhigende Gefühl gegeben hat, zumindest logistisch wieder Herr der Lage zu sein, während draußen der Schnee macht, was er will.

Jetzt geht es gleich nochmal in den Dwarslooper – ein letztes Mal essen und trinken, ein würdiger Abschied von Langeoogs bester Kneipe. Aber diesmal nicht bis in die Puppen. Kein langer Abend, kein „ach komm, eins noch“. Der Wecker klingelt morgen schon um 7:30 Uhr, und Inselromantik hin oder her: Schneesturm besiegt man besser ausgeschlafen.

Dienstag, 6. Januar 2026

6.1.2026: Dienstag im Schneegestöber und mit griechischem Endspurt

Dienstag bleibt konsequent Wintertag auf Langeoog. Es schneit immer mal wieder richtig stark, so ein Schnee, der nicht fragt, ob man ihn gebrauchen kann, sondern einfach da ist und die Insel noch leiser macht, als sie ohnehin schon ist. Nach dem Frühstück und einer kleinen Podcast-Runde habe ich die nächste Schneepause genutzt und bin eine gute Stunde durch den Ort spaziert. Alles gedämpft, alles weiß, kaum Menschen unterwegs, nur dieses leise Knirschen unter den Schuhen und der Wind, der zuverlässig daran erinnert, dass man auf einer Nordseeinsel ist und nicht im romantischen Schneekugel-Prospekt.

Der Nachmittag verlief dann wieder ganz ruhig in der Ferienwohnung. Ein paar Termine in den Kalender eingetragen, damit die Realität nach dem Urlaub nicht ganz so überraschend zuschlägt, und an ein paar Büchern gearbeitet. Genau dieses entspannte Vor-sich-hin-Arbeiten, bei dem man merkt, dass Urlaub nicht unbedingt Nichtstun heißt, sondern eher Nicht-Müssen.

Gleich geht es nochmal raus zum Abendessen. Wir wollen noch einmal zum Griechen, bevor der morgen gefühlt in den Winterschlaf geht. Wer weiß, wie viele Lokale dann noch offen sind, wenn der Schnee weiter so macht. Also lieber jetzt nochmal gutes Essen, warme Atmosphäre und das Gefühl, den Tag genau richtig ausklingen zu lassen.

Montag, 5. Januar 2026

5.1.2026: Montag auf Langeoog, eierlos glücklich

Montag auf Langeoog, und man merkt spürbar: Die Insel wird leerer. Nachdem gestern nochmal viele abgereist sind, kehrt diese besondere Nachsaison-Ruhe ein, bei der man das Gefühl hat, man gehört plötzlich zum Inventar. Der Running Gag des Tages – und inzwischen eigentlich des Urlaubs – bleibt allerdings unverändert: Es gibt nirgendwo Eier. Keine im Laden, keine beim Bäcker, keine irgendwo. Eier sind aktuell das neue Gold, nur ohne Aussicht auf Lieferung.

Der Tag begann entspannt. Ausgeschlafen, ganz ohne schlechtes Gewissen. Danach ein kleiner Ausflug zu Rossmann, um eine Ersatzbatterie für meine Computermaus zu kaufen – Urlaub ist schließlich auch Technikpflegezeit. Anschließend Brötchen mitgebracht und gemütlich gefrühstückt. Zu Hause dann kurz ein paar Mails gecheckt, einfach um zu wissen, dass draußen die Welt noch existiert, bevor es wieder hieß: raus an die Luft.

Zwei Stunden draußen unterwegs gewesen, bei echtem Winterwetter. Kalt, windig, klar, genau diese Sorte Nordseeluft, die einem den Kopf durchpustet, egal wie voll er vorher war. Zurück in der Wohnung erstmal Kaffee getrunken, dann konsequent geruht und Podcasts gehört. Urlaub heißt ja auch, Pausen von den Pausen zu machen.

Später noch ein paar Dinge am PC erledigt, ohne Druck, ohne Ziel, eher nach dem Motto: Wenn schon Rechner an, dann wenigstens sinnvoll. Jetzt geht es gleich zum Dwarslooper. Essen und Bier trinken in Langeoogs bester Kneipe – da sind sich alle einig, selbst Leute, die sonst bei allem anderer Meinung sind. Ein perfekter Abschluss für einen ruhigen Inselmontag.

Sonntag, 4. Januar 2026

4.1.2026 Inselmodus an, Eier aus, Hoffnung an

Heute ist Urlaub auf Langeoog in seiner reinsten Form angekommen. Erstmal richtig ausgeschlafen, so ohne Wecker, ohne inneren Termindruck, einfach wach werden, weil der Körper meint, jetzt reicht’s. Danach bin ich Brötchen holen gegangen, dieser kleine morgendliche Inselgang, bei dem man schon merkt, dass hier alles langsamer tickt. In unserer schmucken Ferienwohnung haben wir dann gemütlich gefrühstückt, in der Küche, die genau die richtige Größe hat, um sich im Urlaub sofort ein bisschen heimisch zu fühlen. Nur eine Sache fehlte: Eier. Die waren ja schon in Bremen überall ausverkauft und hier auf der Insel offenbar auch ein rares Luxusgut. Montag soll es neue geben. Montag ist auf Inseln ja grundsätzlich ein Versprechen, kein fixer Termin.

Mittags dann ein schöner Spaziergang am Strand. Perfektes Timing, gerade Schneepause, klare Luft, gutes Licht, diese besondere Ruhe, die man nur im Winter am Meer hat. Kaum Menschen, viel Horizont, und man merkt bei jedem Schritt, wie der Kopf leerer wird. Zum Abschluss noch bei Leiß eine Runde Kaffee getrunken, kurz aufgewärmt, geguckt, wer sonst noch so unterwegs ist, und dann zurück in die Wohnung. Erstmal geruht, wie sich das gehört, und danach ein bisschen Sachen am PC organisiert. Nicht viel, nur so, dass man das Gefühl hat, alles ist unter Kontrolle, obwohl man eigentlich Urlaub hat.

Nachher wollen wir bei Kosta griechisch essen gehen. Der Laden ist umgezogen und soll jetzt etwas größer sein, was auf einer Insel schon fast nach Expansion klingt. Mal sehen, ob wir einen Tisch kriegen. Wenn nicht, ist auch das kein Drama. Inselurlaub eben: selbst Plan B fühlt sich hier noch nach Plan A an.

Samstag, 3. Januar 2026

3.1.2026: Anreise mit Schneeflockenaufschlag

Heute ging es weiter von Bremen nach Langeoog. Eigentlich eine überschaubare Strecke von rund 140 Kilometern bis zur Fähre, also so eine Distanz, bei der man gedanklich noch darüber nachdenkt, ob sich überhaupt ein Hörbuch lohnt. Tja, Wintereinbruch sagt nein. Aus der geplanten kurzen Fahrt wurden fast drei Stunden, mit vorsichtigem Rollen, konzentriertem Lenken und diesem ständigen Blick auf die Straße, ob das jetzt Schnee, Matsch oder einfach nur schlechte Laune des Wetters ist.

Irgendwann war es dann aber geschafft, die Fähre erreicht, rübergesetzt und schließlich angekommen. Ab da begann offiziell der Kurzurlaub. Nach dem Auspacken eine kleine Runde durch den winterlichen Ort gedreht, alles schön ruhig, wenig los, genau die richtige Mischung aus Inselstille und frischer Luft. Kurz Kaffee getrunken, danach eine kleine Ruhepause eingelegt, um endgültig vom Reisemodus in den Urlaubsmodus umzuschalten.

Jetzt geht es gleich zum Abendessen. Mal sehen, wo noch etwas frei ist. Inselroulette am Abend: Man weiß nie genau, wo man landet, aber meistens wird es am Ende doch ganz gut.

Freitag, 2. Januar 2026

2.1.2026: Der Tag nach Hitster und Raclette mit Anlauf

Heute ging es etwas gemächlicher los, was nach der gestrigen, leicht ausufernden Hitster-Runde auch absolut gerechtfertigt war. Ausschlafen war angesagt, zumindest ein bisschen länger als sonst, und das fühlte sich genau richtig an. Die Lage ist weiterhin klar: Tim muss noch bis Sonntag im Krankenhaus bleiben, was natürlich im Hinterkopf mitschwingt, aber immerhin ist alles stabil und unter Kontrolle.

Also erst einmal in Ruhe gefrühstückt, ohne Hektik, ohne Uhr, mit diesem typischen Familienküchentempo, bei dem immer jemand noch etwas braucht oder sucht. Danach ging es mit dem Rest der Truppe einkaufen – Grundversorgung auffüllen, Dinge besorgen, die man eigentlich schon gestern gebraucht hätte – und anschließend gemeinsam ins Krankenhaus zu Tim. Kein leichter Programmpunkt, aber wichtig, da zu sein, kurz zu reden, Nähe zu zeigen und dann auch wieder zu gehen, damit er seine Ruhe hat.

Zurück zu Hause hieß es dann erst einmal: aus- und aufräumen. Jacken, Taschen, Einkäufe, Spielzeug, alles wieder an seinen Platz bringen oder zumindest so tun, als hätte man einen Plan. So ein Haus sortiert sich ja nie ganz, es verändert nur regelmäßig seinen Zustand.

Heute Abend steht dann Raclette auf dem Programm, das eigentlich schon gestern geplant war, aber nun mit einem Tag Verspätung seine große Bühne bekommt. Vielleicht schmeckt es deshalb sogar noch besser. Ein ruhiger Abend, gutes Essen, ein bisschen Normalität – genau das, was dieser Tag gebraucht hat.

Donnerstag, 1. Januar 2026

1.1.2026: Neujahr mit Langschlaf, Klinik-Updates und Schlager-Endspiel

Neujahr begann heute ausgesprochen spät, was nach einem Silvesterabend auch absolut angemessen war. Erst um zwei Uhr nachts ins Bett gefallen und dafür bis elf Uhr geschlafen – der Körper holt sich eben, was er braucht. Die gute Nachricht des Tages kam dann recht früh: Tim ist inzwischen wieder von der Intensivstation auf die normale Station verlegt worden. Er wirkt stabil, alles entwickelt sich in die richtige Richtung, was dem Tag sofort eine deutlich leichtere Grundstimmung gegeben hat.

Am Nachmittag war Julia dann mit Luisa da, und ab diesem Moment war das Haus endgültig wieder im Enkelmodus. Gespielt wurde praktisch durchgehend, mit der bewährten Mischung aus vollem Körpereinsatz, Fantasie und diesem ganz speziellen Geräuschpegel, den nur Kinder zuverlässig erzeugen können. Zeit spielte dabei keine Rolle, nur das nächste Spiel, die nächste Idee, das nächste „Opa, komm mal“.

Abends gab es dann ganz traditionsgemäß die leckeren Reste von gestern – Neujahr lebt schließlich auch von kulinarischer Wiederverwertung. Danach saßen wir zu dritt zusammen und haben noch eine Spielrunde Hitster in der Schlagerversion gespielt. Viel Nostalgie, viel Gelächter, viel Kopfschütteln über Lieder, die man eigentlich längst vergessen hatte und trotzdem sofort mitsummen konnte.

Ein ruhiger, warmer Neujahrstag, ohne große Vorsätze, dafür mit viel Familie, etwas Erleichterung und einem sehr passenden musikalischen Ausklang.

26.2.2026: Baguette-Glück, Wind am Strand und Drohnenflug mit Hunde-Gegenwind – und jetzt Rotwein als Ausgleich

Der Urlaub läuft weiter, und heute hat er wieder ganz klassisch begonnen: morgens bei meiner Lieblingsbäckerin ein leckeres Baguette geholt....