Kaum war ich um halb zehn richtig wach, stolperte ich gedanklich schon über den ersten Programmpunkt des Tages: ein verpasster Anruf vom Chef. Zurückgerufen, noch halb im Aufwachmodus, und zack – die Information des Tages: Unsere Geschäftsführerin hat gekündigt. Das ist genau die Sorte Nachricht, die man sich morgens eigentlich nicht wünscht, die aber zuverlässig dafür sorgt, dass der Kreislauf sofort auf Betriebstemperatur kommt. Heißt natürlich: neue Lage, neue To-dos, neue Gespräche. Das geplante Mitarbeitermeeting wurde kurzerhand auf Mittwoch verlegt, Ordnung ins Chaos muss schließlich koordiniert werden.
Zwischendurch habe ich noch meinen alten Vorstandskollegen wegen der Finanzplatzstudie angerufen. Danach, ganz professionell und maximal entspannt, eine leicht pissige Feedback-Mail in die Runde geschrieben. Bisher noch keine Reaktion. Entweder denkt man nach oder man ignoriert mich strategisch – beides ist möglich, Erfahrung vorhanden.
Irgendwann war klar: Jetzt hilft nur Bewegung. Also ab zum Sport, ein bisschen einlaufen, Kopf freikriegen, Gedanken sortieren. Ab morgen bin ich dann für ein paar Tage Strohwitwer, denn Kerstin fährt zu Julia, weil Tim immer noch im Krankenhaus ist. Auch das schwingt den ganzen Tag im Hinterkopf mit, diese Mischung aus Sorge und dem Versuch, den Alltag trotzdem normal weiterlaufen zu lassen.
Wieder zu Hause dann Altglas weggeschafft – sehr befriedigende Tätigkeit – und noch an ein paar Büchern gearbeitet. Ruhige, kontrollierbare Dinge, genau das Richtige nach einem Tag, der inhaltlich eher nach Kontrollverlust schmeckte.
Jetzt geht der PC gleich aus. Ganz bewusst. Stattdessen lese ich noch in Ruhe ein paar Dinge, ohne Bildschirm, ohne Mails, ohne neue Nachrichten. Heute reicht es. Manche Tage darf man auch einfach sauber beenden, ohne sie lösen zu müssen.
Montag, 12. Januar 2026
12.1.2026: Der Tag, an dem Ausschlafen keine Option mehr war
Sonntag, 11. Januar 2026
11.1.2026: Niederlagenverarbeitung bei minus fünf Grad
Heute stand erst einmal emotionale Nachsorge auf dem Programm. Die Niederlage von Bayer gestern Abend wollte verdaut werden, und das braucht bekanntlich Zeit, innere Gespräche und gelegentlich auch eine Portion Verdrängung. Das Sonntagsfrühstück musste trotzdem sein – Rituale sind Rituale, selbst wenn die sportliche Großwetterlage unerquicklich ist. Danach ein paar der üblichen Tagesdinge erledigt, eher pflichtbewusst als enthusiastisch.
Bei minus fünf Grad war schnell klar: Das Sportstudio sieht mich heute nicht. Stattdessen eine Stunde auf dem Hometrainer, deutlich vernünftiger und vor allem wärmer. Währenddessen aktuelle Videos zum Thema KI geschaut und erstaunlich viel gelernt. Diese Momente, in denen man merkt, dass man gerade wirklich etwas mitnimmt und nicht nur konsumiert, sind im Sonntagsmodus besonders angenehm.
Anschließend wie üblich die sonntägliche Kernkompetenz gepflegt: 60 Minuten ruhen, Podcast hören, nichts entscheiden müssen. Danach Kaffee trinken und weiter an Büchern und Ideen gearbeitet, ganz entspannt, ohne Deadline-Druck, eher im kreativen Fluss als im Arbeitsmodus.
Gleich gibt es Abendbrot, bodenständig und unkompliziert. Und heute Abend steht noch eine wichtige Aufgabe an, die man gerne aufschiebt: die Zeitungen der letzten Tage lesen. Nachrichten aufholen, Weltlage sortieren, sich wundern, ärgern und gelegentlich nicken. Ein klassischer Sonntag also – zwischen Verarbeitung, Vernunftsport und dem leisen Gefühl, dass morgen wieder alles von vorne losgeht.
Samstag, 10. Januar 2026
10.1.2026: Ausgeschlafen, durchgearbeitet und dann tiefgekühlt worden
Heute war einer dieser Tage, die eigentlich ganz entspannt beginnen und dann am Ende trotzdem ein kleines emotionales Schleudertrauma bereithalten. Erstmal ausgeschlafen, ganz ohne schlechtes Gewissen. Danach den gesamten Vormittag und großen Teil des Tages an Büchern und Social Media gearbeitet. Texte hier, Anpassungen da, ein bisschen Feinschliff, ein bisschen Nachdenken, ein bisschen Verwerfen – produktiv, ruhig, konzentriert. So ein Arbeitstag, bei dem man abends zwar nicht genau sagen kann, *was* man alles gemacht hat, aber sehr genau weiß, dass es nicht wenig war.
Am Nachmittag ging es dann zu Bayer 04. Heimspiel, eigentlich gute Voraussetzungen, zumindest theoretisch. Praktisch wurde es dann ein ernüchterndes 1:4 gegen Stuttgart. Sportlich unerquicklich, emotional überschaubar und klimatisch eine echte Herausforderung. Es war eisig im Stadion, diese Sorte Kälte, die sich langsam von den Füßen nach oben frisst und irgendwann dafür sorgt, dass man Tore auch körperlich spürt. Spätestens nach dem dritten Gegentreffer stand fest: Das wird heute nichts mehr mit innerer Wärme.
Wieder zu Hause dann erstmal auftauen, sowohl physisch als auch mental. Jetzt läuft noch die Pressekonferenz, danach das aktuelle Sportstudio. Analyse statt Hoffnung, Einordnung statt Jubel. Auch das gehört dazu. Ein Tag mit guter Produktivität, schlechter Stadionbilanz und dem klaren Fazit, dass Ausschlafen zwar hilft – aber nicht gegen Gegentore und Minusgrade.
Freitag, 9. Januar 2026
9.1.2026: Sturmtief mit Ankündigung, aber ohne Auftritt
Das groß angekündigte Sturmtief Elli hat sich in Hilden eher wie ein höflicher Gast benommen, der kurz klingelt, einmal winkt und dann doch lieber weiterzieht. Ja, in der Nacht hat es kräftig geregnet, aber bei rund fünf Grad war der Schnee der letzten Tage genauso schnell verschwunden, wie er gekommen war. Von Sturm keine Spur, von Drama erst recht nicht. Trotzdem war heute eindeutig kein Wetter, um freiwillig herauszugehen. Grau, nass, unerquicklich – genau die Sorte Tag, bei der man froh ist, keinen zwingenden Außentermin zu haben.
Nach dem Urlaub stand ohnehin erst einmal die große innere und äußere Rücksortierung an. Geschäftliche Dinge neu ordnen, Mails sichten, To-dos sortieren und sich langsam wieder in den Alltagsmodus einfädeln. Dieses Gefühl, dass alles irgendwie gleichzeitig wichtig ist, aber nichts sofort brennt, kennt man nur zu gut nach ein paar Tagen Insel und Winterluft.
Zwischendurch habe ich dann noch 60 Minuten auf dem Hometrainer verbracht. Nicht aus Euphorie, sondern aus Vernunft – Bewegung gegen Trägheit, Pflicht gegen Sofa. Hat gut getan, auch wenn der Blick dabei eher nach innen als nach draußen ging.
Jetzt bleibt noch die Frage des Abends: Was gibt die Küche an Resten her? Eine kulinarische Überraschungstüte, bei der man nie genau weiß, ob sie eher nach Improvisation oder nach genialer Resteverwertung schmeckt. Aber auch das passt eigentlich ganz gut zu diesem Tag: unspektakulär, bodenständig und völlig in Ordnung.
Donnerstag, 8. Januar 2026
8.1.2026: Heimreise mit Timing-Gefühl und trockenen Füßen
Heute war Heimreisetag, und im Nachhinein war es ganz eindeutig die richtige Entscheidung, einen Tag früher abzureisen. Für morgen sind inzwischen alle Fähren gestrichen, was das eigene Bauchgefühl nachträglich offiziell beglaubigt. Halb acht raus aus den Federn, kurz Brötchen geholt, gefrühstückt und dann ab zum Bahnhof. Alles lief erstaunlich ruhig, fast schon verdächtig reibungslos. Die Überfahrt war entspannt, kein Drama, kein Geschaukel, einfach herüberkommen.
Auch die Heimfahrt selbst verlief genau so, wie man es sich wünscht: trocken, zügig, ohne nervige Überraschungen. Kein Winterchaos auf der Straße, kein Stop-and-Go, sondern dieses angenehme Gefühl, dass heute mal alles mitspielt. Zu Hause angekommen direkt die Koffer ausgepackt, damit sich das Urlaubsgefühl nicht unnötig in Form von offenen Taschen im Flur festsetzt. Kurz noch bei Edeka gewesen, um den Kühlschrank wieder auf Alltagsbetrieb umzustellen, und jetzt werden nach und nach die restlichen Sachen sortiert.
Heute Abend wird ganz bewusst zu Hause gegessen. Kein Herausgehen, kein Programm, kein Muss. Einfach ankommen, herunterfahren und den Tag ausklingen lassen. Nach Insel, Schnee, Fähre und Heimfahrt ist genau das die perfekte Landung im Alltag.
Mittwoch, 7. Januar 2026
7.1.2026: Winter bleibt hartnäckig – Abreise mit Vorverlegung
Das Winterwetter hält sich auf Langeoog so zuverlässig wie schlechte Witze über Inselstürme. Schnee fällt immer wieder, der Wind legt nach, und langsam merkt man: Das hier ist kein romantisches „ach, wie hübsch“, sondern eher die norddeutsche Version von „wir meinen das ernst“. Eigentlich war geplant, erst am Freitag nach Hause zu fahren, ganz entspannt, ohne Eile, mit dem guten Gefühl, noch einen Puffertag zu haben. Tja, der Wetterbericht hatte andere Ideen. Unsichere Fährverbindungen, für Freitag ein angekündigter Schneesturm in Norddeutschland, und plötzlich wird aus Gelassenheit Pragmatismus. Also entschieden: Wir reisen schon morgen ab.
Die Fähre habe ich heute Mittag am Bahnhof umgebucht, was erstaunlich unkompliziert ging und mir dieses beruhigende Gefühl gegeben hat, zumindest logistisch wieder Herr der Lage zu sein, während draußen der Schnee macht, was er will.
Jetzt geht es gleich nochmal in den Dwarslooper – ein letztes Mal essen und trinken, ein würdiger Abschied von Langeoogs bester Kneipe. Aber diesmal nicht bis in die Puppen. Kein langer Abend, kein „ach komm, eins noch“. Der Wecker klingelt morgen schon um 7:30 Uhr, und Inselromantik hin oder her: Schneesturm besiegt man besser ausgeschlafen.
Dienstag, 6. Januar 2026
6.1.2026: Dienstag im Schneegestöber und mit griechischem Endspurt
Dienstag bleibt konsequent Wintertag auf Langeoog. Es schneit immer mal wieder richtig stark, so ein Schnee, der nicht fragt, ob man ihn gebrauchen kann, sondern einfach da ist und die Insel noch leiser macht, als sie ohnehin schon ist. Nach dem Frühstück und einer kleinen Podcast-Runde habe ich die nächste Schneepause genutzt und bin eine gute Stunde durch den Ort spaziert. Alles gedämpft, alles weiß, kaum Menschen unterwegs, nur dieses leise Knirschen unter den Schuhen und der Wind, der zuverlässig daran erinnert, dass man auf einer Nordseeinsel ist und nicht im romantischen Schneekugel-Prospekt.
Der Nachmittag verlief dann wieder ganz ruhig in der Ferienwohnung. Ein paar Termine in den Kalender eingetragen, damit die Realität nach dem Urlaub nicht ganz so überraschend zuschlägt, und an ein paar Büchern gearbeitet. Genau dieses entspannte Vor-sich-hin-Arbeiten, bei dem man merkt, dass Urlaub nicht unbedingt Nichtstun heißt, sondern eher Nicht-Müssen.
Gleich geht es nochmal raus zum Abendessen. Wir wollen noch einmal zum Griechen, bevor der morgen gefühlt in den Winterschlaf geht. Wer weiß, wie viele Lokale dann noch offen sind, wenn der Schnee weiter so macht. Also lieber jetzt nochmal gutes Essen, warme Atmosphäre und das Gefühl, den Tag genau richtig ausklingen zu lassen.
Montag, 5. Januar 2026
5.1.2026: Montag auf Langeoog, eierlos glücklich
Montag auf Langeoog, und man merkt spürbar: Die Insel wird leerer. Nachdem gestern nochmal viele abgereist sind, kehrt diese besondere Nachsaison-Ruhe ein, bei der man das Gefühl hat, man gehört plötzlich zum Inventar. Der Running Gag des Tages – und inzwischen eigentlich des Urlaubs – bleibt allerdings unverändert: Es gibt nirgendwo Eier. Keine im Laden, keine beim Bäcker, keine irgendwo. Eier sind aktuell das neue Gold, nur ohne Aussicht auf Lieferung.
Der Tag begann entspannt. Ausgeschlafen, ganz ohne schlechtes Gewissen. Danach ein kleiner Ausflug zu Rossmann, um eine Ersatzbatterie für meine Computermaus zu kaufen – Urlaub ist schließlich auch Technikpflegezeit. Anschließend Brötchen mitgebracht und gemütlich gefrühstückt. Zu Hause dann kurz ein paar Mails gecheckt, einfach um zu wissen, dass draußen die Welt noch existiert, bevor es wieder hieß: raus an die Luft.
Zwei Stunden draußen unterwegs gewesen, bei echtem Winterwetter. Kalt, windig, klar, genau diese Sorte Nordseeluft, die einem den Kopf durchpustet, egal wie voll er vorher war. Zurück in der Wohnung erstmal Kaffee getrunken, dann konsequent geruht und Podcasts gehört. Urlaub heißt ja auch, Pausen von den Pausen zu machen.
Später noch ein paar Dinge am PC erledigt, ohne Druck, ohne Ziel, eher nach dem Motto: Wenn schon Rechner an, dann wenigstens sinnvoll. Jetzt geht es gleich zum Dwarslooper. Essen und Bier trinken in Langeoogs bester Kneipe – da sind sich alle einig, selbst Leute, die sonst bei allem anderer Meinung sind. Ein perfekter Abschluss für einen ruhigen Inselmontag.
Sonntag, 4. Januar 2026
4.1.2026 Inselmodus an, Eier aus, Hoffnung an
Heute ist Urlaub auf Langeoog in seiner reinsten Form angekommen. Erstmal richtig ausgeschlafen, so ohne Wecker, ohne inneren Termindruck, einfach wach werden, weil der Körper meint, jetzt reicht’s. Danach bin ich Brötchen holen gegangen, dieser kleine morgendliche Inselgang, bei dem man schon merkt, dass hier alles langsamer tickt. In unserer schmucken Ferienwohnung haben wir dann gemütlich gefrühstückt, in der Küche, die genau die richtige Größe hat, um sich im Urlaub sofort ein bisschen heimisch zu fühlen. Nur eine Sache fehlte: Eier. Die waren ja schon in Bremen überall ausverkauft und hier auf der Insel offenbar auch ein rares Luxusgut. Montag soll es neue geben. Montag ist auf Inseln ja grundsätzlich ein Versprechen, kein fixer Termin.
Mittags dann ein schöner Spaziergang am Strand. Perfektes Timing, gerade Schneepause, klare Luft, gutes Licht, diese besondere Ruhe, die man nur im Winter am Meer hat. Kaum Menschen, viel Horizont, und man merkt bei jedem Schritt, wie der Kopf leerer wird. Zum Abschluss noch bei Leiß eine Runde Kaffee getrunken, kurz aufgewärmt, geguckt, wer sonst noch so unterwegs ist, und dann zurück in die Wohnung. Erstmal geruht, wie sich das gehört, und danach ein bisschen Sachen am PC organisiert. Nicht viel, nur so, dass man das Gefühl hat, alles ist unter Kontrolle, obwohl man eigentlich Urlaub hat.
Nachher wollen wir bei Kosta griechisch essen gehen. Der Laden ist umgezogen und soll jetzt etwas größer sein, was auf einer Insel schon fast nach Expansion klingt. Mal sehen, ob wir einen Tisch kriegen. Wenn nicht, ist auch das kein Drama. Inselurlaub eben: selbst Plan B fühlt sich hier noch nach Plan A an.
Samstag, 3. Januar 2026
3.1.2026: Anreise mit Schneeflockenaufschlag
Heute ging es weiter von Bremen nach Langeoog. Eigentlich eine überschaubare Strecke von rund 140 Kilometern bis zur Fähre, also so eine Distanz, bei der man gedanklich noch darüber nachdenkt, ob sich überhaupt ein Hörbuch lohnt. Tja, Wintereinbruch sagt nein. Aus der geplanten kurzen Fahrt wurden fast drei Stunden, mit vorsichtigem Rollen, konzentriertem Lenken und diesem ständigen Blick auf die Straße, ob das jetzt Schnee, Matsch oder einfach nur schlechte Laune des Wetters ist.
Irgendwann war es dann aber geschafft, die Fähre erreicht, rübergesetzt und schließlich angekommen. Ab da begann offiziell der Kurzurlaub. Nach dem Auspacken eine kleine Runde durch den winterlichen Ort gedreht, alles schön ruhig, wenig los, genau die richtige Mischung aus Inselstille und frischer Luft. Kurz Kaffee getrunken, danach eine kleine Ruhepause eingelegt, um endgültig vom Reisemodus in den Urlaubsmodus umzuschalten.
Jetzt geht es gleich zum Abendessen. Mal sehen, wo noch etwas frei ist. Inselroulette am Abend: Man weiß nie genau, wo man landet, aber meistens wird es am Ende doch ganz gut.
Freitag, 2. Januar 2026
2.1.2026: Der Tag nach Hitster und Raclette mit Anlauf
Heute ging es etwas gemächlicher los, was nach der gestrigen, leicht ausufernden Hitster-Runde auch absolut gerechtfertigt war. Ausschlafen war angesagt, zumindest ein bisschen länger als sonst, und das fühlte sich genau richtig an. Die Lage ist weiterhin klar: Tim muss noch bis Sonntag im Krankenhaus bleiben, was natürlich im Hinterkopf mitschwingt, aber immerhin ist alles stabil und unter Kontrolle.
Also erst einmal in Ruhe gefrühstückt, ohne Hektik, ohne Uhr, mit diesem typischen Familienküchentempo, bei dem immer jemand noch etwas braucht oder sucht. Danach ging es mit dem Rest der Truppe einkaufen – Grundversorgung auffüllen, Dinge besorgen, die man eigentlich schon gestern gebraucht hätte – und anschließend gemeinsam ins Krankenhaus zu Tim. Kein leichter Programmpunkt, aber wichtig, da zu sein, kurz zu reden, Nähe zu zeigen und dann auch wieder zu gehen, damit er seine Ruhe hat.
Zurück zu Hause hieß es dann erst einmal: aus- und aufräumen. Jacken, Taschen, Einkäufe, Spielzeug, alles wieder an seinen Platz bringen oder zumindest so tun, als hätte man einen Plan. So ein Haus sortiert sich ja nie ganz, es verändert nur regelmäßig seinen Zustand.
Heute Abend steht dann Raclette auf dem Programm, das eigentlich schon gestern geplant war, aber nun mit einem Tag Verspätung seine große Bühne bekommt. Vielleicht schmeckt es deshalb sogar noch besser. Ein ruhiger Abend, gutes Essen, ein bisschen Normalität – genau das, was dieser Tag gebraucht hat.
Donnerstag, 1. Januar 2026
1.1.2026: Neujahr mit Langschlaf, Klinik-Updates und Schlager-Endspiel
Neujahr begann heute ausgesprochen spät, was nach einem Silvesterabend auch absolut angemessen war. Erst um zwei Uhr nachts ins Bett gefallen und dafür bis elf Uhr geschlafen – der Körper holt sich eben, was er braucht. Die gute Nachricht des Tages kam dann recht früh: Tim ist inzwischen wieder von der Intensivstation auf die normale Station verlegt worden. Er wirkt stabil, alles entwickelt sich in die richtige Richtung, was dem Tag sofort eine deutlich leichtere Grundstimmung gegeben hat.
Am Nachmittag war Julia dann mit Luisa da, und ab diesem Moment war das Haus endgültig wieder im Enkelmodus. Gespielt wurde praktisch durchgehend, mit der bewährten Mischung aus vollem Körpereinsatz, Fantasie und diesem ganz speziellen Geräuschpegel, den nur Kinder zuverlässig erzeugen können. Zeit spielte dabei keine Rolle, nur das nächste Spiel, die nächste Idee, das nächste „Opa, komm mal“.
Abends gab es dann ganz traditionsgemäß die leckeren Reste von gestern – Neujahr lebt schließlich auch von kulinarischer Wiederverwertung. Danach saßen wir zu dritt zusammen und haben noch eine Spielrunde Hitster in der Schlagerversion gespielt. Viel Nostalgie, viel Gelächter, viel Kopfschütteln über Lieder, die man eigentlich längst vergessen hatte und trotzdem sofort mitsummen konnte.
Ein ruhiger, warmer Neujahrstag, ohne große Vorsätze, dafür mit viel Familie, etwas Erleichterung und einem sehr passenden musikalischen Ausklang.
12.1.2026: Der Tag, an dem Ausschlafen keine Option mehr war
Kaum war ich um halb zehn richtig wach, stolperte ich gedanklich schon über den ersten Programmpunkt des Tages: ein verpasster Anruf vom Che...
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Wenn man um 9:30 Uhr aufsteht, denkt man ja noch: „Ach, entspannter Tag, ich bin ja Rentner.“ Tja. Um 11 Uhr schon die erste Etappe des Tage...
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Manche Tage sind wie ein Puzzlespiel mit verschwundenem Deckelbild: Man weiß, wie’s ungefähr aussehen soll, aber es dauert eben, bis alles p...
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Was für eine Nacht. Um 4 Uhr früh ging’s los – und nicht etwa mit Frühstück im Bett, sondern mit Blaulicht-Stimmung. Kerstin ist mit Julia w...